{"id":359,"date":"2021-01-12T13:39:02","date_gmt":"2021-01-12T12:39:02","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=359"},"modified":"2021-01-12T16:01:12","modified_gmt":"2021-01-12T15:01:12","slug":"dietmar-hauser-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=359","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 05"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seligenthaler Krippenspiel 2001<\/h2>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">(nach unseren Kirchenbildern)<\/h3>\n\n\n\n<p>Rollen: Jesaja, Sprecher, Micha, Jakob, Kleiner Junge, Maria, Engel, Joseph, Mann, Elisabeth, Kind, Kind 1, Ausrufer, Wirt 1, Wirtin 2, Bethlehemer Kind, Hirte 1, Hirtenjunge, Hirte 2, Hirte 3, Melchior, Caspar, Balthasar, Gast 1, Gast 2, Gast 3, Herodes, Diener \/ Schriftgelehrter<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">O Heiland rei\u00df die Himmel auf Str. 1<\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 1- die Propheten<\/h4>\n\n\n\n<p>Von rechts<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Nichts in unserer Welt geschieht nur aus sich heraus.<br>Alles was wir sind, hat eine lange Vorgeschichte.<br>Vieles ist uns unbewusst, vieles haben wir schon vergessen.<br>Aber tief in uns, ist es dennoch lebendig.<br>So ist die Geschichte, die wir erz\u00e4hlen eine uralte j\u00fcdische Geschichte, zugleich eine Geschichte der Menschheit und auch unsere Geschichte.<br>Sie erz\u00e4hlt von Menschen, die den verborgnen Klang einer neuen Welt geh\u00f6rt und geahnt haben.<br>Sie begegneten dem Geheimnis Gottes in einer schwierigen Zeit, in der man sich an die Hoffnungsworte erinnerte aus der j\u00fcdischen Geschichte.<br>Fast Jeder Jude kannte die Worte des&nbsp; Propheten Jesaja auswendig, die er 700 Jahre zuvor gesagt hatte, entt\u00e4uscht von den K\u00f6nigen und Machthabern, von der Gef\u00fchllosigkeit satter und reicher gewordener Menschen:<\/p>\n\n\n\n<p>Gesummt: O Heiland rei\u00df\u2026 \/ Engel und Kinder kommen allm\u00e4hlich, knien zum Teil nieder<\/p>\n\n\n\n<p>Jesaja: (Von Kanzel \u2013 m\u00f6glichst Licht von unten)&nbsp; Wohlan, so h\u00f6rt, ihr vom Hause David: Ist\u2019s euch zu wenig, dass ihr Menschen m\u00fcde macht? M\u00fcsst ihr auch meinen Gott m\u00fcde machen? Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine junge Frau ist schwanger und wird einen Sohn geb\u00e4ren, den wird sie nennen Immanuel,&nbsp; das hei\u00dft: \u201eGott mit uns\u201c.<br>Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst gro\u00df die Freude. Denn jeder Stiefel, der mit Gedr\u00f6hn daher geht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst; auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem K\u00f6nigreich, dass er\u2019s st\u00e4rke und st\u00fctze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.<\/p>\n\n\n\n<p>(Ruhe) Sprecher: Keiner wei\u00df, wen er gemeint hat. Doch wurde daraus die Erwartung&nbsp; auf den Messias, die viele Jahrhunderte lebendig blieb.&nbsp; So hoffte man auch auf einen neuen K\u00f6nig David, einen K\u00f6nig, der endlich wieder f\u00fcr das Volk da war, aus dem einfachen Volk stammte und in Davids Geburtsstadt zur Welt kommt. Der Prophet Micha:<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet Micha: (Kerze in Lampe; hinten im Mittelgang) Summen<br>Er wird unter gro\u00dfen V\u00f6lkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spie\u00dfe zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu f\u00fchren. Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>(Ruhe) Sprecher: Und noch eine viel \u00e4ltere Verhei\u00dfung bewegte die Menschen. Hatte nicht schon viel fr\u00fcher Jakob einem seiner S\u00f6hne, dem Juda, verhei\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<p>Auf kleinem Podest, segnet Kinder, Engel stellen sich drum \u2013 nach vorne offen: Summen<\/p>\n\n\n\n<p>Jakob (zu seinem Sohn): Juda, du bist\u2019s! Dich werden deine Br\u00fcder preisen.&nbsp; Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen F\u00fc\u00dfen, bis dass der Held komme, und ihm werden die V\u00f6lker anhangen. Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin F\u00fcllen an die edle Rebe.<\/p>\n\n\n\n<p>(Weitersummen!)<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Diese Worte kannte jeder Jude. Sie blieben lebendig in der Hoffnung auf den Messias.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Strophe von O Heiland Rei\u00df die Himmel auf \u2013 Jakob geht weg und Maria kommt.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 2: Verk\u00fcndigung an die Maria<\/h4>\n\n\n\n<p>Engel knien: 2 vor dem Podest, 2 auf das Podest, 2 Stehen an der Seite, andere versammelt<\/p>\n\n\n\n<p>Kleiner Junge:&nbsp; Maria, wir gehen heute zum Gebet in die Synagoge.