{"id":71,"date":"2020-03-08T15:44:11","date_gmt":"2020-03-08T14:44:11","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=71"},"modified":"2020-03-08T18:53:39","modified_gmt":"2020-03-08T17:53:39","slug":"katja-eitler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=71","title":{"rendered":"Katja Eitler"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Christmette Aue 2001<\/h3>\n\n\n\n<p><strong><em>Personen:<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Maria:<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:<\/p>\n\n\n\n<p>Zacharias:<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:<\/p>\n\n\n\n<p>Hanna:<\/p>\n\n\n\n<p>Judit:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser:<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:<\/p>\n\n\n\n<p>Priester:<\/p>\n\n\n\n<p>Diener:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:<\/p>\n\n\n\n<p>1. Frau:<\/p>\n\n\n\n<p>2. Frau:<\/p>\n\n\n\n<p>Engelchor:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>1. Szene:<\/em> Gabriel bei Maria<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Welch ein herrlicher Tag! Ich danke dir, Gott, dass du alles so wunderbar gemacht hast. Die ganze Sch\u00f6pfung liegt in deiner Hand \u2013 auch jeder einzelne Mensch! Hab Dank, dass du dich um jeden k\u00fcmmerst \u2013 auch um mich! Habe Dank f\u00fcr meine Familie, besonders f\u00fcr Josef, meinen Verlobten und hilf uns, dass wir unser Leben nach deinem Willen f\u00fchren und nie vergessen, dass wir ohne dich nichts schaffen k\u00f6nnten. Ich preise deine G\u00fcte, Herr, und ich bitte dich um Hilfe f\u00fcr dein Volk. Sende du deinen Messias, den Retter f\u00fcr Israel, der uns aus der Knechtschaft erl\u00f6sen wird! Herr, wir warten auf Trost und Rettung in dieser schlimmen Zeit!<\/p>\n\n\n\n<p>(Gabriel ist bei den letzten Worten herangetreten.)<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sei gegr\u00fc\u00dft, Maria! Du bist die Gesegnetste unter den Frauen in Israel!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>(erschrocken)<\/em> Wer bist du? Was ist das f\u00fcr ein Gru\u00df?<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Habe keine Angst, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, den sollst du Jesus nennen! Dein Sohn wird gro\u00df sein und ein Sohn des H\u00f6chsten genannt werden und Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit und sein Reich wird kein Ende haben!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber wie soll das zugehen? Ich bin noch nicht verheiratet und&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott selbst will der Vater deines Sohnes sein \u2013 du wirst Gottes Sohn zur Welt bringen \u2013 den Messias, den Retter! Denke an deine Verwandte Elisabeth, die in ihrem Alter auch schwanger geworden ist, obwohl man sagte, sie sei unfruchtbar! Bei Gott ist kein Ding unm\u00f6glich, Maria!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei Gott ist alles m\u00f6glich \u2013 ja, das ist wahr! Nun, ich will dem Herrn dienen so gut ich kann. Es geschehe, was du gesagt hast!<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; So m\u00f6ge Gott dich segnen und beh\u00fcten, Maria! <em>(Gabriel ab)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mein Gott, ich danke dir! Du hast die Gebete deines Volkes erh\u00f6rt, du schickst uns den Heiland! Und ich, eine einfache Frau, bin ein Teil deines Erl\u00f6sungswerkes! Hab Dank f\u00fcr deine Gnade, Herr!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>2. Szene: <\/em>Maria bei Elisabeth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Elisabeth sitzt, Maria kommt von hinten gelaufen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie ich diesen Weg genie\u00dfe! Ich denke immerzu an das Kind, das Gott mir schenken wird und daran, was er mit meinem Sohn vorhat.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich muss meine Gedanken mit jemandem teilen \u2013 ich werde mich Elisabeth anvertrauen, sie wird mich verstehen, wo sie doch auch durch ein Wunder schwanger geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Elisabeth steht auf und kommt Maria einige Schritte entgegen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Oh, sie erwartet mich schon! Sei gegr\u00fc\u00dft, Elisabeth! M\u00f6ge unser Herr dich segnen!<\/p>\n\n\n\n<p>(Elisabeth kommt auf Maria zu, bleibt pl\u00f6tzlich stehen und legt freudig erstaunt die Hand auf ihren Bauch.)<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Maria \u2013 Gott hat dich mehr gesegnet als alle Frauen in Israel! Du wirst die Mutter von Gottes Sohn sein, das wusste ich in dem Augenblick, als du auf mich zukamst, denn mein Kind bewegte sich froh in mir. Du darfst dich freuen, denn du hast geglaubt, dass die Botschaft, die der Herr dir sagen lie\u00df, in Erf\u00fcllung geht!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: <em>(legt den Arm um Elisabeth) <\/em>Ich preise den Herrn und juble vor Freude \u00fcber Gott, meinen Retter! Ich bin nur eine einfache Frau und doch hat er sich mir zugewandt. Von nun an wird man mich gl\u00fccklich preisen in allen kommenden Generationen; denn Gott hat Gro\u00dfes an mir getan, er, der m\u00e4chtig und heilig ist. Sein Erbarmen h\u00f6rt niemals auf, er schenkt es allen, die ihn ehren, \u00fcber viele Generationen hin. Nun hebt er seinen gewaltigen Arm und fegt die Stolzen weg mit ihren ganzen Pl\u00e4nen! Er st\u00fcrzt die M\u00e4chtigen vom Thron und richtet die Unterdr\u00fcckten auf! Der Herr hat seine Verhei\u00dfungen nicht vergessen und nun wird er sie erf\u00fcllen!