{"id":354,"date":"2021-01-12T11:51:17","date_gmt":"2021-01-12T10:51:17","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=354"},"modified":"2021-01-12T16:01:57","modified_gmt":"2021-01-12T15:01:57","slug":"dietmar-hauser-iii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=354","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 03"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seligenthaler Krippenspiel 1999<\/h2>\n\n\n\n<p>Musik:<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Mikrofon gelesen \u2013 im Dunkeln:<\/p>\n\n\n\n<p>Leser: Es begab sich aber zu der Zeit, da\u00df ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, da\u00df alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde. Und diese Sch\u00e4tzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, da\u00df er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth, in das j\u00fcdische Land zur Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, da\u00df sie geb\u00e4ren sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Vor 2000 Jahren wurde Jesus geboren. Unglaublich ist, dass heute noch so viele danach fragen, was er gepredigt und gelebt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Wieso sollte Jesus f\u00fcr uns heute noch wichtig sein? Viele sind doch nur hier um ein M\u00e4rchen zu sehen. Vergangen ist vergangen. Die jungen Leute wissen nichts mehr von ihren Urgro\u00dfeltern. Warum sollten sie Dinge ernst nehmen, die 2000 Jahre alt sind? Schauen wir nur hundert Jahre zur\u00fcck:<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher x (gleichzeitig!):<br>Fliegen k\u00f6nnen<br>Internet<br>Telefon<br>2 Kriege<br>Autos<br>Kriege<br>Rassenhass<br>Vers\u00f6hnung<br>Musik<br>Fernsehen<br>Genetische Forschung<br>Verfolgung<br>Umweltverschmutzung<br>\u00d6lheizung<br>Sekten<br>Flug zum Mond<br>Hungertod<br>Armut<br>Reichtum<br>Kaiserreich<br>Sozialismus<br>Kapitalismus<br>Diktaturen<br>Hitler<br>Mahatma Gandhi<br>Mauerfall<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Gut, gut, h\u00f6rt auf! Das war nur ein kleiner Teil aus den letzten 100 Jahren, was g\u00e4be es nach 2000 Jahren sonst noch f\u00fcr wichtige Dinge zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Genau das meine ich ja. Die Geburt Jesu ist nicht vergessen worden und f\u00fcr die Menschen nach so vielen Jahren noch genau so wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Nur ein Zufall der Geschichte!<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Ich bin mir sicher, es war kein Zufall, es war Gottes Wirken:<br>H\u00f6re doch hin! Die ersten Christen waren der Meinung, dass schon 800 Jahre vor Jesus Propheten sein Kommen vorausgesehen haben. Deswegen haben sie sie zitiert:<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<br>(bei den Propheten summen)<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 1: Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der St\u00e4rke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 2: Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren h\u00f6ren, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 3: Es ruft eine Stimme: In der W\u00fcste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott! Alle T\u00e4ler sollen erh\u00f6ht werden, und alle Berge und H\u00fcgel sollen erniedrigt werden, und was uneben ist, soll gerade, und was h\u00fcgelig ist, soll eben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 4: Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus d\u00fcrrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen h\u00e4tte. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn f\u00fcr nichts geachtet. F\u00fcrwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet 5: Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Beeindruckend.<br>Aber sieh doch mal, wie unsicher es war mit der Geburt Jesu.<br>Was h\u00e4tte nicht alles passieren k\u00f6nnen. Und der Lauf der Geschichte w\u00e4re ganz anders geschrieben worden.<br>Was war mit den Herrscherh\u00e4usern? Wie war es denn mit dem riesigen Rom.&nbsp;<strong>Da<\/strong>&nbsp;ist man doch aufgebrochen in ein neues Zeitalter.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Du meinst den Kaiser von Rom? Augustus \u2013 das war ein ganz besonderer Kaiser.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Genau den! Der wollte doch das neue Zeitalter einf\u00fchren \u2013 den gro\u00dfen Frieden des Augustus.