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Erz\u00e4hlt mir, was es neues gibt. Die Zeiten sind so unsicher. Fragt nach, ob es etwas Neues von den R\u00f6mern gibt. Es wird sicher bald etwas geschehen. Wie gerne w\u00fcrde ich selbst hin gehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Kleiner Junge: Als junge Frau kannst du doch nicht in die Synagoge gehen. Du kannst eh nur drau\u00dfen stehen. Mach den Haushalt. Was sollen die Pharis\u00e4er sagen, wenn Frauen sich f\u00fcr alles so interessieren?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ihr werdet es mir erz\u00e4hlen, was es neues gibt!<\/p>\n\n\n\n<p>Kleiner Junge: Ja, ja\u2026 (Maria setzt sich hin)<\/p>\n\n\n\n<p>Engel:&nbsp; Sei gegr\u00fc\u00dft, Maria, du hast Gnade gefunden vor Gott. Gott sei mit dir.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was ist? Wie geschieht mir? Wer gr\u00fc\u00dft mich hier?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Siehe, du wirst schwanger werden und eine Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Jesus nennen. Er wird Sohn des H\u00f6chsten genannt werden und den Thron seines Stammvaters David einnehmen. Sein Reich wird kein Ende haben.&nbsp; Gottes Geist wird \u00fcber dich kommen.<br>Und siehe: Elisabeth, deine Verwandte ist auch schwanger mit einem Sohn im 6. Monat.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin bereit, Gott zu dienen. Ich bin seine Magd.&nbsp; Ich bin nur ein unbedeutendes Gesch\u00f6pf, und doch hat Gott sich mir zugewandt. Man wird mich gl\u00fccklich preisen, denn er hat gro\u00dfes an mir getan. Sein Erbarmen h\u00f6rt niemals mehr auf. Er schenkt es allen, die ihn ehren.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: O Heiland rei\u00df den Himmel auf 4. Strophe<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Hallo, Maria, ich wollte zu meiner Verlobten schauen. Die anderen sind noch auf dem Weg und kommen auch gleich. Der Rabbi hat gesagt, es gibt wieder neuen \u00c4rger mit den R\u00f6mern. Sie machen mit uns, was sie wollen. Ach ja, und ein neuer Messias wird auftreten. Er will die M\u00e4nner in den Krieg f\u00fchren und dann soll sich alles in der Welt \u00e4ndern.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Bei uns wird sich auch etwas \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Was denn? Was soll sich bei uns \u00e4ndern. Ich bin Zimmermann und wir werden bald heiraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir werden ein Kind bekommen, einen Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Was, du bist noch zu jung, wir sind nur verlobt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Doch, es wird so sein und ich werde es zur Welt bringen. Du wirst f\u00fcr ihn ein guter Vater sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Joseph stand zu Maria, auch wenn es ihm zuerst noch nicht leicht fiel. Als die Schwangerschaft sichtbar wurde, war es alles andere als leicht f\u00fcr sie. Sie ging zu ihrer Verwandten Elisabeth.<\/p>\n\n\n\n<p>Kleiner Chor: \u00dcbers Gebirg Maria geht<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 3: Maria und Elisabeth<\/h4>\n\n\n\n<p>Mann: Deinem Mann hat es die Sprache verschlagen, dass Du in deinem Alter noch schwanger wirst. Er kann gar nicht mehr reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth (bedient Kinder am Tisch): Wie sollte es auch sein. Ich freue mich auf das Kind, aber die Leute zerrei\u00dfen sich das Maul.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Was haben sie denn. Ich freue mich auf ein kleines Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Erst haben sie mich etwas bemitleidet. Dann hatten sie nur noch Spott f\u00fcr mich \u00fcbrig. Ich sei doch fromm. Und dann bekomme ich nicht einmal Kinder.<br>Mein Mann verdient nicht schlecht am Tempel. Sie fragten: Wof\u00fcr gebt ihr denn euer Geld aus? Wir sollten es ihnen geben, sie haben Kinder!<br>Wie viel Hohn haben sie mir zukommen lassen.<br>Als h\u00e4tte ich es nicht sehnlich erw\u00fcnscht.<br>Was habe ich um ein Kind gebetet.<br>Und nun endlich erf\u00fcllt sich mein Wunsch. Jetzt sagen sie: Ich solle mich f\u00fcr mein Kind sch\u00e4men. Ich sei zu alt.&nbsp;&nbsp;<br>Was wissen sie? Hatte nicht Sarah im hohen Alter ihr Kind und ihre Freude und war von Gott gesegnet?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Die meisten haben in deinem Alter schon Enkelkinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Und, meinst du, das Kind wir nicht gro\u00df bei uns?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Dort kommt eine fremde Frau in unseren Hof! Sie kommt ohne Mann, ganz allein.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Es ist keine Fremde.<br>Du bist es Maria. Ich habe geh\u00f6rt, dass du auch schwanger bist. Mein Kind h\u00fcpft vor Freude in meinem Bauch. Es ist wunderbar, dich zu sehen. Nimm Platz!&nbsp; Ich bringe dir etwas zu trinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich danke dir f\u00fcr deine Gastfreundschaft. Du hast nicht mehr lange bis zur Geburt deines Kindes.