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich wei\u00df nicht, wie es dir geht, Elisabeth, aber mich besch\u00e4ftigt die Not unseres Volkes so sehr. Ich bete immer wieder darum, dass alle Gott und seinen Willen erkennen. Der Glaube ist doch so wichtig und er geht immer mehr verloren! Am Ende werden auch die Priester nicht mehr wirklich an Gott glauben! <em>(kurze Pause) <\/em>Wie geht es Zacharias?<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dank deiner Nachfrage. Aber er macht mir trotz all der Freude, die ich durch mein Kind erlebe, gro\u00dfen Kummer! <em>(Die beiden setzen sich.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Denk dir nur, er hat seine Sprache verloren und musste deshalb seinen Dienst aufgeben! Er nimmt kaum noch Kontakt zu mir oder anderen auf, aber er ist noch frommer geworden als vorher. Er weint, betet und fastet viel. Man hat mir erz\u00e4hlt, er habe wohl im Tempel eine Erscheinung gehabt und die habe ihm die Sprache genommen. Ich bete darum, dass Gott ihm gn\u00e4dig ist, damit er wieder sprechen und seinen Dienst wieder aufnehmen kann, denn er hat Gott stets mit gro\u00dfer Freude gedient. Einmal hat er mir mit Zeichen erkl\u00e4rt, dass unser Kind ein Sohn sein wird und dass wir ihn Johannes nennen m\u00fcssten. Er wei\u00df wohl noch viel mehr, aber mehr habe ich nicht von ihm erfahren. Aber nun erkenne ich, dass unser Gott durch dich und mich etwas tun will &#8211; dass er unserem Volk mutige M\u00e4nner geben will! \u2013 Was sagt dein Josef dazu?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe noch nicht mit ihm dar\u00fcber gesprochen. Der Engel Gottes, der mit mir sprach, soll auch Josef erkl\u00e4ren, was passieren wird. Mir w\u00fcrde er wohl ohnehin nicht glauben, er wird das Wunder f\u00fcr unm\u00f6glich halten. Ich konnte einfach nicht mit ihm dar\u00fcber sprechen. Er ahnt noch nichts und ich bete f\u00fcr ihn zu unserem Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hast du keine Angst, dass er dich verl\u00e4sst und in Schande bringt?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nein, denn ich wei\u00df, dass Gott einen Plan f\u00fcr mich hat, ganz egal, was Josef auch tun wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich bewundere deinen starken und unersch\u00fctterlichen Glauben, Maria!<\/p>\n\n\n\n<p>(Zacharias kommt hinzu, bleibt vor Maria stehen, deutet zum Himmel und nickt dabei anschlie\u00dfend<\/p>\n\n\n\n<p>deutet er zuerst auf sich und dann wieder zum Himmel, dabei sch\u00fcttelt er traurig den Kopf.)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>(nickt)<\/em> Du h\u00e4ttest ihm glauben sollen, Zacharias!<\/p>\n\n\n\n<p>(Zacharias nickt und legt ihr segnend beide H\u00e4nde auf den Kopf. Danach geht er langsam wieder<\/p>\n\n\n\n<p>zur\u00fcck.)<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp; (steht auf) Wir wollen ins Haus gehen! Du bist sicher ersch\u00f6pft vom weiten Weg und wirst Hunger und Durst haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn es dir recht ist, Elisabeth, w\u00fcrde ich gern eine Weile bei euch bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du bist uns herzlich willkommen und kannst bleiben, solange du willst! Wir genie\u00dfen deine Gegenwart, du bist noch so jung und fr\u00f6hlich und erhellst uns den Alltag!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich denke, Josef wird mich holen, wenn ich zu lange hier bleibe.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, dann werden wir alle an diesem Tag ein frohes Wiedersehen feiern!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Szene: Gabriel bei Josef<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun muss es doch in meinen Sch\u00e4del hinein, was ich lange nicht wahr haben wollte! Schon seit einer ganzen Weile f\u00e4llt mir auf, dass Maria sich ver\u00e4ndert hat. Zuerst dachte ich ja, es l\u00e4ge nur an der Verlobung und hielt sie f\u00fcr fromm und unschuldig. Doch ich wollte wohl nur das Gute in ihr sehen \u2013 alles war nur T\u00e4uschung! Sie denkt wohl, ich bin nur ein dummer Zimmermann, den sie an der Nase herumf\u00fchren kann!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Doch ich, Josef, aus dem Geschlecht Davids, brauche keine Frau, die zwar sch\u00f6n, aber unehrlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ach Gott, wie konnte mir so etwas passieren \u2013 ganz offen hat sie mich angesehen und mir versichert, dass sie sich mit keinem anderen Mann eingelassen hat! Mit keiner Wimper hat sie gezuckt! Aber das sind die schlimmsten L\u00fcgen \u2013 die, die man kaum von der Wahrheit unterscheiden kann. Ich w\u00fcrde ihr so gern glauben \u2013 aber sie erwartet ein Kind und das ganz sicher nicht von mir!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (setzt sich hin und st\u00fctzt den Kopf gr\u00fcbelnd in die H\u00e4nde)<\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich m\u00fcsste ich sie sofort verlassen \u2013 doch ich will fromm sein und nicht B\u00f6ses mit B\u00f6sem vergelten! Ich werde ihr beweisen, dass ich sie liebe und werde sie nicht in Schande bringen, wie sie es verdient. Ich will sie heiraten, damit alle glauben, dass sie mein Kind erwartet. Doch dann werde ich sie heimlich verlassen und niemand wird wissen, wohin ich gehe! Ich werde sicher in einer anderen Stadt Arbeit finden, aber sie wird schweigend ihre Schande ertragen m\u00fcssen! \u2013 Wie konnte sie mich nur so betr\u00fcgen! Ich kann es noch immer nicht fassen!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (legt den Kopf in die H\u00e4nde und schl\u00e4ft ein \u2013 Gabriel tritt ein und greift nach Josefs<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schulter)<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Josef! Josef!