{"id":369,"date":"2021-01-12T13:43:53","date_gmt":"2021-01-12T12:43:53","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=369"},"modified":"2021-01-12T15:59:08","modified_gmt":"2021-01-12T14:59:08","slug":"dietmar-hauser-x","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=369","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 10"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Krippenspiel 2010<\/h1>\n\n\n\n<p>Lied: Tochter Zion 1-2<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Propheten<\/strong>:<\/h4>\n\n\n\n<p>1. (Mi 5,1) Dir, Betlehem, l\u00e4sst der HERR sagen: \u00bbSo klein du bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir wird der k\u00fcnftige Herrscher \u00fcber mein Volk Israel kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. (Jesaja 11,1 ff.) Ein Spross w\u00e4chst aus dem Baumstumpf Isai, ein neuer Trieb schie\u00dft hervor aus seinen Wurzeln.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Ihn wird der HERR mit seinem Geist erf\u00fcllen, dem Geist, der Weisheit und Einsicht gibt, der sich zeigt in kluger Planung und in St\u00e4rke, in Erkenntnis und Ehrfurcht vor dem HERRN. Gott zu gehorchen ist ihm eine Freude.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Er urteilt nicht nach dem Augenschein und verl\u00e4sst sich nicht aufs H\u00f6rensagen. Den Entrechteten verhilft er zum Recht, f\u00fcr die Armen im Land setzt er sich ein.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Seine Befehle halten das Land in Zucht, sein Urteilsspruch t\u00f6tet die Schuldigen. Gerechtigkeit und Treue umgeben ihn wie der G\u00fcrtel, der seine H\u00fcften umschlie\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>6. Dann wird der Wolf beim Lamm zu Gast sein, der Panther neben dem Ziegenb\u00f6ckchen liegen; gemeinsam wachsen Kalb und L\u00f6wenjunges auf, ein kleiner Junge kann sie h\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<p>7. Die Kuh wird neben dem B\u00e4ren weiden und ihre Jungen werden beieinander liegen; der L\u00f6we frisst dann H\u00e4cksel wie das Rind. Der S\u00e4ugling spielt beim Schlupfloch der Schlange, das Kleinkind steckt die Hand in die H\u00f6hle der Otter.<\/p>\n\n\n\n<p>8. Niemand wird B\u00f6ses tun und Unheil stiften auf dem Zion, Gottes heiligem Berg. So wie das Meer voll Wasser ist, wird das Land erf\u00fcllt sein von Erkenntnis des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<p>9. Wenn jene Zeit gekommen ist, dann wird der Spross aus der Wurzel Isais als Zeichen dastehen, sichtbar f\u00fcr die V\u00f6lker; dann kommen sie und suchen bei ihm Rat. Von dem Ort, den er zum Wohnsitz nimmt, strahlt Gottes Herrlichkeit hinaus in alle Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: Tochter Zion 3<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Vorwort Erz\u00e4hler \/ Weise in Babylon<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Wir denken immer, dass das, was ist, einfach da ist.<br>Aber gro\u00dfe Ideen und wirkliches Verstehen brauchen Zeit. Manchmal dauert es Jahrhunderte, bis die Zeit f\u00fcr wichtige Dinge reif ist. Manchmal brauchen wir fast ein ganzes Leben, um zu erkennen, was wichtig f\u00fcr unser Leben ist. So befinden wir uns in einer solchen langen Tradition des Verstehens und unser Leben ist eingebunden in den langen Weg der Menschheit durch die Zeit.<br>Die alten Texte der Propheten , die wir eben geh\u00f6rt haben\u2013 vor 2800 Jahren formuliert- sind noch heute spannend.<br>Aber auch die tiefgr\u00fcndigen mythischen Erz\u00e4hlungen der Weihnachtsgeschichte, sie haben uns noch heute eine Menge zu sagen. In ihnen zeigt sich, wie radikal sich die religi\u00f6se Deutung der Welt ver\u00e4ndert hat, wie offen sie f\u00fcr unsere Erfahrungen und unsere moderne Welt geworden ist. \u2013 Mancher hat das nach fast 2000 Jahren immer noch nicht mitbekommen.<br>So bitten wir Sie \u2013 so wie die Leute in der Weihnachtsgeschichte \u2013 offen zu sein f\u00fcr das Hintergr\u00fcndige und tiefsinnige in unserem Leben. Denken Sie nicht: Eigentlich wei\u00df ich schon alles.<br>Es gibt viel Neues zu entdecken \u2013 so, wie zum Beispiel f\u00fcr die weisen Leute aus dem Morgenland, die vielleicht in Babylon zu Hause waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Manchmal mache ich mir meine Gedanken, dar\u00fcber, was wir eigentlich wissen. Alles ist doch wie ein unbegreifliches Schauspiel und wir wissen nicht wer im Hintergrund die F\u00e4den zieht und wie er das macht. Es sind die G\u00f6tter, die Sterne, in denen wir die g\u00f6ttlichen M\u00e4chte verehren, die alles bestimmen \u2013 manchmal gnadenlos.