{"id":462,"date":"2021-01-12T14:27:17","date_gmt":"2021-01-12T13:27:17","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=462"},"modified":"2021-01-12T14:46:47","modified_gmt":"2021-01-12T13:46:47","slug":"wolfgang-franke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=462","title":{"rendered":"Wolfgang Franke"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Da die Zeit erf\u00fcllt ward<\/h2>\n\n\n\n<p>Nach einer Erz\u00e4hlung von Larry Christensen<\/p>\n\n\n\n<p>Das Krippenspiel haben wir 2005 + 2006 bei uns in Dorfchemnitz auff\u00fchrten.<br>Die erste (Engel-) Szene \u00fcbernahm ich zu gro\u00dfen Teilen aus der Weihnachtserz\u00e4hlung<br>\u201eAls die Zeit erf\u00fcllet ward\u201c von Larry Christensen. Die Engelszene wurde zwar zun\u00e4chst sehr<br>in Frage gestellt, war dann aber besonders eindr\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Engelchor: Weissagung<\/p>\n\n\n\n<p>Rafael: Sch\u00f6n habt ihr wieder gesungen. Dem Herrn \u2013 und auch mir \u2013 hat es sehr gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel1: Danke, Rafael. Ein Lob von dir, dem obersten Nachrichtenengel, tut uns immer gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel2: Dieses St\u00fcck singen wir aber auch besonders gern.<\/p>\n\n\n\n<p>E3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir freuen uns jedes Mal, wenn es Schwester Rebekka mit uns singt.<\/p>\n\n\n\n<p>E4:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber sag mal, Rafi, Was gibt es Neues im Himmel und auf Erden? Du kommst doch gerade vom Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O, ich sage euch: Gro\u00dfe Dinge stehen bevor. Bald werdet ihr N\u00e4heres h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>E5:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ach, Rafi, spanne uns doch nicht so auf die Folter! Erz\u00e4hl schon, was steht denn bevor?<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Na gut, ich will es euch sagen.&nbsp;<em>(wichtig)<\/em>&nbsp;Die Zeit ist erf\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Zeit ist erf\u00fcllt ???<\/p>\n\n\n\n<p>E4:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wof\u00fcr denn?<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wof\u00fcr? \u2013 Ihr habt doch vorhin gerade so einen sch\u00f6nen Chor gesungen. Dann wisst ihr doch sicherlich, was das f\u00fcr ein St\u00fcck war?<\/p>\n\n\n\n<p>E2:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nat\u00fcrlich. Das war eine Weissagung vom alten Jesaja.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richtig. Und der, von dem ihr da gesungen habt, den schickt Gott bald auf die Erde. Na. Ihr Kleinen, wisst ihr noch, wie man ihn nennt?<\/p>\n\n\n\n<p>E6:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rat.<\/p>\n\n\n\n<p>E7:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>E8:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wunderbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja,&nbsp; eins habt ihr noch vergessen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>E9:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Held.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richtig. \u2013 Da k\u00f6nnt ihr euch denken, was uns da bevorsteht. Die vielen K\u00f6nige und Prinzen und Herrscher der Welt zusammenrufen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>E8:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O ja, und dann so richtig blitzen und donnern.<\/p>\n\n\n\n<p>E3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und Posaunen und Trompeten blasen!<\/p>\n\n\n\n<p>E4:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und der gro\u00dfe vereinigte Engelchor.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Alles richtig. Beeilt euch und bereitet alles vor. Poliert die Posaunen, bringt eure Gew\u00e4nder in Ordnung und sorgt daf\u00fcr, dass wir einen gewaltigen Eindruck bei all den M\u00e4chtigen auf Erden machen. Auf den ersten Blick sollen sie sp\u00fcren, mit wem sie es da zu tun bekommen .&nbsp;&nbsp;<em>(allgemeine Gesch\u00e4ftigkeit)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Musik<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(nur zu h\u00f6ren)<\/em>&nbsp;Rafael!<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Oh, Herr\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was tut ihr da?<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir bereiten die Ankunft deines Sohnes auf&nbsp; Erden vor.<\/p>\n\n\n\n<p>E3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir polieren die Trompeten und Posaunen.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir brauchen keine Trompeten und Posaunen.<\/p>\n\n\n\n<p>E8:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber Blitz und Donner.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Keinen Blitz und Donner.<\/p>\n\n\n\n<p>E4:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Den vereinigten Engelchor.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auch keinen Engelchor.