{"id":373,"date":"2021-01-12T13:45:41","date_gmt":"2021-01-12T12:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=373"},"modified":"2021-01-12T15:58:21","modified_gmt":"2021-01-12T14:58:21","slug":"dietmar-hauser-xii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=373","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 12"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Krippenspiel 2013<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Propheten:<\/h2>\n\n\n\n<p>Prophet 1: Es wird nicht dunkel bleiben \u00fcber denen, die in Angst sind. Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst gro\u00df die Freude. Jeder Stiefel, der mit Gedr\u00f6hn daher geht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 1a: Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst; auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 2: Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein K\u00f6nig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 3: Ein Spross w\u00e4chst aus dem Baumstumpf Isai. Ihn wird der HERR mit seinem Geist erf\u00fcllen, dem Geist, der Weisheit und Einsicht gibt, der sich zeigt in kluger Planung und in St\u00e4rke, in Erkenntnis und Ehrfurcht vor dem HERRN. Den Entrechteten verhilft er zum Recht, f\u00fcr die Armen im Land setzt er sich ein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 1 \u2013 Verk\u00fcndigung an Maria:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Die wunderbaren Dinge in unserem Leben beginnen meist nicht spektakul\u00e4r. Ganz unbemerkt geschieht etwas, was unglaubliche Auswirkungen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Maria, ich gr\u00fc\u00dfe Dich. Gott hat dir seine Gnade geschenkt. Er ist mit dir.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was hat dieser Gru\u00df zu bedeuten?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Du musst keine Angst haben. Du bist von Gott erw\u00e4hlt. Du wirst schwanger werden und ein Kind zur Welt zu bringen. Du sollst ihm den Namen Jesus \u2013 Retter- geben. Er wird von den Menschen verehrt werden und die Menschen werden ihn Sohn des H\u00f6chsten nennen. Er wird gro\u00dfe Macht haben \u00fcber die Menschen als Nachfolger des K\u00f6nigs Davids und er wird das Leben der Menschen bestimmen \u00fcber alle Generationen hinweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Das ist doch ganz unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Gott wird sein Leben bestimmen und Gottes Kraft wird durch ihn wirken. Er wird heilig sein und Sohn Gottes genannt werden.<br>Sieh doch, Elisabeth, Deine Verwandte, ist trotz ihres sehr hohen Alters schwanger geworden. Was Gott tut, das geschieht. Sie ist schon im sechsten Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es mag so werden, wie du es mir gesagt hast. Ich bin bereit Gott zu dienen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 2 \u2013 Joseph<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:&nbsp;<\/strong>Wir gehen heute davon aus, dass es die idealen Bedingungen geben m\u00fcsste, damit etwas Gro\u00dfes geschieht. Aber so ist das nicht. Im Matth\u00e4usevangelium wird angedeutet, dass Maria es mit Joseph zun\u00e4chst gar nicht einfach hatte. Irgendwie ist es eine Geschichte, die zu unserem Leben passt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Joseph, wir sind noch jung. Ich bin sicher, ich bekomme ein Kind. Ich dachte, du freust dich dar\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Sollte ich das? Das ist nicht so einfach.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin zwar noch ganz jung, aber es ist eine Aufgabe von Gott, der ich mich stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ja. Ich denke dar\u00fcber nach\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 3 \u2013 Maria bei Elisabeth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher<\/strong>: Wo ist eigentlich die Familie von Maria? Sie wird nicht mit einem Satz erw\u00e4hnt. Sie war da und doch auch nicht. Maria fand dort keinen R\u00fcckhalt. Doch gibt es gl\u00fccklicherweise ganz andere hilfreiche Begegnungen. Eine \u00e4ltere Frau, die lange Zeit kinderlos geblieben war und nun doch noch einen Sohn bekam, nahm die bedr\u00e4ngte Maria auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Komm herein und setz dich. Wie sch\u00f6n dich zu sehen. Ich habe das gr\u00f6\u00dfte Gl\u00fcck erfahren, das ich mir vorstellen kann. Ich werde ein Kind zur Welt bringen. Sieh, ich bin schon im 6. Monat trotz meines Alters. Meinem Mann hat es die Sprache verschlagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich habe es geh\u00f6rt und bin gleich hierher zu dir gelaufen: Es war ein langer Weg, hierher ins Gebirge, vor allem ging es immer bergauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Gut dass du mich jetzt antriffst. F\u00fcnf Monate habe ich mich v\u00f6llig zur\u00fcckgezogen um mein Gl\u00fcck zu genie\u00dfen und nicht zu h\u00f6ren, wie die Leute \u00fcber mich reden.