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Deswegen hat er Krieg gef\u00fchrt, brauchte Geld. Er nutzte seine Macht, lie\u00df sich als Gottes Sohn, sogar als Gott verehren. Er erhielt bitteren Widerstand. Aber die Juden waren nicht einer Meinung, wie es weitergehen sollte<\/p>\n\n\n\n<p>Jugendlicher 1: Was hast du da?<\/p>\n\n\n\n<p>Jugendlicher 2: Ein Schwert!<\/p>\n\n\n\n<p>Jugendlicher 1: Bist du verr\u00fcckt? Wenn das ein r\u00f6mischer Soldat sieht, wirst du sofort hingerichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Jugendlicher 2: Ich bin bereit, f\u00fcr unser Land zu k\u00e4mpfen. Wir warten nur auf das Signal. Wenn wir k\u00e4mpfen, dann kommt der Messias. Die R\u00f6mer haben den Tempel entweiht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1(von hinten): Einmal m\u00fcsstet ihr den Sabbat halten, dann kommt das Reich des K\u00f6nigs David wieder. Ihr vertraut nicht auf Gott.<br>Sondert euch aus dieser Welt aus! Geht weg von den Gottlosen, reinigt euch, dann kommt das Reich Gottes. Diese Welt ist am Ende, was soll denn noch alles passieren. Die Welt geht unter. Seht sie euch doch an. Verlasst alles, geht aus euren Familien.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Wer das Gesetz des Mose nicht h\u00e4lt, der passt sich an den Lebensstil unserer Feinde.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: Ich bin schon \u00fcberall im Reich gewesen, so ein widerspenstiges Volk habe ich noch nicht erlebt. Sie sagen, wir verunreinigen sie. Kleinkarierte engstirnige Leute. Du musst aufpassen, dass sie nicht mit einem Mal von hinten zustechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: Ruhe!<br>Ein neues Zeitalter hat begonnen. Der Kaiser Augustus er ist unser Gott. Er schafft den Frieden f\u00fcr die Erde.<br>Er erhebt Steuern. So habt ihr euch am Ort eurer V\u00e4ter einzufinden, damit die Steuer entsprechend eurem Besitz festgelegt wird.<br>Wer sich widersetzt, wird verhaftet und streng bestraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Sie verunreinigen unser Land und unser Leben. Redet nicht mit ihnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Schwierige Zeit. Jeder hat irgendwie recht. Die Welt ist nicht untergegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: F\u00fcr manchen, der Gewalt ge\u00fcbt hat, ist die Welt bald untergegangen. Und der Friede des r\u00f6mischen Kaisers kostete vielen Menschen das Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Aber die R\u00f6mer hatten doch eine Vision. Frieden in einem riesigen Reich \u2014<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Um dahin zu kommen musste man eben viel Blut vergie\u00dfen. Kommt dir das nicht bekannt vor? Wei\u00dft du, wie oft das noch in den beiden Jahrtausenden vorkam?<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Dann hat der recht, der sich zur\u00fcckzieht\u2026er macht nichts verkehrt<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Nicht unbedingt.<br>Maria hat sich nicht zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Marienverehrung\u2026 Nun ja\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Sie war eine beeindruckende blutjunge Frau. Wir erleben sie bei ihrer Verwnadt6en Elisabeth, die schon \u00e4lter, auch schwanger war!<\/p>\n\n\n\n<p>Lied<\/p>\n\n\n\n<p>Alter Mann: Deinem Mann hat es die Sprache verschlagen, Elisabeth<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Wen wundert das? Dass ich in meinem Alter noch ein Kind bekomme, ist schon etwas ganz besonderes<\/p>\n\n\n\n<p>Alter Mann: Warum gehst du nicht aus dem Haus?<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Wie wollte ich mich unter die Leute wagen. Ich hatte bisher Angst, sie lachen mich aus.<br>Neulich hat sogar einer zu mir gesagt, in so einer Zeit ist es eine S\u00fcnde, Kinder in die Welt zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alter Mann: So unrecht ist das nicht. Die Welt geht sicher bald unter. Was soll nur noch alles passieren. Und dann Kinder in diese Welt setzen?<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Das sagt ihr alten Leute doch immer. Warum sollte es nicht auch anders kommen. Woher sollen wir das wissen? Gott erh\u00f6ht die Menschen, und st\u00f6\u00dft in den Staub. Mich hat er erh\u00f6ht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Drau\u00dfen ist eine ganz junge Frau. Sie kommt um dich zu besuchen. Maria, deine Verwandte.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Lasst sie herein!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich freue mich, bei euch zu sein. Ich habe es geh\u00f6rt, dass ihr ein Kind bekommen werdet und eure Gebet erh\u00f6rt wurden. Aber auch ich bin guter Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Als du kamst, da h\u00fcpfte mein Kind im meinem Bauch vor Freude.