{"id":361,"date":"2021-01-12T13:40:17","date_gmt":"2021-01-12T12:40:17","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=361"},"modified":"2021-01-12T16:00:53","modified_gmt":"2021-01-12T15:00:53","slug":"dietmar-hauser-vi","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=361","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 06"},"content":{"rendered":"\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Seligenthal 06<\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seligenthaler Krippenspiel 2003<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Lesung<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.<br>Was jemals entstand wurde durch das Wort, das Gott sprach.<br>Und das Wort wurde ein Mensch und wohnte unter uns.<br>Wir sahen die Herrlichkeit, die der Sohn hat vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.<br>Aus seiner F\u00fclle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">1. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher:<br>Zu jeder Zeit machen sich die Menschen Sorgen um ihre Zukunft. Sie sind hin und her gerissen. Gerne glauben sie denen, die auf alles eine einfache Antwort haben. Mit der Wahrheit tun sie sich schwerer. Die Bibel erinnerte man sich an den Propheten Jesaja, der 750 Jahre vor Jesus geboren wurde.<br>kleiner Tumult<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Kommt, lasst uns an das Tor gehen. Dort sind die Propheten. Sie sagen uns die Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 1: Leute h\u00f6rt auf mich. Ihr seid unruhig. Ihr habt Angst, wie es weitergeht. Es ist unn\u00fctz, sich Gedanken zu machen. Es kommt doch sowieso alles, wie es kommt. Meint ihr, dass das untergehen kann, was so hoch erhaben steht, der Tempel, die H\u00f6he Zions, alles, was unsere V\u00e4ter gebaut haben? Niemals. Seht euch die Felsen an, auf dem alles steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 2: Was soll ich dazu sagen. was hat er zu reden. Ihr seht doch, worauf alles hinausl\u00e4uft. Alles wird schlechter. Gewalt und Torheit nimmt zu. Ein deutliches Zeichen, dass alles zu Ende geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 1: Lasst euch doch nicht durch so etwas beeindrucken. Sie machen alles schlecht. Seht die V\u00f6lker an. Kennen sie wirkliches Recht?<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 2: Und wie sieht es bei uns aus? Recht ist nicht mehr Recht. Was ist aus uns geworden. Wer h\u00f6rt noch die Stimme der Wahrheit. Ich sehne mich zur\u00fcck nach der Zeit, als unsere Vorfahren noch als Schafhirten umherzogen. Da war alles einfach und klar. Fr\u00fcher hatte jeder seine Arbeit und seine Sorgen. Und er konnte alles selbst regeln. Aber heute ist man abh\u00e4ngig, kann nichts mehr tun. Wir sind gerieben wie ein Blatt im Wind und das ist das Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann2: Halt, hier ist der Prophet Jesaja. Lasst ihn reden! Er hat schon viel gesagt, was eingetreten ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Jesaja: Wartet\u2026 (steigt auf das Podest).<br>Es stimmt. Unser leben ist wie dieser Baum. Einst bl\u00fchte er und die Leute waren sicher, dass ihn nichts umwerfen kann. Von au\u00dfen gut anzusehen. Man hat nur auf das Sichtbare gesehen, den \u00e4u\u00dferen Eindruck.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann oder Frau 3: Er sieht nicht gut aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesaja: Du sagst es. Er ist krank. Was gilt die Wahrheit? Man f\u00fchrt Krieg und ist fanatisch. Man klagt, aber tut nichts. Man lebt in den Tag und vergisst das Wesentliche.<br>So wie dieser Baum wird vieles verdorren. Weil man nicht auf die Wurzel achtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 2: Seht ihr, ich habe Recht. Lasst es laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jesaja: Nein. H\u00f6rt nicht auf Reden ohne Sinn und Verstand. Lasst euch nicht irref\u00fchren. Lauft ihnen nicht hinterher! Gott hat mir etwas anderes gezeigt:<br>Auch wenn der Baum abgestorben scheint. Treibt die Wurzel noch einmal. Es wird ein Reis, ein neuer Spross aus der Wurzel wachsen. Und ein neuer Zweig hat Lebenskraft.<br>Durch ihn wirkt Gott Wahrheit und Verstand, Rat und St\u00e4rke, Erkenntnis und Ehrfurcht vor Gott.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Nicht nur in Israel gab es Leute, die sich Gedanken machten und nach dem tiefern Sinn des Lebens fragten. In der Weihnachtsgeschichte begeben sich Magier (oder sagen wir besser: Weise), auf die Suche nach der Wahrheit. Sie waren in Babylonien zu Hause, dem heutogen Irak.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Du riechst so gut. Nach Weihrauch.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Ich war gerade bei der Opferfeier f\u00fcr Ischtar. Du gehst ja nicht so h\u00e4ufig mit.