{"id":648,"date":"2026-11-02T17:33:38","date_gmt":"2026-11-02T16:33:38","guid":{"rendered":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=648"},"modified":"2026-11-02T17:48:37","modified_gmt":"2026-11-02T16:48:37","slug":"lydia-gradehandt-2-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=648","title":{"rendered":"Lydia Gradehandt 2"},"content":{"rendered":"<h2>Wie der Stern \u00fcber Betlehem zu leuchten begann<\/h2>\n<p>von Lydia Gradehandt<\/p>\n<div>Die Weihnachtsgeschichte wird aus der Sicht der Engel erz\u00e4hlt. Im Mittelpunkt steht der Engel Meira,<br \/>\nderen Name \u201edie Leuchtende\u201c bedeutet, obwohl sie noch keinen Heiligenschein besitzt.<br \/>\nW\u00e4hrend Maria und Josef im Dunkeln nach Bethlehem ziehen, soll Meira den Stern \u00fcber der Stadt zum Leuchten bringen.<br \/>\nNach einigen Schwierigkeiten erkennt sie, dass nicht \u00e4u\u00dfere Sch\u00f6nheit, sondern geduldiges Dienen<br \/>\nund der Einsatz f\u00fcr andere z\u00e4hlen.<br \/>\nSchlie\u00dflich weist der leuchtende Stern Maria und Josef den Weg zum Stall.<\/div>\n<p><strong>Sprechrollen:<\/strong><\/p>\n<div>\n<ul>\n<li>Erz\u00e4hler oder Erz\u00e4hlerin<\/li>\n<li>Meira (Meh-ee-rah), Engel<\/li>\n<li>Elior, Engel<\/li>\n<li>Uriel, Engel<\/li>\n<li>Maria<\/li>\n<li>Josef<\/li>\n<li>Wirt oder Wirtin 1<\/li>\n<li>Wirt oder Wirtin 2<\/li>\n<li>mehrere Engel mit kurzen Einzeltexten<\/li>\n<li>mindestens ein Hirte oder eine Hirtin<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Weitere Rollen ohne zwingenden Einzeltext:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>zus\u00e4tzliche Engel<\/li>\n<li>weitere Hirten und Hirtinnen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Requisiten: Stern \u00fcber Betlehem, Wolke, Feuerstelle, ein Heiligenschein pro Engel, kleine Harfe, Poliertuch, Krippe, Puppe (Jesuskind)<\/p>\n<\/div>\n<h3><strong>Szene 1:<\/strong><\/h3>\n<p>Erz\u00e4hler:<\/p>\n<p>Herzlich Willkommen zu unserem Krippenspiel! Heute m\u00f6chten wir die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der Engel erz\u00e4hlen.<br \/>\nEngel kommen in der Bibel sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament vor.<br \/>\nManche haben Fl\u00fcgel und andere nicht. Engel sind Boten Gottes und verk\u00fcnden seinen Willen.<br \/>\nSie besch\u00fctzen Menschen und geben ihnen Kraft und Zuversicht. Sie loben und verehren Gott.<\/p>\n<p>Wir reisen nun zur\u00fcck in eine Zeit vor 2000 Jahren, eine Zeit ohne elektrisches Licht und ohne Stra\u00dfenbeleuchtung.<br \/>\nLasst uns nun unsere Blicke auf den Engel Meira richten. Meira hat ein Problem, dass sie sehr besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p>(Meira tritt auf. Sie tr\u00e4gt keinen Heiligenschein und wirkt traurig.)<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Hallo, darf ich mich vorstellen? Ich bin Meira. Mein Name bedeutet auf hebr\u00e4isch die \u201eLeuchtende\u201c.<br \/>\nLeider passt der Name nicht wirklich zu mir. Wie Ihr seht, habe ich keinen leuchtenden Heiligenschein.<br \/>\nUnd ansonsten leuchtet auch nichts an mir.<\/p>\n<p>(Sie breitet die Arme aus und schaut an sich herunter. Die anderen Engel kommen. Alle haben Heiligenscheine.)