{"id":379,"date":"2021-01-12T13:50:28","date_gmt":"2021-01-12T12:50:28","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=379"},"modified":"2021-01-12T15:57:11","modified_gmt":"2021-01-12T14:57:11","slug":"dietmar-hauser-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=379","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 15"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krippenspiel 2017<\/h2>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Ich glaube, wir sind uns einig, dass sich vieles in unserer Welt \u00e4ndern muss. Es sind so viele Gefahren, die auf uns einst\u00fcrmen. Nicht nur radikale Menschen halten uns in Atem. Vieles Fremde begegnet uns sogar schon in unserem eigenen Leben, mit dem wir uns noch nie auseinandersetzen mussten. Das haben die Menschen schon zu der Zeit empfunden, als sie die Weihnachtsgeschichten erz\u00e4hlten und aufschrieben. Wir bekommen heute unglaublich viel mit von dem, was in unserer Welt geschieht und wir sind so \u00fcberfordert wie die Menschen fr\u00fcher. Wir st\u00f6hnen, klagen und erwecken den Anschein, dass wir alles besser w\u00fcssten, wenn wir etwas mehr Macht h\u00e4tten. Aber wenn wir ehrlich sind, wissen wir, dass wir alle ganz unsicher sind, wie es weitergehen soll. &nbsp;&nbsp; Die Weihnachtsgeschichte ist f\u00fcr uns insofern ganz aktuell. Sie zeigt in gro\u00dfartiger Weise, dass nicht nur die gro\u00dfen und wichtigen Leute etwas erreichen. Ein ganz kleiner Anfang hat unglaubliche Auswirkungen und bewegt mehr, als die M\u00e4chtigsten dieser Welt erreichen konnten. Wir wissen, dass das so geschehen ist. &nbsp; So m\u00fcssen auch wir wieder lernen, dass die Zukunft des Lebens nicht nur in der Hand von Regierungen liegt, sondern eher in dem, was Menschen in Liebe tun. Die Weihnachtsgeschichte erkl\u00e4rt: Es liegt daran, wieviel Liebe Du in die Welt bringst oder ob Du nur meckerst und alles besser zu wissen scheinst. Gewalt und menschliche Anma\u00dfung macht alles nur schlimmer. Du brauchst Geduld und Gottvertrauen, dass das Gute st\u00e4rker ist als alle Gewalt, dass die Liebe zu den Menschen mehr bewirkt als der Hass. Lasst Euch ein auf die alte Geschichte, die vor knapp 2000 Jahren erz\u00e4hlt wurde:<\/p>\n\n\n\n<p>Junge: Maria, es sind unruhige Zeiten. Mit vielen Leuten kann man gar nicht mehr reden. Glaubst Du, es gibt jetzt einige meiner Freunde, die ignorieren mich. Sie sagen, ich habe zu wenig Mut. Ich w\u00fcrde Gottes Gebote nicht ernst nehmen. Ich bin nicht entschieden und radikal genug.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wieso denn das? Was wollen die Leute? Du glaubst doch an Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge: Es ist schwierig. Ich finde ja, manchmal haben sie recht. Aber unter ihnen bin ich scheinbar der Einzige, der nicht die R\u00f6mer verflucht. Auch wenn sie unser Land besetzt haben: Ich finde manchmal unsere Fanatiker noch schlimmer als sie. Ich kann auch nicht alles verdammen, was neu ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du hast recht. Da treten Leute auf wie ein Messias und man soll ihnen gnadenlos gehorchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge: Sie nehmen sich Freiheiten heraus, die sie bei den anderen schlimm finden. Sogar wenn sie t\u00f6ten, tun sie es f\u00fcr das Recht und sagen, es w\u00e4re Gottes Willen. Ich kann da nicht mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir sind scheinbar nur ganz wenige, die das so sehen. Viel zu wenige. Aber offen dar\u00fcber reden kannst Du mit den Wenigsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge: Es ist schon sp\u00e4t. Ich gehe jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du bist mein lieber Nachbar. Es ist gut, wenn jemand wie Du da ist. Ich werde \u00fcber Dich mit Joseph reden, meinem Verlobten.<\/p>\n\n\n\n<p>Junge: Ich gehe jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ja, und ich gehe auch hinaus, um in Ruhe zu beten. (Geht hinaus)<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Maria, Gott hat Dir seine Gnade geschenkt! Der Herr ist mit Dir!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was hat dieser Gru\u00df zu bedeuten?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Habe keine Angst, Maria. Durch Gotte Gnade bist Du auserw\u00e4hlt. Siehe, Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus geben. Das hei\u00dft: Gott rettet. Viele werden ihn verehren und Sohn Gottes nennen. Er wird unendlich viele geben, die ihm folgen, weil sie in ihm den wirklichen Nachfahren des K\u00f6nigs David erkennen. Er wird viel mehr Menschen bewegen, als das K\u00f6nige und gro\u00dfe Helden dieser Welt k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wie kann das sein, dass eine unbedeutende Frau wie ich dabei eine Rolle spiele?