<br>Nicht nur ich habe vieles viel Gl\u00fcck erfahren.<br>Selig bist du, weil du Gott geglaubt hast. Was Gott dir zugesagt hat, das wird Wirklichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich lobe Gott, denn er hat meine Niedrigkeit gesehen und mich erh\u00f6ht. Er hat gro\u00dfe Dinge an mir getan. Gottes Barmherzigkeit hat kein Ende. Sie begleitet alle, die Gott f\u00fcrchten. Er setzt die hohen Herren ganz schnell ab, und erhebt die niedrigen. Er gibt den Hungrigen und die Reichen gehen schnell leer aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Alter Mann: Hoffentlich habt ihr recht!<\/p>\n\n\n\n<p>Lied<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: So ist das. Da schw\u00e4rmen ein paar Frauen, weil sie guter Hoffnung sind. Sie wissen ja noch nicht was kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Ist es dir denn noch nicht aufgefallen, dass da mal jemand ist, der nicht jammert und klagt. Schwer hatten es beide, aber sie haben gehofft.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Viele Leute haben gehofft\u2026. Und was soll\u2019s? Zum Narren sind sie geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Nun ja, man hat Maria zur Himmelsk\u00f6nigin gemacht, das war \u00fcbertrieben. Aber wie Elisabeth war sie eine ganz besondere Frau, die gro\u00dfen Mut hatte. Das hat man sogar zu einer Zeit geschrieben, als die Frauen noch nicht viel galten.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Wieso? Sie war eine arme Frau.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Eine arme Frau, der wir viel zu verdanken haben. Nenne mir eine Religion, wo Frauen so hervorgehoben werden. Das nicht ohne Grund. Sieh sie dir an, die Maria.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir m\u00fcssen weiter und meine Beine tragen mich kaum noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich k\u00f6nnte sie alle verfluchen, die R\u00f6mer, den Kaiser, alle Leute, die nicht danach fragen, was mit uns wird. Gro\u00dfe Pl\u00e4ne haben die hohen Herren und wir verlieren alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Versuche doch mal was zu sagen, was ermutigt!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich rege mich zu sehr auf. Wei\u00dft du, wie es in mir arbeitet: Gerade jetzt, wo das Kind unterwegs ist, m\u00fcssen wir hier unterwegs sein. Wegen ein paar Steuern. Was wollen sie denn bei uns holen. Wir haben doch nicht viel. Aber sie nehmen und nehmen. Den reichen Herrn werden sie nicht viel abverlangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sie k\u00f6nnen uns nicht alles nehmen. Gottes Wege f\u00fchren durch dunkle T\u00e4ler.<br>Ich wei\u00df nun, dass unser Kind in dem Ort geboren wird, aus dem deine Vorfahren stammten. Sogar der gro\u00dfe K\u00f6nig David stammt aus Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Deinen Glauben m\u00f6chte ich haben. Lass uns noch ein paar Schritte gehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Meine Beine sind wirklich m\u00fcde geworden. Weit kann es doch nicht mehr sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Was w\u00fcrde ich darum geben, dich im Wagen zu fahren. Es geht nicht, wenn so viele Menschen unterwegs sein m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir sind schon lange gegangen. Es geht nun schon lange bergauf. Du hast immer erz\u00e4hlt, dass es dann nicht mehr weit ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es stimmt, ich bin seit meiner Kindheit nicht mehr hier gewesen. Aber dort hinten, dort kann es vielleicht schon sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<p>(Kinder spielen)<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Schon wieder neue Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Und wie sie sich heranschleppen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Lass sie doch. Mein Vater hat gesagt, die da kommen sind selbst schuld an ihrem Schicksal. Es sind S\u00fcnder. Sonst w\u00fcrde es ihnen nicht so schlecht gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: K\u00f6nnt ihr mir sagen, wo wir hier sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Na in Bethlehem, wo sonst.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Das ist gut! Wir haben es geschafft. Wisst ihr vielleicht, wo wir ein Quartier finden. Es wird kalt heute Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Mein Vater hat mir verboten mit Fremden zu reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Wir wissen das auch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wie die Eltern sind, so werden die Kinder..