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Wenn du w\u00fcsstest, wie ich mich freue auf diesen Tag. Ein Leben lang habe ich mich auf das eigene Kind gefreut. Du wei\u00dft, wie ich Kinder geliebt habe und immer an meinen Tisch geholt habe. Bald sitzt hier mein eigenes Kind. Nun schenkt es uns Gott in meinem Alter.<br>Ich erz\u00e4hle nur von mir: Wie geht es dir?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich wusste, dass ich bei Dir Verst\u00e4ndnis finde und gute Aufnahme. Gott schenkt uns Kinder, aber die Leute wissen es nicht zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Weil Kinder f\u00fcr sie nichts gelten. Erst wenn sie gro\u00df sind, dann erkennt man sie an. Man sieht die Kinder mehr als \u00dcbel, aber nicht als Hoffnung und Zukunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich habe die Hoffnung, dass sich das alle \u00e4ndert. Gott erhebt die Niedrigen. Gott hat meine Niedrigkeit gesehen und schenkt mir seine Gnade. Das glaube ich ganz fest \u2013 auch wenn manche Leute mich in den Staub treten wollen. Wenigstens \u00e4u\u00dferlich geht es mir besser. Joseph hat zu mir gehalten und mich geheiratet.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Maria blieb drei Monate bei Elisabeth. Die Freude \u00fcber die Geburt der Kinder konnte sich festigen, wie der Glaube, der diese beiden Frauen vereinte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>4. Strophe: Die Nacht ist vorgedrungen (kleiner Chor)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 4: Maria kommt nach Nazareth<\/h4>\n\n\n\n<p>Im Gang; Kinder + Wirte<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (fragt ein Kind):&nbsp; Was ist hier los? Was gibt es f\u00fcr Aufregung?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Du hast es wohl noch nicht geh\u00f6rt. Neue Steuern des Kaisers werden verordnet. Er braucht Geld f\u00fcr seine Kriege, f\u00fcr seine Beamten und die Tempel und Pal\u00e4ste in Rom.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Das ist nicht neu, aber\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: H\u00f6r zu!<\/p>\n\n\n\n<p>Ausrufer: Dieses ist die letzte Verk\u00fcndung der kaiserlichen Verordnung. Wer sich nicht daran h\u00e4lt, hat harte Strafen zu bef\u00fcrchten. Es gibt keine Ausnahme. Ab heute kann sich keiner herausreden, er habe es&nbsp; nicht gewusst.<br>Der Imperator von Rom und des ganzen Erdkreises, Sohn Gottes und Gott, Caesar Augustus l\u00e4sst verf\u00fcgen, dass sich jeder in seinen Heimatort begeben muss. Dort l\u00e4sst er sich sein Erbe best\u00e4tigen und hat seine Steuern dort zu entrichten. Es gibt keinen Aufschub mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria geht zu Joseph<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Was bin ich froh, dich zu sehen. Hast du es schon geh\u00f6rt? Meine Verwandtschaft hat aufgeh\u00f6rt sich aufzuregen. Sie reden nur noch \u00fcber die Verordnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ja, wir m\u00fcssen losziehen. Wie gut, dass ich die Zeit bei Elisabeth war. Sie hat jetzt vielleicht schon ihr Kind geboren. Sicher wird es ein ganz besonderes Kind. Sie will ihm den Namen Johannes geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Vielleicht k\u00f6nnen wir gehen, wenn du das Kind geboren hast. Es ist eine lange Strecke bis Bethlehem, zur Stadt meiner V\u00e4ter. Du musst ebenfalls mitkommen. So sagt es das Gesetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph und Maria gehen zur\u00fcck; Kinder treten ab<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Wenn es um Steuern geht, dann gab und gibt es keinen Aufschub. So musste sich Joseph mit Maria auf den langen Weg machen. 120 km, das war und ist eine unglaublich lange Strecke f\u00fcr eine hochschwangere Frau.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria durch ein Dornwald ging; Chor und Engel stimmen ein<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 5 \u2013 Wanderung nach Jerusalem<\/h4>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir sind wie Fl\u00fcchtlinge und teilen das Geschick der \u00c4rmsten der Armen. Es ist k\u00fchl und der Regen geht einem bis auf die Haut. Gottverlassene, h\u00e4tte ich gesagt, wenn Menschen so wie wir durch Nazareth gezogen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich habe es schon immer geahnt, aber bei Elisabeth habe ich es erst richtig verstanden, dass man nicht von Gott verlassen ist, wenn auch andere Menschen das oder jenes sagen. Lass sie so etwas denken. Es ist ihr Problem. Ging es Hiob besser oder den Propheten? Was hat Jeremia erlitten, als er von Gott berufen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph:&nbsp; \u201eDennoch bleibe ich stets an dir, auch wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet\u201c Ich habe die Psalmen gelernt und doch h\u00e4tte ich niemals geglaubt, dass es so hart werden k\u00f6nnte, vor allem f\u00fcr dich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es bleibt mir eigentlich nur eines, darauf zu vertrauen, dass wir an den Ort deines Vorfahren Davids kommen. Komm, wir werden sehen, was uns erwartet. Ich kann bald nicht mehr laufen. Mit der Geburt dauert es sicher nicht mehr lange.