&nbsp; Mein Verlobter ahnt nichts von alledem. Ob er dazu steht?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Die Kraft Gottes wird dieses Wunder in dir bewirken. Deshalb wird das Kind, das du erwartest, heilig sein und \u203aSohn Gottes\u2039 genannt werden. Siehe, sogar Deine Verwandte Elisabeth bekommt ein Kind. Sie ist schon im sechsten Monat schwanger, obwohl sie in den Augen der Menschen zu alt daf\u00fcr schien. Bei Gott ist alles m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sieh doch, ich diene dem Herrn. Es soll an mir geschehen, was du gesagt hast.<br>Erz\u00e4hler: Wenn eine junge Frau schwanger ist, braucht sie eigentlich jemanden, der ihr beisteht. Maria scheint aber zu Hause keinen Beistand gefunden zu haben, als sie schwanger war. Die Familie von Maria wird nirgendwo erw\u00e4hnt. Aber auch Joseph hat seine Probleme mit der fr\u00fchen Schwangerschaft. Er wei\u00df nicht, wie er sich dazu stellen soll. Wir sehen, wie gut es ist, wenn man gute Bekannte oder wie bei Maria eine entfernte Verwandte hat, die sie eine Zeitlang aufnimmt. Maria machte sich auf den Weg in das Bergland von Jud\u00e4a. Sie lief so schnell sie konnte und fand das Haus von Zacharias und Elisabeth.<br>Elisabeth: Bist Du etwa Maria? Ich habe Dich das letzte Mal als Kind gesehen. Du bist eine Frau geworden. Setz Dich zu mir!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich habe geh\u00f6rt, dass Du ein Kind erwartest. Es hat sich bis zu uns herumgesprochen: Dein Mann war deswegen so sprachlos, dass er den Gottesdienst abbrechen musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Du wei\u00dft, wie die Leute dar\u00fcber reden, als w\u00e4ren wir Ber\u00fchmtheiten. Dabei sind wir einfache Leute, genauso wie Du.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Deswegen bin ich hier zu Dir gekommen. Joseph steht nicht zu mir und ich wei\u00df nicht, was die Leute mir antun. Ich bin ganz sch\u00f6n verzweifelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Maria, Du bleibst erst einmal bei mir. Mein Kind bewegt sich vor Freude in meinem Bauch, weil Du da bist. Wei\u00dft Du, ich habe neue Hoffnung gesch\u00f6pft nach so vielen Jahren. Man hat schlecht \u00fcber mich geredet, weil ich kinderlos geblieben bin. Ich habe es mir sogar selbst vorgeworfen und mich verachtet. Nun wei\u00df ich, dass es nicht meine Schuld ist. Es ist Gottes Gnade, wenn man ein Kind bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich sehe es ja auch so. Aber manchmal ist die Wirklichkeit sehr hart.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Du siehst es aus diesem Moment. Schau in die Zukunft. Du bist von Gott gesegnet mit deinem Kind. Auch wenn man Dich jetzt verachten w\u00fcrde, eines Tages wird man Dich gl\u00fccklich preisen, weil Du Dein Kind auf die Welt gebracht hast. Lass Dich in deinem Gottvertrauen nicht ersch\u00fcttern. Es wird in Erf\u00fcllung gehen, was er versprach.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du ahnst nicht wieviel mir deine Worte bedeuten und dass ich bei Dir bleiben kann. M\u00f6gen die Leute reden, ich jubele vor Freude \u00fcber Gott, der mir zur Seite steht. Denn er ist auf der Seite derer, die in dieser Welt unbedeutend sind oder sogar verachtet werden. Eines Tages werden die Menschen erkennen, welches Gl\u00fcck mir zuteilgeworden ist und mich daf\u00fcr ehren. Gottes Name ist heilig. Er ist barmherzig zu denen, die ihn ehren und ihm vertrauen. Von Generation zu Generation. Er hebt seinen starken Arm und fegt die \u00fcberheblichen hinweg. Er f\u00fcllt die H\u00e4nde der Hungernden mit guten Gaben und schickt die Reichen mit leeren H\u00e4nden fort. Er erinnert sich an seine Barmherzigkeit und kommt seinem Volk Israel zur Hilfe.<br>Erz\u00e4hler: Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und dann kehrte sie nach Hause zur\u00fcck. Es sprach sich bis nach Nazareth herum, dass Johannes geboren und am 8. Tag im Tempel beschnitten wurde. Maria war nun zuversichtlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Maria!