{"id":86,"date":"2020-03-08T15:51:19","date_gmt":"2020-03-08T14:51:19","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=86"},"modified":"2020-03-08T18:40:28","modified_gmt":"2020-03-08T17:40:28","slug":"andreas-gehrke-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=86","title":{"rendered":"Andreas Gehrke"},"content":{"rendered":"\n<p>von Andreas Gehrke <br>Neubiberg 2011<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sauprei\u00df, himmlischer!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"\"><tbody><tr><td>\n<strong>#<\/strong>\n<\/td><td>\n<strong>Figur<\/strong>\n<\/td><td>\n<strong>Darsteller<\/strong>\n<\/td><\/tr><tr><td>\n1.\n<\/td><td>\nGro\u00dfe Tochter (GT)\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n2.\n<\/td><td>\nKleine Tochter (KT)\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n3.\n<\/td><td>\nMutter\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n4.\n<\/td><td>\nVater\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n5.\n<\/td><td>\nWeihnachtsengel\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n6.\n<\/td><td>\nMaria\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n7.\n<\/td><td>\nJosef\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n8.\n<\/td><td>\nKaspar\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n9.\n<\/td><td>\nMelchior\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n10.\n<\/td><td>\nBalthasar\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n11.\n<\/td><td>\nGabriel\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n12.\n<\/td><td>\nHirte I\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n13.\n<\/td><td>\nHirte II\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n14.\n<\/td><td>\nHirte IV\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n15.\n<\/td><td>\nHirte V\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n16.\n<\/td><td>\nWirt I\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n17.\n<\/td><td>\nWirt II\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n18.\n<\/td><td>\nWirt III\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n19.\n<\/td><td>\nPfarrer\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><tr><td>\n20.\n<\/td><td>\nVorleserin\n<\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Hirte III wurde aufgeteilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Equipment:<\/p>\n\n\n\n<p>iPads, Nebelwerfer, Stroboskop, zwei St\u00fchle, Geschenke, Spielkarten, Quatsch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Szene (bei Familie von und zu Moosgummi)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Die T\u00f6chter stehen in der Mitte eines Ozeans von Geschenken (Gr\u00f6\u00dfe ca. Schuhkarton). Sie scannen Barcodes ein. Sie scannen, gucken, scannen, kicken Pakete von der B\u00fchne. Dann noch eines. KT hebt ein weiteres auf, scannt, guckt auf das iPad):<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eOk, lass\u2018 mal sehen. (Nimmt es ihr weg) Einkaufswert bei Amazon \u20ac 650 \u2013 (EURO), Wiederverkaufswert bei eBay \u20ac 590,&#8211; (EURO). Die paar Peanuts lohnen die M\u00fche wohl nicht. (Schmei\u00dft das Paket von der B\u00fchne.)<\/p>\n\n\n\n<p>KT (extrem altklug): \u201eDoch am Ende des Tages steht immer noch die Bilanz!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT (laut): \u201eMaaaaamaaaaa, Paaaaapaaaaa!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(Wartet 5 Sekunden!)<\/p>\n\n\n\n<p>(Mutter und Vater erscheinen unter der B\u00fchne und schauen zu ihren Kindern hinauf)<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: \u201eJa, mein Herz, was k\u00f6nnen wir f\u00fcr Euch tun?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eWarum mussten wir so lange warten? Jetzt k\u00f6nnten wir uns eventuell ungeliebt f\u00fchlen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eAber meine lieben Engelchen, wie k\u00f6nnen wir das wieder gutmachen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eNun, wir werden uns etwas einfallen lassen!<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eEntschuldigung angenommen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eBis Widerruf!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: \u201eOh, danke! Und warum hast Du uns gerufen, mein T\u00e4ubchen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eWir wollen Euch unsere Bilanz pr\u00e4sentieren!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eDen Weihnachtsabschlu\u00df 2011!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eVorl\u00e4ufiges Ergebnis!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eInklusive Schenkungssteuerhinterziehungsstrategie!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter (ins Publikum): \u201eSind sie nicht entz\u00fcckend?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Eltern steigen auf die B\u00fchne, schauen auf die Kinder herunter, die Kinder steigen auf die St\u00fchle, so dass die Eltern wiederum zu ihnen aufschauen m\u00fcssen).