<br>Aber was interessiert es Kriegsherren, wie es einer einfachen schwangeren Frau und ihrem Mann geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es kann nicht mehr weit sein.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Alle: O Bethlehem du kleine Stadt<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 6 \u2013 Bethlehem<\/h4>\n\n\n\n<p>Maria: Kennst du noch jemanden aus Bethlehem?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Hier habe ich einige Verwandte. Ich habe sie ein Leben lang nicht gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Suche sie. Vielleicht haben sie eine Bleibe f\u00fcr uns. Es ist wird ja schon dunkel.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Gibt es bei euch noch den Nathanael oder den Jeremia ben David. Wisst ihr, wo der wohnt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Wei\u00dft du wie viele Leute hier so hei\u00dfen. So versuchen es alle Schnorrer! Du suchst ein Opfer das sich barmherzig zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Nein, so ist es nicht. Seht meine Frau bekommt gleich ein Kind. Wir brauchen ein Haus! Nein ich meine ein Zimmer\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Was denkt Ihr Euch Fremden denn. Meint Ihr, wir haben mehr als ein Zimmer f\u00fcr die Familie. Ja die reichen Leute, die haben mehr, aber hier in Bethlehem gibt es das nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 2: Wir w\u00fcrden euch ja was geben. Aber wir sind entt\u00e4uscht worden und seitdem gibt es von uns nichts mehr. Wir haben jemanden aufgenommen. Die waren vor uns wach und haben unser ganzes Geld mitgenommen. Wir waren so freundlich, haben ihnen geholfen und \u2026 was ist der Dank?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: So ist es bei uns nicht. Wir sind ehrliche Leute. Meine Frau bekommt bald ihr Kind. Wir k\u00f6nnen euch auch etwas geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 2: Wie sollen wir das wissen? Ich habe meinem Mann versprochen mich nie wieder erweichen zu lassen. Er hat es schon immer gesagt: Wer wei\u00df womit Leute kommen und einem das letzte bisschen rauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Das w\u00fcrden wir nicht tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Suche lieber jemanden anderen. Hier hat es keinen Sinn.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: (zu einem Kind) kennst du nicht einen Menschen zu dem wir gehen k\u00f6nnten, der uns eine Kammer geben k\u00f6nnte, damit unser Kind wenigstens nicht in der K\u00e4lte geboren wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Bethlehemer Kind: Mir f\u00e4llt da etwas ein. Wir haben eine gro\u00dfe Familie und bei uns ist kaum noch Platz im Zimmer. Aber wir haben bei der Herberge am Rande der Stadt einen Stall, der w\u00fcrde euch etwas W\u00e4rme geben und es w\u00e4re trocken. Wartet hier.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Warte hier, ich gehe noch einmal durch die Stadt. Vielleicht erkennt mich doch jemand. Es geht ja manchmal merkw\u00fcrdig zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nein, lass das. Es ist mir zu weit. Wenn wir ein Dach \u00fcber dem Kopf haben, reicht es. Ich kann nicht mehr warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bethlehemer Kind: (kommt mit einer Decke) Hier bin ich wieder. Diese Decke brauchen wir nicht. Wasser findet ihr am Brunnen ganz in der N\u00e4he.<\/p>\n\n\n\n<p>Stille Nacht<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Und Maria gebar ihr erstes Kind und legte es in Windeln<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein Ros entprungen<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 7 \u2013 Die Hirten<\/h4>\n\n\n\n<p>Hirte 1(zum Hirtenjungen): Komm lege dich hier her.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Ich will aber noch nicht. Ich bin noch nicht m\u00fcde.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Wir haben das Abendgebet schon gesprochen und es ist schon so sp\u00e4t. Leg dich hier auf das Fell. Ich erz\u00e4hle dir eine Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Aber sie muss lang und spannend sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Wei\u00dft du, es gab eine Zeit, da waren wir Hirten ganz wichtige Leute. Da hat man noch nicht auf uns herabgesehen, weil unser Handwerk in Ehren gehalten wurde. Da gab es einen&nbsp; kleinen Hirtenjungen mit Namen David. Der war der Kleinste von acht Geschwistern, aber er war auch mit Abstand der Kl\u00fcgste. Eines Tages suchte der Priester Samuel einen neuen K\u00f6nig. Er kam zum Vater Isai und bekam die gro\u00dfen Br\u00fcder vorgestellt. Jungen mit viel Kraft, hart und richtige K\u00e4mpfer. Die richtigen Soldaten. Der Vater zeigte sie mit Stolz und war der Meinung, dass es keine besseren g\u00e4be. Aber der alte Priester fand nicht den, den Gott erw\u00e4hlt hat. Fast w\u00e4re er wieder gegangen, als er fragte, ob es noch einen anderen Sohn g\u00e4be.