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: (spricht im Schlaf) Herr, ich h\u00f6re!<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Josef, du Sohn Davids!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: (weiter schlafend) Ja, Herr, ich h\u00f6re!<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du hast sehr schlecht von Maria geredet und gedacht. Deine Verlobte erwartet kein Kind von einem anderen Mann \u2013 nein \u2013 sie wird Gottes Sohn zur Welt bringen! Eigentlich h\u00e4ttest du wissen m\u00fcssen, dass sie dich niemals betr\u00fcgen w\u00fcrde. Du wirst sie zur Frau nehmen und dem Kind sollt ihr den Namen Jesus geben! Jesus! H\u00f6rst du? Jesus!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef :&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich h\u00f6re!<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du kennst doch die Propheten und bezeichnest dich selbst als fromm. Und was kannst du beim Propheten Jesaja lesen? Dass eine Jungfrau, h\u00f6rst du: eine Jungfrau! einen Sohn bekommen wird und er wird Immanuel hei\u00dfen!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: (steht langsam auf, nimmt den Engel aber immer noch nicht richtig wahr) Immanuel! Jesus! Jesus! Ich werde mit Maria sprechen. Wenn sie diesen Namen wei\u00df, dann hat sie nicht gelogen! Gottes Sohn \u2013 Jesus \u2013 wenn das wahr ist \u2013 dann muss sie es wissen! Jesus!<\/p>\n\n\n\n<p>(Josef eilig ab)<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er will einen Beweis! Alle wollen Beweise haben! Sie glauben nicht! Dabei ist der Glaube doch das Wichtigste, der einzige Weg zur Ver\u00e4nderung und zur Rettung! Der Glaube, der Berge versetzen kann! (hebt die H\u00e4nde)<\/p>\n\n\n\n<p>O Gott, gib ihnen Glauben! Lass sie das Wunder erkennen, dass du deinen Messias sendest, der durch Glauben die Welt von Grund auf erneuern wird!<\/p>\n\n\n\n<p>(Gabriel ab)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4. Szene: Maria und Josef in Bethlehem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schau, Maria \u2013 wir sind angekommen. Bethlehem \u2013 die Stadt Davids! Hier hat der gro\u00dfe K\u00f6nig gelebt und durch ihn hat das Volk Israel gesehen, was echter Glaube bewirken kann. Und es ist auch mein Heimatort. Kannst du dir vorstellen, wie ich mich auf meine Br\u00fcder freue?<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria bleibt stehen und greift sich ersch\u00f6pft an die Stirn.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (besorgt) Was hast du, Maria? Setz dich hier an den Wegrand, ich will sehen, ob ich in dem Haus dort dr\u00fcben etwas Wasser f\u00fcr dich bekommen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nein, lass nur! Es geht schon wieder. Aber ich bin ersch\u00f6pft und ich glaube, dass es nicht mehr lange dauert, bis das Kind kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir haben es nicht mehr weit. Siehst du \u2013 dort dr\u00fcben ist schon das gro\u00dfe Haus meines Bruders.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, ich kann es sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und sieh nur \u2013 die vielen Menschen! Sie sind wie wir, fremd und doch ist hier ihre Heimat. Man kann gar nicht richtig begreifen, wie viele Menschen aus diesem kleinen Ort stammen! &#8211; Nun, mein Bruder hat viel Platz in seinem Haus, er kann alle seine Geschwister unterbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Josef erkennt von weitem seinen Bruder, der tut, als ob er die beiden nicht gesehen hat.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Andreas!<\/p>\n\n\n\n<p>(Andreas reagiert nicht.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; He, Andreas!<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas: (dreht sich unwillig um) Ja, was ist denn? Ach, Josef.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: (erfreut) Nun zun\u00e4chst einmal: Sei mir gegr\u00fc\u00dft! Gott segne dich! Wie geht es dir? Du siehst wirklich gut aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp; (l\u00e4chelt verlegen) Nun ja. Und was treibst du?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Danke! Wir kommen zurecht. Wir haben immer, was wir brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, das ist wohl das Wichtigste. Und das ist wohl deine Frau?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, das ist Maria. Sie ist sehr ersch\u00f6pft. Es wird nicht mehr lange dauern, bis das Kind zur Welt kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas: (schaut Maria aufdringlich an) Hm \u2013 hm! So \u2013 so! Da hast du dir ja ein feines Fr\u00e4ulein ausgesucht \u2013 fast ein bisschen zu fein f\u00fcr einen Zimmermann, oder? Wo wollt ihr denn jetzt hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (best\u00fcrzt) Wie meinst du das \u2013 wohin wir wollen? Du wei\u00dft doch &#8211; die Volksz\u00e4hlung \u2013 deshalb mussten wir nach Bethlehem kommen. Sind denn nicht alle unsere Br\u00fcder bei dir?<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, einige kamen schon hier vorbei, sie haben Quartiere bei Bekannten oder in Gasth\u00e4usern genommen. Aber ich habe noch nicht alle gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich dachte, dass wir bei dir &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei mir? Nein, leider, das geht nicht. Mein ganzes Haus ist schon \u00fcbervoll. Meine Frau beklagt sich schon \u00fcber die vielen G\u00e4ste.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber hast du denn nicht erwartet, dass deine Br\u00fcder kommen w\u00fcrden?