<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Was redet ihr Fremden mit unseren Kindern. Es ist schlimm. Es kommt zur Zeit nur Gesindel in die Stadt. Seht zu, dass ihr weiterzieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir sind keine Fremden. Wir sind aus dem Haus Davids und m\u00fcssen wegen dem r\u00f6mischen Kaiser hierher.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Dann habt ihr doch gen\u00fcgend Verwandte. Die sollen sich um euch k\u00fcmmern. Bei mir gibt\u2019s nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph (zu Wirt 2): Seid Ihr aus dem Geschlecht Davids<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Warum fragst du?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Dann sind wir ja verwandt. Wir suchen ein Quartier. Meine Frau braucht dringend ein Dach \u00fcber dem Kopf. Seht, wie schlecht es ihr geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Geschlecht Davids, wir sind k\u00f6niglicher Abstammung. Herumziehendes Volk nehmen wir nicht auf. Was denkt ihr euch? Wenn ihr etwas braucht, kommt ihr. Sonst habe ich euch auch noch nicht gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Kommt mit mir. Schon Mose hat gesagt, man soll Fremde nicht bedr\u00fccken. Ich helfe euch.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir sind keine Fremden, ich bin ein Nachkomme Davids, ich bin wie euer Bruder.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Das sagen sie alle, die etwas haben wollen. Ich kann euch nur im Stall beherbergen.<\/p>\n\n\n\n<p>Frau des Wirtes 3: Wenn ihr etwas habt, k\u00f6nnten wir euch in ein besseres Zuhause f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Lass das, bei denen ist sowieso nichts zu holen. Das lohnt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sag ja, es bleibt uns nichts anderes.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Aber Maria\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Geh! Es ist kalt und der Stall gibt uns ein wenig Schutz.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Ein j\u00e4mmerlicher Anfang. Und alles auf der Kippe. Was h\u00e4tte da alles dazwischen kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: So lange es Menschen gibt, wird der unscheinbare Anfang \u00fcbersehen. Sie schauen auf die Herrscherh\u00e4user, statt zu sehen, dass Gottes Reich mitten unter ihnen beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Wer soll auch mit so etwas rechnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Ich h\u00e4tte dir fast vergessen zu erz\u00e4hlen, dass die ersten die das verstehen mussten, sehr weise Leute waren. Und sie waren alles andere als nahe an der Sache dran. Aber manchmal muss man eine Sache von weit au\u00dfen sehen, damit man sie versteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Du meinst die Weisen aus dem Morgenland?<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Kollege! Die Entdeckung des Jahrtausends. Komm zu mir!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: (hat einen Mann vor sich sitzen und lies ihm aus der Hand) Und gerade du wirst das herausgefunden haben. Du bist ein Tr\u00e4umer!<br>Ich muss gerade ein Horoskop erstellen. F\u00fcr jemanden der gut zahlt. Behalte es f\u00fcr dich. Ein halbes Jahr kann ich davon leben.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Immer das gleiche bei dir: Geld, Geld, Geld.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Also, wenn du mich jetzt auf den Arm genommen hast, dann will ich das Geld von dir.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: (kommt dazu) Ach, Ihr habt das auch schon gesehen?<br>Ich hab schon viel erlebt in meinem Leben, aber das ist enorm.<br>Aus zwei Sternen ist ein ganz stark leuchtender Stern geworden. Erst habe ich gedacht, ich tr\u00e4ume, aber meine Augen scheinen mich nicht zu t\u00e4uschen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Was soll das sein. Ich habe die letzten Stunden verpasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Patient: Wenn es jetzt nicht gleich weitergeht, dann gehe ich. Mein Geld nehme ich auch mit.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Geht, geht, das ist etwas ganz besonderes. Auf das Geld pfeife ich.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Ich hab es gesehen: Jupiter und Saturn, sie standen beieinander und dann wurde sie zu einem ganz gro\u00dfem Stern.