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Den kleinen David!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ganz genau. Er war schwach, aber er war mit Klugheit gesegnet. Er beeindruckte nicht durch seine H\u00e4rte, sondern hatte ein ehrliches Herz. Der alte Priester Samuel wusste sofort als er ihn sah, dass das der ideale K\u00f6nig war. Wie viele K\u00f6nige auf der Welt mag es seither noch gegeben haben, die so waren wie David? Ob es heute einen gibt?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2 und 3 (kommen gelaufen)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Seid leise! Jakobus schl\u00e4ft gleich. (Hirten setzen sich ganz ruhig hin.)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Die Herden sind auch ganz ruhig. (schaut zum Jungen) Ich glaube er schl\u00e4ft schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Was hast du ihm wieder erz\u00e4hlt? Ich ahne es: Die alten Geschichten von David, als die Hirten noch K\u00f6nige wurden? Heute muss man in eine solche Familie geboren sein. Der eine erbt den Reichtum, wir erben die Armut unserer Eltern und vererben sie.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Du verstehst nichts. Man kann arm sein, aber deswegen ist man nicht weniger wert. Er (zeigt auf den Hirtenjungen) soll lernen, dass sein Leben etwas wert ist! Und er soll gottesf\u00fcrchtig und weise werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Mache einen K\u00e4mpfer aus ihm. Einen richtigen Kerl! Das ist viel wichtiger. Meinst du, dass man mit Fr\u00f6mmigkeit weit kommt?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Mit der richtigen schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ich m\u00f6chte nicht, dass er wird wie du. Du kannst draufhauen und jeder hat vor dir Angst. Aber du bist dir deines Lebens nicht sicher. W\u00e4ren wir nicht deine Freunde, was w\u00e4re aus dir geworden?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ein so schlechter Kerl bin ich nun wieder auch nicht! Was meinst du? Wie viele Leute w\u00e4ren gerne so wie ich?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Was viele machen muss nicht richtig sein. Du willst bewundert werden und hast Angst, einmal nicht im Mittelpunkt zu stehen. Eigentlich spielst du Theater und bist nicht du selbst. Du hast keine Geduld mit dir. Du liebst dich nicht und andere schon gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Wie waren fr\u00fcher die Zeiten so klar und eindeutig. Heute, da ist alles nur noch ein Durcheinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Es ist etwas los. H\u00f6rt ihr die Herden. Es ist auf einmal hell in der Nacht. (Engel kommt)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Jakobus! Steh auf. Nein wirf dich nieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Es ist auf einmal alles klar und hell!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Vom Himmel hoch<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Ihr Hirten habt keine Angst! Ihr seid die ersten, die es erfahren. Euch ist heute der Retter geboren. Geboren ist der Gesalbte Gottes, Christus der Herr in der Stadt Davids. Und das habt zu Zeichen: Ihr findet das Kind in Windeln gewickelt und in einer Futterkrippe liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Engel treten vor und singen: Gloria in excelsis deo<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Los steht auf. Was liegt ihr noch da wie erschlagen. Wir m\u00fcssen losgehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Warte noch einen kleinen Moment. Ich muss mir erst klar machen, dass ich nicht nur getr\u00e4umt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ich bin noch ganz benommen! Die Klarheit Gottes ist in mein Leben gekommen. Wir gehen nach Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ich habe gesp\u00fcrt, dass ich ein ganz kleines Licht bin. Aber ich habe mich wohl gef\u00fchlt in der N\u00e4he Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Hei\u00dft das, dass in Bethlehem ein so kluger Junge geboren wurde wie David, der ein ganz ehrliches Herz hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Er ist gr\u00f6\u00dfer als David es je war.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Ich nehme ihm mein Fell mit!<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Sie machten sich auf den Weg. Im Dunkeln zu laufen war beschwerlich, aber sie rannten fast.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle: Kommet ihr Hirten 2 Str.