<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Doch \u2013 sicher, sicher! Aber andere waren nun mal schneller als ihr! Und einige davon sind wirklich gute Freunde von mir, auch solche, bei denen ich noch in der Schuld stehe. Da l\u00e4sst sich wirklich nichts \u00e4ndern!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (entt\u00e4uscht) Nun, dann wei\u00df ich nicht, wo wir jetzt hingehen sollen. Wir kommen sehr sp\u00e4t, es wird sicher \u00fcberall schon Platzmangel herrschen. Du siehst doch, Maria braucht jemanden, der sich um sie k\u00fcmmert, dazu werden Fremde wohl kaum bereit sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, eben deshalb \u2013 (verbessert sich eilig) Ich meine, ich meine, vielleicht solltet ihr im Hospital nachfragen, das ist ja wohl der richtige Platz f\u00fcr \u2013 f\u00fcr so was. (lacht gek\u00fcnstelt) Ich meine f\u00fcrs Kinder kriegen! Dort m\u00fcsst ihr nat\u00fcrlich auch bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Josef sch\u00fcttelt entt\u00e4uscht und verzweifelt den&nbsp; Kopf, inzwischen kommt die Tochter des Andreas<\/p>\n\n\n\n<p>mit einem Korb am Arm dazu.)<\/p>\n\n\n\n<p>Hanna: (zu Andreas) Mutter sucht dich! Wer ist das denn?<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das ist Josef, mein Bruder. Du wei\u00dft schon &#8211; !<\/p>\n\n\n\n<p>Hanna:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (mustert die beiden aufdringlich) Na und &#8211; ?<\/p>\n\n\n\n<p>Andreas:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe ihnen vorgeschlagen, im Hospital nachzufragen, ob man sie aufnimmt \u2013 du siehst doch, sie bekommt bald ein Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria lehnt sich ersch\u00f6pft an Josef und greift sich wieder an die Stirn.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Andreas, kann nicht Maria wenigstens so lange bei euch bleiben, bis ich Quartier f\u00fcr uns gefunden habe? Sie braucht dringend Ruhe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hanna: (leise zu Andreas, aber so, dass Maria und Josef sie h\u00f6ren k\u00f6nnen) Das kommt \u00fcberhaupt nicht in Frage! Solche Bettler kriegt man nie wieder los! Unser Haus ist ja wohl schon voll genug! Was glaubst du, was Mutter dazu sagen w\u00fcrde? Und am Ende bekommt sie das Kind noch mitten in unserer guten Stube. Auf keinen Fall kommt sie in unser Haus!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und jetzt komm, Mutter ist sicher schon ungeduldig! (geht hochm\u00fctig weg)<\/p>\n\n\n\n<p>(Andreas setzt zu einer Erkl\u00e4rung an, doch Josef winkt ab.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist schon gut, Andreas. Ich habe geh\u00f6rt, was sie gesagt hat. Ich bin nur besorgt wegen Maria. Da hast du ja wirklich eine barmherzige Tochter, Andreas! Du tust mir leid, wenn alle deine Kinder so sind! Aber eines will ich dir noch sagen: Das Verhalten der Kinder spiegelt doch meist nur das wider, was sie im Elternhaus erleben. Lebe wohl, Andreas! Komm, Maria, wir m\u00fcssen uns eine andere Unterkunft suchen!<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria und Josef gehen, Andreas sieht ihnen nach, zuckt mit den Schultern und geht in die andere Richtung davon. &#8211; Licht aus)<\/p>\n\n\n\n<p>(Maria und Josef kommen von der Seite zur\u00fcck.)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ruh dich kurz aus, Maria! Ich werde dort in der Herberge nach einem Quartier fragen. Es ist das einzige Haus, in dem wir noch nicht gefragt haben. Wenn man uns hier nicht aufnimmt &#8211; &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich verstehe deine Sorgen, Josef. Es wird schon dunkel und meine Kr\u00e4fte sind fast ersch\u00f6pft. Doch Gott wird uns auch hier, gerade hier, nicht im Stich lassen! Er wei\u00df einen Platz f\u00fcr uns.<\/p>\n\n\n\n<p>(Judit und der 2. Hirte kommen den Gang entlang.)<\/p>\n\n\n\n<p>Judit:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du kannst dir nicht vorstellen, was bei uns zu Hause zur Zeit los ist. Mein Vater hat alle Zimmer vermietet, die wir haben und ich muss den ganzen Tag Besorgungen f\u00fcr meine Mutter erledigen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir auf dem Feld bekommen ja nur wenig mit von all dem Trubel hier in der Stadt, doch selbst bei uns gibt es kaum ein anderes Thema als die Volksz\u00e4hlung.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (spricht die Beiden an) Gott segne euch, ihr Beiden! Wir suchen dringend noch eine Unterkunft. Wisst ihr vielleicht, wo noch ein Platz frei ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Judit:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da seid ihr hier schon richtig. Dieses Haus geh\u00f6rt meinen Eltern. Es ist zwar auch schon \u00fcberf\u00fcllt, aber ich werde trotzdem meinen Vater fragen. Er hat sicher noch eine Unterkunft f\u00fcr euch. (Judit ab)<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (zu Maria) Gebe Gott, dass wir hier endlich zur Ruhe kommen k\u00f6nnen!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Judit kommt sicher gleich wieder und zeigt euch, wo ihr euch ausruhen k\u00f6nnt.<\/p>\n\n\n\n<p>(Judit kommt zur\u00fcck.)<\/p>\n\n\n\n<p>Judit:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es tut mir leid, aber mein Vater sagt, er kann nichts f\u00fcr euch tun. Unser Haus ist voll bis unter das Dach. Ich h\u00e4tte euch wirklich gern geholfen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich h\u00e4tte eine Idee, aber ich wei\u00df nicht, ob sie euch gefallen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sag ruhig, was du denkst! Wir sind dankbar f\u00fcr jeden Rat.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ihr k\u00f6nntet bei uns im Stall unterkommen. Die Schafe sind auf dem Feld und dort h\u00e4ttet ihr es wenigstens warm.