&nbsp;<em>(allgemeine Entt\u00e4uschung)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O Herr, ich verstehe dich nicht. Du meinst doch nicht, dass wir die Zeit erf\u00fcllen sollen so ganz ohne Posaunen und Blitz und Donner. Sagtest du nicht, du schicktest deinen Sohn auf die Welt?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, das sagte ich. Aber ohne Blitz und Donner, ohne Posaunen, Trompeten und Engelchor, und dann schon gar nicht zu den M\u00e4chtigen und Reichen.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schaut mal da dr\u00fcben hinunter auf die Erde. Seht ihr den kleinen Punkt dort, dieses Dorf?<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Meinst du Bethlehem in Jud\u00e4a?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Genau. Und seht ihr das junge M\u00e4dchen und den etwas \u00e4lteren Mann?<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die mit dem Kleiderb\u00fcndel?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja. Die ist es. Die soll seine Mutter werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seine Mutter?&nbsp;<em>(verwirrt)<\/em>&nbsp; Aber \u2026 da ist doch \u00fcberhaupt nichts Besonderes dabei, wenn da unten ein Kind geboren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Richtig. Und genau das war schon immer mein Plan.<\/p>\n\n\n\n<p>E1:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber Herr, dann werden die Menschen doch gar nichts von seiner Ankunft erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; O doch. Aber nicht mit viel L\u00e4rm, sondern in der Stille und mit W\u00fcrde. Ich habe einen Stern an den Himmel gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>E7:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Einen gro\u00dfen und m\u00e4chtigen, der alle anderen \u00fcberstrahlt!<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nein, einen ganz normalen Stern, vielleicht ein klein wenig heller als die anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ach Herr, nimm einen Rat von mir an. Als oberster Nachrichtenengel verstehe ich etwas davon. Alles, was nicht mit Aufsehen und Schlagzeilen den Leuten aufgedr\u00e4ngt wird, das nehmen sie nicht wahr. Den Stern wird gar niemand bemerken.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Doch. Drei haben es bemerkt. Sie sind schon auf dem Weg und m\u00fcssten rechtzeitig ankommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (seufzt) Vielleicht nur einen kleinen, ganz leisen Chor, Herr. Unsere Engel singen wirklich sch\u00f6n. Auch keine gro\u00dfe Sache, nur was f\u00fcr paar gew\u00f6hnliche Leute auf dem Lande \u2013 Hirten oder so\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auch keinen Chor, Rafael. Der Stern reicht aus.&nbsp;<em>(ab)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Musik&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (einige Engel dr\u00e4ngen sich auf der Kanzel\/ Kanzeltreppe und beobachten das Geschehen \u201eunten\u201c)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>E2:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ach, jetzt haben sie die Beiden auch noch von der Herberge abgewiesen. Sie w\u00e4re voll.<\/p>\n\n\n\n<p>E6:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; H\u00e4tten die Leute nicht noch etwas zusammenr\u00fccken k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>E3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; So ein kleiner Posaunensto\u00df h\u00e4tte sie sicher zur Besinnung gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>E5:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und die Frau hat schon ihre Wehen.<\/p>\n\n\n\n<p>E7:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn das mal gut geht!<\/p>\n\n\n\n<p>E9:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein Gl\u00fcck. Jetzt nimmt sie jemand mit und quartiert sie im Stall ein. Das war aber h\u00f6chste Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>E4:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun haben sie es wenigstens warm.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was, in einem Stall?! Das ist doch nicht zu glauben!<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, der Herr macht es einem manchmal wirklich schwer: Da bereitet sich nun der ganze Himmel auf die Erf\u00fcllung der Zeit vor, und dann wird gerade mal ein Stern an den Himmel gesetzt, den ganze drei M\u00e4nner bemerken. Und nun kommt das Kind wohl gar noch in einem Stall zur Welt! Die Erf\u00fcllung der Zeit geschieht in einem Stall!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, hier ist der Herr zu weit gegangen. Er hat sich da in eine Sache verrannt, die er sicher noch bereuen wird. Man muss sich doch sch\u00e4men!<\/p>\n\n\n\n<p>E5:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da, seht doch mal!<\/p>\n\n\n\n<p>E2+E6:Jetzt ist es da!<\/p>\n\n\n\n<p>Alle:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das Kind ist da!