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Ich habe das schon mal gelesen. Jupiter, das ist der Stern des K\u00f6nigs. Und \u2026 wie war das gleich? \u2026 Saturn, das ist der Stern der Juden. Das ist so ein kleines Volk am Mittelmeer, ein paar Leute von denen wohnen seit ein paar Jahrhunderten bei uns. Sie machen jede Woche einen Tag frei und haben kein Bild von Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Wie weit ist es?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: 1000 km. Einige Zeit zum Laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Und mit Kamel?<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Ich habe mit meinen letzten Kamele meine dritte Frau gekauft.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Du bist ein Kamel. Jetzt h\u00e4tten wir deine gesch\u00e4ftst\u00fcchtige Art mal brauchen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Patient: Also die Geschenke f\u00fcr das K\u00f6nigskind werden von mir \u00fcbernommen. Gold, Weihrauch und Myrrhe ist bei einem Kind eines K\u00f6nigs \u00fcblich. Hauptsache, ihr findet es.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Also, wir brauchen nur dem Stern hinterher zu laufen. Etwas Proviant f\u00fcr die Reise muss aber auch drin sein\u2026..<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Ich bin vielleicht am Ende. Sieh dir meine Schuhe an. Durchgelaufen. Wenn wir zum K\u00f6nigssohn kommen, denkt der, wir sind ein paar Bettler.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Du hast junge Beine. Beschwer dich nicht! Wenn mir im Schloss nicht bald ein feines Bad gemacht, Kaviar und Wein serviert wird, dann gebe ich meinen Geist auf. Kalt ist es in diesen Tagen hier auch.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Bei uns zu Hause da hatten wir gro\u00dfe G\u00f6nner. Seit wir hier im Westen sind, schenkt uns keiner mehr was. Nur jeder will Geld haben.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wir sind gleich da. Seht mal, auf einmal sind viele Leute da. Etwas grau in grau gekleidet.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Dort vorne steht schon eine Wache\u2026.. He Soldat! Wir wollen zu deinem Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 3: Bitte etwas mehr Ehrfurcht! Ich bin Soldat von Herodes dem gro\u00dfen, dem Herrscher von Galil\u00e4a, Idum\u00e4a, Jud\u00e4a und Samaria.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Ein wahrlich gro\u00dfes Land. Eine ganze Tagesreise von Ost nach West. Und der Kaiser von Rom?<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 3: Das ist der oberste Herr und Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Tu uns einen Gefallen und melde uns an. Wir sind m\u00fcde.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 3: Ihr seid schon gemeldet, seit ihr die Grenze \u00fcberschritten habt. Ihr sucht das Kind eines gro\u00dfen K\u00f6nigs. Herodes hat aber schon drei und die sind schon bald gro\u00df. Dennoch l\u00e4sst er euch bitten.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Na endlich. Das dauert heute wieder mal lange.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: (kommt) Herodes der Gro\u00dfe gr\u00fc\u00dft euch. Ihr sucht ein Kind, das f\u00fcr die Welt von Bedeutung ist?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Wir gr\u00fc\u00dfen euch, Herodes..<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: \u2026. der gro\u00dfe \u2013 bitte.<br>Schriftgelehrter! Sagt den Leuten, wo nach alter Verhei\u00dfung ein K\u00f6nig geboren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: Aus Bethlehem, Ephrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Das habe ich schon mal von dem alten Juden zu Hause geh\u00f6rt. Erstaunlich. Dort ist wohl Euer Sommerpalast?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wer wei\u00df? Jedenfalls geht hin und findet es heraus. Ich werde ihm auch zu Diensten sein. Berichtet mir, dann gehe ich sofort hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbeugen sich und gehen wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das fehlt gerade noch. Schon wieder einer, der mir die Macht streitig machen will. Bei unserem Volk wei\u00df man nie, ob sie so einem hinterher rennen und Unfrieden stiften. Mich absetzen. Das m\u00fcssen sie schon mal schaffen. Bis jetzt ist jeder, der mir den Thron streitig machte gestorben. Was wird der Kaiser in Rom mit mir machen, wenn es Unfrieden gibt?