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Ich habe meine Zweifel. Das wei\u00dft Du doch.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Man muss etwas tun f\u00fcr ein langes Leben. Was nutzt es einem, wenn man im Schatten des Todes hockt.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Du l\u00e4sst nichts aus.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Wieso auch. Was wissen wir schon. Man sollte nichts unversucht lassen. Ich habe heute etwas ganz besonderes mitgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Zeig her.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Myrrhe. Lange habe ich versucht, da heran zu kommen. Man schenkt es K\u00f6nigen. Man balsamiert die damit ein. Der Hohepriester hat mir heimlich etwas davon gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Kostbar. Und was tust du damit?<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Was wohl? Es soll wunderbare Kr\u00e4fte haben, Geist und Seele beleben. Nur Gottk\u00f6nige d\u00fcrfen damit einbalsamiert werden. In unserer Zeit kommt man doch an alles ran.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Dort kommt Balthasar. Er hat einen Vortrag gehalten \u00fcber Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wie war es? Haben die Leute dich verstanden?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Man redet und redet. Aber zu allem gibt es eine andere Meinung. Der Priester sagte, man m\u00fcsse nur die Opfer bringen. Alles andere ist egal. Was gebe ich mir M\u00fche. Das Volk will doch so leben. Es will nicht kl\u00fcger werden.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Das ist unser Schicksal: alle fragen nach unserer Meinung und\u2026 dann richten sie sich doch nicht danach.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: (zu 1) Was schreibst du da auf dein Blatt?<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Ich frage die Sterne. Sie geben uns vielleicht die Antwort auf unsere Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Und????<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Nun ja, es deutet sich etwas an. Jupiter l\u00e4uft auf den Saturn zu.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Hast du schon schlechte Augen? Es ist, als st\u00e4nden sie direkt zusammen! Nein es ist ein Stern geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Jupiter und Saturn- Das ist interessant. Stern eine K\u00f6nigs und Stern der Juden. Mein Nachbar ist Jude und betet immer in Richtung Jerusalem. Er kann uns mindestens die Richtung sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Frage ein paar H\u00e4ndler. Die kommen doch \u00fcberall hin. Vielleicht k\u00f6nnen wir uns einer Karawane anschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Du meinst, wir sollten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Aber klar. Was denkst du? Willst du das verpassen, was uns die Sterne zeigen?<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Ich nehme die Myrrhe mit und den Weihrauch. Ein bisschen k\u00f6nnen wir ja auch unterwegs r\u00e4uchern.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Gut, ich habe etwas Gold. Das ist uns die Sache Wert.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Alles wird sich auszahlen. Wir bekommen es hundertfach wieder, wenn wir als erste kommen. Vielleicht kommen wir als reiche Leute zur\u00fcck? Oder wir finden das Rezept f\u00fcr ewige Jugend.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Der Weg war weit. F\u00fcr die 1200 km brauchten sie einige Monate. Und es war nicht ungef\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Ich hatte mir das anders vorgestellt. Mal ne sch\u00f6ne Reise machen \u2013 ja das geht. Aber so etwas.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Um ehrlich zu sein. Zu Hause ist ja auch nicht alles Gold, was gl\u00e4nzt, aber hier. Armut, Elend, Unsicherheit. Es ist ein Wunder, dass uns nicht schon jemand alles abgenommen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Ich habe schon einiges Schmiergeld flie\u00dfen lassen.<br>Kind: Gebt uns etwas\u2026 Wir hungern<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: K\u00fcmmern sich eure Eltern nicht um euch?<br>Kind: Ich habe keine Eltern\u2026 (nimmt das Geld und gibt es einer Frau)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen h\u00e4tte. Hier schicken die Eltern die Kinder vor. Soll man nun geben oder es lassen?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Wenn ich das w\u00fcsste. Kinder scheinen hier nicht viel zu bedeuten. Erst wenn sie gro\u00df sind, dann sind sie etwas. Eltern die sich keine Gedanken machen. Gut dass ich keine Kinder habe.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wartet auf mich. So schnell geht es nicht.