{"id":9,"date":"2020-03-08T14:28:50","date_gmt":"2020-03-08T13:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=9"},"modified":"2020-03-08T18:39:51","modified_gmt":"2020-03-08T17:39:51","slug":"andreas-erben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=9","title":{"rendered":"Andreas Erben"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Es ist nie zu sp\u00e4t ein anderer zu werden<\/strong>(Version vom 20.12.09)<\/p>\n\n\n\n<p>(Krippenspiel f\u00fcr die Adventgemeinde Gera \u2013 nach Motiven von Walther Gottfried Seidner, Die Marktweiber von Bethlehem)<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3, Hannah<\/p>\n\n\n\n<p>Samira, H\u00e4ndlerin<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter<\/p>\n\n\n\n<p>Kind<\/p>\n\n\n\n<p>Maria<\/p>\n\n\n\n<p>Josef<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Prolog<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine andere Zeit, ein anderer Ort.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort, wo fr\u00fcher Menschen<\/p>\n\n\n\n<p>den Atem Gottes sp\u00fcrten,<\/p>\n\n\n\n<p>regiert nun die Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein grausamer Herrscher sitzt in der Hauptstadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Er l\u00e4sst Fremde verschlingen,<\/p>\n\n\n\n<p>was vom Reichtum von einst<\/p>\n\n\n\n<p>noch \u00fcbrig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Menschenstr\u00f6me durchziehen unruhig das Land.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer kann, richtet sich ein<\/p>\n\n\n\n<p>in einem unsteten, rastlosen Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Alles, was z\u00e4hlt,<\/p>\n\n\n\n<p>ist ein Bissen Brot,<\/p>\n\n\n\n<p>ein voller Geldbeutel,<\/p>\n\n\n\n<p>und ein Schluck Wein zum Vergessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich nicht damit abfinden kann,<\/p>\n\n\n\n<p>lernt besser, zu schweigen,<\/p>\n\n\n\n<p>sonst droht ihm der Tod.<\/p>\n\n\n\n<p>Selten, dass mal ein bisschen W\u00e4rme abf\u00e4llt,<\/p>\n\n\n\n<p>ein bisschen Verstehen,<\/p>\n\n\n\n<p>die meisten sind gleichg\u00fcltig geworden<\/p>\n\n\n\n<p>und schauen gar nicht mehr hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlich willkommen in<\/p>\n\n\n\n<p>unserem Welttheater.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich werden wir h\u00f6ren,<\/p>\n\n\n\n<p>gleich werden wir sehen,<\/p>\n\n\n\n<p>gleich wird das Vergangene unsere Gegenwart sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Szene: Auf dem Markt von Bethlehem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Holzwaren vom Libanon, Holzwaren vom Libanon. Leute, kauft spitzenm\u00e4\u00dfige Holzwaren vom Libanon. Komisch, sonst war der Markt hier immer gerammelt voll. Holz vom Libanon\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Pst, nicht so laut.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Sonst kostet das Lautst\u00e4rkezuschlag.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: F\u00fcr jedes Dezibel `nen Schekel.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ihr tickt hier schon immer ein bisschen anders<em>.<\/em> Aber das sind ja ganz neue Sitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Andere Zeiten, andere Sitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Unzeiten, Unsitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ach, lasst mich doch! Holzwaren vom Libanon, Leute kauft\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Du schreist ja immer noch hier so rum!<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Das macht man so auf\u2019m Markt. Noch die nie die Poster gesehen? Die Marktschreier kommen! Markt-schreier. Nicht Markt-fl\u00fcsterer.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Du wei\u00dft wohl \u00fcberhaupt nichts?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Du hast wohl \u00fcberhaupt keine Ahnung, was hier gespielt wird?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Gibt\u2019s ne neue W\u00e4hrung bei euch? M\u00e4kel statt Schekel? Oder einen B\u00f6rsencrash? Oder ist bei euch die Schweinegrippe ausgebrochen?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Schweingrippe \u2013 lass das blo\u00df nicht die Spitzel vom Herodes h\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Schweinegrippe &#8211; die halten das glatt f\u00fcr einen politischen Witz.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Schweinegrippe, daf\u00fcr gehst du in den Kahn.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: In den Bau.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: In den Knast.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Ins Kittchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Haltet mal die Luft an. Die ganze Nacht war\u2019n wir unterwegs. Vor ner halben Stunde kommen wir hier an. Der Treiber geht ins Quartier. Weil er m\u00fcde ist &#8211; wie immer. Und ich will hier blo\u00df meine Arbeit machen. Wie immer.