<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter (hingebungsvoll): \u201eUnsere Zeit ist Eure Zeit!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201ePositiv an der diesj\u00e4hrigen Analyse ist, dass die Wirtschaftskrise uns jedenfalls nicht tangiert hat. Auch dieses Weihnachtsfest hat ordentliche Gewinne abgeworfen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eWobei \u2013 die Steigerungsraten sind nach oben extrem elastisch. Fakt ist, dass Onkel Archibald zu Mum-Pitz wohl Schwierigkeiten hat. Seine Pr\u00e4sentkennzahlen gingen in den letzten Jahren kontinuierlich zur\u00fcck. Damit beweist er allenfalls einen konsequenten Abstieg, doch dieser Abstieg steht reziprok zu unserer berechtigten Erwartungshaltung!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT und KT (zusammen laut und weinerlich): \u201eWie kann er uns so entt\u00e4uschen, schlie\u00dflich sind wir nur kleine, schwache Kinder!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (hastig): \u201eIch werde das sofort bei Archi ansprechen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eAnders allerdings verh\u00e4lt es sich mit dem Tantchen Klara von ab und zu Lichtenstein. Die beweist eine klare Haltung hinsichtlich der Investition in zuk\u00fcnftige Besuche unsererseits. Ob sie sich allerdings eine Teilnahme an unserer Hausmusik einmal pro Quartal erkauft hat, ist noch nicht gesichert. Vielleicht kann da noch nachgebessert werden\u2026..?!\u201c (Guckt erwartungsvoll die Eltern an).<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: \u201eKl\u00e4rst Du das mit Kl\u00e4rchen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eNa klar!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eSumma summarum gibt es eine positive Korrelation zwischen Ertrag und emotionalem Zustand unserer Pers\u00f6nlichkeiten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter (freudig): \u201eDas hei\u00dft, Ihr seid gl\u00fccklich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(GT und KT gucken strahlend und herzallerliebst ins Publikum &#8211; beide): \u201eJa, Mamachen, wir sind ja so gl\u00fccklich!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (wischt sich mit einem Taschentuch den Schwei\u00df von der Stirn): \u201eUFF!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter (nimmt Vater Hand, strahlt ins Publikum): \u201eDas ist es doch, was Weihnachten ausmacht; diese strahlenden und leuchtenden Kinderaugen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(Am Rande der B\u00fchne erscheint eine verschleierte Gestalt (der Weihnachtsengel) und schaut die Familie an, lauscht!)<\/p>\n\n\n\n<p>GT (streng): \u201eWas hei\u00dft \u00fcbrigens <strong>UFF<\/strong>?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201e\u00c4h\u00e4h\u00e4h\u00e4h\u2026..Gemeint war\u2026\u00f6hm\u00f6hm\u00f6hm: OooHooo, wie sch\u00f6n, dass meine geliebten Kinderlein so gl\u00fccklich sind!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(Mutter und Kinder unterhalten sich am Rande der B\u00fchne)<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (in Richtung der versteckten Weihnachtsengel, die er aber nicht wahrnimmt): \u201eBl\u00f6de G\u00f6ren!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (leise zu Vater); \u201eInteressante Namen, die Ihre Kinder da haben, Bl\u00f6de G\u00f6ren! Skandinavisch? Und wer ist Bl\u00f6de und wer ist G\u00f6ren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (zuckt zusammen): \u201eUm Gottes Willen, wer sind sie denn und wo kommen Sie her? Passen Sie blo\u00df auf, dass Sie meine Kinder nicht im kurzem Zeitfenster monet\u00e4r motivierten Gl\u00fcckes st\u00f6ren!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eMonet\u00e4r motiviert. Dann m\u00fcssten sie eigentlich \u00d6re G\u00f6ren hei\u00dfen. Aber keine Sorge, die bekommen gar nicht mit, dass ich da bin! (guckt sich um) Sie haben eine wirklich originelle Methode, Weihnachten zu feiern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (dankbar und kumpelhaft): \u201eOh danke. Mir ist sie etwas zu aufw\u00e4ndig, aber man tut ja alles f\u00fcr die Kinder, h\u00f6h\u00f6h\u00f6!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (verst\u00e4ndnislos und streng): \u201eTut man das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (verunsichert): \u201eNicht?\u201c (druckst herum) Na ja, ein bisschen weniger w\u00e4re mehr, aber was soll ich denn machen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (moralinsauer und wichtig): \u201eWie bekommen Sie eine Verbindung von dieser Masse von Geschenken (zeigt auf die Geschenke) zum Weihnachtsfest (zeigt auf den Weihnachtsbaum)? Und wenn Sie es nicht schaffen, wie wollen sie eben das diesen Monstern \u2026\u2026ops&#8230;. Ihren Kindern beibringen? (streng) Los, Weihnachten! Worum geht es?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eIch wei\u00df schon, worum es geht. Maria und Josef und Krippe und Jesus und Herodes und Weise und Hirten und Schafe und gro\u00dfer Stern und so weiter!