<br>Jetzt bin ich innerlich ganz ruhig und wei\u00df, wie gut es ist, ein Kind zu bekommen.<br>Ich habe es als Schande angesehen, kinderlos zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bewundere dich, welchen Mut du hast.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Mein Kind h\u00fcpft vor Freude, weil Du da bist und schwanger bist.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich mache mir Sorgen um Joseph\u2026 Er hat nichts gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Du bist gesegnet mit diesem Kind in deinem Bauch. Es ist eine Ehre, dass du zu mir kommst. Du bist gl\u00fcckselig, weil du Gott vertraust.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Jetzt kann ich es endlich auch aus tiefsten herzen sagen, dass ich mich auf das Kind freue. Ich bin eine ganz unbedeutende Frau und doch wird man mich noch nach vielen Generationen an mich denken. Gott ist barmherzig. Er fegt die \u00dcberheblichen hinweg.<br>Er st\u00fcrzt Machthaber vom Thron und hebt unbedeutende Menschen empor.<br>Er hilft seinem Volk.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Maria blieb drei Monate bei Elisabeth und kehrte dann nach Hause zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 4 \u2013 Maria und Joseph<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:<\/strong>&nbsp;Wunder geschehen. Wer h\u00e4tte gedacht, dass ein Mensch seine Meinung \u00e4ndert und ganz treu alles begleiten wird. Wahrscheinlich hat Maria es Joseph zun\u00e4chst nicht zugetraut.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Joseph ich habe dich gesucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich habe mir gro\u00dfe Sorgen gemacht, wo du bist und dich \u00fcberall gesucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich war bei meiner Verwandten Elisabeth. Es geht mir gut. Ich kann mich freuen \u00fcber das Kind und bin nun voller Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich wollte dir nicht wehtun und heimlich verschwinden.<br>Aber es hat mich verfolgt bis in die N\u00e4chte, bis mir klar wurde, dass ich dich nicht verlasse, nur um des Geredes der Leute willen oder weil es bequem f\u00fcr mich ist. Ich stehe zu dir und begleite dich, wenn du es willst.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Aber ja. Komm, das ist gut so.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 5 \u2013 Steuerank\u00fcndigung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Pal\u00e4stina war ein winziges Gebiet am Rande des r\u00f6mischen Reiches.<br>Trotzdem hat K\u00f6nig Herodes es geschafft, dem r\u00f6mischen Kaiser, von dem er abh\u00e4ngig war, mit viel Geld auszuhelfen und zu unterst\u00fctzen. Woher das kam?<br>In Pal\u00e4stina wurden nun die Steuern von allen erhoben.<br>Bei den kleinen Leuten schaute man ganz genau hin. Ob man es bei den reiuchen auch so genommen hat? F\u00fcr Maria und Joseph gab es also keinen Ausweg.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Joseph<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Hast du es schon geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nein<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Er wird es gleich noch einmal verk\u00fcnden. Das betrifft uns auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wieso denn ?<\/p>\n\n\n\n<p>Ausrufer: Der erhabene Kaiser in Rom, Augustus, Sohn Gottes und Gott, hat in seiner grenzenlosen Weisheit festgesetzt, dass zum ersten Mal alle Welt gesch\u00e4tzt wird. So muss ein jeder in den Ort gehen, aus dem er stammt und sich dort in die Steuerlisten eintragen lassen. Das ist ein Befehl und wer ihn nicht befolgt muss mit Strafe rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du musst nach Bethlehem, wenn ich das richtig sehe. Dort stammst du her.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es tut mir leid, wenn ich los muss und dich alleine zur\u00fccklasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nein, ich gehe mit. Wie soll ich alleine bleiben und das Kind zur Welt bringen. Ich dachte Du\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Keine Angst, ich bleibe bei Dir und stehe zu Dir und lasse dich nicht allein. Aber das bedeutet, dass wir uns auf den Weg machen m\u00fcssen. Es geht bergauf und es ist sicher nicht mehr so lange bis zur Geburt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Hast du schon einmal erlebt, dass ein Kaiser oder der Stadthalter gefragt hat, wie es bei uns geht und passt? Das w\u00e4re eine andere Welt als unsere. Mit Gottes Hilfe schaffen wir es. Ich packe ein paar Dinge zusammen und dann ziehen wir los.