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Aber nicht heute. Heute sind alle \u2013 abgetaucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Komm, Hannah, lass Sie dumm sterben.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Es ist zu gef\u00e4hrlich. Komm, wir gehn.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Jetzt will ich endlich wissen, was hier los ist!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Wenn du es unbedingt wissen willst.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Vorsicht, Hannah\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Unser K\u00f6nig bringt neuerdings die eigenen Kinder um.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Zwei von ihnen, um es genau zu sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ja, jetzt wo sie es sagen, ich erinnere mich, Ger\u00fcchte gab es \u2013 auf den M\u00e4rkten und Geschichten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Ja, ja Geschichten! Nur eine Geschichte von vielen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Die beiden S\u00f6hne waren in Rom zur Ausbildung. Sie h\u00e4tten dort bleiben sollen. Als sie wieder da waren, hat Salome ihren Bruder, unseren K\u00f6nig Herodes, gegen seine eigenen Kinder aufgehetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Die Jungen wurden beschuldigt, sie h\u00e4tten geplant, ihren eigenen Vater bei der Jagd zu ermorden.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3 Als Jagdunfall getarnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Herodes hat die Sache nach Rom gemeldet, aber Rom hat geschwiegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Dann haben sie Gericht gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Sogar ein Vertreter des Kaisers aus Rom kam und setzte sich f\u00fcr die Prinzen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Herodes wurde es hei\u00df unter den F\u00fc\u00dfen. Er wurde unsicher.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Aber irgendwelche Leute vom Hof haben neue L\u00fcgen aufgetischt.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Der Barbier des K\u00f6nigs sagte, man h\u00e4tte versucht, ihn zu \u00fcberreden, dem K\u00f6nig beim Rasieren die Kehle durchzuschneiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2. Beim Rasieren!!<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Das glaubt doch kein Mensch.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Vorsicht, seine Augen und Ohren sind \u00fcberall!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Die beiden S\u00f6hne wurden erdrosselt. Als der Kaiser in Rom das erfuhr, hat er gesagt: Lieber Schwein sein beim Herodes als sein Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Und du kreuzt hier in Bethlehem auf und faselst was von \u201eSchweinegrippe\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Denkst du, das hat Herodes gereicht? Ne, der kam erst richtig in Fahrt. Sogar ein Offizier von der Garde und dreihundert Soldaten mussten dran glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Der Barbier \u00fcbrigens auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: All die Denunzianten wurden auch gleich mit liquidiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ihr lebt hier gef\u00e4hrlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Das kann man wohl sagen. Aber das ist noch l\u00e4ngst nicht alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Nicht lange danach wurden sechstausend Leute aus der Partei der Pharis\u00e4er verhaftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Sie wollten diesem Tyrannen nicht den Treueid schw\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Einige von ihnen sagten, dass der Messias bald kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Der Messias, der verhei\u00dfene Retter?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Ja, genau.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Das muss Herodes doch zur Besinnung gebracht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Von wegen, er hat sechstausend ehrliche Menschen umbringen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Jetzt wei\u00dft du, was hier los ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Leichengeruch liegt auf dem Land.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Alles riecht nach Verwesung und Tod!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Vor ein paar Tagen haben sie sogar bei uns hier eine Razzia gemacht. Angeblich sollen sich Terroristen in Bethlehem verstecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Alles nur Schikane!