{"id":328,"date":"2021-01-12T11:38:26","date_gmt":"2021-01-12T10:38:26","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=328"},"modified":"2021-01-12T17:24:42","modified_gmt":"2021-01-12T16:24:42","slug":"michael-hirth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?p=328","title":{"rendered":"Michael Hirth"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krippenspiel 2006<\/h2>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler<\/p>\n\n\n\n<p>Kaufmann<\/p>\n\n\n\n<p>Magd<\/p>\n\n\n\n<p>Frau vom Kaufmann<\/p>\n\n\n\n<p>junge Frau<\/p>\n\n\n\n<p>junger Mann<\/p>\n\n\n\n<p>Bauern<\/p>\n\n\n\n<p>Bauernfrau<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler:<\/em><\/strong>&nbsp;Es war einmal, so beginnt auch diese Geschichte. Es war einmal ein Dorf, ein armes trauriges Dorf. Der Wind wehte kalt und trocken dar\u00fcber hinweg, er brachte weder Tau noch Regen. Da vertrockneten die G\u00e4rten und die Felder. Und es verdorrten auch die Herzen der Menschen. Und in den N\u00e4chten lag das Dorf einsam und verlassen im heulenden Sturm in tiefster Dunkelheit, denn kein Stern leuchtete \u00fcber diesem Dorf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann: (<\/em><\/strong><em>steht hinter Theke, weist 2 Kinder ab)&nbsp;<\/em>Nichts da, wir haben f\u00fcr heute geschlossen. Mit euch ist sowieso kein Gesch\u00e4ft zumachen! Und sag Deiner Mutter, sie soll ihre Schulden bis n\u00e4chste Woche bezahlen, sonst liefere ich nichts mehr!<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Geht etwas nach hinten und macht auf einem Tisch eine Geldkassette auf; Kinder auf Seitenbank)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ah, das nenne ich einen guten Tag. 1,2,3 alles Hunderter<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Frau:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(tritt mit R\u00fchrsch\u00fcssel aus Sakristei)&nbsp;<\/em>Wieviel sagst Du \u2013 3 Hundert.<\/p>\n\n\n\n<p>Na, vorigen Monat hatten wir schon Tage mit weit mehr! Vielleicht m\u00fcssen wir das Mehl noch mal ein paar Pfennige teurer machen!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(sieht erschrocken auf)&nbsp;<\/em>He, Frau schliess die Fensterl\u00e4den, unser Geld geht niemanden etwas an. Hm, vielleicht hast du recht mit dem Mehl, ich gehe das gleich einmal durchrechnen! R\u00e4um du derweil unserer Geld sicher weg, dass kein Dieb es findet!<em>&nbsp;(Kaufmann geht mit den Fingern rechnend in Sakristei. Frau r\u00e4umt Geldkassette unter den Altar und sieht hastig aus dem Fenster, ob jemand etwas beobachtet hat, dann in Sakristei)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler:&nbsp;<\/em><\/strong>Das Geld beherrschte die Menschen, Junge und Alte. Und auch bei den Bauern herrschte Neid und Missgunst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauer:<\/em>&nbsp;<\/strong><em>(tritt mit Stiefel und Sense aus der Sakristei)&nbsp;<\/em>Heuer steht der Mais und der Weizen gut. Wird bestimmt eine gute Ernte. Wenn nur nicht das herumziehende Gesindel w\u00e4re. Vor Hunger fressen die sogar unseren Futtermais. W\u00e4re ja noch sch\u00f6ner, der ist ja schlie\u00dflich f\u00fcr unsere Schweine gedacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauersfrau<\/em><\/strong><em>:(tritt aus der Sakristei dazu und trocknet sich die H\u00e4nde an der Sch\u00fcrze ab)<\/em>Tja, du hast recht, wir brauchen den Mais allein f\u00fcr unsere Schweine. Wenn sie in diesem Jahr bis zum Markttag noch etwas fetter werden, bekommen wir bestimmt noch 50 Taler mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber ich muss noch die G\u00e4nse f\u00fcttern, mit denen machen wir auch einen fetten Gewinn im Winter. Du wirst schon sehen!( eilig in Sakristei)<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler:&nbsp;<\/em><\/strong>So ist hier, so ist es da. Nur das Geld war noch wichtig f\u00fcr die Menschen in diesem Dorf. N\u00e4chte ohne Sterne, Tage ohne Sonne.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer mag da zu leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab Zeiten, wo der eine dem anderen ein Licht zutrug, ein Licht von Frohsinn und Freude- eine Zeit in der man gemeinsam Feste feierte-<\/p>\n\n\n\n<p>Alles vorbei?