<\/p>\n\n\n\n<p>Judit:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und ich k\u00f6nnte euch sicher etwas zu essen vorbei bringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie danken euch Beiden f\u00fcr eure Hilfe! (zum Hirten) Zeig uns bitte den Weg!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gottes Sohn kommt in einem Stall zur Welt \u2013 er kommt zu den Armen, zu den Niedrigen und Gedem\u00fctigten!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5. Szene: Die Weisen in Jerusalem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ist euch aufgefallen, was hier los ist? Das ist ja die reinste V\u00f6lkerwanderung. Alle scheinen unterwegs zu sein und die Unruhe in diesem Volk ist kaum zu beschreiben. Ich wei\u00df nicht, was ich davon halten soll.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, du hast Recht. Man bekommt das Gef\u00fchl, das keiner mehr Zeit hat, alle sind in Hast und Eile gefangen. Doch was ich besonders seltsam finde ist, das keiner etwas von dem neu geborenen K\u00f6nig der Juden zu wissen scheint. Wenn man sie danach fragt, reagieren sie abweisend und verunsichert.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vielleicht d\u00fcrfen sie nichts wissen. Wir k\u00f6nnen uns nicht so geirrt haben, wir alle drei sind diesem wunderbaren Stern bis hierher gefolgt. Wir werden wohl in den Palast gehen m\u00fcssen. Vielleicht k\u00f6nnen wir mit dem K\u00f6nig dieses Volkes selbst sprechen und ihm unsere Fragen stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, das wollen wir tun. Aber ich bin mir nicht sicher, ob wir im Palast wirklich finden k\u00f6nnen, was wir suchen. Wenn ich dieses Volk ansehe, denke ich, dass sie eigentlich keinen neuen Herrscher brauchen, der die Lasten, die sie bedr\u00fccken, nur neu verteilt. Seht sie euch doch an, sie tragen so viel Sorge, Angst und Schuld \u2013 sie brauchen Einen, der ihnen diese Lasten abnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ob wir diesen Einen wohl jemals finden werden?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6. Szene: Im Palast des Herodes<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Herodes sitzt auf seinem Thron, der Priester kommt eilig dazu und verbeugt sich.)<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe dich rufen lassen, weil mir die Stimmung, die derzeit im Volk zu herrschen scheint, gro\u00dfe Sorgen bereitet. Du hast doch deine Leute \u00fcberall im Volk, also sage mir: Was sorgt f\u00fcr solche Unruhe im ganzen Land und versetzt die Menschen in Israel so in Aufruhr?<\/p>\n\n\n\n<p>Priester: (z\u00f6gernd) Die Menschen unseres Volkes sind tief in ihrem Inneren beunruhigt und suchend. Man kann nicht genau sagen, was die Ursache daf\u00fcr ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich will doch nicht annehmen m\u00fcssen, dass du mir gegen\u00fcber unaufrichtig bist! Ich habe fast das Gef\u00fchl, dass du mir etwas verschweigst! Aber mein oberster Priester w\u00fcrde mich doch nicht hintergehen, oder?!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, vielleicht kann ich deiner Erinnerung etwas nachhelfen \u2013 mir wurde berichtet, das Volk warte auf jemanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Priester:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, mein K\u00f6nig, verzeiht mir, dass ich nicht gleich darauf zu sprechen kam. Immer mehr Menschen in Israel glauben, dass schon bald der Messias erscheinen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Messias also. Nun hat meine Sorge also einen Namen. Und wer ist dieser Messias und was ist seine Aufgabe?<\/p>\n\n\n\n<p>Priester:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, dar\u00fcber gibt es viele verschiedene Meinungen. Die Einen sagen, er sei der Erl\u00f6ser Israels, die Anderen sprechen vom Friedef\u00fcrsten, wieder Andere sind der Meinung &#8230; (z\u00f6gert)<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: (ungeduldig) Was meinen sie? Sprich!<\/p>\n\n\n\n<p>Priester: (immer noch z\u00f6gernd) Sie meinen \u2013 er sei \u2013 der kommende K\u00f6nig der Juden!<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: (springt emp\u00f6rt auf) Was redest du da? Der K\u00f6nig der Juden? Es gibt nur einen K\u00f6nig der Juden, und der bin ich! Daran wird auch niemand etwas \u00e4ndern! Niemand! Nicht, solange ich am Leben bin! Und du, mit all deinen Leuten wirst daf\u00fcr sorgen, dass diese Gedanken aus den K\u00f6pfen der Menschen verschwinden!<\/p>\n\n\n\n<p>(Der Diener tritt hinzu und verbeugt sich tief vor dem K\u00f6nig.)<\/p>\n\n\n\n<p>Diener:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mein K\u00f6nig, drau\u00dfen stehen drei vornehme Herren, die um eine Audienz bitten.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe jetzt keine Zeit! Sie sollen sp\u00e4ter wieder kommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Diener:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mein K\u00f6nig, diese drei Herren, sie \u2013 sie &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was stotterst du hier herum? Was ist denn nun an diesen Herren so Besonderes?<\/p>\n\n\n\n<p>Diener:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sie sagen, sie suchen den neu geborenen K\u00f6nig der Juden!