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 6 \u2013 Die Wanderung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:<\/strong>&nbsp;Not mag manchmal selbst verschuldet sein. Sie trifft aber auch ganz unschuldige.<br>Wer meint, alles einfach einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, ohne genau hinzusehen, kann das Leben f\u00fcr die Betroffenen zur H\u00f6lle machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: (zur Mutter) Mama, hast du das schon mal gesehen? Die Frau bekommt bald ein Kind:<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Also das verstehe ich nicht: es ist eben das Pack, das st\u00e4ndig durch unsere Gegend zieht.<br>Sie wollen Geld haben. Je erb\u00e4rmlicher sie aussehen, umso eher denken sie, dass sie viel bekommen. Wir haben uns unser Geld erarbeitet und die tun es eben nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Hast du das geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich habe ja etwas Geld gespart und auch etwas dabei. Ganz arm sind wir nicht. Als Zimmermann kann ich \u00fcberall arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wahrscheinlich w\u00fcrden wir zu Hause auch so denken, wenn da Leute so vorbei k\u00e4men.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: (zu Maria) Ihr m\u00fcsst noch sehr weit gehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es ist noch einige Tagereisen weit! Seht mal, wie es meiner Frau geht. Sie ist tapfer und l\u00e4sst sich nichts anmerken. Aber ich wei\u00df, es ist sehr schwer f\u00fcr Sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Das ist doch ganz einfach: Ich besorge Euch einen Wagen: es dauert nur noch eine kurze Zeit, denn es wandern zu viele gleichzeitig. Aber wenn Ihr mir schon einmal Geld gebt, k\u00f6nnt Ihr morgen fahren und m\u00fcsst nicht laufen. Ihr spart viele Tage.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wie viel verlangt Ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Kommt darauf an, Wie viel ihr mir geben k\u00f6nnt. Es sind schon ein paar Leute, die ich mitnehme.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass es lieber, denn dann haben wir nichts mehr f\u00fcr das Essen und f\u00fcr unser Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Und wenn du es so nicht durchh\u00e4ltst?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sch\u00f6n w\u00e4re es zu fahren. Aber er will viel Geld. Und ob er Wort h\u00e4lt?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Ich h\u00e4tte euch doch helfen k\u00f6nnen. Das bisschen Geld. Ihr seid knausrig\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: W\u00e4re ja sch\u00f6n, wenn mal jemand Verst\u00e4ndnis f\u00fcr unsere Situation h\u00e4tte, wenigstens die eigenen Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Hier bei Jerusalem ist alles unbezahlbar. \u2026 Komm, iss hier das Brot, Es wird dir Kraft geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du aber auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Oh, du hast aber sch\u00f6nes Brot. Gibst du mir auch etwas? Ich habe Hunger.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich bin extra um Jerusalem herumgelaufen, damit die Kinder nicht so viel betteln. Ich wei\u00df, dass du da nicht widerstehen kannst.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: (zum Kind) Lass mir das kleine St\u00fcck, das hier bekommst Du. Ich muss aber f\u00fcr zwei essen!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Wo wollt ihr hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nach Bethlehem<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Dann komme ich ein St\u00fcck mit und halte die restlichen Kinder fern.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Viel haben wir auch nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Siehst du dort die goldene Stadt? Ganz oben der Palast, der Tempel mit den goldenen S\u00e4ulen, die pr\u00e4chtigen Mauern\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u2026der Palast und die Burgen von Herodes. Wir m\u00fcssen die Steuern aufbringen, aber uns h\u00e4lt man f\u00fcr herumstreunendes Volk\u2026 Wenn ich keinen Glauben h\u00e4tte, w\u00fcste ich nicht, wie ich durchhalte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 7- Die Weisen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:&nbsp;<\/strong>Wer sucht, der findet. Wer sich aufmacht und etwas erkundet und nicht schon am Anfang meint, die endg\u00fcltige Wahrheit gefunden zu kennen, er findet Gott.<br>Die Magier aus dem Osten \u2013 die Weisen \u2013 sind f\u00fcr uns heute noch Vorbilder.