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eJa, nicht schlecht. Hatte schon schlimmere F\u00e4lle!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eZum Beispiel!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eLetztes Jahr in Wien, da hatte ich einen, der behauptete, ohne Weihnachten nicht leben zu k\u00f6nnen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eAber das muss gerade Ihnen doch gefallen haben!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eZu Beginn schon, aber dann stellte sich heraus, dass er eigentlich nicht Weihnachten meinte!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eSondern?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (lallt leicht): \u201eWeihn-acht-el-rot, bitts\u00e4\u00e4\u00e4hr!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eNa dann, wohl bekomm\u2019s! Da bin ich ja pflegeleicht. Aber k\u00f6nnen Sie mir helfen, meinen Kindern den Hintergrund von Weihnachten zu vermitteln?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eKlar wie Kl\u00e4rchens nachtr\u00e4gliche Weihnachtshaushaltsoptimierung! Denn das, guter Mann, ist meine Aufgabe und Bestimmung!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eUnd wie soll das funktionieren?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eSie haben eben gerade Szenen der Weihnachtsgeschichte aufgez\u00e4hlt. In einige davon werde ich Ihre Kinder als Zaung\u00e4ste mitnehmen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eSie wollen mir doch einen B\u00e4ren aufbinden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eVorsicht, mein einf\u00e4ltiges Gegen\u00fcber, mit Weihnachtsengeln spa\u00dft man nicht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater (selbstbewusst): \u201eFl\u00fcgel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (dreht sich um): \u201eHier!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eDonnerwetter! (kurze Pause) Was muss ich tun?\u201c (Im Hintergrund erstarren die Kinder zu Statuen, Mutter geht \u2013 unauff\u00e4llig &#8211; von der B\u00fchne)<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eGeh ins Wohnzimmer, dort erwartet Dich Deine Frau mit einem (lallt) Glas Weinachtel, rot!\u201c (Vater tritt ab) (Weihnachtsengel, jetzt allein) Ok, womit kann man diese Kinder beeindrucken\u2026.nachhaltig beeindrucken, SEHR nachhaltig beeindrucken? Mmmmh! Die saisonbedingte Schwierigkeit, eine Unterkunft zu bekommen? Auf jeden Fall! Dann Geburt unter extremer Stallsituation? Auch gut! Hirten oder Weise oder Herodes?. Nein, Herodes nicht, der ist ein krankhafter Egomane. Nachher identifizieren sie sich noch mit dem. Ja, ich nehme mal die Hirten, die Weisen halte ich als Reserve, falls sich in letzter Minute noch mehr Kinder zum Neubiberger Krippenspiel anmelden.<\/p>\n\n\n\n<p>ZUSAMMENFASSUNG: Erstens: Maria und Josef und die Unannehmlichkeiten des Pauschaltourismus! Zweitens: Das Gegenteil von \u201aSch\u00f6ner Wohnen!\u2018 Drittens: Agrarwirtschaftssubjekte des Sektors Viehzucht auf ihren Wirkungsst\u00e4tten!.<\/p>\n\n\n\n<p>(Geht zu den Kindern und schnippt vor deren Gesichtern mit den Fingern! Die Kinder zucker kurz, blinzelt mit den Augen, schauen die Weihnachtsengel verdutzt an.)<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eWer sind Sie und was wollen Sie und wo sind unsere Eltern?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel \u201eIch bin der Weihnachtsengel und als ERSTES frage ich Euch: Was bedeutet Weihnachten?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT (wichtig): \u201eDas, mein Herr, ist eine in \u00d6sterreich zur Anwendung kommende Ma\u00dfeinheit f\u00fcr alkoholische Kaltgetr\u00e4nke!<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eOh dear! Allm\u00e4hlich verstehe ich, warum man Euch Bl\u00f6de und G\u00f6ren ruft.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eWas erlauben Sie sich? (Bestimmt) Mein Name lautet Patricia Leopoldine Josephine Klementine Freifr\u00e4ulein und Edle von und zu Moosgummi! Uuuund SO m\u00f6chte ich auch genannt werden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eUnd ich hei\u00dfe\u2026..!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (macht eine abwehrende Geste): \u201eLass mal gut sein! Ok, wir machen jetzt eine kleine Reise in die Vergangenheit, so 2 000 Jahre. Nehmt zur Kenntnis, dass wir uns dabei keine Gedanken machen werden um den Zustand Eurer Kleidung, Eurer Frisuren sowie Eurer Schuhe. Ihr d\u00fcrft unterwegs kurze Fragen stellen und WERDET Euch mit kurzen Antworten zufrieden geben. Diskussionen gibt es nicht. Schaut hin und lernt! Stellt Euch hin und konzentriert Euch auf mich. Es geht JETZT los (Die Weihnachtsengel mimt eine Art Rap-Gezappel, welches ziemlich albern aussieht).<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eM\u00fcssen Sie dabei so d\u00e4mlich rumzappeln?