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 8 \u2013 Die Weisen<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Schon einige Zeit vor diesem Tag m\u00fcssen drei weise und gelehrte Leute auf ein besonderes Ereignis am Himmel gesto\u00dfen sein. Sie wohnten in einem gro\u00dfen, fremden und faszinierenden Land, das die Juden Morgenland nannten. Dort dachte und glaubte man, anders als in Israel, an viele G\u00f6tter. Viele waren der Meinung, dass auch die Sterne G\u00f6tter seien. Deswegen konnten sie das Zeichen am Himmel nicht \u00fcbersehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Selten hatten wir eine so klare k\u00fchle Luft. Die Sterne leuchten viel st\u00e4rker als sonst, will mir scheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Wie Diamanten funkeln die Sterne. Ein wunderbares Gew\u00f6lbe.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Wie viele es sind. Man muss es sich nur w\u00fcnschen und man entdeckt immer wieder neue Sterne. Viele von uns f\u00fchlen sich durch ihren Stern beh\u00fctet. Es sind G\u00f6tter.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Das glaube ich nicht. Aber geheimnisvoll ist das schon, wenn man hier steht. Es muss einen Gott geben, der diese Vollkommenheit geschaffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Siehst du das? Dort leuchtet ein Stern so hell, wie ich ihn noch nicht gesehen habe. Es sind nach meinen Berechnungen der Jupiter und der Saturn. Beide erscheinen so dicht beieinander, als w\u00e4re sie ein Stern.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Siehst du, es muss doch etwas zu bedeuten haben. Schau in den alten Schriften nach.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Ich werde den Balthasar holen. Er mag die Schriften w\u00e4lzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Aber hole ihn schnell, wer wei\u00df, wie lange wir es noch sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: Ich habe schon in den Schriften des Tempels nachgesehen, denn auch mir ist es nicht verborgen geblieben. Hier ist ein alter Papyrus. Es muss etwas mit dem Land der Juden zu tun haben. Vielleicht wird die Geburt eines neuen K\u00f6nigs angek\u00fcndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Wir machen uns auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Sie kamen ins Land der Juden. Die Gastwirtschaften waren so voll wie nie, da so viele Leute unterwegs waren. Auch unsere drei Weisen bekamen nicht gleich einen Platz, sondern mussten ein wenig warten.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 1: So diese Runde geht auf mich.<br>(Wirt stellt die Gl\u00e4ser hin) Zum Wohl.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 2: Damit die R\u00f6mer lange H\u00e4lse kriegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 3: Du meinst, dass sie uns noch besser beobachten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 2: Nein, damit wir ihnen die H\u00e4lse herumdrehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 1: Und dem K\u00f6nig Herodes gleich mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 2: Zum Teufel mit allen, die mit den R\u00f6mern gemeinsame Sache machen, sich bei ihnen anbiedern. Der gro\u00dfe Kampf wird nicht lange auf sich warten lassen, wenn der Messias geboren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 3: Ich setze mein Leben daf\u00fcr ein. Lieber tot sein, als so unfrei leben wie wir!<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Hirten betreten den Raum.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1:&nbsp;&nbsp; Habe ich euch nicht schon oft gesagt, dass solches Pack wie ihr hier nichts zu suchen hat? Macht euch davon. Aber schnell.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Ihr habt vom K\u00f6nig geredet. Wo finden wir ihn?<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 2: Was seid Ihr f\u00fcr Gestalten? Wer zum K\u00f6nig will, f\u00fchrt nichts Gutes im Schilde.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 1: Im Palast in Jerusalem gibt es einen, der sich als K\u00f6nig aufspielt, aber mit den R\u00f6mern zusammenarbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Gast 3: Bist du verr\u00fcckt? Wenn es hier Spitzel gibt? Wenn sie es weitersagen?<\/p>\n\n\n\n<p>Gospelchor: Go tell it to the mountains<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 9 \u2013 Herodes und die Weisen<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Die Weisen gehen zum Palast in Jerusalem. Der K\u00f6nig hatte gerade einen Brief an den Stadthalter Quirinius diktiert, um \u00fcber die Vorkommnisse bei der Volksz\u00e4hlung zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diener: (\u00fcberreicht ein Schreiben.) Da drau\u00dfen sind drei gelehrte Leute und fragen, ob im Palast ein neuer K\u00f6nig geboren sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das fehlt gerade noch. (Liest) Ein Stern, der aufgegangen ist, ein neuer K\u00f6nig. Jeder Jude wei\u00df, dass das die Ankunft des Messias w\u00e4re.