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Vor drei Tagen hat mich ein Minister angesprochen. Ich solle ihm sagen, was in drei Jahren passieren wird. Ich m\u00fcsste das wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Du nennst dich doch: Sterndeuter. Wieso wei\u00dft du das denn nicht. Wer, wenn nicht du, sollt es wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Das ist es ja. Woher soll man es wissen? Wir haben neue Ideen, wie man die Bewegung der G\u00f6tter \u2013 also der Sterne voraussagen kann \u2013 wenn man nur w\u00fcsste, ob und wie sich das auf die Menschen auswirkt?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Mann, ist das so wichtig? Ich muss nur mein Geld verdienen. Wovon sollte ich leben \u2013 nur wenn ich daran denke, was meine Frauen brauchen, habe ich viele Einf\u00e4lle, was ich den Leuten erz\u00e4hle.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ich wei\u00df schon, du hast ein ganz feines Gesp\u00fcr, was Minister h\u00f6ren m\u00f6chten. \u201eSie machen alles richtig und alles wird gut\u2026 Machen Sie weiter so!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Und was das Volk h\u00f6ren m\u00f6chte, wei\u00dft du doch auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Nun ja von irgendetwas muss man ja leben. Machst du es zu positiv und es kommt nicht so, ist das gef\u00e4hrlich. Wenn es etwas zu schlecht liegt, dann geht das, aber \u00fcbertreiben darf man auch nicht. Die G\u00f6tter wissen es.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: \u00dcbertreiben ist nie gut. Ich behaupte zwar, ich h\u00e4tte mit meinen Vorhersagen immer richtig gelegen, aber neulich ist mir eingefallen, dass ich doch total daneben lag. Aber wer merkt das schon? Was geht mich der Kram an, den ich vor zwei Wochen gesagt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Ich h\u00f6re daraus, dass du ein Skeptiker bist. Lass das keinen h\u00f6ren. Es kommt nicht so gut an.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wie sollte man das heute nicht sein. Worauf kann man sich denn noch verlassen? Meine Oma, die war noch eine fromme Frau. Sie hatte einen festen Glauben. Irgendwie hat sich das durch sie in mir festgesetzt. Alles muss einen Sinn haben in dieser Welt.<br>Das ist es, was mich besch\u00e4ftigt, auch wenn alles chaotisch aussieht.<br>Es hat doch jeder Stern seine Bahn, \u00fcber Millionen von Jahren geht die Sonne wieder auf. Irgendeinen Sinn muss dieses Chaos hier haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Na klar. Vielleicht w\u00fcrden wir es erkennen, wenn wir l\u00e4nger auf dieser Welt w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Willst du noch hundert Jahre herumlaufen mit Schmerzen, ohne Z\u00e4hne als halbes Gerippe? Schon jetzt fehlen Dir Z\u00e4hne. Mir reicht es jetzt schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Also ihr Hofastrologen und Theologen, Ihr Futurologen, Weisen, Berater Wissenschaftler, was kommt nun? Gibt es nun etwas Neues?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich h\u00e4tte da was. Da oben bahnt sich etwas an. Der Stern der Juden Saturn \u2013 und der Stern eines Herrschers \u2013 Jupiter kommen sich ganz nahe. Das ist ganz selten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Und du meinst, die kommen sich noch n\u00e4her?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Das habe ich schon mal geh\u00f6rt. Muss schon hunderte von Jahren her sein, als das geschah. Aber auf einer Scherbe stand da was. Man m\u00fcsste sie nur finden. Ganz au\u00dfergew\u00f6hnlich<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Und wo zeigt es hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ich w\u00fcrde sagen im Westen von hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Da wo die Vorfahren meiner Gro\u00dfmutter herkamen bis sie vor hunderten von Jahren hierher verschleppt wurden. Da wollte ich schon immer einmal hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Und wenn der Weg l\u00e4nger dauert als das Schauspiel am Himmel?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Also dann los\u2026 Was warten wir noch\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 8 \u2013 Die Weisen in Jerusalem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:<\/strong>&nbsp;K\u00f6nig Herodes war clever. Wer gef\u00e4hrlich werden konnte, wurde gnadenlos beseitigt.<br>So hat er mindestens drei seiner eigenen S\u00f6hne umbringen lassen, weil sie ihm eventuell den Thron streitig machen k\u00f6nnten. Er hatte einen fabelhaften Geheimdienst. Aber damit kann er nicht \u00fcber die Herzen der Menschen bestimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Seht da vorne ist Jerusalem. Seht Ihr die Lichter? Der besondere Ort der Juden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: K\u00f6nnt Ihr mir sagen, wo hier ein K\u00f6nigssohn geboren wurde?