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Die Leute ziehen den Kopf ein und machen sich m\u00f6glichst unsichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Mir reicht\u2019s f\u00fcr heute. Das ist nichts f\u00fcr mich. Ich zieh weiter. Ihr k\u00f6nnt mir leid tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Wenn das jeder machen w\u00fcrde\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: \u2026dann w\u00e4re Bethlehem bald menschenleer.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Trotzdem alles Gute, gute Reise. Vielleicht sehen wir uns mal wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>(gehen ab)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Szene: Im Quartier<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Schon wieder da? So schnell m\u00f6chte ich auch mal mein Geld verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Von wegen. Wenn das so weiter geht, bin ich bald pleite.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Soll ich jetzt Mitleid kriegen?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Das ist das letzte, dieses Bethlehem! Die haben sich alle verkrochen. Wegen diesem Verr\u00fcckten in Jerusalem.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Was schreist du mich an?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ach, ich bin\u2026 Ich habe \u2026 Ich habe Angst. Komm, wir m\u00fcssen hier weg. Und zwar schnell. Lass uns packen und weiter ziehn\u2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Du mit deiner Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ich bin wie ich bin.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Warum bist du \u00fcberhaupt H\u00e4ndler geworden, wenn du so wenig aushalten kannst?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Weil Vater auch H\u00e4ndler war. Und weil ich einfach gerne durch die W\u00fcste ziehe. Ja, das ist es. Ich liebe die W\u00fcsten, nicht die M\u00e4rkte. St\u00fcrme und Einsamkeit, Hunger und K\u00e4lte machen mir keine Angst. Es sind Menschen, bestimmte Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Und jetzt willst du wohl mit mir wieder mal durch `ne W\u00fcste ziehn?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Du kannst Gedanken lesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Ich kenn dich doch.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Du kennst mich? Ich kenn ja manchmal nicht mal mich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Szene: Maria und Josef in Nazareth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was ist mit dir, Josef?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Ach, lass.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was dir Sorgen macht, das geht mich doch auch was an.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Die haben unten am Markt Befehle ausgetrommelt, Befehle des Kaisers.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Des Kaisers?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Ja, aber mach dir keine Gedanken.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: In meiner Lage macht man sich viele Gedanken. Jetzt sag mir endlich, was los ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Alle, die hier nicht geboren sind, m\u00fcssen dahin zur\u00fcck, woher sie stammen. Ich wurde in Bethlehem geboren, also muss ich nach Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Nach Hause, das ist doch sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Normalerweise schon. Aber ich hatte keine Eltern mehr, als ich von Bethlehem fortzog. Allen war ich eine Last. Arbeit gab es auch nicht. Nach mir sehnt sich niemand, Maria.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Versuch doch mal, es von der positiven Seite zu sehen. Du k\u00f6nntest zum Grab deiner Eltern gehen, dich in die Synagoge setzen, in der dein Vater gebetet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: In Bethlehem hat sich so viel ver\u00e4ndert. Was soll ich da?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Du bist heute aber wieder melancholisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Augustus in Rom, der macht mit uns, was er will. Und daf\u00fcr sollen wir ihm noch Steuern zahlen? Warum l\u00e4sst Gott das zu? Warum macht er nichts? Warum geht es immer so weiter?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Aber er macht doch was. Denk doch an unser Kind, Josef. Es wird ein K\u00f6nig werden, der den Menschen das gibt, was sie wirklich brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Ich w\u00fcnschte, ich h\u00e4tte deinen Glauben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Hast du denn schon vergessen, was der Engel zu dir gesagt hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Manchmal ist das alles f\u00fcr mich so unwirklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Josef, lass uns gemeinsam nach Bethlehem gehen. Wir brauchen uns, jetzt mehr denn je.