{"id":67,"date":"2020-03-08T15:42:38","date_gmt":"2020-03-08T14:42:38","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=67"},"modified":"2020-03-08T18:53:15","modified_gmt":"2020-03-08T17:53:15","slug":"jens-blume-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=67","title":{"rendered":"Jens Blume 2"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krippenspiel 2008<\/h2>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">\u201eWie sag ich\u00b4s nur? Wie erz\u00e4hl ich\u00b4s blo\u00df?\u201c<\/h5>\n\n\n\n<p>\u2022 Orgelmusik zum Eingang <br>\u2022 Begr\u00fc\u00dfung <br>\u2022 Lied von den Kindergarten-\u201eArche\u201c-Kindern<\/p>\n\n\n\n<p>Alles Licht geht aus, die Nebenb\u00fchne wird angestrahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 1<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1 geht auf der Nebenb\u00fchne auf und ab<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Weihnachten&#8230;! Weihnachten&#8230;! Hach! Wie sag ich\u00b4s nur? Wie erz\u00e4hl ich\u00b4s blo\u00df? Es ist doch jedes Jahr das gleiche!Wir feiern dieses Fest ja wirklich: jedes Jahr wieder!&nbsp; Das ist wunderbar &#8211; aber schrecklich zu gleich. Die Weihnachtsgeschichte ist toll! Gro\u00dfartig! Wichtig! Aber: alle kennen sie schon. Wie erz\u00e4hle ich sie in diesem Jahr nur so, dass sie wieder spannend ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderer Pastor kommt auf die B\u00fchne.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Ha \u2013 liebe Amtsschwester! Na \u2013 ganz in Gedanken versunken? Freu dich doch lieber: es ist Weihnachtszeit! Eine wunderbare Zeit! Alle Menschenfreuen sich. Bestimmt wird auch die Kirche wieder ein bisschen voll. Er guckt um sich. Ein bisschen!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Ach \u2013 das ist es ja gerade! Wie kann ich nur die Weihnachtsgeschichte so erz\u00e4hlen, dass sie heute gut zu verstehen ist. Damit sie neu ist und spannend?!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Wie jetzt: \u201eneu und spannend\u201c! Das ist doch gerade das sch\u00f6ne daran: das man sie kennt. Das sie vertraut ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Ja, ja, schon, schon. Aber: magst Du immer das gleiche erz\u00e4hlen? <br>Und dann die ganzen alten W\u00f6rter in der Bibel. Da lachen sie uns am Ende noch aus und sagen: denen f\u00e4llt ja nie etwas Neues ein&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Au wai! Da hast Du recht!<\/p>\n\n\n\n<p>Beide gehend gr\u00fcbelnd hin und her. Wenn der eine nach rechts geht, geht der andere nach links. Die Pastoren 3 und 4 kommen hinzu. Noch w\u00e4hrend sie die B\u00fchne erklimmen, beginnen sie zu reden.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Gott zum Gru\u00dfe, ihr Lieben \u2013 was geht ihr denn hier auf und ab wie Knecht Ruprecht mit seinem Rentier in Schnee?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Ihr lasst ja die K\u00f6pfe h\u00e4ngen. Als w\u00e4re es irgendwann im November!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Gut, dass ihr kommt! Helft uns gr\u00fcbeln! Wir wollen die Weihnachtsgeschichte erz\u00e4hlen. Aber wissen nicht: wie!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: \u00c4h \u2013 ihr wisst nicht: wie?!? Aber lest doch in der Bibel nach \u2013 da steht sie doch drin. Gleich vorn im Lukas-Evangelium im zweiten Kapitel!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Aber ja doch! Das wissen wir auch! Aber: wie erz\u00e4hlen wir es neu? Spannend und unerwartet! Sch\u00f6n und aufregend!?!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Und \u00fcberhaupt: Welche Bedeutung hat dieses Fest f\u00fcr uns alle?<\/p>\n\n\n\n<p>Ist es mehr: ein \u201eFest des Lichtes\u201c? Oder: \u201eein Fest der W\u00e4rme\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: O ja! Nat\u00fcrlich! Genau das ist die Weihnacht! Schau dich doch in den Stra\u00dfen um: \u00fcberall Lichter, die Gott den Weg bereiten. Und \u00fcberall menschliche W\u00e4rme \u2013 weil die Leute an andere denken und ihnen eine Freude machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Also ist es doch viel mehr das\u201eFest der Freude\u201c, oder? Aber eigentlich auch das \u201eFest des Friedens\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Ja, ja! Das auch! Vielleicht sogar am allermeisten: ein \u201eFest des Friedens\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Ohne Zweifel. Aber vielleicht auch mehr \u201eFest der Liebe\u201c? Oder ein \u201eFest der Geschenke\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Na, das ja nun nicht zu allererst!