<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 1: Ich w\u00fcsste es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Frau, was redest Du wieder mit Fremden? Ich gebe hier die Antworten. Was war doch gleich die Frage?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir suchen ein K\u00f6nigskind. Es m\u00fcsste gerade geboren sein. Seht Ihr den Stern dort, wie er leuchtet? Er f\u00fchrt uns hin \u2013 irgendwie nach S\u00fcden?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Also wenn ich ehrlich sein soll, Herodes S\u00f6hne sind schon erwachsen, wenn sie \u00fcberhaupt noch leben\u2026. Aber sagt mir, wie es ist\u2026 Woher solltet ihr wissen, dass ein neuer Herrscher geboren w\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 2: Dann hat die Herrschaft der R\u00f6mer ein Ende. Und die Zeit von Herodes ist abgelaufen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Herodes \u2013 das ist der K\u00f6nig in diesem kleinen Land.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich verstehe das nicht. Hier in Jerusalem gef\u00e4llt es mir.<br>Seht mal da oben den Tempel. Das kann sich sehen lassen. Es ist vielleicht noch nicht so gro\u00df wie in Rom, aber die Festungen auf den Bergen, sie waren beeindruckend.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir fragen halt weiter. Mir gef\u00e4llt es eigentlich auch\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Wo wollt ihr hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1. Endlich mal jemand der nach uns fragt. Wir wollten eigentlich nach dem neugeborenen K\u00f6nig in Israel fragen, der irgendwann jetzt seine Herrschaft beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Weisen sie sich aus! \u2026 Was habt Ihr da?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir sind Sterndeuter und haben am Himmel etwas Au\u00dferordentliches gesehen\u2026 Und das sind ein paar Geschenke f\u00fcr ein ganz besonderes Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Eines muss ich Ihnen lassen. Wir haben unterwegs so viel Armut gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: und Hunger. Hier geht es anders zu. Die Leute sind gut gekleidet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Kommt mit. Ich bringe Euch zu Herodes dem Gro\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Na besser kann es doch nicht laufen. Die G\u00f6tter sind uns gn\u00e4dig. Direkt zum Ziel. Schneller geht es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Den Namen des Herrn spricht man nicht aus. Er ist heilig. Es gibt nur einen Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Oh, Entschuldigung. Ich h\u00e4tte es mir denken k\u00f6nnen. Aber woher soll man das denn wissen. Interessanter Gedanke\u2026 \u2013 ein Gott\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 9 \u2013 Ankunft in Bethlehem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:&nbsp;<\/strong>Bethlehem liegt auf dem Berg. Es war eine beschwerliche Wanderung f\u00fcr die hochschwangere Maria. Um den Ort gab es viele Wiesen, auf denen schon der junge K\u00f6nig David tausend Jahre vorher seine Herden geweidet hatte. Unter und neben den Wohnh\u00e4usern waren die St\u00e4lle f\u00fcr die Tiere, die man nur in der k\u00fchleren Jahreszeit brauchte.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Dort oben ist Bethlehem. Es ist so sch\u00f6n gelegen auf dem Berg: Was haben wir fr\u00fcher auf den Wiesen gespielt und dabei das Gef\u00fchl gehabt, wir sind so frei wie der kleine K\u00f6nig David, als er noch Hirte war. Hier ist wenigstens nicht alles so nobel\u2026und wir werden nein Quartier finden. Vielleicht kenne ich noch jemanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sieh zu, dass Du ein Quartier bekommst, ich bekomme Schmerzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Warte hier. Ich frage\u2026 Bin gleich wieder da!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: \u00c4hm, ich suche ein Quartier f\u00fcr ein paar N\u00e4chte. Ich muss mich eintragen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Ihr seid gut. Wir mussten schon unsere Verwandten unterbringen. Hier gib es sicher nichts mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich stamme auch von hier. Aber es ist schon viel zu lange her, dass ich weg bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 1 : Dann sieh halt zu. Es ist ja nicht schwierig f\u00fcr Dich alleine eine Herberge zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Nein meine Frau sitzt dort hinten, sie steht kurz vor der Geburt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 1: Das schl\u00e4gt dem Fass den Boden aus. Erst allein erscheinen.