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Es ist ein weiter Weg. Du solltest dich schonen, in deinem Zustand. Bethlehem wird aus allen N\u00e4hten platzen. Das wird Stress pur.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Und wenn schon. Ich wei\u00df, Gott wird mit uns sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Dann gehen wir gemeinsam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Szene: Mitten in der Volksz\u00e4hlung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Holzwaren vom Libanon, Holzwaren vom Libanon. Leute, die besten Holzwaren vom Libanon.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Die Stimme kenn ich doch!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Bist du\u2019s oder bist du\u2019s nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Was hat dich denn wieder zu uns verschlagen?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Gute Aussichten, gute Aussichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Bei uns hei\u00dft das \u201eUmsatz\u201c (l\u00e4sst ihren Geldbeutel klimpern)<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Und ich dachte schon, dich sehen wir hier nie mehr wieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Wie schnell du abgehauen bist, das letzte Mal. Man hat nur eine Staubwolke durch die W\u00fcste kugeln sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Soll das lustig sein?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Komm schon, nimm dir das nicht zu Herzen. Sch\u00f6n, dass du wieder da bist.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Guck dir die Massen an. Die Leute sitzen tagelang und warten, bis sie endlich aufgerufen werden. Dann sagen sie ihren Namen, erkl\u00e4ren, was sie alles besitzen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Und wozu das Ganze? Nur, um zu erfahren, wie viel an Steuern sie zu zahlen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Statt das Geld nach Rom zu schaffen, sollten sie es besser in die heimische Wirtschaft investieren (fasst sich an die Lenden).<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Leute, gleich gibt\u2019s was zu sehen! Die R\u00f6mer kommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: (zu Samira) Pass nur auf die Soldaten auf. Leg dich blo\u00df nicht mit denen an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>(Zwischenspiel)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: (Zu den Marktfrauen) Hey, M\u00e4dels, schon was vor heuten Abend?<\/p>\n\n\n\n<p>(Marktfrauen wenden sich kichernd ab)<\/p>\n\n\n\n<p>(Zu den Besuchern im Saal) Was glotzt ihr? Stimmt was nicht? Irgendwas zu meckern? Du da, ja dich mein ich. Steh auf!<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: Nimm gef\u00e4lligst Haltung an, wenn der Postenf\u00fchrer mit dir spricht!<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: Wo kommst du her?<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Zuschauer antwortet)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: Die Germanen haben Ausgang, was?<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: Mach blo\u00df keinen \u00c4rger hier, Barbare!<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: Ihr da, steht mal auf! Geh\u00f6rt ihr zusammen? Auch hier wegen der Z\u00e4hlung? Ihr habt wohl gleich einen Familienausflug draus gemacht? Mit Picknick und so?<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: Der kleine Bursche da. Mitkommen. Aus dir machen wir einen ordentlichen Diener! Was, du willst nicht der r\u00f6mischen Staatsmacht dienen?<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: Ach lass ihn, der hat doch L\u00e4use. Das sieht man doch.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: Ihr habt alle L\u00e4use.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: Komm, wir gehen zur\u00fcck zur Kommandantur.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>(Ende Zwischenspiel)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Wo ist denn unser Holzwurm hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Das ist ja noch mal gut ausgegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Du musst bedeutend ruhiger werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Kriegst du immer so schnell kalte F\u00fc\u00dfe?<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Man soll sein Schicksal nicht herausfordern, hat mein Vater immer gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: (kommt dazu) Ihr habt\u2019s gut. Bei uns ist der Teufel los. Wir haben eine Einquartierung. R\u00f6mische Offiziere. Die benehmen sich, als w\u00e4ren sie hier zu Hause. Zahlen keine Miete, aber verlangen jeden Tag Lamm in Meerrettich-So\u00dfe. Gr\u00f6len ihre lateinischen Schlager. Und nebeln sich ein, mit so einem Zeug, das riecht wie s\u00fc\u00dfer Pups.