<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist da? Das muss ich nat\u00fcrlich gleich dem Herrn melden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(ab)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>E2:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein sch\u00f6nes Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>E6:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sie wickeln es in Windeln.<\/p>\n\n\n\n<p>E7:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gut, dass sie wenigstens Windeln haben.<\/p>\n\n\n\n<p>E5:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und nun legt es die Mutter in eine Krippe.<\/p>\n\n\n\n<p>E8:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn das der Herr h\u00f6rt: Sein Sohn liegt in einer Krippe! Na, ich will doch mal Blitz und Donner bereithalten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Rafael kommt zur\u00fcck)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist doch ein niedlicher kleiner Kerl, nicht wahr?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, ja.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Herr, die Engel freuen sich alle so und Schwester Rebekka hat schon lange mit ihnen einen kleinen Chor einge\u00fcbt, extra f\u00fcr diese Gelegenheit und nur f\u00fcr hier oben \u2013 und nur, wenn es dir Spa\u00df macht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich w\u00fcrde mich dar\u00fcber freuen, Rafael.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(zu den Engeln)<\/em>&nbsp;Habt ihr geh\u00f6rt? Jetzt d\u00fcrft Ihr singen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Engelchor: Gloria, Gloria Gott in der H\u00f6h<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das war ein sch\u00f6nes Lied. Vielen Dank, ihr Lieben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(nach einer Weile zu Raf)&nbsp;<\/em>Wann werden eigentlich diese drei Weisen ankommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O, sie sind erst nach Jerusalem gegangen, um beim K\u00f6nig Herodes N\u00e4heres zu erfahren. Dabei sind sie bisschen aufgehalten worden. Aber in ein paar Stunden werden sie da sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Erz\u00e4hl ihnen lieber, dass sie auf dem R\u00fcckweg Herodes meiden sollen. Er hat nichts Gutes im Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, Herr, machen wir.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(alle schauen wieder nach unten)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>E6:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jetzt schl\u00e4ft das Kind.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(eine Weile Schweigen, Rafael r\u00e4uspert sich)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Herr, es ist doch ein ganz besonders niedlicher, ein wunderbarer kleiner Kerl, nicht wahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er sieht nur wie ein ganz gew\u00f6hnliches kleines Baby aus. Und davon ist jedes einzelne ein gro\u00dfes Wunder.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Herr, was wird eigentlich mit ihm geschehen, da unten auf der Erde?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er wird aufwachsen wie jedes gew\u00f6hnliche Kind, wird spielen, lernen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber wenn er erwachsen ist, wird er sicher die Regierung \u00fcbernehmen und ein gro\u00dfes Heer aufstellen, um die Dinge da unten wieder in Ordnung zu bringen?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ach, meinst du, dass mit Gewalt die Dinge in Ordnung zu bringen sind? O nein. Es wird dasselbe mit ihm geschehen, was mit jedem Menschen geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und das w\u00e4re?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er wird sterben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(allgemeine Best\u00fcrzung)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber Herr, er ist doch dein Sohn\u2026. Das w\u00e4re doch so, als wenn du selbst sterben m\u00fcsstest.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du hast recht, Rafael.<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber \u2026 dann wird er f\u00fcr alle Zeit tot sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nein, Rafael, f\u00fcr immer wird er nicht tot sein, er wird von den Toten auferstehen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(allgemeine Erleichterung \u2013 Rafael kniet nieder)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O Gott, du bist wirklich der Herr! Keiner ist Herr, nur du.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(zu den Engeln und zur Gemeinde)<\/em>&nbsp;Habt ihr geh\u00f6rt, was der Herr gesagt hat? Habt ihr es alle geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er wird nicht f\u00fcr immer tot sein!!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber das ist doch ganz und gar au\u00dfergew\u00f6hnlich, nicht wahr?