<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was soll das? F\u00e4ngst du auch schon damit an? Ich werde dich ins Gef\u00e4ngnis werfen lassen, dort wird dir das Gerede vom neuen K\u00f6nig der Juden schon vergehen! (Er h\u00e4lt pl\u00f6tzlich inne, denkt nach, wird \u00e4u\u00dferlich ruhiger und setzt sich wieder.) Nein! Nein, nein! Ich muss heraus finden, was hinter diesen Ger\u00fcchten steckt! (zum Diener) Bring mir die Herren herein! Ich will ihnen einige Fragen stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Diener eilig ab)<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: (geht unruhig auf und ab) Ich kann es nicht glauben! Ein neuer K\u00f6nig! Was soll das bedeuten? (zum Priester) Irgend etwas muss doch in euren Schriften stehen \u00fcber diesen Messias! Wozu habe ich euch eigentlich, wenn ihr doch nichts wisst?<\/p>\n\n\n\n<p>Priester:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich werde sofort die alten Schriften holen und nach allem forschen, was \u00fcber den Messias geschrieben steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, geh! Aber beeil dich! (Priester ab) Ich habe kein Vertrauen zu ihm. Er wei\u00df sicher viel mehr, als er mir sagt. Ich kann wohl keinem mehr trauen. Doch auch das versetzt mich nicht in Angst \u2013 mich nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>(Herodes setzt sich wieder, der Diener bringt die drei Weisen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Diener:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mein K\u00f6nig, hier sind die drei Herren.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir gr\u00fc\u00dfen dich, erhabener K\u00f6nig! Wir kommen aus fernen L\u00e4ndern und haben eine weite Reise hinter uns. Doch wir hoffen, dass wir nun am Ziel unseres Weges angekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, solch vornehme G\u00e4ste sind in meinem Palast nat\u00fcrlich stets willkommen. Mein Diener wird euch sofort Zimmer zurecht machen, damit ihr euch erfrischen und etwas ruhen k\u00f6nnt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir brauchen keine Zimmer, denn wir sind nicht hier um zu ruhen, sondern um dem neu geborenen K\u00f6nig der Juden zu huldigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wie kommt ihr darauf, dass es hier in meinem Palast einen neu geborenen K\u00f6nig gibt?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir alle drei entdeckten in unserer Heimat diesen wunderbaren neuen Stern am Himmel. Dieser Stern f\u00fchrte uns in dein Land.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Der Stern k\u00fcndigt die Geburt eines gro\u00dfen K\u00f6nigs an \u2013 und wo sollte ein K\u00f6nig geboren werden, wenn nicht in einem Palast?<\/p>\n\n\n\n<p>(W\u00e4hrend der Worte der Weisen ist der Priester mit einer Schriftrolle wieder herein gekommen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun, sicher sind eure Gedanken nicht von der Hand zu weisen, doch leider wurde hier kein K\u00f6nig geboren. Er muss an einer anderen St\u00e4tte zur Welt gekommen sein. Mein Priester hier hat in der Zwischenzeit in den prophetischen Schriften unseres Volkes geforscht und kann euch sicher weiter helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Priester:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Beim Propheten Micha steht geschrieben: Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel der Herr sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich danke dir. (zu den Weisen) Wie ihr soeben vernommen habt, werdet ihr eure Reise doch noch einmal fortsetzen m\u00fcssen. Geht nach Bethlehem \u2013 vielleicht findet ihr dort das Kind, das ihr sucht. Doch bevor ihr abreist, m\u00f6chte ich euch noch um etwas bitten. Wenn ihr in Bethlehem den neuen K\u00f6nig der Juden gefunden habt, so kehrt doch auf eurem Heimweg noch einmal bei mir ein und berichtet mir, wo ich das Kind finden kann. Ich will mich dann auch auf den Weg machen, um dem Kind meine Ehrerbietung zu zeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir werden es wohl bedenken.<\/p>\n\n\n\n<p>(Weise ab, Herodes geht wieder unruhig auf und ab)<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenn ich nur w\u00fcsste, wie viel Wahrheit in diesen alten Prophezeiungen steckt! Ich kann nur hoffen, dass diese drei Herren auch wirklich zu mir zur\u00fcck kommen. Ich muss wissen, wo ich diesen neuen K\u00f6nig finden kann, damit ich ihn aus dem Weg schaffen kann. &#8211; Und wenn sie nicht wieder kommen? Was dann? (zu Diener und Priester) Was steht ihr herum und schaut mich dumm an? Ich erwarte Vorschl\u00e4ge von euch, wie ich diesen neu geborenen K\u00f6nig, diesen Messias beseitigen kann. Verschwindet und denkt dar\u00fcber nach! Ich lasse mir meinen Thron&nbsp; und meine Macht nicht rauben! Schon gar nicht von einem Kind!<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (tritt aus dem Schatten hinter Herodes, der nimmt ihn jedoch nicht wahr) Und doch, Herodes, auch wenn dein Verstand es jetzt nicht fassen kann: Dieses Kind ist schon jetzt gr\u00f6\u00dfer und m\u00e4chtiger, als du es je sein k\u00f6nntest.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Er ist der K\u00f6nig aller K\u00f6nige, der Retter und Heiland f\u00fcr die Menschen und du wirst ihn mit all deiner menschlichen List niemals aufhalten k\u00f6nnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7. Szene: Die Hirten auf dem Feld<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das ist doch verr\u00fcckt: Der Kaiser in Rom gibt einen Befehl und versetzt damit das ganze Land in Aufruhr!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, ich war heute in der Stadt. Da ist alles v\u00f6llig \u00fcberf\u00fcllt. Ich habe sogar ein junges Paar zum Schlafen in unseren Stall geschickt, weil die beiden kein anderes Quartier finden konnten. Die Frau ist schwanger und die Geburt schien nicht mehr weit zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Das war sicher richtig. Wir brauchen den Stall ja zur Zeit nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da seht ihr, was der Kaiser mit seinem Befehl angerichtet hat. Er behandelt die Menschen wie Vieh \u2013 selbst schwangere Frauen m\u00fcssen weite und beschwerliche Reisen auf sich nehmen!