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Das hei\u00dft Parf\u00fcm.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Ist mir doch egal wie das hei\u00dft. Jedenfalls f\u00fchl ich mich in meinem eigenen Haus wie eine Fremde. Wie das aussieht! Dieser L\u00e4rm! Und wie das stinkt!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Mama.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Was machst denn du hier? Kann man nicht mal eine Minute Ruhe haben? Hab ich nicht gesagt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Nicht schimpfen, Mama. Ich wollte dich nicht st\u00f6ren. Die fremde junge Frau, die du in unseren Stall gelassen hast, sie schickt mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Was hab ich mir nur eingehandelt? Wer hilft, der ist der Dumme. Was hat man schon davon? Nichts als \u00c4rger! Was will sie?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Mama, sie hat Wehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Ach du liebes bisschen, auch das noch. K\u00f6nnen die nicht noch ein paar Tage warten?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Die Frau braucht ihren Mann. Er soll ganz schnell zur\u00fcck kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Und was hab ich damit zu tun? Der hat sich doch bei mir nicht abgemeldet! Ich bin doch nicht allwissend!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Worum geht es?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Vielleicht k\u00f6nnen wir helfen?<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Ein Zimmermann aus Nazareth, er muss irgendwo hier unter den Leuten sein. Vielleicht ist er auch schon drin in der Kanzlei. Er soll schnell zu seiner Frau kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Wie sieht er aus? Vielleicht haben wir ihn gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Gro\u00df ist er. Und spricht wie die Leute aus dem Norden.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ein Zimmermann? So ein gro\u00dfer? Der war vorhin an meinem Stand. Er brauchte Holz, um eine Krippe auszubessern. Dann ist er in die Richtung weitergegangen. <em>(Zeigt)<\/em> Ein freundlicher Mann, das muss ich schon sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Dann ist er schon unterwegs zu seiner Frau. Jetzt ab nach Hause, du geh\u00f6rst in\u2019s Bett. Und n\u00e4chstes Mal misch\u2019 dich nicht ein, wenn sich Erwachsene unterhalten. Ich hab einfach keine Nerven mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Sag dir einfach: Das geht vorbei. In einem Monat stinkt hier wieder alles nach Schaf.<\/p>\n\n\n\n<p>Samira: Ich mach f\u00fcr heute meinen Laden dicht. Macht\u2019s gut bis morgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: Wer war denn das?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Sie kommt aus dem Libanon.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Und hat Angst f\u00fcr drei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Szene: Nachtlager<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>(Der Treiber kommt mit einer Laterne durch den dunklen Saal geschlichen)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Pst, sie schl\u00e4ft schon. Es ist ganz sch\u00f6n sp\u00e4t geworden. Aber manchmal vergisst man Zeit und Stunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Was ist los? Wer ist da? Diebe? R\u00e4uber?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Still. Ich bins. Es ist alles in Ordnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Sag mal, wei\u00dft du nicht, wie sp\u00e4t das ist? Wo warst du so lange?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Ich hab Leute kennengelernt, nette Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Was habt ihr gemacht? Was war da los?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Schlaf lieber weiter. Was ich gesehen habe, das w\u00fcrdest du mir eh nicht glauben. Ich kann es ja selbst nicht fassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Spiel dich nicht so auf. Ich bin immer noch dein Chef.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Ja, Chef. Gute Nacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: So einfach geht das nicht. Wo hast du dich rumgetrieben?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Danke der Nachfrage. Aber sei doch mal ehrlich. Du willst doch gar nicht wirklich wissen, was ich mache. Du denkst doch meistens nur an dich. Und an deine Gesch\u00e4fte. Und wenn du Angst kriegst, ziehst du weiter. Andere Menschen sind dir doch egal. Ich k\u00fcmmere mich schon um mich selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Ich erwarte nicht mehr viel von Menschen. Und wenn schon, dann nicht viel Gutes.