<br>Und dann eine Schwangere dabei haben, unsere Gastfreundschaft ausnutzen: Sagenhaft, unglaublich\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Das war\u2019s dann wohl\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich wollte nicht gleich mit der T\u00fcr ins Haus fallen: aber das bringt wohl nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: (die nachgekommen ist) Lass sein: Du hast es versucht. Dort ist noch ein Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 2: Was f\u00fcr ein Elend. Es tut mir ja leid. Darauf sind wir nicht eingestellt. Was sollen wir noch alles machen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Vielleicht kann ich meine Mutter \u00fcberzeugen. Unser Haus ist zwar schon voll, aber wir haben da noch etwas. Mutter\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 3:<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Mutter da braucht dich jemand.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 3: Ach du Schreck. Zu uns in die Wohnung schaffst du es nicht mehr: Aber beim Vieh im Stall ist es vielleicht noch ein wenig w\u00e4rmer. Bring sie hin!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind (geht mit zum Stall)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es ist ein Ros entsprungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Maria brachte ihren ersten Sohn zur Welt, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stille Nacht, heilige Nacht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 10 \u2013 Herodes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:<\/strong>&nbsp;Gerade wenn man die Macht hat muss man von Misstrauen gegen\u00fcber jedermann besessen sein. Herodes wusste, wie schnell im j\u00fcdischen Volk ein Aufstand kommen konnte, wenn nur jemand behauptete ein Messias zu sein. Auf seine eigenen Leute verlie\u00df er sich nicht und so versuchte er die Weisen f\u00fcr seine Dienste einzuspannen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Ich habe den Hohepriester geholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wird ja auch Zeit! Holt ihn herein!<\/p>\n\n\n\n<p>Hohepriester: Schalom!<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das will ich hoffen, dass ihr im Frieden kommt.<br>Habt ihr die neuesten Nachrichten geh\u00f6rt. In ganz Jerusalem spricht man davon. Schon wieder jemand, der mir den Thron streitig macht u d die Jerusalemer stimmen ein. Ich kann sie schon h\u00f6ren: was habe ich nicht alles f\u00fcr sie getan: Wasserleitungen gebaut, Festungen und Hafenanlagen\u2026, den Tempel \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hohepriester: (unterbricht ihn) \u2026 und mit Eurem Adler verziert\u2026 \u2013 das Haus Gottes<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Schweigt! Es muss deutlich sein, wer das alles f\u00fcr Euch erreicht hat. Ich bin der K\u00f6nig von Israel<\/p>\n\n\n\n<p>Hohepriester: Ihr habt keine j\u00fcdische Mutter und seid kein wirklicher Jude.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Und wenn schon, ich gab dem Staat die Sicherheit und es geht den Menschen gut\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hohepriester: \u2026bis auf Eure Kinder, die ihr habt umbringen lassen, eure neun Ehefrauen und sonstigen Gegner\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ihr habt den Mut mir zu widersprechen? Ihr spielt mit eurem Leben!<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Ich sage es mit Genugtuung: Nach dem Propheten Micha stammt der wahre Herrscher Israels von David ab und wird in Bethlehem geboren.<br>So steht es im Buch des Propheten Micha: \u201eDu Bethlehem im Lande Juda, du bist keineswegs die unbedeutendste unter den St\u00e4dten in Juda. Denn aus Dir wird der Herrscher kommen, der mein Volk wie ein Hirte f\u00fchren wird.\u201c Den Vers kennt jeder in Jerusalem. \u2026 Wo seid Ihr her?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Was soll ich noch machen? Du wei\u00dft es, dass ich aus Idum\u00e4a komme und im j\u00fcdischen Glauben erzogen wurde und alles tue\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: \u201eEr hei\u00dft Friedef\u00fcrst, auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde in seinem K\u00f6nigreich, dass er\u2019s st\u00e4rke und st\u00fctze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ich kenne die Schrift des Propheten\u2026 und falls es mir an den Kragen geht, dann Dir lange vorher\u2026 (Schriftgelehrter tritt ab. Zum Soldaten gerichtet:) Bringt sie jetzt herein: Weg mit Euch.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Ihr werdet empfangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir sind weit gereist und nun am Ziel unserer Reise. Wir danken Euch f\u00fcr den Empfang und Eure Weltoffenheit. Zu meinen Vorfahren geh\u00f6rte jemand, der hier lebte. Wir verbeugen uns vor Dir.