<br>Soldaten! Ganz unauff\u00e4llig geht ihr hinterher und bringt heimlich alle Kinder um, die um diese Zeit geboren sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Ein richtiger Fiesling.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Er hat \u00fcber 20 Leute aus seiner eigenen Familie vergiften lassen, damit er keine Konkurrenz bekam.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Aber er ist ber\u00fchmt geworden. Wer viele Menschen umgebracht hat, wird nicht vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Genau so ist es oft in unserer Welt. An die Opfer denkt man niemals.<br>Aber genau das will ich dir ja zeigen.<br>Das ist das besondere von Weihnachten, dass es mal nicht der Gewaltt\u00e4tige ist, der ger\u00fchmt wird, sondern der Friedfertige.<br>Und wei\u00dft du, viel ber\u00fchmter sind eigentlich ein paar ganz einfache und vielleicht auch arme Leute geworden. Die hat keiner vergessen und sie werden viel \u00f6fter dargestellt als der machtkranke Herodes.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Heute gibt mal wieder keine Ruhe. Die Schafe sind unruhig, als w\u00fcrde ein wildes Tier kommen. Johannes geh zu den Schafen! (2. Hirte schaut nach)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte: (geht, kommt wieder) Was soll schon sein. Sie sind heute halt unruhig.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Ihnen geht es wie mir. Ich habe innerlich schon lang keine Ruhe mehr gehabt. Neulich war ich deswegen im Tempel. Ich wollte Gott um Vergebung bitten. Aber ich habe mich nicht getraut. Immer steht mir vor Augen, was ich gemacht habe.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte: Du machst dir ein Gewissen. Meinst du, es gibt heute noch Leute, die sich ein Gewissen machen? Der eine erschl\u00e4gt einen anderen. Zuletzt wird nicht der bedauert, der erschlagen ist, sondern der T\u00e4ter.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte: Wenn ich die Sterne sehe, dann denke ich, es hat alles in der Welt seine Zeit und seinen Platz. Alles ist eine wunderbare Ordnung. Seht sie euch an, die Sterne. Sie sind jeden Abend da und kein Stern fehlt.<br>Nur in der Welt von uns Menschen ist alles durcheinander. Da gilt der einfache Mensch nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Hirte: Fr\u00fcher war das alles noch ganz anders. Da stellten wir Hirten noch jemand dar. Aus Hirten wurden K\u00f6nige. Denkt an den K\u00f6nig David.<br>Stell dir das einmal vor, einer von uns w\u00fcrde K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte: Wenn ich das w\u00e4re, dann lie\u00dfe ich f\u00fcr euch die Puppen tanzen. Jeden Abend Wein und T\u00e4nzerinnen, das beste Essen von den ber\u00fchmtesten K\u00f6chen, und ein Bett so weich, dass man hineinversinkt.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Du denkst nur an Essen und Trinken. Wie du gerecht regierst und dich um deine Untertanen k\u00fcmmerst, dar\u00fcber machst du dir keine Gedanken. Ich w\u00fcnsche mir einen K\u00f6nig der f\u00fcr die Menschen da ist.<br>Du bist wie unser K\u00f6nig. Er feiert ein Fest nach dem anderen. Wer anderer Meinung ist als er, der wird einfach umgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte: Sag es nur nicht \u00f6ffentlich. Sonst geht es auch dir schlecht!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte: Hier in der Nacht h\u00f6rt es ja keiner.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Hirte: Es nimmt uns \u00fcberhaupt niemand mehr wahr. Was mit unserem Leben passiert, ist sowieso egal. Was sollte es f\u00fcr uns geben?<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte: Es gibt nur eines, sich zu bet\u00e4uben. Der Wein, er l\u00e4sst mich alles vergessen. Das ist mein wirklicher Freund. Einen anderen Freund gibt es nicht. Erst wird man lustig und dann vergisst man.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Hirte: Du vergisst, wie es f\u00fcr uns ist, wenn du betrunken ist. Ich habe das satt. Au\u00dferdem will ich auch nicht vergessen. Das hei\u00dft ja, dass man schon wie tot ist.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Wir werden alle noch vor Gott gerade stehen m\u00fcssen f\u00fcr unser Leben. Der einzige Trost ist f\u00fcr mich, dass Gott nicht danach sieht ob einer K\u00f6nig ist oder Hirte.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Hirte: Merkt ihr, dass etwas anders ist als sonst?