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eN\u00f6, aber es wirkt bei Zeitreisen irgendwie spaciger und cooler! Ok, dann die Schnellversion!\u201c (Schnippt mit den Fingern, Stroboskop und Nebelwerfer legen los, Pakete werden von der B\u00fchne gezogen. Am Ende stehen Maria und Josef in der Mitte, der Weihnachtsengel und die Kinder haben setzen sich auf die St\u00fchle am Rand).<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eNa toll, eine schwangere Frau und ein Mann stehen auf einem Marktplatz herum. Wie originell!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eIhr wisst nicht, wer das ist?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eWoher sollen wir das wissen? Wir werden erst in fast 2 000 Jahre geboren werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eOh Mann, wieso bekomme immer ich die harten F\u00e4lle? Regie, bitte eine Vorleserin, die bis hierhin berichtet! (zu den Kindern) Zuh\u00f6ren und nicht quatschen jetzt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vorleserin: \u201eVom Anfang bis zwischen An- und Niederkunft?<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eJa, bitte!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vorleserin: \u201eIch helf doch gern, also, Bl\u00f6de G\u00f6ren, h\u00f6rt zu!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>GT und KT (laut): &#8222;Nenn&#8216; uns nicht Bl\u00f6de G\u00f6ren!!!!!!!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Vorleserin: &#8222;DOCH! Zuh\u00f6ren jetzt, es geht los:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDer Engel Gabriel wurde von Gott gesandt in eine Stadt in Galil\u00e4a, die hei\u00dft Nazareth, zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hie\u00df Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: \u201eSei gegr\u00fc\u00dft, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!\u201c Sie aber erschrak \u00fcber die Rede und dachte: Welch ein Gru\u00df ist das? Und der Engel sprach zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden. <\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn geb\u00e4ren, und du sollst ihm den Namen Jesus geben. Der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Der Heilige Geist wird \u00fcber dich kommen, und die Kraft des H\u00f6chsten wird dich \u00fcberschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. Denn bei Gott ist nichts unm\u00f6glich. Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde. Und diese Sch\u00e4tzung war die allererste und geschah zurzeit da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth, in das j\u00fcdische Land zur Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eOk, Ihr habt es verstanden? Er &#8211; Josef &#8211; muss nach Bethlehem, sie &#8211; Maria &#8211; muss mit, obwohl sie hochschwanger ist. Harte Zeiten! Bethlehem ist TOTAL \u00fcberbucht und jetzt stehen sie zun\u00e4chst allein auf der Stra\u00dfe. Habt Ihr irgendwelche Fragen bis jetzt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT (wichtigtuerisch): \u201eJa! Haben wir!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eWen interessiert, warum damals ausgerechnet ein gewisser Quirinius Statthalter in Syrien war?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eEine Bereicherung f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Kerninformation ist das ja nun nicht gerade!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eIch fasse es nicht! H\u00f6rt zu: Der olle Quirinius h\u00e4ngt nun seit 2 000 Jahren nutzlos wie ein altes M\u00f6belst\u00fcck in dieser Geschichte ab, OK? Ihr seid die Ersten, die nach ihm fragen! Kleiner Tipp: Vergesst Quirinius! Quirinius &#8211; nicht wichtig Wie empfindet Ihr den Zustand Marias?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eAls ein wenig eng um den Bauch (Die Weihnachtsengel haut sich die Hand vor die Stirn).<\/p>\n\n\n\n<p>KT (beeilt sich) \u00c4\u00e4\u00e4\u00e4hhhh &#8230; ein sehr, sehr unsch\u00f6ner Zustand so allein ohne Einzelzimmer und Chefarztbehandlung. Ich hoffe mal, der bessert sich umgehend!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eMeint Ihr das ehrlich!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT und GT (entschlossen): \u201eUn-Be-Dingt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (reckt die Arme zum Himmel, hoffend): \u201eIch sehe ein Licht am Ende des Tunnels (Arme nach unten) und ich hoffe, es ist nicht der Zug! (ruhiger zu GT und KT) Schaut, es geht weiter!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria, Josef und die Wirte<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria und Josef stehen &#8211; nach wie vor &#8211; in der Mitte der B\u00fchne)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eD\u00fcrfen wir jetzt, ja? So lange mussten wir noch nie bei Dir warten! Ich sag\u2018 es ja immer: Reichtum hat nicht immer was mit Bildungsn\u00e4he zu tun!\u201c (Reckt sich)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eDie Zeit l\u00e4uft ab, lieber Josef, wir habe noch drei M\u00f6glichkeiten, bitte!