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ach, Dich gibt es ja auch noch. Wir haben uns lange nicht gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich habe dich gesucht, aber Du warst nicht da. Keiner konnte mir sagen, wo Du warst. Und deine Familie hat es gar nicht so bewegt, dass Du weg warst. Ich habe den Eindruck, sie haben es mitbekommen, dass Du schwanger bist und waren vielleicht froh, dass Du nicht da bist, damit es die extrem frommen Nachbarn nicht mitbekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Mir macht das nichts aus, was die Leute reden. Meine Verwandte Elisabeth haben sie beleidigt, weil sie keine Kinder bekam. Bevor nun Johannes geboren wurde, sind sie auch wieder \u00fcber sie hergezogen, weil sie schon \u00e4lter ist. So ist es immer, aber das soll man nicht ernst nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich muss Dir gestehen: Ich hatte auch Angst hatte vor dem, was die Leute reden. Wir beide sind zwar verlobt, aber noch nicht verheiratet. Ich wollte mich heimlich davonstehlen. Es hat mich bin in die Tr\u00e4ume verfolgt, dass ich nicht zu unserem Kind stehe. Was w\u00fcrden meine Vorfahren, vor allem David sagen, wenn ich so wenig Mut und Verantwortung zeige. Dabei ist unser Kind unsere Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du stehst zu mir?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Das ist nicht nur so dahingesagt. Ja.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Eine Zeitlang war ich sehr verzweifelt. Ich freue mich aber, dass es sich so f\u00fcgt, auch wenn es jetzt f\u00fcr uns nicht leicht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sag blo\u00df, Du hast es nicht mitbekommen: der Kaiser Augustus in Rom l\u00e4sst wegen der Steuer alle Leute in ihren Heimatort ziehen, damit sie in die Steuerlisten eingetragen werden. Bei der Steuer kennen unsere Herrscher keine Gnade und so wirst auch Du nach Bethlehem gehen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Du solltest lieber hierbleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nein, was habe ich denn hier. Ich bin zu Hause und habe doch niemanden, der sich aufrichtig um mich k\u00fcmmert. Ich komme mit, denn das ist besser.<br>Erz\u00e4hler: Der r\u00f6mische Kaiser schickte wegen der ersten gro\u00dfen Steuerhebung die Leute in ihren Geburtsort, damit ja nicht irgendwelche Besitzst\u00e4nde \u00fcbersehen wurden. Bei der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung hatte er es ganz leicht, da die ja auf die Abstammung gr\u00f6\u00dften Wert legten. K\u00f6nig Herodes hatte auch nichts dagegen, denn es sp\u00fclte auch Geld in seine Kassen, damit er sich in Jerusalem und den Bergen in der N\u00e4he so manches gro\u00dfe Denkmal setzen konnte. Wenn etwas damals klappte, dann war es die Propaganda, damit alle Bescheid wussten.<br>Soldat: Leute h\u00f6rt zu. Ich sage es zum letzten Mal! Wer meint vorgeben zu k\u00f6nnen, er h\u00e4tte es nicht gewusst, wird nun hart bestraft. Ihr wisst es bereits: Unser erhabener Kaiser Augustus, Gottes Sohn und Gott, er hat in seiner Weisheit bestimmt, dass alle Welt gesch\u00e4tzt wird. Jeder, ich betone das Wort: Jeder muss sich in seinem Geburtsort in Listen eintragen lassen und seinen Besitz versteuern.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich hatte gehofft, es kommt etwas sp\u00e4ter. Alles scheint sich gegen uns verschworen zu haben. Es dauert nicht mehr lange, bis das Kind zur Welt kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wem sagst Du das. Ich habe da so eine Ahnung: Du musst nach Bethlehem. Vielleicht ist das ein Zeichen. Es ist der Geburtsort unseres K\u00f6nigs David. Vielleicht hat es etwas zu bedeuten. Ich muss etwas schmunzeln, wenn DU als Nachkomme des ber\u00fchmten K\u00f6nigs nun auf die Wanderschaft gehen musst. Wie sich die Zeiten doch \u00e4ndern. Der gro\u00dfe und m\u00e4chtige K\u00f6nig David und sein Nachfahre Joseph, der nicht einmal einen Esel hat, der ihn tragen k\u00f6nnte. Aber lass sein: in Bethlehem war David auch nur ein kleiner Hirtenjunge.&nbsp; Und ob die, die viel eld und Macht haben wirklich zu beneiden sind, wage ich zu bezweifeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich bewundere Dich, denn du kannst in jedem noch etwas Gutes entdecken. Lass uns jetzt nicht mehr warten. Etwas Geld habe ich, aber wir m\u00fcssen laufen. Vielleicht reicht es noch f\u00fcr einen Esel, den wir f\u00fcr das Gep\u00e4ck mitnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was willst Du denn alles mitnehmen? Wir haben fast kein Gep\u00e4ck mitzunehmen. Wir sind wie ein paar Fl\u00fcchtlinge unterwegs, obwohl wir keine sind.