<\/p>\n\n\n\n<p>(junger Mann und junge Frau kommen den Mittelgang langsam und m\u00fcde entlang- Aus der Sakristei kommt der Kaufmann mit einer Laterne in der Hand um nach dem Rechten zu sehen. Junger Mann tritt vor und klopft)<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann:&nbsp;<\/em><\/strong><em>( klingt unwillig)&nbsp;<\/em>ja, wer ist denn da, wir haben schon geschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Junger Mann:&nbsp;<\/strong>Bitte, Herr wir suchen eine Unterkunft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(kommt heraus und leuchtet die Beiden an)Tut mir leid. Wir haben keine Fremdenzimmer!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Junger Mann:&nbsp;<\/strong>Wir brauchen keinen Komfort. Vielleicht ein Schuppen oder eine Garage?<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(kratzt sich am Kinn und sch\u00fcttelt den Kopf)<\/em>In meiner Garage steht mein neues Auto, da geht es nicht. Ich will keine Kratzer an mein neues Auto.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Frau:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(tritt mit Besen aus Sakristei hinzu)&nbsp;<\/em>Wer sind diese Leute und was wollen die?<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann:&nbsp;<\/em><\/strong>Suchen eine billige Unterkunft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Junger Mann:&nbsp;&nbsp;<\/strong>Aber sie w\u00fcrden uns sehr helfen, meine Frau erwartet bald ein Kind und sie ist sehr ersch\u00f6pft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Frau:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(winkt ab und zieht ihren Mann ins Haus<\/em>) Im Schuppen liegt alles neue Ware, da k\u00f6nnen wir euch nicht reinlassen und mehr Platz haben wir nicht. \u00dcberhaupt, wir sind doch nicht von der Wohlfahrt! Seht das ihr woanders unterkommt.&nbsp;<em>(Kaufmann und Frau gehen kopfsch\u00fcttelnd ab.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Junge Frau:&nbsp;<\/em><\/strong><em>(weinend<\/em>) Siehst Du, ich habe es gleich gesagt. Wir h\u00e4tten nicht zu diesem Dorf abbiegen sollen. Hier istes nur finster und kalt. Sogar die Herzen sind hier erfroren!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Junger Mann:\u00a0<\/strong><em>(nimmt sie in den Arm und st\u00fctzt sie, gehen langsam weiter)\u00a0<\/em>Gib die Hoffnung nicht auf, wir werden schon noch eine Unterkunft finden! Sieh da vorn\u00a0der gro\u00dfe Bauernhof, dort werden wir ein Pl\u00e4tzchen finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Junge Frau<\/em><\/strong>: Ich hoffe, Du hast recht und unser Kind muss nicht in dieser Finsternis und K\u00e4lte zur Welt kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauer:<\/em><\/strong><em>(tritt mit Eimer aus der Sakristei\/Hundegebell)\u00a0<\/em>Warum l\u00e4rmst du so. Platz Hasso still! Habt ihr mich erschreckt., Was wollt ihr hier. Ich hole gleich die Polizei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Junger Mann:&nbsp;<\/em><\/strong>Wartet, wir wollen nichts B\u00f6ses. Wir sind vom Wege abgekommen und suchen eine Unterkunft. Meine Frau erwartet bald ein Kind.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Junge Frau<\/em><\/strong>: Bitte habt Erbarmen mit uns, es ist doch so kalt und dunkel,<\/p>\n\n\n\n<p>wir k\u00f6nnen nicht weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauersfrau<\/em><\/strong><em>:(tritt hinzu) wenn Du morgen fr\u00fch den Schweinestall mit- ausmistest, dann bleibt halt f\u00fcr eine Nacht mit im Heu im Stall!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler:&nbsp;<\/em><\/strong>Ich habe es ja gesagt. In diesem Dorf ohne Sterne gab es kein Erbarmen. Es war das k\u00e4lteste Dorf auf der ganzen Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann geschah es \u2013 an einem Wintermorgen bnoch bevor es hell wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauersfrau<\/em><\/strong><em>:(tritt mit Magd aus Sakristei)&nbsp;<\/em>Geh in den Schweinestall nach den Hergelaufenen schauen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Magd:<\/em><\/strong>Aber es ist doch noch stockfinstere Nacht<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauersfrau<\/em><\/strong>: Nun geh schon geh, nicht das eins von unseren Schweinen mit Ihnen davonwandert!