<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Was soll schon anders sein? Halt, unser Ende kommt. Es geht uns ans Leben. Wir sind verloren! (st\u00fcrzen hin)<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungsengel: F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Engel: Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Ich war wie tot. Erhebt euch und steht auf. Habt ihr den Engel geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte: Wie sollte man das \u00fcberh\u00f6ren? Was machen wir mit den Schafen?<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte: Die m\u00fcssen wir jetzt Gott anvertrauen. F\u00fcr sie haben wir jetzt keine Zeit mehr. Kommt, beeilt euch, einmal im Leben will ich nicht zu sp\u00e4t kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Hirte: In einer Krippe, dann m\u00fcssen wir bei den St\u00e4llen am Berg nachsehen. Ich kenne mich da aus. Kommt!<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: K\u00f6nnt ihr uns nicht etwas geben? Wir sind arm.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: K\u00f6nnt ihr uns sagen, wo hier gerade ein Kind geboren ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Eigentlich nicht. Woher sollten wir das wissen? Fragt unsere Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Es scheint nicht aufzuh\u00f6ren mit dem Pack, das hierher kommt. Wenn mal jemand k\u00e4me, der Geld mitbr\u00e4chte. Was wollt ihr schon wieder?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Wir suchen ein neugeborenes Kind. Ein Bote Gottes hat es uns gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Hier bei uns, das w\u00fcrde mich schon interessieren, wenn es so ein wichtiges Kind ist. Ich gehe zum Wirt auf der anderen Stra\u00dfenseite. Vielleicht hat der das gro\u00dfe Geld gemacht und ich wei\u00df nichts davon. (geht zum Wirt 2) Du hast wieder ohne es mir zu sagen ber\u00fchmte Leute aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Wie kommst du darauf. Ich habe nur wenige G\u00e4ste. Und ein Neugeborenes gibt es bei mir nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Du willst es mir nicht sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: (zu den Hirten) Bei mir ist niemand, ber\u00fchmt w\u00e4re. Ich h\u00e4tte ihn selbstverst\u00e4ndlich bei mir aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Geht in die Hauptstadt Jerusalem. Dort wird es sein. Bel\u00e4stigt uns jetzt nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte: (unschl\u00fcssig) Hier muss es doch irgendwo sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Wenn ihr bezahlen k\u00f6nnt, kann ich euch ein schlichtes Quartier geben. Ich habe noch etwas frei. Vorhin kam eine Frau, die kurz vor der geburt stand. Ich habe sie aufgenommen, weil sie aus unserem Volk ist. Im Stall habe ich sie untergebracht, damit sie keinen st\u00f6rt. So habe ich f\u00fcr euch Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Sagt blo\u00df, es ist ein Kind bei euch geboren. Zeigt uns wo der Stall ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Dort hinten!<\/p>\n\n\n\n<p>4. Hirte: Ich kann es nicht fassen. Da wird der Sohn Gottes geboren und er wird ausgesto\u00dfen von den Menschen. Die Menschen wissen nicht, was sie tun.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte: Wir wollen euch nicht st\u00f6ren. Aber wir haben ein warmes Fell f\u00fcr das Kind dabei, damit es nicht friert.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Seid uns willkommen. Ihr seid die ersten, die das Kind begr\u00fc\u00dfen. Schaut es euch an.<\/p>\n\n\n\n<p>Lied:<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Warum waren es gerade Hirte, die zuerst Bescheid wussten?<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Ganz genau wissen wir es nicht. Vielleicht weil sie arm und verachtet waren, gerade so wie die Leute um die sich Jesus gek\u00fcmmert hat. Vielleicht aber auch, weil die Juden der Meinung waren, dass zu der Zeit als ihre V\u00e4ter noch als Hirten unterwegs waren, der Glaube am st\u00e4rksten war.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 2: Aber was ist denn mit den Leuten aus dem Morgenland?<\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher 1: Na ja, sie brauchten etwas l\u00e4ngere Zeit, um nach Bethlehem zu kommen. Ich sch\u00e4tze sie werden ziemlich ersch\u00f6pft sein, wenn sie in Bethlehem angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Alles h\u00e4tte ich mir vorgestellt. Aber dass mir die Beine, das Kreuz, sogar die Knochen weh tun, damit habe ich nicht gerechnet. Und das in meinen alten Tagen.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wieso? Du hast es doch bisher am besten durchgestanden. Wir sind viel J\u00fcnger, aber es geht uns schlechter als dir.