<br>Erz\u00e4hler: Es lief also so, wie es immer zu laufen scheint. Menschen ziehen planlos umher. Das Leben ist chaotisch und gef\u00e4hrlich. Kleine Leute haben scheinbar das Nachsehen. Herrscher und Beamte sind zwar der Meinung, sie h\u00e4tten alles im Griff und doch meist sind sie schneller weg vom Fenster als man begreifen kann. Alles nur Chaos, zuf\u00e4lliges Schicksal? Oder gibt es da doch noch etwas? Einen geheimen Plan? Jemanden, der das Geschick der Menschen doch in den H\u00e4nden h\u00e4lt? Diese Frage bewegt uns wie die Menschen damals. Man vermutet mittlerweile, dass auch j\u00fcdischen Gelehrte die Sterne beobachteten, und fragten, ob Gott etwas vom Plan dieser Welt \u00fcber sie verraten k\u00f6nnte. Wir wissen nicht, ob sich auch ihnen das seltene Ereignis erschlossen hat, dass sich drei Mal in einem Jahr Jupiter und Saturn sich im Sternbild des Widders so stark ann\u00e4herten, dass man fast denken konnte, es ist ein Stern. Gelehrte, Magier aus dem Orient hatten dieses bemerkt. Es gibt sogar Tontafeln, die das belegen. Uns wird erz\u00e4hlt, dass sich Gelehrte deswegen sogar auf den Weg gemacht haben um das zu untersuchen, was damit verbunden schien. Die Magier, die Weisen mussten \u00fcber 1200 km \u00fcberwinden. Auch auf einem Kamel eine lange Reise\u2026<br>Weiser 1: Zum zweiten Mal kommen sich Jupiter und Saturn nahe. Es ist das Zeichen, dass es nicht mehr lange dauert, dass es einen neuen Herrscher in dieser Welt gibt. Wenn die Reise nur nicht so beschwerlich w\u00e4re. In Jerusalem, k\u00f6nnen wir uns ausruhen. Aber jetzt reicht es mir erst einmal.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ihr macht nur Druck. Wieso macht Ihr es Euch so schwer. Was ist, wenn wir zu fr\u00fch kommen und noch Keiner richtig Bescheid wei\u00df, dass der Messias geboren wird, wie die Juden sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Du nervst. Und was ist, wenn wir zu sp\u00e4t kommen. Alle haben dann dem Kind gehuldigt und wir stehen vor verschlossenen T\u00fcren.&nbsp; Lieber fr\u00fch da sein und dann warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Du hast Nerven. Wie sollen wir das denn \u00fcberhaupt richtig terminieren? Es kann in einem Monat sein, in einem halben Jahr. Wir sind losgezogen und haben schon einen gro\u00dfen Teil der Strecke zur\u00fcckgelegt, aber keiner kann uns sagen, wann wir ankommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Du nervst. Weil Du tr\u00f6delst. Immer hast Du etwas, was Du Dir unterwegs ansehen musstest. Statt auf das Ziel zuzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Na, ich mache so eine Reise nur einmal im Leben. Der Weg ist das Ziel. Was ist, wenn wir gar nicht am richtigen Ort ankommen? Dann habe ich wenigstens mal was erlebt. Wer sagt denn, dass wir bei dem Schauspiel in Jerusalem \u00fcberhaupt dabei sein d\u00fcrfen. Ich wei\u00df von einem, der von dort stammt, dass die uns sicher als Fremde nicht mit offenen Armen empfangen werden. Eher werden sie uns als Spione sehen oder als Feinde\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Ihr \u00e4ndert Eure Meinung auch jeden Tag? Hat je ein Stern genau Auskunft gegeben? Immer streiten wir uns um das was die Sterne sagen. Jetzt waren wir uns&nbsp; einmal einig und sind losgezogen.&nbsp; Nach k\u00fcrzester Zeit streiten wir uns wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir sind Wissenschaftler und da ist das so. Bei drei Meinungen hat wenigstens einer recht und wir sagen zum Schluss, wir w\u00e4ren eigentlich auch dessen Meinung gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: So kann man doch nicht leben! Wir w\u00e4ren niemals losgegangen ohne Gewissheit. Und jetzt stellt Ihr es in Frage.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ruhe jetzt. Hier k\u00f6nnen wir nicht stehen bleiben. Seht Ihr? Da hinter uns sind Leute. Sie haben sich versteckt. Bei denen habe ich Angst, dass sie uns alles abnehmen. Los geht\u2019s.<br>Sprecher: W\u00e4hrend unsere Weisen so zerstritten sind wie unsere Politiker, so mussten sie durch die Umst\u00e4nde wenigstens zusammenbleiben, um nicht in Gefahr zu kommen alles zu verlieren. Wenigstens haben sie verstanden, dass es kein Zur\u00fcck gibt. Auch wenn man sich bis aufs Messer streitet muss man zusammen weitergehen. Wir schauen mal, wie es Maria und Joseph geht.