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">4. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Fast h\u00e4tte ich vergessen zu erw\u00e4hnen, was sich kurz vorher in Pal\u00e4stina ereignete. Eine noch sehr junge Frau wurde schwanger.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Herr erbarme dich meiner. Du wei\u00dft, wie es mir geht. Ich bin voller Unruhe. Sieh mein junges Leben an.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Maria, sei gegr\u00fc\u00dft. Gott, schenkt dir seine Gnade. Siehe du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihn Jesus nennen. Man wird ihn Sohn des H\u00f6chsten nennen und er soll den Thron seines Vorfahren David geben. Er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit und sein Reich wird kein Ende haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wie kann das sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Du wirst den Heiligen zur Weltbringen, den man Sohn Gottes nennen wird. Und siehe, deine Verwandte Elisabeth ist auch schwanger im 6. Monat, obwohl man sagte, sie sei unfruchtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin die Magd des Herrn.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">5. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Als der Bauch sichtbar wurde ging Maria zu ihrer Verwandten Elisabeth, die sie einige Monate freundlich aufnahm.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Elisabeth, ich bin so froh dich zu sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth. Mein Kind bewegt sich vor Freude in meinem Bauch, weil du kommst. Du kannst dir nicht vorstellen, wie gut es mir geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich machte mir eher Sorgen, weil du schon \u00e4lter bist.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Du bist noch jung. Deswegen verstehst du nicht, was sich in meinem Leben alles ver\u00e4ndert hat. Ich wollte immer Kinder und wir bekamen keine. Immer wieder redeten Leute mit mir. Ich ihnen dann erkl\u00e4rt, es geht ja auch ohne Kinder. Wir h\u00e4tten doch viel weniger Sorgen als sie. Zacharias und ich w\u00e4ren frei und k\u00f6nnen uns manches leisten. Aber das war nicht ganz ehrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nun ist es aber anders. Ich habe schon \u00fcberlegt, dass man bei aller freudigen Erwartung sich doch auch Sorgen macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Ach, egal. Jetzt habe ich das Gef\u00fchl f\u00fcr etwas da zu sein. Mein Leben bekommt einen Sinn, weil da jemand ist, der mich braucht. Glaube mir, das ist viel wichtiger als alles andere. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir uns umstellen. Meinem Mann Zacharias hat es ja nicht ohne Grund die Sprache verschlagen.<br>Ich f\u00fchle mich auf einmal stark. Unsere Welt ohne Kinder war eine viel schwerere Welt, glaub mir das!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin hin und her gerissen. Bleibt Joseph wirklich bei mir? Oder muss ich alles allein durchstehen?<br>Zeigen die Menschen auf mich? Kann ich dem Kind das geben was es braucht?<br>Andererseits sage ich mir, dass Gott f\u00fcr alles zu seiner Zeit sorgen wird.<br>Ich freue mich und staune dar\u00fcber, dass alle Sorgen wie weggeblasen sind, wenn ich an das Kind denke. Ich freue ich mich, dass Gott mich mit dem Kind segnet.<br>Au\u00dferdem, was liegt schon dran, was Menschen sagen. Sind nicht schon K\u00f6nige vergessen worden, und einfache Menschen von ihm hochgehoben worden?<br>Elisabeth: Glaube mir, du bist gl\u00fccklich, weil du Gott vertraust.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">6. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: In einem war Marias Sorge unbegr\u00fcndet. Joseph lie\u00df sie nicht sitzen, sondern blieb bei ihr.<br>Aber wenn man zusammen ist, hat man nicht nur seine eigenen Sorgen, sondern bekommt noch Sorgen dazu, die man vorher allein nicht hatte. Maria musste sich mit Joseph sch\u00e4tzen lassen und das bedeutete, dass sie hochschwanger 120 km mit nach Bethlehem ziehen musste. Gottes Wege sind anders als man denkt. So kamen sie in die Stadt, aus der der K\u00f6nig David stammte und Gottes Verhei\u00dfung erf\u00fcllte sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Warte. Jeder Schritt tut mir weh. Du kannst dir nicht vorstellen, wie es meinem R\u00fccken geht. Eigentlich will ich nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Du musst durchhalten. Was sollten wir machen, wenn das Kind jetzt k\u00e4me. Ich bekomme auch Angst. Weit und breit kein Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass uns ausruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Seit meinen Kindertagen habe ich vergessen wie lang der Weg ist. Ich h\u00e4tte es viel k\u00fcrzer eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es wird gleich dunkel. Geh und sieh da vorne nach, ob Du etwas siehst.