<\/p>\n\n\n\n<p>E3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O ja, das ist das Ungew\u00f6hnlichste, was auf Erden je geschehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Schweigen \u2013 alles schaut nach unten)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Rafael, es sieht mir doch ein bisschen zu einsam und trist aus da unten. Wenn blo\u00df diese weisen M\u00e4nner nicht vom Weg abgekommen w\u00e4ren!<\/p>\n\n\n\n<p>Raf:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sie werden bald da sein, Herr.<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Na trotzdem, \u2013 es wird wohl doch nichts schaden, wenn wir unseren Engelchor nach unten schicken,- nur um paar Leuten zu erz\u00e4hlen, was da in Bethlehem geschehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(schreien durcheinander)<\/em>&nbsp;O ja! Das w\u00e4re wunderbar\u2026O bitte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dabei unauff\u00e4llig einen \u201eVorhang\u201c bilden, hinter dem sich unbemerkt die Hirten setzen k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Na gut. Seht ihr dort unten die paar Hirten auf dem Feld, ganz in der N\u00e4he vom Stall?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel:&nbsp; Ja, ja\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herr:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gut. Dort k\u00f6nnt ihr hin und ihnen die frohe Nachricht verk\u00fcnden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(ab)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Engel:&nbsp;&nbsp;<em>(jubeln)<\/em>&nbsp; Jaaaa!&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher:&nbsp;&nbsp; Und alsbald war da bei den Hirten die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hirten werden sichtbar<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Engelchor: Ehre sei Gott&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(ab)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hirt 1:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was war das?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Habt ihr das geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bin ich wach oder tr\u00e4ume ich?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtin:&nbsp; Nein, nein, wir haben es alle geh\u00f6rt: Euch ist heute der Heiland geboren, so haben sie gesungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp;&nbsp; In Bethlehem, in einem Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt1::&nbsp; Der Heiland in einem Stall \u2013 da muss er ja einer von uns sein! Das w\u00e4re ja toll!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ehre sei Gott in der H\u00f6he!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt1::&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und Friede auf Erden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Friede auf Erden. Ach, wenn das doch wahr w\u00fcrde\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und den Menschen sein Wohlgefallen. \u2013 Gott zeigt sein Wohlgefallen an uns Menschen. Trotz allem, was wir B\u00f6ses und Falsches tun?!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtin:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da muss er uns aber sehr lieb haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp;&nbsp; Freunde, k\u00f6nnt ihr das begreifen? Wir liegen hier auf dem Feld und Gott schickt zu uns, zu uns einfachen Hirten seine himmlischen Heerscharen! Womit haben wir das verdient?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt1::&nbsp; Verdient? Meinst du, Gottes Wohlgefallen k\u00f6nntest du verdienen? Nein, er hat es uns geschenkt!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp; Und nicht nur uns. Er schenkt allen Menschen den Retter, den Heiland der Welt! So haben es die Engel gesungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ehre sei Gott in der H\u00f6he! Nein, nicht nur in der H\u00f6he, auch hier unten auf Erden wollen wir einstimmen: Ehre sei Gott!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtin:&nbsp; Na, ihr M\u00e4nner, wollt ihr hier Wurzeln schlagen? Meint ihr, die himmlischen Ch\u00f6re kamen zu uns, damit wir \u00fcber ihre Botschaft diskutieren? Auf, lasst uns nach Bethlehem gehen, das Kind sehen und anbeten.&nbsp; \u2013&nbsp; Ehre sei Gott!<\/p>\n\n\n\n<p>Alle:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ehre sei Gott!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lied: Als die Welt verloren<\/h4>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><strong>Vor dem Herodespalast<\/strong><\/h5>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp; Na, das war ja ein ziemliches Fiasko! Wir kommen zum K\u00f6nig, wollen ihn zu seinem Sohn begl\u00fcckw\u00fcnschen und diesem huldigen, \u2013 und der hat gar keinen. Das war mir ja \u00fcberaus peinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, wir h\u00e4tten doch warten sollen, bis der Stern wieder zu sehen ist. Er h\u00e4tte uns sicher gleich nach Bethlehem gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp; So ganz einleuchtend ist mir das Ganze nicht. In Bethlehem gibt es keinen K\u00f6nig, das ist nur ein kleines Provinznest. Und doch war die Auskunft des K\u00f6nigs eindeutig.