<br>Die Leute sind schon aufgebracht wegen der Volksz\u00e4hlung und jetzt gehen wieder solche Ger\u00fcchte in Jerusalem herum. Das gibt einen&nbsp; Volksaufstand. Ich muss die R\u00f6mer bitten, ihn niederzuschlagen. Aber dann hasst mich das Volk erst recht!<br>Wo sagt man, dass der Messias geboren w\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<p>Diener \/ Schriftgelehrter: In Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Nun denn, dann schicken wir sie dorthin. Mal sehen, ob sie das Kind finden auf das sich dieses neue Ger\u00fccht bezieht. Ein kleines Kind kann uns ja schlie\u00dflich noch nicht gef\u00e4hrlich werden. Dann machen wir kurzen Prozess mit den Kindern in Bethlehem.<br>Bringt sie herein. Und sorgt daf\u00fcr dass dieses Ger\u00fccht wenigstens aus Jerusalem verschwindet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Weisen kommen herein.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Wir sind so weit gereist, um in eurem Palast die Geburt des neuen K\u00f6nigs zu feiern. Sind wir als weit gereiste Gelehrte recht gekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Nat\u00fcrlich ist es mir recht, wenn Ihr zu mir kommt. Weise und gelehrte Leute sind die besten Botschafter ihres Landes. Ich f\u00fchle mich geehrt.<br>Nur sind meine S\u00f6hne schon \u00e4lter und k\u00f6nnen in wenigen Jahren auf den Thron steigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Eure Hoheit! Der Stern k\u00fcndete uns von der Geburt eines neuen Herrschers! Und das im Lande der Juden.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Im Moment habe ich nicht genug Zeit, mit euch zu gehen und nach dem Kind zu forschen. Aber vielleicht k\u00f6nnt ihr mir ja auch ein wenig helfen, damit auch ich ihm die n\u00f6tige Ehre erweise. Die alten Schriften sagen, es sei in Bethlehem, wo unser gr\u00f6\u00dfter K\u00f6nig David geboren wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: Wir werden dem folgen, was ihr sagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Kommt aber wieder vorbei, um mir alles zu berichten. Diener bringt sie hinaus!<\/p>\n\n\n\n<p>Diener(drau\u00dfen): Kehrt lieber nicht hierher zur\u00fcck! Herodes ist ein Tyrann und l\u00e4sst jeden t\u00f6ten, der sich ihm in den Weg stellt.<br>So glaubt mir doch. Ich habe es gesehen, wie viele Menschen er unschuldig t\u00f6ten lie\u00df, weil er Angst um seinen Thron hatte. Verratet keinem, was ich euch gesagt habe, sonst bin auch ich erledigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Was ist das f\u00fcr ein klein karierter und mieser kleiner K\u00f6nig. Wir m\u00fcssen einen&nbsp; gr\u00f6\u00dferen K\u00f6nig suchen. Vielleicht in Rom?<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: Du meinst, der ist anders?<\/p>\n\n\n\n<p>Caspar: Was soll schon in einem kleinen Nest, das nicht einmal die Hauptstadt ist, zu finden sein? Ein Palast in einem Kuhdorf. Deswegen laufen wir hunderte von Kilometern?<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: Warte erst mal ab, was wir finden. Ich denke, es wird spannend. Vielleicht haben wir bisher in die falsche Richtung gedacht. Wir gehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Alle: Stern \u00fcber Bethlehem<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 10 \u2013 die Hirten in Bethlehem<\/h4>\n\n\n\n<p>Sprecher: Die Hirten brauchten nicht so lange und kamen in der Nacht in Bethlehem an. Noch einige Zeit vor den Weisen. Sie hatten sich \u00fcberhaupt keine Gedanken dar\u00fcber gemacht, dass es schon sp\u00e4t war und fast alle Leute schliefen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Wo sollen wir das Kind suchen? Bethlehem ist gro\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Es muss in einem Stall sein, wenn es in der Futterkrippe liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ich frage jetzt. (klopft)<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1 (schaut mit Schlafm\u00fctze heraus): Seid ihr verr\u00fcckt um diese Zeit zu klopfen? Ihr besoffenes Pack, zieht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Beruhigt euch. Wir sind nicht betrunken! Wir suchen ein gerade geborenes Kind. Engel haben es uns verk\u00fcndet.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Ihr seid nicht mehr n\u00fcchtern. Wartet bis morgen! Das hat alles seine Zeit und wenn der Rausch ausgeschlafen ist\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 2: Es wird immer toller. Noch nicht mal in der Nacht hat man seine Ruhe Ihr weckt noch unsere Kinder auf. Jetzt reicht\u2019s. (Zum Wirt 1) Habe ich was verpasst? Was ist los?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Sie suchen ein ganz besonderes Kind das heute geboren ist. Wisst&nbsp; Ihr etwas davon?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 2: Sollte mir das entgangen sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: H\u00f6rt doch mal. Seid mal leise! (Ruhe kehrt ein und ein Kind schreit) H\u00f6rt ihr das nicht? Wo ist es?