<br>Joseph (geht vor und kommt gleich zur\u00fcck): Da vorne ist es schon. Du wirst es nicht glauben. Wir schaffen es in ganz kurzer Zeit: Dann finden wir ein Hotel\u2026<br>Maria steht auf. Ich glaube, viel weiter d\u00fcrfte es nicht sein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">7.Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Maria: Sieh zu, dass wir eine Unterkunft bekommen. Und wenn es ein Dach \u00fcber dem Kopf ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich gehe schon.<br>(Leute kommen vorbei.)<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: K\u00f6nnt Ihr mir vielleicht\u2026 Ich h\u00e4tte da eine Frage\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Was denn?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Habt Ihr eine Unterkunft. Meine Frau hat schon Schmerzen und wird bald ihr Kind bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Und wer soll ihr beistehen? Meine Frau macht das nicht bei fremden Leuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich finde jemanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Versuchen Sie es anderswo.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Habt Ihr ein Quartier f\u00fcr mich?<\/p>\n\n\n\n<p>Frau: Bei uns ist alles voll. (zum Kind 2) Los geh mal zur Nachbarin, vielleicht haben die noch etwas!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2 (war weggerannt \u2013 kommt wieder): kein Platz. Nur der Stall unterhalb vom Haus ist noch frei. Wenn ihr wollt bringe ich Euch dorthin.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass uns gehen, Joseph! Wenigstens haben wir ein Dach \u00fcber dem Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Sie gebar ihren ersten Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">8. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Damals wie heute war man der Meinung, dass es tiefsinnige und oberfl\u00e4chliche Menschen gibt. W\u00e4hrend die einen hoch angesehen waren, konnte man auf die anderen herab sehen. Aber wie immer ist das nur die Oberfl\u00e4che. Was im Herzen von Menschen vorgeht kann man gar nicht ahnen. Die Hirten um Bethlehem geh\u00f6rten wohl eher zu denen, die man als oberfl\u00e4chliche Menschen einsch\u00e4tzte und nicht so sehr achtete.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: Was hast du hier?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Einen Gebetsschal von meinem Vater.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: Ich habe dich noch nie damit beten sehn.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ich bete selten. Wann komme ich schon in den Tempel nach Jerusalem oder in die Synagoge.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: Glaubst du denn an Gott?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Du stellst wieder Fragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Manchmal glaube ich schon. Aber nicht immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Mein Cousin, der betet immer. er ist sich ganz sicher und h\u00e4lt sich an jede Stelle in der Bibel. Er fastet, er spendet, an jedem Freitag geht er in die Synagoge.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Da hast Du aber nicht viel abbekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: F\u00fcr ihn bin ich auch ein Ungl\u00e4ubiger. So sagt er es mir, wenn ich ihn sehe.<br>Hirtenkind: Warum sagst du ihm nicht, dass das nicht stimmt?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Kind! Wenn ich bei ihm war, wusste ich nicht wie ich mich richtig verhalte. Welchen Psalm kenne ich schon richtig auswendig. Au\u00dferdem habe ich nur die ganze Zeit das Gef\u00fchl, bei ihm l\u00e4uft alles glatt, aber bei mir ist Chaos.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte1: Das ist es doch auch. Sieh doch dein Leben an.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ihm kann ich nicht erz\u00e4hlen, wie ich mich f\u00fchle. Er hat nur eine Antwort: Ich soll richtig an Gott glauben. Dann geht im Leben alles glatt. Gott hat mit meinem Leben nichts zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: Wie kannst du so etwas sagen? Du hast mich aufgenommen und k\u00fcmmerst dich um mich. Wo w\u00e4re ich ohne dich?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: So etwas verstehst du noch nicht. Es gibt Leute, die stehen Gott n\u00e4her. Ich denke, mit unserem Leben hat er nicht viel im Sinn. Wir machen zu viel falsch und packen die Dinge wahrscheinlich am falschen Ende an.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1. Kommt, lasst uns noch einmal nach den Schafen sehen. Sie scheinen unruhig zu sein heute Nacht. Und dann lasst uns schlafen. Schlafen hei\u00dft vergessen und das ist gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Seht mal, irgendwas ist heute los! Seht ihr das nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Werft euch nieder, es ist unser Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Es ist Gottes N\u00e4he!