<br>Maria: Ich bin froh, dass Du an meiner Seite bist. Ohne Dich w\u00fcrde ich es nicht durchstehen. Lass mich noch einmal warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Dass Du das so siehst, wundert mich. Eigentlich bin ich schuld, dass es Dir so schlecht geht. H\u00e4tte ich Dich lieber nicht mitgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Jetzt musst Du nur noch sagen, dass Du schuld daran bist, dass David dein Vorfahre ist und Du \u2013 und nicht Herodes und Augustus \u2013 die Steuer befohlen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Eigentlich wei\u00df ich es ja. Aber irgendwie gebe ich mir die Schuld, denn ich f\u00fchle mich nicht gut dabei, Dich so leiden zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Das wollen sie ja, die da oben, dass wir ein schlechtes Gewissen haben. Aber das habe ich von Elisabeth gelernt, dass man sich nicht alles einreden l\u00e4sst, sondern mutig auf Gott vertraut. Es geht doch nicht um uns, sondern um unser Kind. Es soll den Platz bekommen, den Gott ihm bestimmt hat. Lass uns weitergehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Irgendwie kommt mir diese Stelle bekannt vor. Auch wenn es schon ewig her ist, dass ich in Bethlehem war. Es ist nicht mehr weit. Ich glaube es ist nur ein ganz kurzes St\u00fcck den Berg hoch. Ich h\u00f6re schon Stimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es ist wie eine Erl\u00f6sung, zu sehen, dass wir ankommen.<br>Erz\u00e4hler: In Bethlehem, dem kleinen Dorf auf dem Berg und ganz engen Gassen war es schon ruhig geworden. Kaum ein Licht brannte noch. Die letzten Kinder und die Erwachsenen zogen sich in die obere Stube ihres Hauses zur\u00fcck, um sich schlafen zu legen. Unten waren die Tiere.<br>Joseph: Bleib hier sitzen, ich besorge uns ein Quartier und hole Dich hier ab. Nur noch wenige Schritte und Du kannst Dich richtig ausruhen. (geht nach vorne)<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: So sp\u00e4t noch unterwegs?&nbsp; Meine Mutter schimpft gleich gewaltig mit mir, weil ich so sp\u00e4t nach Hause komme.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wei\u00dft Du vielleicht, wo ich nach einem freien Zimmer fragen kann? Meine Frau bekommt ihr erstes Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Ein freies Zimmer wird es nirgends mehr geben. Da habt Ihr sicher kein Gl\u00fcck. Es sind zu viele Leute im Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Ich habe das eben geh\u00f6rt. Deine Frau ist schwanger und du gehst von zu Hause fort. Sag mir mal: Hast Du keinen Verstand? Die Frau nimmt man doch nicht mit auf die Reise, wenn sie ein Kind bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Sie wollte es aber und wir waren gezwungen hierher zur Steuersch\u00e4tzung zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Die Zeiten sind schlimm, aber solche Leute wie Ihr seid noch viel schlimmer. Sie kennen keine Vorsicht und haben keinen Glauben mehr. (Beim Weggehen:) Ich denke, Gott hat euch verflucht und uns trifft es gleich mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich habe es geh\u00f6rt. Lass ihn gehen. Er versteht nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Aber was sollen wir machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Lasst ihn gehen. Mama sagt, er ist so fromm, dass selbst der liebe Gott ihn nicht bekehren k\u00f6nnte. Wir haben kein freies Quartier mehr. Eure Frau kann auch keine Leiter mehr nach oben kommen. Aber unter unserem Haus ist ein Stall mit einem Esel und einem Ochsen. Der Stall ist gro\u00df genug und warm.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Komm lass uns gehen. Es ist gut so.<br>Lied: Es ist ein Ros\u2018 entsprungen<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Und so gebar Maria ihren ersten Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe.<br>Lied: Stille Nacht<br>Erz\u00e4hler: Etwa zur gleichen Zeit werden unsere Weisen in Jerusalem angekommen sein. Durch ihre auff\u00e4llige Kleidung und ihr fremdes und vornehmes Getue sind sie sofort in Jerusalem aufgefallen. Der Geheimdienst von Herodes funktionierte gut und schnell, davon k\u00f6nnen heutige Politiker nur tr\u00e4umen. Herodes witterte einen Aufstand der ihm so verhassten radikalen Juden und lie\u00df sie gleich holen.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Kommt, Ihr sollt sofort zu unserem K\u00f6nig Herodes kommen. Bitte erweist ihm die Ehre die ihm zusteht. Erst redet er. Und bitte! Antwortet nur auf seine Fragen!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Irgendwie geht das heute alles sehr schnell. Tr\u00e4ume ich.