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eDann fangen wir gleich hier an!\u201c (Haut seinen Stock dreimal auf den Boden)<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt I: (Guckt durch den Vorhang): \u201eWillkommen bei uns, Ihr Lieben, mein Name ist Serge und das ist mein Robinsonclub. Buchungsnummer?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201e\u00c4h, wir haben eigentlich keine Nummer, wir sind hier des Census wegen und meine Frau braucht dringend Ruhe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt I (reserviert): \u201eMmh, dann w\u00e4re die Clubkarte hilfreich oder sind sie keine Member?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eNein, ich bin kein Member, ich bin schwanger!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt I: \u201eDamit w\u00e4re die Sache gekl\u00e4rt, Lady! Und mit Kindern kann man sich das hier ohnehin nicht leisten! Ciao!\u201c (Verschwindet hinter dem Vorhang)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eJosef, warum haben wir keine Clubkarte?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eIn guten wie in schlechten Zeiten, lieben und ehren. Eine Clubkarte findet keine Erw\u00e4hnung! Lass uns lieber eine Alternative suchen! Fragen wir gleich hier.\u201c (Haut seinen Stock dreimal auf den Boden)<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt II: \u201eWas w\u00fcnscht Ihr? (Erkennt Josef) Hey Josef, alter Dackel, was machst Du denn hier?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eDu kennst den Mann?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt II: \u201eNa klar, Bethlehem College, Mann, das waren noch Zeiten, mein Dicker?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eHuih, lange nicht gesehen! Bei Dir alles im gr\u00fcnen Bereich? Du, um der alten Zeiten Willen; wir brauchen dringend eine Bleibe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt II: \u201eRecht gern, aber wo?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eWas ist mit dem Anbau, den ich bei meinem letzten Besuch in Bethlehem f\u00fcr Dich gebaut habe? Der w\u00e4re es doch!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eWas Du alles kannst, Josef!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt II: \u201eOder auch nicht! Das Ding ist nach drei Tagen zusammengebrochen, ich hatte einen riesigen Stress mit der Versicherung, Josef. Dann kam die Bauaufsicht. Von dem Besitzer der 30 Schafe, die unter dem Dach begraben wurden, will ich gar nicht sprechen. Aber ich konnte nur eines sagen: Keine Ahnung, unbekannt verzogen! Kurz: Junge, Du kannst hier echt nicht auf Unterst\u00fctzung hoffen!\u201c (Wirt II zieht den Vorhang zu)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef (zu Maria): \u201eEs ist nicht so wie es aussieht, Maria!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eJosef? M\u00f6chtest Du mir etwas sagen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eJa, Maria, n\u00e4mlich dass wir jetzt schleunigst eine Unterkunft brauchen! Hier ist die letzte unserer Alternativen (Haut seinen Stock dreimal auf den Boden)<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt III: (Guckt durch den Vorhang): Guten Tag! Und wer seid Ihr!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eIch bin Josef und das ist meine Frau Maria!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt III: \u201eHallo Josef und seine Frau Maria! Und was wollen Josef und seine Frau Maria jetzt von mir?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eWir sind in gro\u00dfen Schwierigkeiten! Es ist schon sp\u00e4t, wir haben keine Unterkunft, Maria ist schwanger und muss sich dringend ausruhen. Hast Du eine Unterkunft f\u00fcr uns?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eEs ist wirklich sehr dringend, wir sind schon sehr lange unterwegs und ich kann nicht einen Schritt mehr laufen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt III: \u201eIhr k\u00f6nnt im Stall \u00fcbernachten. Er ist gleich da dr\u00fcben! Allerdings sind es noch f\u00fcnf Schritte, aber die wirst Du wohl noch schaffen! Passt ein wenig auf, denn die drinnen hausenden Viecher m\u00f6gen es nicht besonders, wenn man sich Ihrer Krippe n\u00e4hert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eWir werden darauf achten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria und Josef gehen zum \u201aStall\u2018. Es wird ein wenig dunkler.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorleserin: <em>\u201eUnd als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie geb\u00e4ren sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>(Es wird noch dunkler)<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eWas meint Ihr?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eIst der s\u00fc\u00df!