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: F\u00fcrchtet euch nicht, denn ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird. Heute ist der Heiland geboren geboren, Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und da s habt zum Zeichen: Ihr werdet das Kind finden in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Engelchor: Ehre sei Gott in der H\u00f6he!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ich h\u00e4tte es nie geglaubt, dass Gottes Gnade uns heimsucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Gottes Spuren in unserem Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: Kommt wir gehen dort hin. Und wir nehmen dem Kind etwas mit!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">9. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Nun sind alle auf der Wanderschaft. Geradeaus geht kein Weg. Immer gibt es scheinbare Umwege. Aber auch mancher Umweg hat zuletzt seinen guten Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: So langsam m\u00fcssten wir doch ankommen. Da ist der Stern wieder. Zwischendurch war er verschwunden. Aber jetzt kann es nicht mehr weit sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Einen Palast, damit wir uns baden k\u00f6nnen, ausruhen. Das ist sicher nicht mehr weit. Seht meine Haut an. Die Falten, der Sonnenbrand.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: So schlecht siehst du gar nicht aus. der Bart jagt mir Ehrfurcht ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: K\u00f6nnt Ihr mir sagen, wie wir zum Palast kommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Den k\u00fcrzesten Weg bitte.<\/p>\n\n\n\n<p>Frau: Ihr seht doch den Berg auf dem der Tempel liegt. Dort ist der Palast des K\u00f6nigs.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ich wusste es. Haltet eure Geschenke bereit. Ich bin gespannt was jetzt kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wache: Was wollt Ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Bitte haltet uns nicht auf. Wir sind aus dem Morgenland gekommen und suchen den neugeborenen K\u00f6nig. Ihr seht, dass wie Geschenke f\u00fcr ihn haben, um ihm zu huldigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wache: Sie m\u00fcssen warten.<br>(geht zum K\u00f6nig Herodes)<\/p>\n\n\n\n<p>Wache: (untersucht die Geschenke): Was ist das?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Bringt sie herein.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wir gr\u00fc\u00dfen euch Majest\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Und w\u00fcnschen euch das Gluck der G\u00f6tter in Eurem pr\u00e4chtigen Palast.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Sagt, was ihr wollt und\u2026 die Geschenke sind sicher f\u00fcr mich bestimmt. Ich sch\u00e4tze den Duft, der mir entgegenkommt. (Zum Diener:) Ich nehme an, Ihr habt die Sachen untersucht. (Diener nickt). Man muss heutzutage aufpassen. Man wei\u00df nie, was einem jemand tun will. Ich erweise euch gro\u00dfe Gnade, dass ich Euch sofort empfange. Normalerweise bekommen Fremde hier keinen Zutritt. Aber Euer Fall interessiert mich wirklich.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Um ehrlich zu sein \u2013 es f\u00e4llt mir schwer es Euch zu sagen \u2013 die Geschenke sind nicht f\u00fcr Euch. Sie sind f\u00fcr ein k\u00f6nigliches Kind bestimmt, dessen Stern uns hierher gef\u00fchrt hat. Wir denken, der neue K\u00f6nig der Juden ist geboren.<br>Herodes: Na das macht einen Eindruck auf mich. Hier macht jemand einen Scherz. Meine S\u00f6hne sind schon gro\u00df. Zwei davon habe ich ins Gef\u00e4ngnis werfen lassen, da sie mir nach dem Leben trachteten. Sagt es mir, Ihr seid von jemandem geschickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Nein, Eure Majest\u00e4t. Wir sind losgelaufen, weil die Sterne es uns gezeigt haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Es kann nur das Zeichen des Messias sein. Diener: frage die Schriftgelehrten, wo der Messias nach dem Prophetenwort Micha geboren werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Diener: Ich wei\u00df es. In Bethlehem: \u201eAus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei\u201c sagt Micha. Das Wort ist in aller Munde.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Auf diesem Wege erfahre ich das. Das kann nicht sein, dass jeder im Volk es wei\u00df, nur ich nicht. Nun ja, wenn das so ist, dann halte ich euch nicht auf, denn wir m\u00fcssen der Sache ja schnellstens auf den Grund gehen. Ich mache Euch einen Vorschlag. Ihr geht jetzt gleich nach Bethlehem und sucht das Kind. Nehmt eure Geschenke wieder mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Aber eine kurze Rast in Eurem Palast, wir sind tausende Kilometer gelaufen, kein Bad, keine Pause.