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Du sprichst wie der Priester, der vorhin das Opfer darbrachte und damit das gro\u00dfe Unheil abgewendet hat, wie er sagte. Er hat die G\u00f6tter bes\u00e4nftigt und uns eine gn\u00e4dige Zeit gegeben. Er war der Meinung auf dem Turm, dass er das Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde wieder hergestellt hat- wenigstens vorl\u00e4ufig.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Also wenn ihr mich fragt, wenn ich in die Weite des Himmels schaue, denke ich mir dass alles ewigen Gesetzen folgt, so wie die Sterne sich bewegen und wir seit hunderten von Jahren schon aufzeichnen. Da fragt eigentlich keiner nach uns. Da sind wir wie ein paar Ameisen, wie ein paar Sandk\u00f6rner, auf die es doch nicht ankommt im Getriebe der Zeit. Das was der Priester tut ist doch Mumpitz.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ob es so ist oder so, besser ist, man versichert sich und bringt das Opfer dar. Man wei\u00df ja nicht. Wenn es etwas hilft, dann ist es gut. Wissen wir, wie es w\u00e4re, wenn man nicht opferte. Ich mag nicht daran denken. Woher willst du wissen, dass es die verborgenen Dinge nicht gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich denke, es gibt einen gr\u00f6\u00dferen Planer, einen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang. (zu Weiser 3)Du bist doch nicht wie ein Sklave jeden Tag nur deine Arbeit macht und gar nicht zu Nachdenken kommt. Du hast Zeit zum Nachdenken, beobachtest die ewigen Kreisl\u00e4ufe. Und doch bist du so uneinsichtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Gerade weil alles so gro\u00df ist, was hat das mit uns zu tun? Wo kann man sehen, dass die G\u00f6tter einen Plan haben? Gibt es einen Sinn, den das Leben des Einzelnen hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Da musst du mal unsere j\u00fcdische Dienerin h\u00f6ren. Los, komm mal her. Erkl\u00e4r uns mal deine Sicht der Dinge.<\/p>\n\n\n\n<p>Dienerin: Vor Jahrhunderten haben unsere Vorfahren es hier in Babylon aufgeschrieben, dass die Sterne keine G\u00f6tter sind, sondern hinter allem in der Welt ein Gott steht, dessen Name man nicht ausspricht. Man muss ihn nicht vers\u00f6hnen, sondern man soll ihn lieben und die Menschen mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und all seinem Verstand.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Alle Achtung- das sagt eine Frau und kein Magier wie wir\u2026 Da- das k\u00f6nnte dich interessieren. Schau mal dort oben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dienerin: Ein heller Stern!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Das kannst du nicht wissen, aber unsere alten Schriften reden davon, dass Jupiter und Saturn ganz eng zusammenstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dienerin: \u201eEin Stern geht auf im Volk der Jakobss\u00f6hne, ein K\u00f6nig steigt empor in Israel.\u201c So hei\u00dft es in unseren Schriften. Wir erwarten den neuen Herrscher in Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Es ist au\u00dfergew\u00f6hnlich. Jupiter der Stern eines K\u00f6nigs und Saturn der Stern der Juden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir schauen uns das an. Los, lasst die Kamele satteln. Wahrscheinlich brauchen wir etwas Zeit. Jerusalem: Warum bist Du als Jude hier?`<\/p>\n\n\n\n<p>Dienerin: Viele sind noch hier in Babylon. Es ist zu weit nach Hause. Viele Tagereisen. Wir haben unseren Betsaal hier und leben hier, auch wenn ich gern nach Hause gehen w\u00fcrde. Vielleicht n\u00e4chstes Jahr in Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>3. Engel und Maria<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: So machten sich die Weisen auf die Reise. Es war der Drang etwas zu verstehen. Gl\u00fccklicherweise gibt es diese Menschen, die an die wichtigen Dinge nicht so herangehen, als w\u00fcssten sie alles und h\u00e4tten schon alles verstanden. Aber sie waren sich ganz sicher nicht bewusst, dass sie als Suchende schon Teil von Gottes Plan waren und wie man sp\u00e4ter sagte: Das Sinnbild der Heiden die Christus finden.<br>Apropos \u2013 Gottes Plan. Das geh\u00f6rt nun zum Geheimnisvollsten und Verwirrendsten in unserem Leben.<br>Im Nachhinein versteht man es, aber niemals zwischendrin. Es sind zu viele Unw\u00e4gbarkeiten, Dinge die zuf\u00e4llig erscheinen, es doch nicht sind, Entscheidungen von Menschen, die es scheinbar durcheinander bringen\u2026 doch k\u00f6nnen die Gottes Wirken nicht aufhalten. Gott scheint mit ihnen zu spielen, auch wenn sie sich und ihr Leben f\u00fcr den Mittelpunkt der Welt halten.