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ihr kommt zu mir, um mir zu huldigen. Ich lasse Euch Jerusalem zeigen, das ich zu einer Weltstadt gemacht habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Eigentlich suchen wir einen gerade geborenen Herrscher, zu dem uns die Sterne gewiesen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Hm, davon habe ich auch schon geh\u00f6rt. Ist ja schade. Was h\u00e4tte ich euch bieten k\u00f6nnen. Aber Ihr wollt ja nicht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Versteht uns nicht falsch\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Soldat geht nach drau\u00dfen!<br>\u2026 Ich mache Euch ein Angebot. Wenn der wahre Herrscher geboren wird, dann will ich ihm auch huldigen. Er soll in Bethlehem geboren werden \u2013 als Kindeskind meines Vorg\u00e4nger Davids. Also geht hin und dann kommt ihr wieder zu mir. Ich h\u00f6re umgehend von Euch.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Warum die Eile? Der Stern war schon zweimal in diesem Jahr zu sehen. Wir m\u00fcssen ihn erst wieder sehen. .<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Kommt, zieht los, dass wir keine Zeit verlieren! Bethlehem ist nicht weit: was sind 20 km?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Seine Eile macht mir Sorgen. Was sollte er von einem Neugeborenen bef\u00fcrchten. Bis er heranw\u00e4chst ist er tot.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: an der Macht zu bleiben ist kompliziert.<br>Halt, da seht mal. Die Sterne, der Stern, er ist wieder zu sehen.<br>Wir gehen gleich los. Und zwar dorthin!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 11 \u2013 Hirten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sprecher:&nbsp;<\/strong>Hirte war fr\u00fcher ein sehr ehrbarer Beruf.<br>Nicht ohne Grund hatten David und die Propheten sogar Gott mit einem Hirten verglichen, der den Weg seiner anbefohlenen Schafe verantwortungsvoll und mit Liebe begleitete.<br>So k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass den Hirten bei Bethlehem die Besonderheit ihres Berufes immer im Blick war, auch wenn sie ganz einfache Leute waren.<br>Vielleicht lag es daran, dass sie es als erstes verstanden, wer da zur Welt kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ich wei\u00df nicht, was mit den Schafen los ist. Sie sind viel zu unruhig.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ich hatte heute schon den ganzen Tag M\u00fche, sie zusammenzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Sie sind wie die Menschen. Keine Ruhe mehr. Nur noch Hektik, Drama, Katastrophe.<br>Vielleicht \u00fcbertr\u00e4gt sich das auf die Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Nicht mal hier drau\u00dfen haben sie ihre Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ich habe mich heute mit den Leuten streiten m\u00fcssen, als sie am Wegesrand einen viertel Meter auf ihrer Wiese waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Du hast dich ja auch bald geschlagen mit ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Wundert dich das. Wer mir in die Quere kommt, der bekommt eine dr\u00fcber.<br>W\u00e4re ich in Jerusalem, ich h\u00e4tte den R\u00f6mern schon l\u00e4ngst eine dr\u00fcber gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Jetzt bleib aber mal ruhig. Du bist Hirte und kein Soldat.<br>Schafe zu h\u00fcten ist nichts Gewaltsames. Es hat mit Verstand und Genauigkeit zu tun, dass man alles im Blick hat und vorher ahnt, was passieren k\u00f6nnte, um sie zu bewahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Das sagst du dem Richtigen. Er schert sich doch nicht drum. Er denkt nicht nach \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Komm, das ist bei Dir nicht viel anders.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Hebt Euch das f\u00fcr den Tag auf. Wir haben das Abendgebet gesprochen.<br>Jetzt ist nicht die Zeit zu diskutieren, legt Euch einen Moment hin\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Wenn ich es k\u00f6nnte\u2026 Am Tag bin ich hundem\u00fcde und jetzt wach.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Dann halte du die Wache!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: (setzt sich hin und schl\u00e4ft ein)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Komm, dann bleiben wir wach\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Habt keine Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: (zu Hirte 3): Kriegst du es mit? (St\u00fcrzt auch zu Boden)<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Ich bringe Euch eine gute Nachricht. Im ganzen Volk wird gro\u00dfe Freude herrschen, denn heute ist in der Stadt Davids der Retter geboren. Es ist Christus der Herr. Und das ist das Zeichen, an dem ihr das alles erkennt. Ihr findet ein gerade geborenes Kind. Es ist in Windeln gewickelt und liegt in einer Futterkrippe.