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wo denkt ihr hin? Ihr k\u00f6nntet es verpassen. Nachher wissen wir nicht, wer geboren wurde. Wir machen das so: Ihr kommt auch gleich wieder zur\u00fcck und erz\u00e4hlt mir alles. Dann werde auch ich vor dem Kind niederfallen\u2026. Diener! Bringt die Herrschaften hinaus!<br>(drau\u00dfen)<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Das ging aber schnell. Wenigstens etwas zu Essen h\u00e4tte er uns geben k\u00f6nnen. Eine Pause.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Jetzt sind wir so nah dran und du denkst ans Essen.<br>(zum Diener:) Sagt uns, wie weit es ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Diener: Wenn Ihr Euch beeilt, sind es 2 Stunden zu laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Los, das schaffen wir noch bis zum Abend!<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">10. Szene<\/h4>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Es kann nicht mehr weit sein. Die St\u00e4lle sind in Bethlehem gleich an den H\u00e4usern Hier kennen wir uns doch aus:<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: Aber welches Haus k\u00f6nnte es sein? Wie wollt ihr das herausfinden?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ganz einfach, wir fragen die Leute.<br>(zu Mann) Wisst ihr vielleicht, wo das Kind geboren wurde? Der Gesandte des H\u00f6chsten?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Was soll bei uns in unserem Ort geboren sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenkind: In einem Stall!<\/p>\n\n\n\n<p>Mann: Ihr habt getrunken. Wir haben nichts bemerkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Seht mal dort! Dort kommen Fremde Leute. Habt Ihr so etwas schon einmal gesehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind2: Ihr sucht ein Kind? Ich bringe euch hin. Es ist in einem Stall geboren worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Kommt herein zu uns. Wir haben nur einen Stall, aber unser Kind ist wohlbehalten: Es ist ein Junge. er hei\u00dft Jesus.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Es sieht danach aus, als w\u00fcrdet Ihr noch mehr besuch bekommen. Lasst erst die hohen Herrschaften heran. Ich hole sie her.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nein. Kommt ihr her. Bei dem, der hier geboren wurde, macht es keinen Unterschied ob reich oder arm. Ihr sollt die ersten sein.<br>(kleine Pause)<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Seht mal da. Der Stern ist \u00fcber dem Stall. Wir sind am Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Leg noch etwas mehr Weihrauch auf. Gott ist uns nahe.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Kein Palast, eine Geburt ganz am Rande des Weltgeschehens. Das hat nicht einmal der machtgeile Herodes mitbekommen.<br>Eigentlich m\u00fcsste ich sehr entt\u00e4uscht sein. Aber wenn ich ehrlich bin, ich bin es nicht. Zum ersten Mal ist etwas, was ich gebe, am richtigen Ort. Dort wo es gebraucht wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wo der Duft des Weihrauches den Stall erf\u00fcllt, die Myrrhe den Schmerz lindert und das Gold die n\u00e4chsten Schritte gehen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir sind \u00fcberrascht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: In allem Forschen entdeckten wir, dass es eine verborgene F\u00fcgung Gottes in unseren und in jedem Leben gibt. In der Liebe vereint sich Verstand und Glaube.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seligenthal 06 Seligenthaler Krippenspiel 2003 Lesung Im Anfang war das Wort, das Wort war bei Gott und Gott war das Wort.Was jemals entstand wurde durch das Wort, das Gott sprach.Und das Wort wurde ein Mensch <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=361\" title=\"Dietmar Hauser 06\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,6,7],"tags":[],"class_list":{"0":"post-361","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-jugendliche","7":"category-laengeres-krippenspiel","8":"category-mehr-als-15-spieler"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/361","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=361"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/361\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":397,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/361\/revisions\/397"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=361"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=361"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=361"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}