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir sind gerade erst angekommen. K\u00f6nnen wir uns nicht erst etwas frisch machen und etwas schminken, so wie sich das geh\u00f6rt? So k\u00f6nnen wir doch nicht vor seiner Majest\u00e4t auftreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Nein. Ihr sollt sofort kommen. Seine Majest\u00e4t ist sehr ungehalten \u00fcber Ger\u00fcchte, die mit Euch zusammenh\u00e4ngen. Er will alles von Euch aus erster Hand wissen. Aber zuerst will ich sehen, dass Ihr keine Waffen dabeihabt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Nicht n\u00f6tig, wir haben nur drei Geschenke, die wir unterwegs getauscht haben: etwas Gold, etwas Weihrauch und etwas Myrrhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Zeigt es her!\u2026 Mhm\u2026 Riecht gut und scheint in Ordnung. Kommt mit!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: (Beim Gehen) Riecht Ihr den Weihrauch hier? Beste Sorte! Herodes kann sich alles leisten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Kommt her! Wie weit seid Ihr gereist?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Viele Tagesreisen mit dem Kamel. Wir sind am Ende unserer Kr\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Und das nur, weil Ihr einen gerade geborenen K\u00f6nig sucht. Und dann noch hier in Jerusalem! In meinem Volk rumort es. Erst vor Kurzem habe ich einen vermeintlichen Messias hinrichten lassen, weil er gegen die R\u00f6mer gek\u00e4mpft hat. Er hat das Volk um den Verstand gebracht. Und nun kommt Ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir aber nichts. Wir haben die Sterne am Himmel gesehen und sind nach Jerusalem gekommen, weil wir dachten, dass der K\u00f6nigssohn hier geboren w\u00fcrde. Wir dachten es ist Euer Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wir haben im guten Glaube gehandelt, wir k\u00f6nnten Euch gratulieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das sind Eure Geschenke? (sieht sie an) F\u00fcr Euch mag das viel sein und ein w\u00fcrdiges Geschenk. Nach meinem Ma\u00dfstab ist es armselig.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Sind wir zu sp\u00e4t?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ha, um Jahrzehnte! Ich habe drei S\u00f6hne. Die sind schon gro\u00df und spielen sich auf wie drei K\u00f6nige, was sie ja bald werden sollen, wenn ich das Reich teile. Aber ich habe gute Beziehungen zum Kaiser in Rom. Bei mir wackelt noch nichts\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Vielleicht sind wie zu fr\u00fch?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Eine klare Meinung habt Ihr ja nicht gerade. Ihr seid Wissenschaftler.&nbsp; Ihr lasst euch schnell verunsichern. Bei Euch sagt man doch, die Sterne l\u00fcgen nicht und nun habe ich Euch so schnell verunsichert?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Naja\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ha\u2026 Ich denke Ihr solltet das wissen. Schriftgelehrter! Wo soll der Messias eines Tages geboren werden? Ich kann mir das einfach nicht merken. Jerusalem war es nicht\u2026 Die frommen Juden vergessen niemals, etwas, was die Propheten gesagt haben. Ist das nicht so?<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Die Propheten haben gesagt, es wird in Betlehem in Jud\u00e4a sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ach, auch das noch! In diesem kleinen Nest.<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Im Buch des Propheten Micha steht: Du, Betlehem im Land Juda, du bist keineswegs die unbedeutendste unter den St\u00e4dten in Juda. Denn aus dir wird der Herrscher kommen, der mein Volk Israel wie ein Hirte f\u00fchren soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: (Voller Wut) Ich f\u00fchre das Volk wie ein Hirte. Seht, was ich f\u00fcr das Volk getan habe. Seht meinen Tempel an. Er war nie so prachtvoll wie heute.<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Ich kann die Schriften der Propheten nicht verbiegen. In Ihnen steht von Euch nichts geschrieben, zumal Ihr kein Nachkomme Davids seid.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ruhe jetzt. Sogar vor Fremden traust Du das auszusprechen. So widerspenstige Untertanen gibt es nirgendwo.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Das ist uns jetzt peinlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir sehen ein, dass wir uns get\u00e4uscht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wir sind zur vollkommen falschen zeit zu euch gekommen. Es tut uns leid. Lasst uns gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Vielleicht kommt Ihr doch zur richtigen Zeit? Gott wei\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: (zum Schriftgelehrten) Wenn Du nicht so viel Einfluss in der Bev\u00f6lkerung h\u00e4ttest, w\u00fcrde ich Dich sofort umbringen lassen\u2026&nbsp; \u2013 wartet \u2013 (zu den Weisen) Vielleicht hat er ja recht. Wieso bin ich da nicht gleich draufgekommen? Ihr seid nicht zur falschen Zeit hier. Ihr seid goldrichtig. Der Himmel hat Euch zu mir geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Eben habt Ihr noch anders gesprochen?