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eDas meint er wohl nicht, glaube ich! Schwesterchen, diese Leute leben in eine f\u00fcr die Gesundheit und das Seelenleben suboptimalem Zustand! Schau sie Dir an! Ich wei\u00df ja nicht, wie Du das aufnimmst, aber in mir kehrte soeben eine bislang unbekannte Ruhe ein. Und eine Art von Bedenklichkeit, wie sie mir bislang unbekannt war\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eDas stimmt! Es ist so ruhig und friedlich! Was ist blo\u00df passiert?<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: &#8222;So, alles klar soweit? Dann kommen wir zur letzten Szene!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT &#8222;Was kann denn jetzt noch kommen? Das Kind ist da\u2026..<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201e\u2026 und es ist soooo s\u00fc\u00fc\u00fc\u00fc\u00df! K\u00f6nnen wir noch ein wenig bleiben? (will zur\u00fcck)<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: &#8222;Nein, nehmt meine Hand, es geht los!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(Schnippt mit den Fingern, Stroboskop und Nebelwerfer legen los, drei Hirten nehmen Platz, Maria und Josef bleiben wo sie sind!)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf dem Felde<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vier Hirten sitzen auf Strohballen (spielen Karten)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eJetzt spulst a As du Aas, ja Herrschaftszeiten, na da kimmst!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: (Wirft seine Karte)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: Na was is denn des jetzt f\u00fcr a Schmarrn? Nu spuuulst endlich!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: \u201eDarf ich die Karte auch spiiiieeeelen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eJa nun kimm, Sauprei\u00df, jud\u00e4ischer!\u201c!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte IV: (wirft seine Karte)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eJa Du Depp, du damischer. I glaub&#8216; dir brennt der Huat! Ja Kruzifix nochmal!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirten II \u2013 IV: \u201eWas f\u00fcr\u2019n Ding?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: \u201eLasst uns mal eine Pause machen, mir klingeln schon die Ohren von Deinem Gegrantel!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte IV: \u201eWo ist eigentlich der neue Kollege? Wollte der nicht mitspielen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: \u201eDer wollte \u00fcben gehen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I. \u201eJa, dem hob i gsagt, dass er erst a richtiger Hirt is, wenn er denn gescheit Schafkopfen kann! Dann hat er gesagt, es seien ja gen\u00fcgend Schafe da zum \u00dcben und ist verschwunden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: \u201eOh-oh, da scheint ja jemand was gaaanz missverstanden zu haben. Bin ja mal gespannt, was dabei rauskommt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V (betritt mit einem gro\u00dfen Topf die B\u00fchne): \u201eSo Freunde, liebe Kollegen, werte Vorgesetzte, da bin ich wieder und ihr werdet begeistert sein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eWovon begeistert?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V: \u201eVon meiner Leistung heute! War gar nicht so einfach. Am Anfang haben sich die Viecher nat\u00fcrlich hartn\u00e4ckig geweigert, aber mit der steigenden Praxis wird ja bekanntlich alles schneller und effizienter. Und da bei mir die Lernkurve sehr progressiv verl\u00e4uft\u2026\u2026\u2026..!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Harte II: \u201e Halt, stopp. Was quatscht Du da eigentlich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eUnd was is in dem Pott dort?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V (gro\u00dfartig): \u201eMaximaler Output!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: \u201eMaximaler Output von was?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V: \u201eMaximaler Output von minimalem Input!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eDa legst die nieder. Wer hat uns denn da so a Akademiker anschleppt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V: \u201eOk, wie m\u00f6chtet Ihr Euer Schaf? Scharfes Schaf, bisschen scharfes Schaf oder super-scharfes Scharf?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(Alle Hirten bis auf V fassen sich an den Kopf)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte IV: \u201eWir sagten sehr akzentfrei und auch sonst wohl artikuliert, dass wir am heutigen Abend ged\u00e4chten, einige Partien Schafkopfen zu spielen! Das heimliche Einschleichen eines garstigen und hinterh\u00e4ltigen Umlautes in das Wort \u201eSchafKOPFEN\u201c bedingt auf der einen Seite eine leckere Abendmahlzeit, auf der anderen Seite dezimiert es das Eigentum unserer Kunden und denen m\u00fcssen wir das jetzt erkl\u00e4ren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: \u201eI versteh koa Wort nich. Was hat der denn jetzt verwechselt?