<br>Ob die Weisen schon unterwegs waren, als die junge Maria entdeckte, dass sie schwanger war? Aufgrund der Entfernung w\u00e4re es denkbar.<br>Vielleicht sprach Maria gerade das j\u00fcdische Abendgebet, als sie vom Engel angesprochen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (betend): Gib, dass wir uns hinlegen, Gott, zum Frieden und lass uns wieder aufstehen zum Leben. Breite \u00fcber uns das Zelt deines Friedens und richte uns auf durch ein Wort von dir. Hilf uns um deines Namens willen, sch\u00fctze uns und wende von uns ab Hass, Krankheit und Gewalt.<br>Lass jedes Hindernis weichen vor uns und hinter uns. Birg uns im Schatten deiner Fl\u00fcgel, denn du bist ein gn\u00e4diger und barmherziger Gott.<br>Beh\u00fcte unser Kommen und Gehen zum Frieden und zum Leben von nun an bis in Ewigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungsengel: Maria, sei gegr\u00fc\u00dft. Der Herr ist mit dir. Er hat dich zu gro\u00dfem ausersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria schweigt<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungsengel: Du hast Gnade gefunden bei Gott und wirst schwanger werden. Du wirst einen Sohn zur Weltbringen und dem sollst Du den Namen Jesus geben. Er wird Sohn des H\u00f6chsten genannt werden und Gott wird ihn auf den Thron seines Ahnherrn David erheben: seine Herrschaft wird kein Ende haben<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wie soll das geschehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Gottes Geist wird \u00fcber dich kommen, seine Kraft wird das Wunder vollbringen. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst, heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabet, deine Verwandte, bekommt einen Sohn \u2013 trotz ihres Alters. Sie ist bereits im sechsten Monat, und es hie\u00df doch von ihr, sie k\u00f6nne keine Kinder bekommen. F\u00fcr Gott ist nichts unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich geh\u00f6re dem Herrn, ich bin bereit. Es soll an mir geschehen, was du gesagt hast.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>4. Maria bei Elisabeth<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Woran soll man erkennen, dass hinter allem einer die Regie f\u00fchrt. Man kann es nur glauben. An etwas \u00e4u\u00dferlichen kann man es nicht erkennen. Manchmal scheint es so, als w\u00fcrde alles ganz anders.<br>Im Matth\u00e4us-Evangelium wird uns erz\u00e4hlt, dass, als Maria dem Joseph sagte, sie sei schwanger, dieser alles andere als begeistert war. Er wollte sie zwar nicht blo\u00dfstellen. Vielleicht w\u00e4re sie vor Gericht gekommen oder sogar gesteinigt worden. Es war ihm anzumerken, dass er nicht zu ihr stand und sich heimlich davonstehlen wollte.<br>Also ging Maria zu Elisabeth. Maria brauchte Hilfe und konnte nur hoffen, dass die viel \u00e4ltere Elisabeth sie wenigstens aufnimmt. Sie eilte in den kleinen Ort in der N\u00e4he von Jerusalem, wo am Berghang deren Haus lag. Diese hatte sich schon einige Wochen total zur\u00fcckgezogen und war nicht mehr unter die Leute gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich wollte zu Elisabeth\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Sie ist die ganze Zeit nicht mehr aus dem Haus gegangen. Wir haben sie nicht mehr gesehen. Man sagt, sie l\u00e4sst niemanden zu sich, nicht einmal die Nachbarn. Vielleicht hat sie das Gerede der Leute satt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Aber fragen kann ich sie doch?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Ich glaube nicht. Sie redet ja mit niemandem.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (geht hinein): Elisabeth<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Maria, ich glaube es nicht. Du kommst zu mir. Mein Kind bewegte sich in meinem Bauch, als ich deine Stimme geh\u00f6rt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich hatte Angst, dass Du mir nicht \u00f6ffnest.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Nein, etwas Besseres kann mir nicht geschehen. Gesegnet bist du von Gott, auserw\u00e4hlt unter allen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! Du glaubst, dass sich erf\u00fcllen wird, was dir zugesagt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Maria, ich sp\u00fcre, dass mir leichter wird. Ich bin begeistert, denn ich sp\u00fcre trotz allem ganz deutlich, dass ich nicht auf mich allein gestellt bin.<br>Auch wenn ich ein unbedeutender Mensch bin, werden mich die Menschen gl\u00fccklich preisen.<br>Denn der Allm\u00e4chtige hat sich meiner angenommen.