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Und genau das ist dein Fehler.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Ich kann mit meinem Leben machen was ich will.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Und ich wohl nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Nicht so lange du f\u00fcr mich arbeitest.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Dunkel)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>(Fl\u00f6tenmusik)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Szene: In der W\u00fcste<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: He, Treiber, siehst du die zwei da dr\u00fcben?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Wo? ich sehe nichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Dort, hinter den H\u00fcgeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Ja, jetzt sehe ich sie. Die scheinen am Ende zu sein. Die schleppen sich ja nur noch dahin.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Sie gehen immer mehr in die W\u00fcste. Vielleicht haben sie sich verirrt. Hallo, ihr da!<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Hallo, hier ist der Weg! Aussichtslos, die h\u00f6ren nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Holzh\u00e4ndlerin: Renn ihnen hinterher. Ich bleib hier. Los, mach schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Leute, die geh\u00f6ren einfach nicht in die W\u00fcste. Mich hat mein Vater schon als Kind mitgenommen, da war ich der Treiber. Wenn ich etwas wirklich kenne, dann ist es die W\u00fcste.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Junge ist schnell. Jetzt ist er bei ihnen. Sie bleiben stehen. Sieht aus, als ob sie reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt kommen sie. Die haben schwer zu tragen. Ein Mann und eine Frau. Ersch\u00f6pft sehen sie aus. Der Mann kommt mir irgendwie bekannt vor. Irgendwo habe ich den schon mal gesehen. \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Schalom.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef: Schalom.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Das sind Maria und Josef aus Nazareth. Sie haben ein Kind bei sich, ein neugeborenes Kind. Du musst ihnen helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Wir sind auf der Flucht vor Herodes. Er will unser Kind t\u00f6ten.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin: <em>(Erschrocken, h\u00e4lt die H\u00e4nde vors Gesicht)<\/em> Herodes?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Bitte, nur diese eine Mal. Du kannst ihnen helfen. Tu es f\u00fcr mich. Oder besser: Tu es f\u00fcr Dich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Schau, das ist unser Kind. Nicht unser, Gottes Kind, Gottes Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Ich kenne dich. Du warst doch auf dem Markt in Bethlehem. Ich habe bei dir was gekauft. Ich brauchte Holz f\u00fcr eine Krippe. F\u00fcr dieses Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Bitte hilf ihnen, Samira. Du kennst die W\u00fcste. Du kannst sie nach \u00c4gypten bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin: Langsam, langsam. Steckt ihr hier alle unter einer Decke?<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Wei\u00dft du, in der Nacht, als ich so lange fort war, damals in Bethlehem. Da habe ich dieses Kind zum ersten Mal gesehen. Ich konnte es dir nicht erz\u00e4hlen, du h\u00e4ttest es mir nicht geglaubt. Hirten kamen, einfache Menschen und besuchten Maria und Josef. Ich habe ihre Gesichter gesehen. Sie haben vor Freude geweint. Samira, dieses Kind ist f\u00fcr uns alle gekommen. Auch f\u00fcr dich. Samira, h\u00f6r nicht auf deine Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es ist nie zu sp\u00e4t, ein(e) andere(r) zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>(kurze Pause)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin: Kommt, ich bring euch in Sicherheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Treiber: Wirklich, Samira, machst du das wirklich?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin: Worauf wartet ihr noch?<\/p>\n\n\n\n<p><em>(Ende)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Es ist nie zu sp\u00e4t ein anderer zu werden(Version vom 20.12.09) (Krippenspiel f\u00fcr die Adventgemeinde Gera \u2013 nach Motiven von Walther Gottfried Seidner, Die Marktweiber von Bethlehem) Marktfrau 1 Marktfrau 2 Marktfrau 3, Hannah Samira, <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=9\" title=\"Andreas Erben\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-9","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=9"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/9\/revisions\/10"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=9"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}