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Oh \u2013 da frag\u00b4aber mal die Kinder hier!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Apropos \u201eKinder\u201c \u2013 Weihnachten ist das \u201eFest der Familie\u201c! Aber auch das \u201eFest des Glaubens\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Alles stimmt irgendwie, aber was ist das Wesentliche? Worauf kommt es an? Was geh\u00f6rt unbedingt dazu und was nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Ach so&#8230; Tja&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Also \u2013 ich wei\u00df auch nicht so recht&#8230; Was erz\u00e4hlen wir denn von alledem?<\/p>\n\n\n\n<p>Alle vier gehen auf und ab. Da kommen die Pastoren Kinder auf die B\u00fchne.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 2<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Mama! Mama! Es ist Weihnachten \u2013 Du musst kommen! Die Leute sitzen in der Kirche, alles ist vorbereitet! Schnell, schnell!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Papa \u2013 bei uns in der Kirche auch! Komm schnell! Die Glocken haben schon aufgeh\u00f6rt zu l\u00e4uten!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Hilko ist schon fertig mit der Orgelmusik!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Wo bleibst du denn? Weihnachten ohne Pastorin \u2013 das ist ja beinahe wie&#8230; wie&#8230; wie Weihnachten ohne Weihnachtsgeschichte! Alle vier Pastoren zusammen: Oohh! Das ist es ja gerade!!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Nein \u2013 wir k\u00f6nnen nicht kommen. Wir wissen nicht, wie wir\u00b4s erz\u00e4hlen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Wir Pastorinnen und Pastoren reden ja sowieso immer so wenig. Aber gerade heute wissen wir \u00fcberhaupt nicht, was wir unsere Gemeinden sagen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Wir brauchen noch ein paar Tage oder Wochen. Kann man Weihnachten nicht ein bisschen verschieben? Auf ein paar Tage kommt es ja wohl nicht an&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Geht ihr man hin und sagt in der Gemeinde folgendes: <br>Liebe Gemeinde, ihr wisst ja sowieso, worum es geht und wie alles kam! Feiert mal sch\u00f6n! Fr\u00f6hliche Weihnachten! Wir kommen dann ein andermal!<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 3<\/p>\n\n\n\n<p>Engel kommen in den Mittelgang<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1: Nein \u2013 nein: so geht es nicht! Wir sind damals auch hingegangen zu den Hirten und den Schafen auf die Weide. Obwohl die ja auch ruhig mal selber h\u00e4tten hingucken k\u00f6nnen!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 2: Das ist unser Auftrag. Als Engel sind wir Boten. Ihr seid auch \u201eBoten\u201c der Geschichte Gottes. Also: ab mit Euch in Eure Kirchen!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Und was sollen wir sagen?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 4: Na \u2013 erz\u00e4hlt doch die Geschichte einfach so, wie sie war!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Ja, ja \u2013 aber zum einen versteht niemand mehr die alte Sprache! Zum anderen wissen aber alle schon in- und auswendig, worum es in der Weihnachtsgeschichte geht!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1: Ja und Nein! Es gibt Geschichten, die sind immer spannend! Die muss man immer wieder erz\u00e4hlen!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 5: Also ich kenne die Geschichte nun schon seit 2008 Jahren. Und ich finde sie noch immer wundersch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 6: Wir Engel waren n\u00e4mlich damals dabei \u2013 bei der ersten Weihnacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 7: Genau \u2013 damals in Bethlehem. Und seitdem tragen wir die Geschichte weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 8: Und je \u00f6fter man sie h\u00f6rt, desto sch\u00f6ner wird sie! Und auch um so spannender!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Hmmm meint Ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: \u201eAlle Jahre wieder&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 3: So, nun kommt! Es wird schon gehen!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Aber ihr m\u00fcsst uns helfen. Ohne himmlischen Beistand geht es nicht, Bote zu sein!