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wir verstehen die Welt nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ihr geht hin nach Bethlehem. Vielleicht findet Ihr den, auf den der Himmel hinweist. Ihr bringt ihm eure \u201egro\u00dfen\u201c Geschenke und kommt dann zu mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Zu Euch, auch wenn es nicht Euer Sohn ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das ist es ja. Ich werde dem Messias auch huldigen und vor ihm niederknien. Ihr sagt mir, wo ich ihn finde. Und glaubt mir, er bekommt die Geschenke von mir, die er verdient. Geht, \u2026 sofort. Ich gebiete es Euch. (Weise sind weg) (Zum Schriftgelehrten) Dieses Mal entgeht mir der angebliche Messias nicht. Ich schicke meine Soldaten hin und wenn ich alle dort geborenen Jungen umbringen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>(Weise drau\u00dfen)<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Da werde noch einer schlau draus. Haben wir uns geirrt oder liegen wir richtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Bei uns Wissenschaftlern wei\u00df man das auch erst hinterher\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Seht mal. Jetzt leuchtet der Stern so hell wie noch nie. Lasst uns gehen.<br>Erz\u00e4hler: Dinge geschehen manchmal in unserer n\u00e4chsten Nachbarschaft, aber wir bekommen es gar nicht mit. So waren auch die Hirten bei ihrer Herde und es schien ein Tag wie jeder andere zu sein. Doch es ist immer gut, wenn einem jemand sagt, was ganz in der N\u00e4he geschieht.<br>Hirte 1: Manchmal beschleicht mich etwas Angst hier drau\u00dfen. Immer wenn etwas knackt, bekomme ich einen gewaltigen Schreck.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ich frage mich immer wieder, warum ich mir das antue. Aber wenn ein Wolf kommt und unsere Schafe rei\u00dft? Wir gehen dazwischen, auch wenn es gef\u00e4hrlich ist. Manchmal tr\u00e4ume ich davon, hunderte Schafe zu haben. Dann k\u00e4me es auf ein paar wenige nicht an, die ein wildes Tier rei\u00dft. Ich wei\u00df nicht, ob ich die Ruhe h\u00e4tte, wenn etwas mit den einzelnen Schafen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Uns kommt es eben auf jedes Schaf an, dass es nicht Schaden nimmt. Wir schlagen uns Nacht um Nacht um die Ohren, w\u00e4hrend andere schlafen. Sie wundern sich, wenn wir dann am Tag m\u00fcde und geschafft sind. Sie denken wir haben es ganz leicht. Sie m\u00fcssten mal sehen, wie das ist, wenn man so arbeiten muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Trotzdem. Wenn du hundert Schafe h\u00e4ttest, Du w\u00fcrdest Dich doch um das eine k\u00fcmmern, das vom Weg abkommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Wahrscheinlich hast Du recht. Ruhig schlafen \u2013 das kann ich schon lange nicht mehr! Hustet unser kleiner Hirte, bin ich wach.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Wie s\u00e4he es auf unserer Welt aus, wenn Herodes, Augustus oder der Hohepriester auch so w\u00e4ren?&nbsp; Sie w\u00e4re eine andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ich habe es erst neulich wieder geh\u00f6rt: Die Propheten haben gesagt, wenn der Messias kommt, wird er sich wie ein Hirte um die einzelnen Menschen k\u00fcmmern. Da ist keiner, der verachtet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Sage das mal unseren radikalen Leuten. Mein Cousin ist jetzt superfromm geworden. Ich bin f\u00fcr ihn nur ein verachtenswerter Hirte, der sich nicht um sein Seelenheil k\u00fcmmert. Ich bin ein Ungl\u00e4ubiger, obwohl ich an Gott glaube.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Lass sein. Du bist f\u00fcr mich da wie ein guter Hirte und das ist ganz viel wert. Du hast mich aufgenommen wie dein eigenes Kind. Meinst du, dass Gott das nicht zu sch\u00e4tzen wei\u00df?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Junge, jetzt haben wir Dich mit unserem Geschw\u00e4tz auch noch aufgeweckt. Tut mir leid.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Irgendwas stimmt hier nicht. Es ist \u00fcberaus ruhig und doch ganz anders als sonst.