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: \u201eKomm, egal, a Guadn\u2026\u2026He Leute, heute bleibt die K\u00fcche kalt, da kommt uns etwas dazwischen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel (tritt auf): &#8222;F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn Euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte IV: \u201eJaaaa, ich finde, zu einer anst\u00e4ndigen und zivilisierten Mahlzeit geh\u00f6rt UNBEDINGT eine gute und detailliert ausformulierte WINDELSTORY!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel (Hand vor dem Mund): \u201eOh, Entschuldigung, kein gutes Timing! Was gibt es denn? (\u00d6ffnet den Topf) Uih, das duftet bet\u00f6rend! Wer hat das zubereitet?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V: &#8222;HIER!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel: &#8222;Du hast an alles gedacht f\u00fcr einen guten Schafseintopf! Frisch gepresster Zitronensaft, Oliven\u00f6l, gehackte Knoblauchzehen, grob zersto\u00dfener, schwarzer Pfeffer, Meersalz, gehackter Oregano, trockener Wei\u00dfwein. Man k\u00f6nnte noch ein Ideechen Salbei vermuten. Ich w\u00fcrde mal sagen, Du kannst Deinen Job!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: &#8222;Jetzt ist es aber genug, Sauprei\u00df, himmlischer. Was wuist? K\u00f6nnwa nu essa?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel: &#8222;Oh, ich habe mich hinrei\u00dfen lassen, tut mir leid (klatscht in die H\u00e4nde) Unser Auftritt liebe Kollegen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Vorleserin: <em>\u201e<\/em><em>Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel: \u201eLobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seine Befehle ausrichtet, dass man h\u00f6re auf die Stimme seines Wortes! Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Und er ist gekommen, hat verk\u00fcndigt im Evangelium den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren!\u201c (Gabriel tritt ab).<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte II: &#8222;Und jetzt?&#8220; (Guckt in den Topf): &#8222;Der Herr hat es gegeben, der Herr hat es&#8230;.!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte V: &#8222;Nun macht Euch mal locker! Wir leben in Zeiten der Ressourcenoptimierung. Die Kreativit\u00e4t emsiger Entwickler h\u00e4lt f\u00fcr uns immer \u00dcberraschungen bereit. Diese Beh\u00e4ltnisse (kramt einige Dosen hervor) garantieren uns, das Essen lange frisch zu halten. (Verschw\u00f6rerisch) Und au\u00dferdem helfen sie uns, unser Haushaltsgeld zu strecken!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte IV: &#8222;Oha, so frisch wie der will ich gar nicht erst werden!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte I: &#8222;Na gemma, Bua!<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten ziehen in Richtung Maria und Josef)<\/p>\n\n\n\n<p>(Weihnachtsengel, GT und KT setzen sich auf den Rand der B\u00fchne)<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: &#8222;So, Ende im Gel\u00e4nde! Fragen dazu? Sonst bringe ich Euch wieder in Eure Zeit zur\u00fcck!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>GT: &#8222;Tja, das war jetzt sehr viel auf einmal. Arme Leute, die ihr Kind in einem Stall geb\u00e4ren und darum wird ein riesiger Wirbel veranstaltet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eDie haben nichts und dennoch haben sie mehr als wir je hatten. Wir m\u00fcssen dar\u00fcber nachdenken. Schluss f\u00fcr heute!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>(GT und KT schauen die Weihnachtsengel an): \u201eDANKE!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: &#8222;Danke? Klingt nach einer Premiere! Beamen wir?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(Balthasar, Kaspar und Melchior st\u00fcrmen herein)<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: &#8222;Halt, halt, halt! Ohne uns wirklich, wahnsinnig wichtige Weisen ist diese wunderbare Geschichte ein wenig weniger wunderbar!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar: &#8222;Puh, das war knapp!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: &#8222;Wo isser nu, der Heiland?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer (stellt sich in den Weg): &#8222;Moooment, wir sind am Ende des Krippenspieles, die Termine waren bekannt! Meldung der Teilnehmer f\u00fcrs Krippenspiel bis Ende Kalenderwoche 48!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: &#8222;Ja aber, die, die, die Karawane zog weiter!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar: &#8222;Die, die, die S-Bahn war weg!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: &#8222;Wir, wir, wir mussten auf das letzte Kamel warten!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: &#8222;Und die, die, die Schranken waren unten!