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 4: Gut \u2013 versprochen! Wir bleiben bei Euch. Und Eure Kinder bestimmt auch, dann sind wir ganz viele. Und die Weihnachtsgeschichte kann beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Na gut \u2013 womit fangen wir an?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Na \u2013 ganz am Anfang. Die Weihnachtsgeschichte eben!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Gut &#8211; fangen wir also vorne an. Er schl\u00e4gt eine Bibel auf. Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt gesch\u00e4tzt w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 4<\/p>\n\n\n\n<p>Soldaten marschieren im Altarraum auf und verteilen sich auf der ganzen Spielfl\u00e4che<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptfrau: Alle Welt soll mal herh\u00f6ren! Wir sind r\u00f6mische Soldaten! Das sieht man ja. Und wir haben ganz Israel besetzt. Weil Kaiser Augustus in Rom viel Geld braucht, m\u00fcssen wir wissen, wie viele Einwohner Israel hat. Das nennt man eine \u201eSch\u00e4tzung\u201c. Also: Alle gehen mal bitte in die Stadt, in der sie geboren wurden. Dort k\u00f6nnt ihr euch dann in Listen eintragen lassen. Und: wehe, wenn nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Soldaten marschieren wieder ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 5<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Na \u2013 da haben wir\u00b4s doch schon. Das versteht doch heute kein Mensch mehr! R\u00f6mische Soldaten und eine Volksz\u00e4hlung&#8230; Steuern zahlen an irgendwelche Herrscher \u2013 mal ehrlich: wer kennt das schon?!?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 3: Klar kennt man das heute! Und was meinen sie wohl, wie viele das heute noch in Bewegung bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 4: Ganz bewegend ist doch bei euch Menschen zur Zeit die \u201eAbgleichungssteuer\u201c. Ganz neu!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1: Ach , ihr armen Menschen! Ihr habt es nicht leicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 5: Wer denkt sich solche Steuern eigentlich aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 8: Und wer bekommt die eigentlich am Ende?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 6: Die Kirchen auf jeden Fall nicht! Wahrscheinlich bekommt der Kaiser mal wieder alle Steuern \u2013 wie immer!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 7: Aber wir haben doch gar keinen Kaiser mehr! Jetzt kommen die Steuern allen zu gute!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: K\u00f6nnt Ihr vielleicht mal ein bisschen enger an der an der biblischen Weihnachtsgeschichte dranbleiben? Ihr seid jetzt schlie\u00dflich mitten im Gottesdienst und da muss endlich wieder etwas in Bewegung kommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 2: Damals ist auch vieles in Bewegung gekommen durch diesen Befehl vom Kaiser Augustus. Viele haben sich auf den Weg gemacht. Auch Maria und Josef.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Wie war das noch mal? Lies doch mal vor!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2 nimmt wieder die Bibel: <br>\u201eJedermann ging, dass er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe \u2013 ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auch auf: Josef aus Galil\u00e4a, aus der Stadt Nazareth. Er ging in das j\u00fcdische Land zur Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem, damit er sich sch\u00e4tzen lie\u00dfe mit Maria, seinem anvertrauten Weibe. Die war schwanger.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Ach \u2013 herrlich diese vertrauten, sch\u00f6nen alten Worte!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Aber, was bedeutet denn \u201eein anvertrautes Weib\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Dass sie noch nicht verheiratet waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Ganz genau \u2013 und da haben wir es! Das kann man doch unm\u00f6glich erz\u00e4hlen! Ein Skandal! Unverheiratet ein Kind bekommen &#8211; so etwas gibt es im echten Leben doch gar nicht!!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Ich will mich ja nicht einmischen \u2013 aber ich kenne da schon so ein paar F\u00e4lle&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 3: Vielleicht, aber: so etwas wie bei Maria \u2013 das gibt es tats\u00e4chlich nur in diesem ganz besonderen Fall!