<br>Es ist sein Erbarmen, das nicht aufh\u00f6rt. Wer Gott die Ehre gibt, der wird das erleben. Die Armen und Unterdr\u00fcckten werden es erfahren, lange bevor es die M\u00e4chtigen mitbekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>5. Maria und Joseph<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und wir wissen nicht, ob sie noch die Geburt Johannes des T\u00e4ufers miterlebt hat. Sie konnte nur hoffen, dass sich inzwischen Joseph eines bessern besonnen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wenn ich meine Arbeit als Zimmermann nicht gehabt h\u00e4tte, w\u00e4re ich nicht zur Ruhe gekommen. Ich bin hin- und hergerissen.<br>Sollte ich zu Maria stehen?<br>Eigentlich ist alles, was man nicht geplant hat, eine Zumutung. Es stand f\u00fcr mich fest, dass ich mich davon mache \u2013 heimlich, still und leise.<br>Um ehrlich zu sein, hat es mich dennoch verfolgt bis in meine Tr\u00e4ume. Bis der Engel im Traum zu mir sprach:<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungsengel: Maria wird deinen Sohn bekommen. Nenne ihn Jesus, denn er wird die Menschen aus ihrer Verzweiflung und aus dem Verderben f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Du kommst zur\u00fcck?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ja, zun\u00e4chst wusste ich nicht was ich tun sollte. So war ich bei Elisabeth. Sie hat mir sehr geholfen und mich aufgerichtet. Sie ist mittlerweile schon Mutter geworden und hat ihr Kind Johannes genannt. Und du?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Lass uns den Weg gemeinsam gehen. Ich stehe zu dir und zu dem Kind. Verzeih, dass ich einige Zeit brauchte, um zu erkennen, was richtig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ist schon gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es gibt das Ger\u00fccht, dass der Kaiser die Steuern auch bei uns erheben will. Bisher hatten seine Versuche bei uns Steuern zu verlangen wenig Erfolg, aber jetzt k\u00f6nnte es ernst werden. Ich muss dann in meinen Heimatort gehen, nach Bethlehem, dort wo mein Vorfahre David geboren wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir werden es sehen. Wir lassen es auf uns zukommen. Es liegt in Gottes Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>6. Die Volksz\u00e4hlung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Joseph sollte Recht behalten. Die Volksz\u00e4hlung kam und damit die Erfassung der Besitzt\u00fcmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Achtung! Es ist der Befehl der Kaisers in Rom. Kaiser Augustus, er ist Gott und Gottes Sohn und alle haben ihm zu huldigen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria, Joseph, Mann und Kind)<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Das m\u00f6gen die R\u00f6mer machen, wir nicht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Sei ruhig. Es ist ein Befehl, der f\u00fcr alle gilt. Jeder gehe in die Stadt, in der geboren ist und dort gebe er seinen Besitz an. Er wird dort eingeschrieben. Wehe dem, der dieser Pflicht nicht nachkommt. Er wird hart bestraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es wird schwer werden. Lange ist nicht mehr bis zur Geburt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich m\u00f6chte einmal einen Herrscher sehen, den es interessiert, was mit uns geschieht. Unser Herodes macht mit und alle, die etwas zu sagen haben. Denn er muss sich ja in Jerusalem und anderswo ein Denkmal bauen. Tut er mal etwas f\u00fcr uns? Sch\u00f6n w\u00e4re es\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>7. Die beschwerliche Wanderung<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Joseph hatte allen Grund sich Sorgen zu machen. Seine schwangere Frau, kurz vor der Geburt, auch wenn sie das Laufen gewohnt war, konnte nicht 120 km in drei oder vier Tagen laufen. Auch die Freude auf die Geburt, sie war sicher vergangen, weil nicht klar war, wo sie sich ereignete. Nur eines blieb geheimnisvoll: Dass das Kind so nach Bethlehem kam, in die kleine Siedlung s\u00fcdlich von Jerusalem, wo einst der ber\u00fchmte Vorfahre David geboren war und gro\u00df wurde. Aber es gab auch eine traurige alte \u00dcberlieferung, die jeder Jude kannte, nach der Jakob seine geliebte Frau Rahel in Bethlehem begraben musste, nachdem sie den zweiten Sohn zur Welt gebracht hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Kannst Du noch? \u2026 Wenn ich doch an deiner Stelle den Weg gehen k\u00f6nnte. Wenn wir einen Wagen h\u00e4tten..