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Ja, er zeigte sich sehr interessiert. Kommt, lasst uns gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Hannas kommt<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hannas: Verzeiht, ihr M\u00e4nner! Habt ihr etwas Zeit f\u00fcr mich? Ich mu\u00df mit euch reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp; Gern, wenn wir dir helfen k\u00f6nnen. Wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Ich bin Hannas und wohne hier in Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: In Jerusalem\u2026? Nun, ich wei\u00df nicht, was wir f\u00fcr dich tun k\u00f6nnen. Wir sind fremd hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Das ist mir bekannt. In einer Stadt wie Jerusalem bleibt die Ankunft von drei so seltsamen M\u00e4nnern, wie ihr es seid, nicht verborgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nanu, bekommt K\u00f6nig Herodes nicht \u00f6fter Besuch?<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Nat\u00fcrlich, aus Rom oder aus den Nachbarprovinzen. Dann ist immer ein gro\u00dfer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aufzug mit viel Pracht und Glanz zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Nun, so etwas hatten wir nicht zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Nein, aber es gab eine Besonderheit, eine wichtige Besonderheit\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp; Und die w\u00e4re?<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Gleich nach eurer Ankunft lie\u00df Herodes alle Schriftgelehrten und Weisen aus Jerusalem zu sich kommen, aber in aller Heimlichkeit, versteht ihr? Auch ich war dabei. Und dann fragte er uns alle aus, was wir \u00fcber den Christus, den Erl\u00f6ser unseres Volkes wissen. Besonders, wo er geboren wird.&nbsp; \u2013&nbsp; Sonst hat er sich noch nie um solche Dinge gek\u00fcmmert.<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und ihr habt es gewusst?<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Aber sicher! Jeder in Israel, der etwas Bildung hat, kennt die alten Weissagungen \u00fcber den Sohn Davids, der aus Bethlehem kommen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber warum fragt Herodes danach? Gibt es einen Grund?<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Ja, das k\u00f6nnen wir dir sagen. Der Sohn Davids, der die Welt heilmachen wird, der ist jetzt in Israel geboren. Wir meinten zwar, ihn im K\u00f6nigsschloss zu finden, aber Herodes hat uns nach Bethlehem gewiesen, so wie ihr es ihm gesagt habt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Aber wie kommt ihr zu solch einer Aussage? Wer seid ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Das Volk nennt uns Weise. Besser w\u00e4re aber wohl: Wir sind Suchende.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp; Ich hei\u00dfe Kaspar und komme aus Kleinasien. Dort betreibe ich eine Eliteschule. Die S\u00f6hne der m\u00e4chtigsten und reichsten M\u00e4nner unseres Volkes kommen zu mir und lassen sich unterrichten. Auch unseren K\u00f6nig und seinen Vorg\u00e4nger habe ich schon gelehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Volk bewundert und verehrt sie. Doch ich kenne sie besser. Ich wei\u00df, dass auch sie bei allem stets auf ihren Vorteil bedacht sind, dass sie keinen neben sich dulden, der ihnen gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnte, dass sie arrogant und \u00fcberheblich werden, obwohl sie doch eigentlich ganz k\u00fcmmerliche Menschen sind. Und ich kenne die Rivalit\u00e4ten der \u201eEdlen\u201c, wie sie um die Gunst des Herrschers buhlen, um sich eintr\u00e4gliche Posten zu verschaffen. Und diese fallen nur zu gerne auf ihre Schmeicheleien herein. Nein, unter allen Menschen habe ich bisher keinen gefunden, der den Titel \u201eK\u00f6nig\u201c verdient h\u00e4tte. Einen, der Ehr-w\u00fcrdig ist, Einen, der die Dinge durchschaut und die Wahrheit liebt, der seine Macht zum Wohl seines Volkes einsetzt und dem B\u00f6sen widersteht. Mein Leben lang habe ich auf solch einen K\u00f6nig gehofft, aber vergeblich.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dann sah ich den Stern. Aus dem Studium alter Weissagungen war mir klar, dass in Jud\u00e4a ein besonderer K\u00f6nig geboren wird, ein Gerechter und ein Helfer. Also machte ich mich auf, ihn zu suchen und meine Ehrerbietung zu bezeugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; O ja, nach einem solchen K\u00f6nig sehne ich mich auch. Doch wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Mich nennt man Melchior. Ich hatte den weitesten Weg, ich komme aus Indien..