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Wenn man auf einer Expedition ist, dann interessieren die M\u00fchen nicht. Wir werden die ersten sein, die da sind. Damit gehen wir in die Weltgeschichte ein.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Wartet erst einmal! Ich muss erst mal auf unserer Karte nachsehen, wo wir sind.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Du bist ein Umstandskr\u00e4mer! Dort ist der Stern und dort gehen wir hin. Keine Verz\u00f6gerungen bitte.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Wenn mich nicht alles t\u00e4uscht, kommen wir hier in den ber\u00fchmten Ort Bethlehem. Nun ja, es scheint eher ein kleines Nest zu sein. Guck dir die Leute an. Die haben noch nie einen Fremden gesehen.Kind 2: Merkw\u00fcrdig, um diese sp\u00e4te Stunde kommen sonst keine Leute mehr. Es ist schon fast dunkel.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Ihr habt euch sicher verlaufen. Wo wollt ihr hin?<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wir haben uns nicht verlaufen. Wir sind dem Stern gefolgt und suchen ein Kind, das hier geboren wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Sagt blo\u00df, es waren schon andere Leute da? Wir sind Wissenschaftler und wollen die ersten sein, die das Kind finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Wir wissen ja auch nicht, wo es ist. Ber\u00fchmt kann es nicht sein!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Und ob. Wir sind extra tausend Kilometer gelaufen, um es zu sehen. Und jetzt haltet mal euren vorlauten Mund und f\u00fchrt uns zu euren Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Ein Quartier haben wir f\u00fcr euch, wenn ihr uns wohlgesonnen seid. Ein Bad, Massage, bestes Essen, und ein weiches Bett k\u00f6nnen wir euch bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Das ist eine gro\u00dfe Versuchung f\u00fcr mich.<br>Wenn bei euch der Sohn Gottes geboren ist, den wir suchen, dann w\u00e4re das perfekt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Ja das w\u00e4re perfekt, mein Herr, aber damit k\u00f6nnen nicht einmal wir dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Schade. Das w\u00e4r\u2019s gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Wir fragen dort! Habt ihr etwas von einem ganz ber\u00fchmten Kind geh\u00f6rt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Meine Herrschaften. Tut mir leid. Bei mir k\u00f6nnen sie n\u00e4chtigen und dann weitersuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Schon wieder Fremde, diesmal richtige Fremde.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wieso? Waren schon andere vor uns da?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Erst ein sch\u00e4biges armes Paar, die behaupteten, sie seien Nachkommen des ber\u00fchmten K\u00f6nigs David. Dann vier ganz merkw\u00fcrdige Gestalten, die das Kind suchten.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: Und wo ist es?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Es ist mir peinlich, aber ich glaube im Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Das ist nicht zu glauben! In einem Stall, fast dem Wind und Wetter preisgegeben. Dann ist es klar, dass wir nicht die ersten sind. Welcher Geist, sollte auf so etwas kommen?<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser: (zu Maria) Wir kommen zu euch, um dem Kind zu huldigen, das eine neue Zeit herauff\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Hirten haben und schon besucht und uns Worte der Hoffnung gesagt. Aber ihr seid die ersten Nichtjuden und dazu noch vornehme und \u00fcberaus gebildete Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: Wir haben k\u00f6nigliche Geschenke mitgebracht: Gold, Weihrauch und Myrrhe.<\/p>\n\n\n\n<p>(verbeugen sich)<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser: Ich mache mir Sorgen um euch und das Kind. Herodes hat Angst und f\u00fchlt sich bedroht von einem kleinen Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Joseph hat es getr\u00e4umt. Wir m\u00fcssen fliehen. Aber Gott wird uns besch\u00fctzen. Wir sind in Gottes Hand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seligenthaler Krippenspiel 1999 Musik: Mit Mikrofon gelesen \u2013 im Dunkeln: Leser: Es begab sich aber zu der Zeit, da\u00df ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, da\u00df alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde. 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