<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u2026dann w\u00e4re mein Kind vielleicht schon unterwegs geboren, auf diesen Wegen hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wenn ich Dir wenigstens sagen k\u00f6nnte dort vorn, um die n\u00e4chste Ecke liegt Bethlehem. Es geht bergauf, und erst zuletzt sehen wir den kleinen Ort. Siehst Du dort die Lichter am Palst in Jerusalem, den Tempelberg. Alles sch\u00f6n und gro\u00df, aber wir haben kein Dach \u00fcber dem Kopf und es wird bald dunkel.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass sein. Ich halte noch durch.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Normalerweise ist der Weg nicht schlimm. Aber die Sorge um dich, macht ihn auch f\u00fcr mich nicht einfach: warum macht es Gott uns so schwer. Haben wir etwas verbrochen? Haben wir etwas falsch gemacht und die Leute in den Pal\u00e4sten machen alles richtig?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir geh\u00f6ren nicht zu denen, die herrschen und doch hat uns Gott gesegnet. Wir haben nicht viel, aber wir haben doch uns und ich habe jemanden, der mir tapfer zur Seite steht. Joseph, manch anderer h\u00e4tte sich l\u00e4ngst aus dem Staub gemacht.<br>Unser Kind wei\u00df vom ersten Atemzug an, was Leiden bedeutet und so wird er die einfachen Leute nicht vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Hoffentlich hast Du recht.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>8. Herodes<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Fast h\u00e4tten wir sie vergessen, die nun schon so eine lange Strecke auf dem Kamel geritten oder vielleicht sogar gelaufen waren. Vielleicht waren es ja mehr als tausend Kilometer, die sie hinter sich gebracht haben. Es grenzt ja fast an ein Wunder, dass sie in Jerusalem ankamen und ihre Geschenke f\u00fcr ein K\u00f6nigskind in den vielen Herbergen nicht abhandenkamen. Sie haben gut darauf aufgepasst. Auch damals haben sich Dinge sehr schnell herumgesprochen. Ein oder zweimal an einer Br\u00fccke Zoll bezahlt und erw\u00e4hnt, wo man hinwollte \u2013 Und schon wusste der K\u00f6nig Herodes Bescheid.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Was gibt es an Neuigkeiten?<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Nun ja, es gibt so ein paar Magier aus dem Osten, die kommen jeden Moment in Jerusalem an, sie suchen ein Kind bei Euch, den zuk\u00fcnftigen K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Da h\u00e4tten sie mal vor zwanzig Jahren kommen sollen. Da lebten die meisten noch\u2026 Da denkt man, dass sich in unseren Zeiten alles herumgesprochen hat. Dass der Kaiser meine S\u00f6hne wegen Aufruhrs gegen mich zum Tode verurteilt hat, das wei\u00df doch nun jeder. Aber wo die herkommen, da kriegen sie nichts mit aus unserer neuen Welt. Was meint Ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Herr\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ach sei ruhig, ich wei\u00df es jetzt. Es ist eine Verschw\u00f6rung der Pharis\u00e4er. Sie wollen mich verunsichern. Habe ich von denen nicht erst eine ganze Menge beseitigen lassen? Jetzt r\u00e4chen sie sich und wollen das Volk rebellisch gegen mich machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Ich glaube, sie sprechen von dem neu geborenen K\u00f6nig der Juden, von dem Messias.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das ist noch gef\u00e4hrlicher. Habt ihr schon nachgeforscht?<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Ich habe den Hohepriester und Schriftgelehrte befragt. Der Messias wird in Bethlehem geboren, sagen die Schriften.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ich k\u00f6nnte dem Geheimdienst die K\u00f6pfe abschlagen lassen. Leute aus dem letzten Winkel der Erde wissen es, aber ich bin nicht informiert. Erst jetzt werde ich informiert. Zu guter Letzt wei\u00df es mein Freund, der Kaiser Augustus, noch vor mir???<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Machen wir kurzen Prozess mit ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Nein. Ich gehe der Sache auf den Grund. Empfangt sie. Zeigt Ihnen Jerusalem. Sie sollen sich baden und auf nichts verzichten. Ein paar T\u00e4nzerinnen k\u00f6nnen ihnen ja Gesellschaft leisten. Sie sollen nichts merken. Sie sollen sich f\u00fchlen wie im siebten Himmel. Sie m\u00fcssen denken, dass sie sicher sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Gut\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>9. Die Geburt Jesu<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Davon konnten Joseph und Maria nichts ahnen. Wie sollten sie auch.<br>Maria hielt durch. Manchmal musste sie noch Joseph beruhigen, der es eigentlich gar nicht so schwer hatte.<br>Aber wie uns oft die tr\u00f6sten, die es schwerer haben als wir, so tat das auch Maria.