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Engel haben Himmelslieder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 12 \u2013 Die Hirten am Stall<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Los, jetzt macht mal hin, ich will los und sehen, was da geschehen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Kommt, wir lassen unsere Schafe hier und gehen los.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3 (Beim Laufen): Was passiert jetzt? Wird Herodes abgesetzt. Was wird mit den R\u00f6mern? Ziehen wir in den Krieg gegen die R\u00f6mer?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: (bleibt stehen) Es ist mitten in der Nacht. Wenn Du nicht sofort Deine Klappe h\u00e4ltst\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ja\u2026, aber wir haben kein Geschenk dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ich habe nicht einmal Geld oder etwas Besonderes\u2026 Wir m\u00fcssen umkehren und noch etwas besorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: genau. So wie ich aussehe, kann ich mich gar nicht sehen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Eine Herde Schafe ist nichts gegen euch. Seid erst mal ruhig, vielleicht schl\u00e4ft das Kind. Wollt Ihr es etwa wecken \u2013 Es ist Christus, wie der Engel gesagt hat \u2013 Psst.<br>Schleichen sich an\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: H\u00f6rst du was? Ich nicht. Es schl\u00e4ft\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Die anderen 3 Hirten: psst\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ihr besucht uns in der Nacht. Seid leise, das Kind ist eingeschlafen\u2026 Es ist sch\u00f6n, dass ihr kommt. Da sind wir nicht so allein\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Szene 13: Die Weisen in Bethlehem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: die Hirten erz\u00e4hlten alles, was der Engel gesagt hatte. Maria h\u00f6rte zu und diese Worte begleiteten sie ein Leben lang. Sie hielt sich daran fest, wenn es schwer wurde.<br>Trotzdem, es waren ja noch andere Leute unterwegs und suchten das Kind. Die Weisen waren schnell gegangen und hatten schon ihre Geschenke parat. Zum Gl\u00fcck war es noch nicht Herodes.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Solche teuren Gastgeschenke w\u00e4ren nicht n\u00f6tig gewesen, um ein Quartier bei uns zu bekommen. Die Kinder k\u00f6nnen drau\u00dfen schlafen. F\u00fcr Euch habe ich einen wunderbaren warmen Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Auch einen f\u00fcr eine junge Mutter, die gerade ihr Kind bekommen hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: O nein, niemals w\u00fcrde ich Euch einen Raum anbieten, wo solches elendes und j\u00e4mmerliches Volk drin ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Dann tretet zur Seite. Wir gehen weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Das gibt es nicht. Dort ist der Stern. Wir sind am Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Gut, dass wir kein Geschenk dabei hatten. Mit denen k\u00f6nnen wir nicht mithalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Vorhin warst du dran. Jetzt lass erst mal die Heiden reden. Wahrscheinlich haben die auch etwas zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Das ist der Hammer. Gott hat uns hergebracht, um da zu sein, wo man uns braucht.<br>Das war die Lektion, die Gott f\u00fcr uns hat.<br>Wir haben sehr lange gebraucht, um zu verstehen, dass die Welt ganz anders wird, wo man sich nur nicht um sich selber dreht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Diesem K\u00f6nigskind geb\u00fchrt es das Gold zu bringen, weil er den Menschen den wahren Schatz zeigen wird, so wie wir ihn hier gefunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Und Myrrhe, der heilsamste Balsam, den wir kennen, passt zu ihm, weil er die Menschen heilt. Aber bevor er das tut, muss er erst selbst einmal gesund bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Und ob ihr es nun glaubt oder nicht:<br>Er wird f\u00fcr Gott und die Menschen wie ein Wohlgeruch sein.<br>Er bringt es fertig, dass Menschen wieder frei atmen k\u00f6nnen,<br>wie der Weihrauch hier im Stall.<br>Kommt, jetzt wird hier erst mal nicht gespart und sondern kr\u00e4ftig ger\u00e4uchert.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ihr Kinderlein kommet\u2026<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Krippenspiel 2013 Propheten: Prophet 1: Es wird nicht dunkel bleiben \u00fcber denen, die in Angst sind. 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