&#8220;<a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Dietmar\/AppData\/Local\/Microsoft\/Windows\/Temporary Internet Files\/Content.Outlook\/GBJL9O1F\/#_ftn1_5520\">[1]<\/a> (siehe Anmerkung)<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar: &#8222;Und was machen wir jetzt mit unseren Geschenken?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: &#8222;Gold!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: &#8222;Weihrauch!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar: &#8222;Myrre!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: &#8222;Genau, Gold ist ein sinnvolles Investment f\u00fcr die Zukunft!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: &#8222;Weihrauch&#8230;.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar: &#8222;&#8230;..und Myrre!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: &#8222;&#8230;zaubern ein entspanntes Grinsen auf die Antlitze sp\u00e4terer Priester!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: &#8222;Och bitte, gib wenigstens denen eine Chance!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(GT und KT stehen auf):<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eMit Geschenken kennen wir uns aus! Zeigt mal her &#8230;..\u00e4h &#8230;.zeigt doch mal BITTE her!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(Alle drei heben die Geschenke in ihre Richtung)<\/p>\n\n\n\n<p>KT (versucht einen Scan): &#8222;Da ist ja nicht mal ein Barcode drauf! (h\u00e4lt kurz inne) Aber ich denke, das ist auch gut so!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer: &#8222;Ihr meint&#8230;..?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(GT und KT nicken)<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (achselzuckend zu Pfarrer): \u201eBei mir ist alle fein!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer: &#8222;Na dann kommt, Ihr Opfer des \u00f6ffentlichen Nahverkehrs!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>(Die drei Weisen gruppieren sich um die Krippe herum)<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: &#8222;Es wird Zeit!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>GT: &#8222;Was wird uns erwarten?&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eM\u00f6glicherweise leicht beschwipste Eltern. Aber Ihr werdet es niemals bereuen, hier gewesen zu sein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eDas klingt nach lohnender Zukunftsperspektive!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Extro<\/p>\n\n\n\n<p>(B\u00fchne schwach beleuchtet, auf ihr sitzen Mutter und Vater und kichern albern. Mit viel Nebel und Blitzlichtern tauchen GT, KT und die Weihnachtsengel auf.)<\/p>\n\n\n\n<p>(Eltern kommen aufgeregt angerannt)<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter: \u201eDa seid Ihr ja wieder. Euer Vater hat mir alles gebeichtet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eHatte ich eine wirkliche Alternative? Wir haben aber ein kleines Problem, Ihre lieben Kinderchen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eUnd?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Vater: \u201eNa ja, bei Eurem Start vorhin sind hier ordentlich die Fetzen geflogen und dabei sind Eure Geschenke fast alle eingedampft worden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>KT: \u201eWas hei\u00dft \u201afast alle\u2018?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mutter (Gibt Ihnen jeweils eine Pappschachteln): \u201eDas ist alles, was Euch von Eurem <em>x-mas-profit <\/em>geblieben ist! Es tut mir ja so leid, mein Sch\u00e4tze!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT (schaut in die Schachtel, grinst): \u201eWas ist denn das f\u00fcr ein herrlicher Quatsch?<\/p>\n\n\n\n<p>KT (zur Weihnachtsengel) Schau mal!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel: \u201eHihi, stell Dir mal vor, das machen alle auf einmal!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>GT: \u201eWir sollten es ausprobieren! Hilfst Du uns?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachtsengel (zur Gemeinde): \u201eWir warten nach dem letzten Lied vor der T\u00fcr auf Euch! Frohe Weihnachten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"file:\/\/\/C:\/Users\/Dietmar\/AppData\/Local\/Microsoft\/Windows\/Temporary Internet Files\/Content.Outlook\/GBJL9O1F\/#_ftnref1_5520\">[1]<\/a> Anmerkung zu den Schranken: Der kleine M\u00fcnchener Vorort Neubiberg wird durch eine S-Bahn-Linie geteilt. Der Verantwortliche f\u00fcr die Schlie\u00dfzeiten der Schranken folgt einem zeitlichen Muster, welches ein normal Sterblicher nicht entschl\u00fcsseln kann. Daher gilt der Satz: \u201eDie Schranken waren unten!\u201c als allgemein akzeptierte Ausreden bei versp\u00e4tetem Erscheinen am Arbeitsplatz oder in der Schule.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>von Andreas Gehrke Neubiberg 2011 Sauprei\u00df, himmlischer! # Figur Darsteller 1. Gro\u00dfe Tochter (GT) &nbsp; 2. Kleine Tochter (KT) &nbsp; 3. Mutter &nbsp; 4. Vater &nbsp; 5. Weihnachtsengel &nbsp; 6. Maria &nbsp; 7. 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