<br>Bethlehem \u2013 Ihr wisst das schon, war eine kleine Stadt, fast ein Dorf. Ob nun so viele wegen der Volksz\u00e4hlung kamen, das wissen wir nicht genau. Vielleicht konnte und wollte man eine Frau, die ihr Kind bekam nicht \u00fcber die Leiter in das einzige Zimmer des Hauses holen. Unten im Haus war meist nur das Vieh.<br>Wer holt schon jemanden wildfremden in das Haus, oder gar die entfernte Verwandtschaft, die dann vielleicht noch Anspr\u00fcche anmeldet?<br>Man wei\u00df ja nie\u2026<br>H\u00e4tten sie nicht auch zu Hause bleiben k\u00f6nnen\u2026?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 1: Ein Quartier wollt ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Ich wei\u00df nicht. Ich an eurer Stelle w\u00e4re ich in diesem Zustand nicht auf Wanderschaft. Was da alles passieren kann. Was denn\u2026 es geht ihr schon schlecht. Wen wundert das.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph will ansetzen zum Reden<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Joseph\u2026 Joseph<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: (genervt) Ja. \u2026 Mann wenn es so einfach w\u00e4re und wir es uns h\u00e4tten aussuchen k\u00f6nnen. Ich w\u00e4re auch gerne zu Hause geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Na siehst du\u2026 aber jetzt ist es zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es ist noch nicht zu sp\u00e4t. Wir sind ja angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Habt ihr nun ein Zimmer oder habt Ihr nichts? Ihr m\u00fcsst ja nur Nein sagen und dann gehen wir weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin: Also wenn ich mir das \u00fcberlege\u2026eigentlich helfe ich ja gerne, aber heute passt es mir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Ich meine es auch. Geht weiter und bel\u00e4stigt uns nicht! Und beim n\u00e4chsten Mal wird vorher \u00fcberlegt, was an tut.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph will antworten und erhebt die Hand, aber Maria h\u00e4lt ihn zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Mir geht es nicht mehr gut. Es hilft mir nicht, wenn du dich aufregst. Komm hilf mir weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Na gut, ich frage dort\u2026 Wisst ihr nicht, wo wir unterkommen k\u00f6nnen. Meine Frau\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Ich sehe es schon, was los ist. Ihr habt keine Zeit mehr. Bei uns ist alles voll. Geht in den Stall dort hinten: Dort habt Ihr ein Dach \u00fcber dem Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Komm lass uns gehen. Ich habe dabei, was wir jetzt brauchen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: Es ist ein Ros entsprungen<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Maria gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied. Stille Nacht, heilige Nacht\u2026<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>10. Die Weisen bei Herodes<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Herodes hat die Weisen auf das Beste bewirten lassen, bevor er sie zur Audienz bestellt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich hatte gedacht, dass zu Hause die gro\u00dfartigsten Geb\u00e4ude stehen. Aber das hier \u00fcbertrifft sie bei weitem. Das Gold am Tempel, die Vorh\u00f6fe \u2013 schade, dass wir sie nicht betreten d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Man k\u00f6nnte denken, man ist in der Hauptstadt des Kaiserreiches, und nicht in der Provinz. Scheint ein schlauer Kerl zu sein \u2013 dieser Herodes.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Sein Palast ist ja die blanke Sahne \u2013 von den T\u00e4nzerinnen ganz zu schweigen. Das gibt 10 Punkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Pass auf, was du sagst. Es kann sein, dass es noch andere Seiten gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Sehr geehrte Herren, ich bringe Euch zum K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Sehr gerne.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wie seid Ihr aufgenommen worden. Wart Ihr zufrieden. Wenn nicht, werde ich die Sklaven geb\u00fchrend bestrafen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: O ja, wir waren mehr als zufrieden. So gut wie hier bei Euch geht es uns zu Hause nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir waren nicht nur \u00fcber Eure Gro\u00dfz\u00fcgigkeit erstaunt, wir bewundern Euch auch als Bauherrn in Jerusalem. Wer wei\u00df, ob es jemals in der Vergangenheit so gro\u00dfartig hier aussah. Auch Eure religi\u00f6se Weitsicht ist eines Hirten des Volkes angemessen: Solch einen Tempel zu erbauen mit seinen gro\u00dfartigen Vorh\u00f6fen \u2013 es ist einzigartig. Leider k\u00f6nnen wir sie nicht betreten.