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt: Da hinten im Stall!<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten gehen zum Stall, Joseph tritt heraus)<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: So sp\u00e4ten Besuch hatten wir noch nicht. Aber es ist heute ein ganz besonderer Tag, weil unser Kind geboren wurde. Maria geht es auch schon wieder besser.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Ihr braucht sicher ein Fell f\u00fcr das Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es liegt so hart, aber durch eure F\u00fcrsorge kann es weich liegen. Es ist kalt, aber eure Liebe bringt ihm und uns W\u00e4rme.<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten knien nieder)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria \/ Gospelchor: Ein Sohn geborn in Bethlehem<br>1. Str. Solo, 2. Strophe mit Begleitung 3. Strophe alle<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Szene 11 \u2013 Die Weisen in Bethlehem<\/h4>\n\n\n\n<p>(Weise kommen mit Weihrauch)<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1 schreit: Leute, was seht ihr nach dem Kind. Dort, das ist ein Schauspiel. Alles ordentlich anziehen und dann seid ihr wieder hier! Die m\u00fcssen wir als G\u00e4ste an Land ziehen. Frau, du deckst den Tisch, packst die Kinder in die Speiskammer, und richtest unsere Betten her. Los, los!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wisst ihr eigentlich, wie sp\u00e4t es ist? Wenn der Stern nicht so hell schiene, h\u00e4tten wir schon l\u00e4ngst Rast gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Ich wollte schon vor drei Stunden das Lager aufbauen. Jetzt kommen wir in die Stadt und alles schl\u00e4ft. Wie sollen wir uns zurechtfinden? Wenn&nbsp; der Melchior&nbsp; nicht st\u00e4ndig vorneweg gerannt w\u00e4re, l\u00e4gen wir schon ruhig da und schliefen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Jetzt beruhigt euch mal. Sonst sind wir auch die ganze Nacht auf und beobachten den Himmel. Habt ihr die Sterne schon einmal so leuchten sehen? Jupiter und Saturn. Es ist ein Schauspiel: Ein K\u00f6nig der Juden. Nur wo k\u00f6nnen wir ihn finden?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Herrschaften, so sp\u00e4t hatten wir noch nie Besuch. So weit gereiste auch nicht. Auch wenn Ihr Heiden seid, ich biete euch ein herzliches Willkommen in Bethlehem. Auch wenn&nbsp; Ihr an wer wei\u00df wen glaubt, meine T\u00fcr steht euch offen.<br>Frau: Hole einen Krug Wasser und die Trauben!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir wollen nicht zu euch, mein Herr, sondern in den Palast in Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirtin 2: Also einen Palast haben wir in Bethlehem nicht. Wo sollte der denn sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Bei Euch ist&nbsp; ein K\u00f6nig geboren. Den suchen wir, ein ganz kleines Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Bei uns rennen nur ein paar verr\u00fcckte Hirten rum, die sich \u00fcber ein Kind freuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wo sind sie?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Jetzt verstehe ich.<br>Kein Palast, ein Stall.<br>Kein anma\u00dfender K\u00f6nig&nbsp; Herodes, sondern ein armes Kind wird von Gott zum Retter gesandt.<br>Kein Kaiser in Rom kennt die Klarheit Gottes, nur dieser hier geborene arme Prediger wird die Welt bewegen und zum Frieden f\u00fchren.<br>Er wird die Menschen bewegen, die Juden und Heiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Vor diesem Geheimnis beugen wir unsere Knie.<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder: Ihr Kinderlein kommet<\/p>\n\n\n\n<p>Alle: Als die Welt verloren<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seligenthaler Krippenspiel 2001 (nach unseren Kirchenbildern) Rollen: Jesaja, Sprecher, Micha, Jakob, Kleiner Junge, Maria, Engel, Joseph, Mann, Elisabeth, Kind, Kind 1, Ausrufer, Wirt 1, Wirtin 2, Bethlehemer Kind, Hirte 1, Hirtenjunge, Hirte 2, Hirte 3, <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=359\" title=\"Dietmar Hauser 05\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4,6,7],"tags":[],"class_list":{"0":"post-359","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-jugendliche","7":"category-laengeres-krippenspiel","8":"category-mehr-als-15-spieler"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/359","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=359"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/359\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":398,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/359\/revisions\/398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=359"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=359"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=359"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}