<\/p>\n<p>Elior:\u00a0Habt Ihr es schon geh\u00f6rt? Kaiser Augustus hat den Befehl erlassen, dass sich alle Leute in seinem gro\u00dfen Reich<br \/>\nin Steuerlisten eintragen lassen m\u00fcssen. Alle begeben sich dazu in ihre Heimatstadt.<\/p>\n<p>Uriel:\u00a0Da m\u00fcssen die armen Menschen aber bestimmt weite Strecken zur\u00fccklegen und dass, wo es doch schon so fr\u00fch dunkel wird.<\/p>\n<p>Elior:\u00a0Da kommen wir ins Spiel! Wir haben die Aufgabe, die Wolken wegzuschieben.<br \/>\nAm Abend und in der Nacht sollen die Wolken nicht Mond und Sterne verdecken.<br \/>\nEs soll auch nicht auf die Reisenden regnen. Die Sterne m\u00fcssen poliert und zum Leuchten gebracht werden.<br \/>\nMacht Euch an die Arbeit! Meira, Du \u00fcbernimmst die Sterne \u00fcber der kleinen Stadt Betlehem. Fang gleich mal an!<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Oh, nein! Durch Polieren werde ich mir nie einen Heiligenschein verdienen!<\/p>\n<p>Elior:\u00a0Meira, du musst geduldig dem Herrn dienen! Die Aufgabe ist wichtig!<br \/>\nImmerhin kam der gro\u00dfe K\u00f6nig David aus der Stadt Betlehem.<\/p>\n<p>(Meira f\u00e4ngt sichtlich gelangweilt an, einen Stern zu polieren. Die anderen Engel schieben eine Wolke weg.)<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Ach, wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn ich mir meinen Heiligenschein verdienen k\u00f6nnte. Ich w\u00fcrde so sch\u00f6n leuchten.<br \/>\nAlle w\u00fcrden schon von weitem sehen, dass ich ein Engel bin.<\/p>\n<p>(Dann h\u00f6rt Meira auf zu polieren und tr\u00e4umt.)<\/p>\n<p>Uriel: Wenn Du den Stern zum Leuchten bringen willst, musst Du weiter polieren!<\/p>\n<p>(Die Engel au\u00dfer Meira gehen ab. Meira poliert weiter, bis die Engel au\u00dfer Sichtweite sind.)<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Ich k\u00f6nnte Harfe spielen und Gott loben. Wenn ich lange genug \u00fcbe, spiele ich bestimmt gut genug f\u00fcr einen Heiligenschein.<\/p>\n<p>(Meira spielt auf der Harfe. Die anderen Engel kommen zu Meira.)<\/p>\n<p>Uriel oder anderer Engel:\u00a0Jetzt ist echt keine Zeit zum Harfe spielen. Auch wenn Du dringend noch \u00fcben musst.<\/p>\n<p>(Meira packt entt\u00e4uscht die Harfe weg. Maria und Josef machen sich auf den Weg.)<\/p>\n<p>Einer der Engel:\u00a0Schaut da kommen Maria und Josef. Sie haben wegen der Volksz\u00e4hlung den weiten Weg von Nazaret in Galil\u00e4a nach Betlehem in Jud\u00e4a auf sich genommen. Sie sind schon seit mehreren Tagen auf unebenen Wegen durch das Bergland unterwegs.<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Wie weit ist das denn?<\/p>\n<p>Elior:\u00a0150 bis 200 km! Und dabei erwartet Maria ein Kind. Es ist ein ganz besonderes Kind! Es ist der Sohn Gottes, der Retter der Welt! Der K\u00f6nig der K\u00f6nige!<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Oh, ein K\u00f6nig! Vielleicht k\u00f6nnten wir einen Wettbewerb machen, wer die sch\u00f6nsten Fl\u00fcgel hat.<br \/>\nIch habe wundersch\u00f6ne Fl\u00fcgel! Der K\u00f6nig k\u00f6nnte der Schiedsrichter sein und verleiht mir dann bestimmt als Siegerin einen Heiligenschein.<\/p>\n<p>Uriel:\u00a0Sei nicht albern! Marias Kind kommt doch als Baby zur Welt und kann noch gar kein Schiedsrichter sein.