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ich schaue von oben, von meiner Burg auf die Vorh\u00f6fe, denn ich betrete sie auch nicht. Nun sagt aber, was war da mit dem Kind, das Ihr sucht. Mit k\u00f6nnt Ihr es anvertrauen, wo ich es finden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir haben nur seinen Stern gesehen und sind dem Stern gefolgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ich habe Euch etwas Spa\u00df bereitet, jetzt k\u00f6nnt Ihr mir helfen. Geht hin und sagt mir dann, wo ich das Kind finden kann. Ich will diesem Kind huldigen und vielleicht hole ich es hierher in den Palast, um ihm alles zu geben. Aber \u2013 bitte ich habe auch ein paar Feinde \u2013 verratet es niemandem.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: wir m\u00fcssen weiterziehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>11. Die Hirten<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Gar nicht weit weg von Bethlehem waren Hirten bei ihren Herden. Wie tausend Jahre vorher einst David die Schafe auf den Wiesen h\u00fctete und zun\u00e4chst nicht mitbekam, dass der alte Priester Samuel einen neuen K\u00f6nig suchte, so waren auch sie mit ihrer allt\u00e4glichen Arbeit besch\u00e4ftigt und zun\u00e4chst war es ein Tag wie jeder andere.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Mann, du kommst ja wieder mal sp\u00e4t. Immer ist es das gleiche. Wir wollten schon lange mit unserem Spiel anfangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3:&nbsp;<strong>Du<\/strong>&nbsp;solltest um diese Zeit schlafen.<br>Mann, ist diese Nacht vielleicht klar. Bis Jerusalem kann man von hier sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Trotzdem hat er recht. Du k\u00f6nntest doch mal rechtzeitig kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Du wei\u00dft doch wie das ist. Erst hatte ich M\u00fche, alle Schafe in den Pferch zu bekommen. Dann habe ich gemerkt, dass eins fehlte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Typisch, da bist du jetzt drei Stunden wegen einem Schaf unterwegs gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ich konnte es doch nicht zur\u00fccklassen. Alleine wird es von den wilden Tieren gerissen. Aber Du h\u00e4ttest dich wahrscheinlich nicht drum gek\u00fcmmert. Deswegen vertrauen Dir die Leute auch kaum ihre an.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Aber an mich h\u00e4ttest du denken k\u00f6nnen. Ich h\u00e4tte gern noch mit Dir gespielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ja, du hast Recht. Aber versteht das denn keiner, dass man die Dinge nicht laufen lassen kann. Es geht doch um die Schafe, f\u00fcr die man verantwortlich ist. Man l\u00e4sst sie nicht einfach zur\u00fcck. Au\u00dferdem lassen wir euch beide doch auch nicht einfach gehen, nur weil sich sonst niemand um euch k\u00fcmmert.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Kinder sind aber etwas anderes als Schafe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ihr habt beide recht. Ich denke aber. Wer sich im Kleinen nicht k\u00fcmmert, der wird es im Gro\u00dfen nicht tun. Wer seine Schafe laufen l\u00e4sst, den k\u00fcmmern auch keine Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Da dr\u00fcben ist das Schloss von Herodes, unserem h\u00f6chsten Hirten. Meinst du, dass es ihn schert, wie es dir geht oder mir. Hauptsache er hat seine Schafe im Trockenen. Er ist doch das Beispiel f\u00fcr alle.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Man, du redest dich noch einmal um Kopf und Kragen. Jeder, der dich h\u00f6rt, er k\u00f6nnte dich wegen Beleidigung des K\u00f6nigs anzeigen. Dann h\u00fctest du nicht mal mehr Schafe. Und au\u00dferdem. Hast du keine Achtung vor Gott? Seit wann tun wir das, was die M\u00e4chtigen tun? Seit wann sind sie der Ma\u00dfstab? Du, du alleine entscheidest, was du tust. \u201eGerechtigkeit erh\u00f6ht ein Volk und die S\u00fcnde ist der Leute Verderben\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Jaja, jetzt f\u00e4ngst du wieder an zu predigen. Was schert es Gott, was wir kleinen Leute tun? Was spielt das f\u00fcr eine Rolle, was&nbsp;<strong>ich<\/strong>&nbsp;mache. Andere bestimmen die Geschichte \u2013 da dr\u00fcben \u2013 in Jerusalem, die mit dem Kaiser in Rom reden. Bei mir gibt\u2019s nur eins \u2013 wie ich bequem durchkomme. Etwas anderes interessiert mich doch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Lass ihn in Ruhe. Wer recht hat, zeigt sich zum Schluss und nicht am Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Seht ihr das? Was ist da los?