<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mein Vater hat mir ein reiches Erbe hinterlassen. Aber Reichtum und Ehre bedeuten mir nichts. Ich suche das Heil in religi\u00f6ser Inspiration und esoterischen Erleuchtungen. All mein Zeit&nbsp; verbringe ich mit dem Suchen der Wahrheit in den verschiedensten Religionen. Von Indien bis \u00c4gypten habe ich schon die L\u00e4nder bereist. Die Lehren ihrer G\u00f6tter haben mich tief beeindruckt. Jeder hat ein anderes St\u00fcck Erkenntnis der Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst lege mich nicht fest. Ich habe mir aus all diesen St\u00fccken meine Religion zusammengebaut, stehe aber auch jeder anderen tolerant und offen gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Als ich den Stern sah, machte ich mich auf den Weg. Ich hoffe, meiner Erkenntnis einen weiteren Baustein hinzuf\u00fcgen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Da wirst du hier in Israel sicher nicht leer ausgehen. Und wer bist du?<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich bin Balthasar und wohne in Nubien, am Oberlauf des Nils. Ich bin dort Schatzmeister des K\u00f6nigs. Mit meiner Frau und meinem Sohn f\u00fchrte ich ein frommes und gl\u00fcckliches Leben. \u2013 Bis das Erdbeben kam. Ich konnte mich noch retten, aber Frau und Sohn starben in den Tr\u00fcmmern unseres Hauses. Doch auch in mir ist seitdem alles Leben erstorben.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was habe ich getan? Warum tut Gott mir das an? Womit habe ich das verdient? Ich bin mir keiner gr\u00f6\u00dferen Schuld bewusst als sie Andere auch haben. Diese qu\u00e4lenden Fragen fressen mich auf.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dann erschien mir der Stern. Aus den Prophetien wusste ich, dass er die Ankunft des&nbsp; Heilands und Retters der Welt anzeigt. So machte ich mich auf, ihn zu suchen. Vielleicht kann er mich wieder heil machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Ja, jetzt wei\u00dft du, wer wir sind. Und vor einer Woche trafen wir in einer Herberge aufeinander. Der Stern hatte uns zusammengef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp; Das ist ja gro\u00dfartig. Das hie\u00dfe ja, die Zeit der r\u00f6mischen Knechtschaft ist zu Ende. Der Messias kommt und erl\u00f6st sein Volk. Wir sind wieder wer! Hosianna dem Sohne Davids!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr weisen M\u00e4nner, nehmt mich mit. Auch ich will das Kind sehen und es anbeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp; Gerne. Komm mit.&nbsp;<em>(ab)<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Kurrendelied:&nbsp; Stern \u00fcber Bethlehem<\/h4>\n\n\n\n<p><strong><em>Krippenbild<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp; Maria, wie gerne h\u00e4tte ich dir die heutigen Strapazen erspart! Es war ein langer, beschwerlicher Weg von Nazareth hierher nach Bethlehem. Du hast ihn sicher noch viel h\u00e4rter empfunden. Und dann die Entt\u00e4uschung in der Herberge und bei meinen Verwandten! Ein Gl\u00fcck, dass wir wenigstens noch ein Dach \u00fcber dem Kopf gefunden haben,&nbsp; \u2013 wenn es auch nur ein Stall ist. Der Engel Gabriel h\u00e4tte besser auch hierher kommen und die Leute auf unser Kind vorbereiten sollen. Dann h\u00e4tte es sicher nicht in einer Krippe liegen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Ach ja, Josef. Der Weg ist mir wirklich schwergefallen. Jeder Schritt war mir eine Qual. Aber als wir dann \u00fcberall abgewiesen wurden \u2013 das war das Schlimmste. Es passt ja auch gar nicht zu dem, was mir der Engel gesagt hat: Unser Jesus wird gro\u00df sein und der Sohn des H\u00f6chsten genannt werden. Gott wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob ewiglich. \u2013 Sehr k\u00f6niglich kommt es mir aber hier nicht vor.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp; Da hast Du recht. Der Stuhl des K\u00f6nigs David war gewiss keine Futterkrippe. \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber Maria, vergiss nicht, was der Engel zu mir sagte: Er wird sein Volk selig machen von ihren S\u00fcnden. Wenn er \u00fcberall gefeiert und bejubelt w\u00fcrde, w\u00e4re es ihm doch ein Leichtes zu sagen: Ich vergebe euch alles. Aber er wird von Anfang an ausgesto\u00dfen und will sein Volk trotzdem von den S\u00fcnden heilmachen. Ist das nicht viel tr\u00f6stlicher und wertvoller als&nbsp; alle k\u00f6nigliche Pracht?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Du hast recht, Josef. Gottes Plan ist gr\u00f6\u00dfer als unser Begreifen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lied: Stille Nacht<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Hirten kommen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hirt1::&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dort vorn brennt noch Licht. Das muss der Stall sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, dort werden wir das Kind finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtin: Aber Bethlehem liegt ganz still. Meint ihr, dass wir hier richtig sind?.