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Kein Schaf ist zu h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Sagt mal, seht Ihr das nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: (zum Hirtenjungen) Los, wirf dich nieder!<br>Engel: \u00bbHabt keine Angst! Seht doch: Ich bringe euch gute Nachricht. Im ganzen Volk wird gro\u00dfe Freude herrschen. Heute ist in der Stadt Davids f\u00fcr euch der Messias geboren. Er ist Christus, der Herr. Und dies ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt: Ihr werdet ein gerade geborenes Kind finden. Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.<br>Hirtenjunge: Los kommt. Das lassen wir uns nicht entgehen. Ganz in unserer Nachbarschaft und wir haben nichts davon gewusst? Wir haben es aber als erste erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Die Leute in Bethlehem werden noch schlafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Wartet noch einen Moment! In einer Futterkrippe liegt das Kind. Das sind ganz einfache Leute. Wir nehmen was mit. Aber was.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Junge, du nimmst unsere Suppe mit. Die Mutter braucht das jetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Und der Vater sicher auch. Los gib es her. (nimmt die Kanne auf den Kopf)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Es muss gleich hier sein. Zum Gl\u00fcck kenne ich mich hier aus wie in meiner Westentasche. Die Leute schlafen alle schon. Jetzt mal alle ganz leise\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Auch wenn es kaum zu h\u00f6ren ist: Ich h\u00f6re das Kind schreien. Los folgt mir. \u2026 Da vorne ist es.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ich fasse es nicht. In Bethlehem geboren \u2026 und wir sind die ersten.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es ist sch\u00f6n, dass Ihr kommt. Ich komme eh nicht zur Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Wir haben eine kr\u00e4ftige Suppe f\u00fcr Euch dabei. Aber erst wollen wir das Kind sehen, von dem Engel gesprochen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ihr kommt zu uns. Ich verstehe so, dass Gott keinen vergisst. Auch uns nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Kleines Nest mit engen Gassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wenn ich mir das ansehe. Hierher h\u00e4tte ich niemals gefunden. Sogar Herodes musste uns helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Da vorne. Seht ihr das Licht im Stall. Ich ahne es: Da wird unser Weihrauch die Enge vergessen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Und die Myrrhe den Kleinen heilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Und das Gold erm\u00f6glicht vielleicht ein neues Quartier und einen Esel, der die die Familie weiterbringt, bevor Herodes kommt<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: An Herodes habe ich gar nicht gedacht. Na, der erf\u00e4hrt von uns nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: (zum Joseph) D\u00fcrfen wir nach dem Kind sehen, von dem die Sterne erz\u00e4hlt haben?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: wir sind so weit gezogen und doch am Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ihr seid \u00fcber viele Wochen zu uns gekommen. Wie habt Ihr das gemacht, dass Ihr gerade jetzt zur richtigen Zeit kommt?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: bei uns waren das die Engel!<br>Weiser 2: Es waren scheinbar die Sterne, aber in Wirklichkeit war es Gott. Nur er kann planen und sogar Herodes benutzen. (zu den anderen Weisen:) Es ist unglaublich, wir sind weder zu fr\u00fch, noch zu sp\u00e4t \u2013 Gott sei Dank! Gut, dass wir losgegangen und beieinandergeblieben sind. Gott wollte uns hier haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Krippenspiel 2017 Erz\u00e4hler: Ich glaube, wir sind uns einig, dass sich vieles in unserer Welt \u00e4ndern muss. Es sind so viele Gefahren, die auf uns einst\u00fcrmen. Nicht nur radikale Menschen halten uns in Atem. Vieles <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=379\" title=\"Dietmar Hauser 15\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,6,7],"tags":[],"class_list":{"0":"post-379","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-jugendliche","7":"category-laengeres-krippenspiel","8":"category-mehr-als-15-spieler"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=379"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/379\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":388,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/379\/revisions\/388"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}