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Magd<\/em><\/strong><em>&nbsp;geht zum Stall<\/em>) Da- was ist das? Es ist taghell im Stall Oh, dieses wunderbare Licht! Was sehe ich \u2013Ihr hier im Stroh? Himmel- ist das Kind sch\u00f6n. Aber es ist ja ganz nackt und hier ist so kalt. Hier liebe Frau \u2013meine Sch\u00fcrze, wickeln sie das Kind hinein und ecken es mit meiner wollenen Jacke zu.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Junge Frau<\/em><\/strong>: Aber dann wirst du ja frieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Magd<\/em><\/strong><em>:&nbsp;<\/em>Ich werde mich warm arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler<\/em><\/strong>: In diesem Augenblick, zum ersten Mal seit Jahren leuchtete \u00fcber dem finsteren Dorf ein Stern auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Magd<\/em><\/strong><em>: (ganz au\u00dfer Atem)&nbsp;<\/em>Kommt schnell zu unserem Stall. Die Fremden- die von gestern Abend haben ein Kind bekommen, ein so sch\u00f6nes Kind! Und da schaut- schaut nach oben! Am Himmel \u00fcber unserem Dorf leuchtet ein Stern<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler<\/em><\/strong>: Und als die Magd allen von dem Kind erz\u00e4hlte und von der Freude in ihrem Herzen, da leuchtete ein zweiter Stern auf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Leute:<\/em><\/strong>&nbsp;Was? Ein Stern? Ein Kind in der Scheune? Das m\u00fcssen wir uns ansehen, lasst uns zum Stall gehen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler<\/em><\/strong>: So machten sich alle aus dem Dorf auf den Weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber was war das? Je n\u00e4her sie dem Stall kamen umso milder und freundlicher wurden sie. Es war ein richtiges Wunder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kaufmann:\u00a0<\/em><\/strong>Da muss so ein kleines Kind in einem Stall zur Welt kommen. Wir werden die Familie in unserm Haus aufnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Frau<\/em><\/strong>: Lasst uns eilen um das Kindlein anzuschauen. Ich werde ihm Windeln aus Bettw\u00e4sche machen. Und die Sterne leuchten so sch\u00f6n wie noch nie!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauersfrau<\/em><\/strong>: Aber wo ist es? Es ist verschwunden, aber wohin?<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler<\/em><\/strong>: Sie wollten es einfach nicht glauben. Dieses Kind war einfach ein Wunder.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kind 1 :<\/em><\/strong>&nbsp;<em>( tritt mit Kerze in der Hand vor)&nbsp;<\/em>Dies ist die heilige Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kind 2 :&nbsp;<\/em><\/strong><em>( tritt mit Kerze in der Hand vor)<\/em>Der Sohn Gottes ist zu uns allen gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler<\/em><\/strong>: Alle im Dorf f\u00fchlten sich nun leicht und froh.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Bauer:<\/em><\/strong><em>\u00a0Schade, dass sie fort sind. Was h\u00e4tte ich ihnen alles gerne geschenkt!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Erz\u00e4hler<\/em><\/strong>: Und in dem Dorf war die liebe wieder eingezogen. Viele Sterne erhellten sine N\u00e4chte. Vater und Sohn stritten nicht mehr so oft. Die Armen fanden Arbeit und Brot. Endlich war im Dorf Friede eingekehrt!<\/p>\n\n\n\n<p>Und Weihnachten, denn weihnachtliche Freude lie\u00df die Sterne an diesem Heiligen Abend wieder erstrahlen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Krippenspiel 2006 Erz\u00e4hler Kaufmann Magd Frau vom Kaufmann junge Frau junger Mann Bauern Bauernfrau Kind 1 Kind 2 Erz\u00e4hler:&nbsp;Es war einmal, so beginnt auch diese Geschichte. 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