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp; Das ist wirklich seltsam. Die ganze Stadt schl\u00e4ft. Ich habe erwartet, dass die Engel auch hier in der Stadt, auf dem Marktplatz ihre Botschaft verk\u00fcndigt h\u00e4tten und dass wir nun ziemlich die Letzten w\u00e4ren. Sollten sie nur zu uns gekommen sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp; Aber dass Gott ausgerechnet uns f\u00fcr w\u00fcrdig erachtet, als Erste von der Ankunft des Retters zu erfahren?!&nbsp;<em>Klopft<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nanu, was wollt ihr denn noch, um diese Zeit?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp; Entschuldigt bitte, aber wir k\u00f6nnen nicht bis morgen warten. Wir m\u00f6chten euer Kind sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Unser Kind? Woher wisst ihr davon?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt1::&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Engel kamen zu uns und haben es uns gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Engel\u2026?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtin: Und dann haben sie gesungen. Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden und den Menschen sein Wohlgefallen. \u2013&nbsp;<em>(schw\u00e4rmt)<\/em>&nbsp;Ach,&nbsp; war das herrlich! So eine sch\u00f6ne Musik wird wohl nie wieder auf Erden zu h\u00f6ren sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(zu Maria)<\/em>&nbsp;Meinst du, dass wir jetzt noch jemanden hereinlassen?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Aber sicher! Ich kann es doch kaum erwarten, meine Freude mit Anderen zu teilen. Kommt herein, liebe Leute, und seid uns willkommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp; Es stimmt: Ein Kind, in Windeln gewickelt und liegt in einer Krippe. So wie es der Engel gesagt hat. Wir sind am rechten Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp; Dieses kleine Kind ist der Heiland der Welt? Es ist doch gar nichts Besonderes an ihm.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp; Wenn es die Engel gesungen haben, wird es schon so stimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt1:: (<em>kniet nieder)&nbsp;<\/em>Du Kind, ich bin nur ein einfacher Hirte und begreife nicht, was Gott heute durch dich tut. Aber vielleicht werden das nicht einmal die kl\u00fcgsten Menschen ganz begreifen. Doch Eines sp\u00fcre ich: Gottes N\u00e4he und Liebe. Ihr will ich mich ganz anvertrauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt3:&nbsp; Du Kind wirst den Menschen Frieden bringen, Frieden auf Erden und in unseren Herzen. Dir soll mein Herz f\u00fcr immer geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirt2&nbsp;&nbsp; Du bist Christus, der Herr in der Stadt Davids. So haben es die Engel gesungen. Und doch bist du ein schwaches Kind, bist du mein Bruder geworden. Schenke mir, dass ich dir nachfolge und nach deinem Willen lebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtin: Gro\u00dfe Freude, unendlich gro\u00dfe Freude d\u00fcrfen wir heute erleben. Durch dich, liebes Kind, steht uns nun der Himmel offen. Dir sei Ehre, Lob und Preis!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lied: Halleluja! Der Retter dieser Welt ist da<\/em><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>In Bethlehem, vor dem Stall<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Freunde, seht, da vorn bleibt der Stern stehen. In diesem Haus muss das Kind zu finden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber das ist ja gar kein Haus. Das ist doch nur ein Stall! Wollen wir uns wieder blamieren?<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Blamiert haben wir uns, als wir den Weg des Sternes verlassen hatten. Jetzt wollen wir ihm folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Es f\u00e4llt zwar schwer, das zu glauben. Aber in diesem Stall kommt Gott in die Welt. Der Stern zeigt es uns an.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr M\u00e4nner, ich mu\u00df euch entschieden widersprechen. Die G\u00f6tter der Heiden m\u00f6gen zwar in St\u00e4llen geboren werden. Aber ihr seid in Israel! Wi\u00dft ihr, welchen Gott wir verehren?<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Nat\u00fcrlich. Wir kennen seine Geschichte mit eurem Volk und haben die Weissagungen eurer Propheten gelesen. Auch wir verehren ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ach, nichts wisst ihr. Es ist der einzige Gott, der Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, der Allm\u00e4chtige und Allwissende, der ewig Reine\u2026 Und nun seht euch nur mal diesen dreckigen Stall an. Und das Kind, in Windeln gewickelt! Der allm\u00e4chtige und reine Gott l\u00e4sst sich in Windeln wickeln, weil er nicht sauber ist! Ihr M\u00e4nner, \u2013 Gott mag es euch verzeihen. Aber was ihr da sagt, ist Gottesl\u00e4sterung.