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wieso l\u00e4sst Gott nur zu, dass sein Volk so leiden muss?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In den heiligen Schriften steht, dass Gott einst seinen Messias senden wird, der sein Volk erretten und von der Unterdr\u00fcckung befreien wird. Gerade jetzt wird viel davon gesprochen, dass es bald so weit sein k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, und wenn schon! Glaubst du, wir hier auf dem Feld w\u00fcrden irgend etwas davon mitbekommen? Der Messias kommt nicht <strong>f\u00fcr<\/strong> uns und nicht <strong>zu<\/strong> uns!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seht doch: Es wird auf einmal so hell!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Was ist das? Es kommt n\u00e4her!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott, sei uns gn\u00e4dig!<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Hirten weichen zur\u00fcck und fallen nieder. Gabriel kommt mit dem Engelchor.)<\/p>\n\n\n\n<p>Gabriel:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; F\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird. Denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids! Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Engel singen: Ehre sei Gott in der H\u00f6he \u2013 Engel ab, die Hirten kommen langsam wieder zu sich)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Waren das \u2013 Engel? Wovon haben sie gesprochen? Etwa von dem Paar in unserem Stall und ihrem Kind?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vom Messias! Er ist wirklich gekommen!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und Gott schickt seine Boten zu uns, damit wir zuerst davon erfahren! Ich fasse es nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir m\u00fcssen hin gehen und das Kind anbeten! Der Messias \u2013 geboren in unserem Stall!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, lasst uns gehen. Aber wir wollen dem Kind etwas mitnehmen. Schlie\u00dflich ist es arm wie wir. Ich gebe ihm mein warmes Schaffell.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe hier noch einen Krug frische Schafmilch.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und ich habe ein St\u00fcck Brot f\u00fcr die Eltern.<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten eilig ab)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8. Szene: Anbetung im Stall<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>(Maria sitzt an der Krippe, Josef steht neben ihr.)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wer h\u00e4tte das gedacht, dass Gottes Sohn, der Heiland der Welt, in einem Stall zur Welt kommen w\u00fcrde! Und doch: Wir wollen Gott danken f\u00fcr seine G\u00fcte und Treue \u2013 er hat uns bis hierher gef\u00fchrt, er hat uns eine Unterkunft geschenkt und er wird auch weiter mit uns gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Hirten kommen z\u00f6gernd und unsicher n\u00e4her.)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da ist es \u2013 das Kind in der Krippe!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Genau wie es der Engel gesagt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; D\u00fcrfen wir eintreten? Wir sind gekommen, um das Kind zu sehen und es anzubeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kommt nur herein!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Aber woher wisst ihr &#8230;?<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ein Engel kam zu uns aufs Feld und brachte uns die frohe Botschaft von der Geburt des Herrn!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, die Engel kamen zu uns, den armen Hirten!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Und dann haben sie gesungen: Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Gott sei gelobt, denn er ist gn\u00e4dig. Sein Heiland kommt zu denen zuerst, die ihn am meisten brauchen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Hirten knien nieder.)<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ehre sei Gott f\u00fcr seine gro\u00dfe Treue und sein Erbarmen! Wir knien vor dir, o Messias, der du die wunderbaren Verhei\u00dfungen unseres Gottes f\u00fcr sein&nbsp; Volk erf\u00fcllen wirst.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir beten dich an, o Heiland. Du bringst das Licht in eine Welt, die oft dunkel und trostlos ist.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hab Dank Herr, dass du nicht nur ein Heiland f\u00fcr die Reichen und M\u00e4chtigen bist! Du gibst uns Hoffnung, die Hoffnung auf eine Welt voller Gerechtigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Hirten erheben sich wieder.)<\/p>\n\n\n\n<p>3. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist nicht viel, was wir euch geben konnten, doch wir hoffen, dass es euch trotzdem n\u00fctzen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir danken euch. Wir wissen, wie wenig ihr selbst habt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Verzeiht mir, aber ich kann nicht l\u00e4nger hier bleiben. Aber ich werde wiederkommen. Ich muss in die Stadt gehen und weitersagen, was heute hier geschehen ist. Alle sollen erfahren, dass Gott seinen Erl\u00f6ser zu uns geschickt hat!<\/p>\n\n\n\n<p>(2. Hirte eilig ab, durch den Gang n\u00e4hern sich die Weisen.)<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Dieser Ort dort dr\u00fcben muss Bethlehem sein.