<br \/>\nVor allem kommt es aber nicht auf die \u00e4u\u00dfere Sch\u00f6nheit, sondern auf die innere Sch\u00f6nheit an. Statt so eitel zu sein, solltest du dich besser auf deine Arbeit konzentrieren.<\/p>\n<p>(Meira poliert weiter.)<\/p>\n<h3><strong>Szene 2:<\/strong><\/h3>\n<p>Maria:\u00a0Josef, hast du das geh\u00f6rt? Wie lange ist es denn noch? Ich bin m\u00fcde und meine F\u00fc\u00dfe tuen mir so weh.<\/p>\n<p>Josef:\u00a0Wir m\u00fcssten bald in Betlehem sein. Es ist schwer zu sagen. Ich kann keinen Stern entdecken. Es ist so d\u00fcster! Man sieht kaum seine Hand vor Augen. Hoffentlich verirren wir uns nicht.<\/p>\n<p>(Uriel schaut Meira an und r\u00e4usperst sich missbilligend.)<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Ich werde sie mit meiner Harfe aufheitern.<\/p>\n<p>(Meira zupft die Harfe an.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Maria:\u00a0Ich glaube, ich habe eben Musik vernommen. Gott wird seine Engel senden, um uns zu besch\u00fctzen. Daran glaube ich ganz fest! Er hat mir ja auch den Engel Gabriel gesandt. Du wei\u00dft, er hat verk\u00fcndet, dass ich ein heiliges Kind bekommen werde. Er wird der Sohn des H\u00f6chsten sein. Jesus soll er hei\u00dfen.<\/p>\n<p>Josef:\u00a0Schau da vorne brennt ein Licht, es scheint eine Herberge zu sein.<\/p>\n<p>(Josef und Maria gehen zur Herberge und klopfen an. Der Wirt \u00f6ffnet die T\u00fcr.)<\/p>\n<p>Wirt 1:\u00a0Guten Abend! Sie w\u00fcnschen?<\/p>\n<p>Josef:\u00a0Guten Abend! Ist es richtig, dass wir uns bereits in Betlehem befinden?<\/p>\n<p>Wirt 1:\u00a0Ja, Sie sind hier in Betlehem.<\/p>\n<p>Maria:\u00a0K\u00f6nnten wir bei Ihnen \u00fcbernachten?<\/p>\n<p>Wirt 1:\u00a0Leider ist meine Herberge schon voll. Aber wenn sie dem Weg ein kurzes St\u00fcck weiter folgen, sind sie gleich an der n\u00e4chsten Herberge.<\/p>\n<p>Josef:\u00a0Dann gehen wir z\u00fcgig weiter. Gute Nacht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Meira ist am Polieren. Josef und Maria kommen bei der n\u00e4chsten Herberge an.)<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Ich glaube jetzt habe ich den Dreh raus. Eben hat der Stern schon ein wenig gefunkelt. Wenn ich mich ganz dolle konzentriere, leuchtet der Stern bald ganz hell, um dem heiligen Paar zu leuchten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Josef klopft an und der Wirt \u00f6ffnet.)<\/p>\n<p>Josef:\u00a0Guten Abend, guter Mann! Wir ben\u00f6tigen dringend eine Unterkunft.<\/p>\n<p>Wirt 2:\u00a0Hier ist leider wirklich nichts mehr frei. Wegen der Volksz\u00e4hlung sind alle Herbergen leider voll belegt.<\/p>\n<p>Josef:\u00a0Frau ist ersch\u00f6pft und erwartet ein Kind! Bitte lassen sie uns ein! Wir irren schon seit Stunden durch die Nacht.<\/p>\n<p>Wirt 2:\u00a0Ich kann da leider nichts f\u00fcr sie tun!<\/p>\n<p>(Der Wirt schlie\u00dft die T\u00fcr. Josef und Maria gehen weiter.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Uriel:\u00a0Ich kann das nicht mehr mit ansehen, wie Maria und Josefs durchs Dunkel irren. Nicht, dass die schwangere Frau noch st\u00fcrzt! Gib mir den Stern! Du machst das ganz falsch! Das ist die komplett falsche Wischtechnik! Ich bringe den Stern zum Leuchten!