<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und doch hat uns dieser allm\u00e4chtige Gott hierher gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, gerade ein Gott, der sich nicht scheut, in solche Niedrigkeit zu gehen, macht mir wieder Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, ihr k\u00f6nnt tun und lassen, was ihr wollt. Aber dort gehe ich nicht mit hinein. Dort ist gewiss nicht der Messias, auf den wir warten. Der mag f\u00fcr euch Heiden gut sein, aber ich erwarte einen Anderen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Doch der Stern, ist er nur ein Zufall?<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sicher, der Stern ist schon erstaunlich. Ich frage mal beim Synagogenvorsteher nach, ob er N\u00e4heres wei\u00df. Kommt, ich nehme euch mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Nein danke, wir haben gefunden, was wir suchten. Wir vertrauen dem Stern.<\/p>\n\n\n\n<p>Hannas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und ich dem gesunden Menschenverstand. Lebt wohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Lebt wohl.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gehen hinein, knien nieder<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du Kind in der Krippe, ich beuge meine Knie vor dir als dem einzigen und wahren K\u00f6nig. Ich suchte dich im K\u00f6nigspalast, aber der Stern f\u00fchrte uns hierher, in diesen Stall. Noch ist nichts K\u00f6nigliches zu sehen, aber einst wird dir Himmel und Erde zu F\u00fc\u00dfen liegen. Du wirst dein Volk aus aller Welt sammeln und ihm Frieden und Heil bringen. Deiner Macht wird kein Ende sein.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u2013 Welches Geschenk ist einem K\u00f6nig angemessen? Ich bringe dir reines Gold, das edelste Metall. Dir, dem Reinsten und Edelsten, soll es geh\u00f6ren. Nimm es in Gnaden an.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior:&nbsp;&nbsp; Mein Leben lang suchte ich nach Erkenntnis, wie ich es allen G\u00f6ttern recht machen k\u00f6nne und einen Weg, sie gn\u00e4dig zu stimmen. Nun hat mein Suchen nach Gott sein Ziel gefunden. Du allein bist der Weg zum einzigen, wahren Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich suchte in den Religionen der V\u00f6lker nach Wahrheit \u2013 jetzt erkenne ich: Du bist die Wahrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>In religi\u00f6sen Br\u00e4uchen und medidativen \u00dcbungen suchte ich nach erf\u00fclltem Leben. Jetzt kommst du zu mir als das wahre Leben. Du Kind, bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Du \u00f6ffnest uns den Zugang zu dem einzigen, gn\u00e4digen und allm\u00e4chtigen Gott. Dir will ich dienen.&nbsp;&nbsp;<em>(kniet nieder)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In den Tempeln ihrer G\u00f6tter opfern die Menschen Weihrauch. Ich bringe dir Weihrauch als Geschenk und Opfer. Nur du bist des Weihrauchs w\u00fcrdig.<\/p>\n\n\n\n<p>Balth.:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich f\u00fchrte mit meiner Familie ein gl\u00fcckliches und frommes Leben. Ich bem\u00fchte mich,<\/p>\n\n\n\n<p>gerecht und g\u00fctig zu allen Menschen zu sein und mir nichts zu Schulden kommen zu lassen. Trotzdem wurden Frau und Kind von mir gerissen. Der Schmerz zerfrisst&nbsp; mir das Herz, ich kann nicht mehr an Gottes G\u00fcte glauben. Warum tut mir Gott solches Leid an?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun stehe ich hier in diesem Stall und sehe dies Kind in einer Krippe liegen. Das Kind, in dem Gott selber zu den Menschen kommt! So w\u00e4hlt Gott f\u00fcr sein eigenes Kommen nicht den glanzvollen, gl\u00fccklichen Weg, sondern den in der Tiefe, durch das Leid. Dies macht mir Mut und Hoffnung.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<em>(kniet nieder)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Du liebes Kind, mein Geschenk bringt dir weder Reichtum noch Macht oder W\u00fcrde. Ich schenke dir Myrrhe als Sinnbild f\u00fcr das Leiden. Der Weg, den du hier begonnen hast, wird dir das Leid nicht ersparen. Und ich erkenne, dass Gott auch in meinem Leiden ganz nahe bei mir ist und mich versteht.&nbsp; Das tr\u00f6stet mein Herz.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande scheint es hell.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Lied: Das ist das Wunder der heiligen Nacht<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Da die Zeit erf\u00fcllt ward Nach einer Erz\u00e4hlung von Larry Christensen Das Krippenspiel haben wir 2005 + 2006 bei uns in Dorfchemnitz auff\u00fchrten.Die erste (Engel-) Szene \u00fcbernahm ich zu gro\u00dfen Teilen aus der Weihnachtserz\u00e4hlung\u201eAls die <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=462\" title=\"Wolfgang Franke\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[],"class_list":{"0":"post-462","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-laengeres-krippenspiel"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=462"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/462\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":463,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/462\/revisions\/463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}