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ob wir nun endlich das Ziel unserer Reise erreicht haben? Werden wir hier den neu geborenen K\u00f6nig finden?<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wer wei\u00df! Ich habe kein Vertrauen zu Herodes und seinen Gefolgsleuten. In diesem Palast schien mir niemand richtig aufrichtig zu sein. Doch wenn wir hier wirklich finden, was wir suchen, bin ich sicher, dass wir Herodes nichts davon sagen sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Du hast Recht. Auch ich hatte das Gef\u00fchl, dass dieser K\u00f6nig nicht ganz ehrlich zu uns war.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seht doch \u2013 der Stern! Er ist stehen geblieben!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ja, doch er steht \u00fcber diesem alten Stall dort. Ein K\u00f6nig kann doch unm\u00f6glich in solch einer elenden Umgebung zu finden sein.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nun sind wir dem Stern bis hierher gefolgt. Es muss eine Bedeutung haben, dass er gerade hier stehen bleibt. Lasst uns nachsehen!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser: (klopft) Verzeiht! Wir suchen den neu geborenen K\u00f6nig der Juden.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Kommt nur herein, hier werdet ihr finden, wonach ihr euch sehnt.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es ist kaum zu fassen \u2013 ein Kind in einer Krippe! Und doch \u2013 ich sp\u00fcre es: Wir sind am Ziel \u2013 dies ist der Retter der Welt!<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Weisen knien nieder.)<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; O Herr, hab Dank, dass du uns zu dir gerufen hast. Komm du in unsere Herzen und mache sie neu!<\/p>\n\n\n\n<p>3. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schenke uns einen festen Glauben und hilf uns, deine Botschaft in die Welt hinaus zu tragen!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Hab Dank f\u00fcr deine gro\u00dfe Liebe, die f\u00fcr alle Menschen gilt. Gib, dass wir diese Liebe aufnehmen und weiter geben k\u00f6nnen!<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Weisen erheben sich.)<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nehmt unsere Gaben als Zeichen unserer Verbundenheit und Ehrerbietung!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir danken euch f\u00fcr eure Gro\u00dfz\u00fcgigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>(Der 2. Hirte kommt zur\u00fcck, mit ihm zwei Frauen, die z\u00f6gernd n\u00e4her treten.)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Hirte:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seht doch, da ist es \u2013 so wie ich es euch gesagt habe!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Frau:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Da liegt wahrhaftig ein Kind in einer Futterkrippe!<\/p>\n\n\n\n<p>2. Frau:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (noch zweifelnd) Sollte wirklich wahr sein, was der Hirte erz\u00e4hlt hat? All dieses Gerede von Engeln und dem Messias? Und wir dachten, er sei betrunken.<\/p>\n\n\n\n<p>1. Frau:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es klang aber auch zu seltsam, was er berichtete. Aber ich kann es f\u00fchlen: In diesem Stall ist Gott uns ganz nahe!<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Frauen knien nieder.)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Frau:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir k\u00f6nnen kaum begreifen, dass du wirklich zu uns gekommen bist, o Herr. Du willst unseren Alltag ver\u00e4ndern und unser Leben neu machen. Habe Dank daf\u00fcr!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Frau:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wir danken dir, dass wir dich kennen lernen d\u00fcrfen. Nun erkennen wir, wie gro\u00df und wunderbar Gottes Pl\u00e4ne f\u00fcr sein Volk sind. Zeig du uns deinen Weg, Herr und f\u00fchre uns zum Ziel!<\/p>\n\n\n\n<p>(Die Frauen erheben sich, von der Seite tritt Zacharias heran.)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (erstaunt) Zacharias! Sei willkommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Zacharias: (kniet nieder) Gott sei gepriesen, denn er ist treu! Sei willkommen, o K\u00f6nig aller K\u00f6nige, auf den das Volk Gottes schon so lange wartet! \u00d6ffne uns die Augen und die Herzen und schenke uns Geduld und Zuversicht, denn du hast alles fest in deiner Hand!<\/p>\n\n\n\n<p>(Zacharias steht auf und wendet sich zur Gemeinde.)<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In Armut und Elend zeigt Gott, dass er seine Kinder nicht verl\u00e4sst und seine Versprechen h\u00e4lt. Im Stall erf\u00fcllen sich die Verhei\u00dfungen, die Gott seinem Volk durch seinen Propheten Jesaja gegeben hat: <strong>Das Volk, das im Finsteren wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst; auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem K\u00f6nigreich, dass er\u2019s st\u00e4rke und st\u00fctze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Christmette Aue 2001 Personen: Maria: Josef: Gabriel: Elisabeth: Zacharias: Andreas: Hanna: Judit: 1. Weiser: 2. Weiser: 3. Weiser: Herodes: Priester: Diener: 1. Hirte: 2. Hirte: 3. Hirte: 1. Frau: 2. Frau: Engelchor: 1. Szene: Gabriel <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=71\" title=\"Katja Eitler\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-71","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/71","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/71\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/71\/revisions\/72"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}