<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Nein, was f\u00e4llt Dir ein! Es ist meine Aufgabe!<\/p>\n<p>(Uriel versucht Meira den Stern zu entrei\u00dfen. Sie rangeln um den Stern. Meira h\u00e4lt ihn fest und entrei\u00dft ihn Uriel und schleudert ihn dabei aus Versehen weg.)<\/p>\n<p>Ein Engel: Oh, nein! Der Stern f\u00e4llt!<\/p>\n<p>(Der Stern leuchtet jetzt hell und hat einen leuchtenden Schweif. Die Engel erstarren vor Staunen.)<\/p>\n<p>Maria:\u00a0Siehst Du diesen Stern \u00fcber Betlehem! Wie hell er leuchtet! Lass uns diesem Stern folgen. Vielleicht f\u00fchrt er uns ja zu einem Nachtlager.<\/p>\n<p>(Maria und Josef folgen dem Stern und kommen zum Stall.)<\/p>\n<p>Maria:\u00a0Josef, ich denke es ist so weit! Ich bekomme mein Kind. Lass uns hier im Stall bei Ochs und Esel \u00fcbernachten. Wenigstens ist es warm und wir haben ein Dach \u00fcber dem Kopf. Wir k\u00f6nnen das Baby in die Futterkrippe legen.<\/p>\n<p>(Jesus wird geboren. Maria legt Jesus in die Krippe.)<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Szene 3:<\/strong><\/h3>\n<p>Elior:\u00a0Halleluja! Gelobt sei Gott der Herr! Gottes geliebter Sohn ist geboren!<\/p>\n<p>(Die Engel strahlen und sind gl\u00fccklich. Der Streit ist vergessen.)<\/p>\n<p>Die anderen Engel antworten:\u00a0Halleluja! Gelobt sei Gott der Herr!<\/p>\n<p>Elior:\u00a0Liebe Meira, da Du den Stern \u00fcber Bethlehem zum Leuchten gebracht hast, hast du die deinen Heiligenschein verdient!<\/p>\n<p>(Elior setzt Meira feierlich den Heiligenschein auf.)<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Oh, wie bin ich gl\u00fccklich! Wir m\u00fcssen den Menschen verk\u00fcnden, dass Jesus geboren ist. Damit sie genauso gl\u00fccklich sind wie wir. Alle K\u00f6nige m\u00fcssen zum K\u00f6nig der K\u00f6nige gehen und ihn verehren.<\/p>\n<p>Elior:\u00a0Nur Geduld! Die K\u00f6nige werden schon noch kommen. Aber wir bringen die frohe Kunde als erstes den Hirten, die in der N\u00e4he auf dem Felde Nachtwache halten. Diese einfachen Menschen sind von Gott auserw\u00e4hlt, als Erste die frohe Botschaft zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(Die Hirten begeben sich zur Feuerstelle. Die Engel gehen zu den Hirten. Die Hirten erschrecken.)<\/p>\n<p>Engel:\u00a0F\u00fcrchtet Euch nicht, denn wir verk\u00fcnden Euch eine gro\u00dfe Freude!<\/p>\n<p>Meira:\u00a0Heute ist Euch und dem ganzen Volk der Retter geboren.<\/p>\n<p>Engel:\u00a0Er ist Christus der Herr.<\/p>\n<p>Engel:\u00a0Der Stern soll Euch als Zeichen dienen. Ihr werdet ein Kind finden, dass in Windeln gewickelt in einer Krippe liegt.<\/p>\n<p>Alle Engel:\u00a0Ehre sei Gott in der H\u00f6he und allen Menschen Friede auf Erden!<\/p>\n<p>(Die Engel gehen ab.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hirt:\u00a0Lasst uns nach Betlehem gehen, um das Ereignis zu sehen, das uns der Herr kundgetan hat!<\/p>\n<p>(Die Hirten gehen zur Krippe.)<\/p>\n<p>Alle:\u00a0Fr\u00f6hliche Weihnachten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Wie der Stern \u00fcber Betlehem zu leuchten begann von Lydia Gradehandt Die Weihnachtsgeschichte wird aus der Sicht der Engel erz\u00e4hlt. 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