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Los, werft euch nieder\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Lied (Engel): Vom Himmel hoch da komm ich her\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: \u00bbHabt keine Angst! Ich habe eine frohe Nachricht f\u00fcr euch und f\u00fcr das ganze Volk. Heute ist euch der Heiland geboren, in der Stadt Davids: Christus, der Herr! Und dieses ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Lied der Engel: Engel haben Himmelslieder \/ Gloria deo in excelsis<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten stehen auf)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Kommt steht auf. Wir m\u00fcssen dem Kind und den Eltern etwas mitnehmen. Du nimmst ein Fell mit, Du unser Brot, du unsere Suppe. Die wird der Mutter gut tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Du meinst ich kann auch mitgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Was hat der Engel gesagt? Hat er dich ausgeladen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Und was nimmst Du mit?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ich werde den Eltern von den Engeln erz\u00e4hlen. Gute Worte zur richtigen Zeit st\u00e4rken mindestens so wie Brot oder eine gute Suppe. Los geht\u2019s.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied: Kommet ihr Hirten<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Es ging ganz schnell. Sie liefen so schnell sie konnten, um nicht zu sp\u00e4t zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Wenn sie so schnell laufen k\u00f6nnten, wie sie reden\u2026Kommt!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ich komme ja. ( zu den anderen) Los, beeilt euch.<\/p>\n\n\n\n<p>(zu Joseph) D\u00fcrfen wir in den Stall kommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: (zu Maria:) Nehmt es bitte an.<br>Hirte 3: Wir haben Euch so viel zu erz\u00e4hlen\u2026<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>12. Die Weisen kommen zum Kind<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Wir lassen die Hirten erst einmal reden. Maria bewegte es in ihrem Herzen, hei\u00dft es in der Bibel. Und wir wenden uns noch einmal den Weisen zu.<br>Ob sie es finden werden? In dem kleinen \u00d6rtchen, ohne Wegweiser \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Jerusalem \u2013 ja das war eine Stadt, aber dieses Nest hier?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ich rieche schon immer etwas an dem Weihrauch. Eine ganz kleine Menge habe ich schon angemacht, damit es besser riecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Und ich an der Myrrhe. Gut dass wir das dabei haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Sage mal, was will Herodes hier. Glaubst du, dass er sein Schloss, das wie eine Burg gebaut ist ohne weiteres verl\u00e4sst und hierher geht?<br>Weiser 3: Er schickt seine Leute. Sie kennen keine Gnade. Da braucht der Neugeborene eine kleine Armee. \u2026 Alles schl\u00e4ft. Keiner scheint uns zu bemerken, niemand den wir fragen k\u00f6nnen. ..Halt, da hinten seht mal \u2013 ein kleines Licht. Und der Stern scheint hier zu scheinen \u2013 \u00fcber dem kleinen Stall. Seht das Kind\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Alles h\u00e4tte ich erwartet \u2013 aber das nicht. Keine Mauer als Schutz drum herum, kein Palast \u2013 wehrlos. Hier k\u00f6nnen wir Herodes nicht herkommen lassen oder ganz und gar seine mordenden Soldaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Kein Reichtum, ein paar redliche Hirten und die Eltern. Der den Gott sendet ist ganz arm. Ich habe die Idee: Er wird seine Leute nicht mit Reichtum oder Macht beschenken, er macht sie bereit zum Schenken und zum Geben \u2013 wie uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Seht euch Mutter und Vater an! Das wird kein Krieger und kein Feldherr. Er wird sie vom Krieg abbringen. Von Hass und Gewalt. Das braucht unsere Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Hier gibt es nicht mehr das verschlossene Heilige und das Unheilige, das Reine und das Unreine.<br>Jeder geh\u00f6rt dazu. Von nun an wird der Glaube alle beseelen k\u00f6nnen, auch uns Heiden. Wir sind nichtausgeschlossen, wie im Tempel, sondern ganz nah dran.<br>Es muss einen geben, der das alles geplant hat. Es ist ein zu gro\u00dfes Geheimnis.<\/p>\n\n\n\n<p>(\u00fcberreichen die Geschenke und knien nieder)<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder: Ihr Kinderlein kommet<\/p>\n\n\n\n<p>Alle: \u2026.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Krippenspiel 2010 Lied: Tochter Zion 1-2 1. 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