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Da \u2013 da kann man sehen, wie es damals war. Er zeigt zu Anna, Maria und Josef, die durch den Mittelgang ziehen. Anna geht ein bisschen voraus und dr\u00e4ngelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 6<\/p>\n\n\n\n<p>Anna: Nun kommt schon ihr beiden! Hochzeitsvorbereitungen erledigen sich nicht von selbst! Los, los, los! Ach bin ich froh, dass ihr euch zur Heirat entschieden habt! Nun kann ich noch erleben wie meine kleine Tochter eine Zimmermannsfrau wird. Und Enkel gibt\u00b4s bestimmt auch bald! Oh, wie ich mich darauf freue. Sooo alt bin ich ja noch nicht. Da kann ich euch bei vielem helfen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ach Mutter&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p>Anna: Lass man Maria! Wir werden das Kind schon schaukeln! Aber das ist ja noch lange hin. Erst einmal m\u00fcssen wir eine sch\u00f6ne Hochzeit vorbereiten!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verk\u00fcndigungs-Engel 1 tritt zu Maria.<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungs-Engel 1: Maria! Maria blickt sich verbl\u00fcfft um. Maria!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungs-Engel 1: F\u00fcrchte dich nicht. Gott segnet dich. Er hat dich auserw\u00e4hlt. Er selbst will auf die Erde kommen \u2013 als Mensch \/ als Sohn.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Das ist wunderbar, aber: Was kann ich dabei tun?<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungs-Engel 1: Du wirst einen Sohn bekommen. Den sollst du Jesus nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Jesus, das hei\u00dft \u00fcbersetzt: &#8222;Gott hilft&#8220;. Ich werde das Kind zur Welt bringen, das die Menschen aus ihrer Not rettet? Gott helfe mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungs-Engel: F\u00fcrchte dich nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin bereit, den Willen Gottes zu tun. Aber wir m\u00fcssen nun aufbrechen \u2013 Joseph und ich. Fort aus Nazareth. Ganz bis nach Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef gehen in Richtung Altarraum. Anna bleibt zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Anna: Moment mal! Wo wollt ihr denn hin? Soll ich denn die Vorbereitungen alleine bew\u00e4ltigen? Halt mal! Na so was?!?<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: Wie soll ich dich empfangen?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Komm doch, Maria! Es kann nicht mehr weit sein. Ich denke, es ist nur noch eine halbe Stunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Alles h\u00e4tte ich gedacht. Aber, dass es so schwer wird, damit h\u00e4tte ich nicht gerechnet! Gottes Wege stellt man sich irgendwie anders vor: bequem, alles geebnet. Nicht so, dass einem alles abverlangt wird. Gut, dass ich das nicht von Anfang an wusste.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich h\u00e4tte es mir auch nicht getr\u00e4umt, dass wir einmal so vieles durchstehen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich dachte: man erlernt einen Beruf, heiratet und dann geht alles glatt. Aber in unseren Zeiten ist wohl alles anders. An uns kleinen Leuten bleibt es h\u00e4ngen. Das Du \u201ein anderen Umst\u00e4nden\u201c bist \u2013 danach fragt doch keiner! Bis wir da ankommen \u2013 bis dahin ist die Stadt bestimmt l\u00e4ngst \u00fcberf\u00fcllt. Wo sollen wir blo\u00df unterkommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Aber deine Familie kommt doch aus Bethlehem. Gibt es nicht noch eine Tante oder einen Onkel, der uns aufnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ach \u2013 meine Verwandten&#8230;! Die kennen mich doch gar nicht mehr. Unsere Familie ist so gro\u00df. Alle wohnen \u00fcber das Land verstreut. Du kennst doch meine Verwandtschaft. Aua ha!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Oh, oh, Joseph &#8211; das Kind kommt schon auf die Welt. Ich muss mir nur meine Kr\u00e4fte einteilen. Und du musst mir helfen, statt dich \u00fcber deine Verwandten aufzuregen. Die beiden gehen in den Altarraum. Dort ist Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 7<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Ja und nun? Genau das meinen wir: ein jugendliches M\u00e4dchen und ein junger Mann \u2013 beide sozusagen mit Migrations-Hintergrund. Mittellos irgendwo in der Fremde! Sowas kann man doch nicht erz\u00e4hlen zum Fest der Familie. Zum Fest der Freude und der Gem\u00fctlichkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Genau! So etwas will doch keiner h\u00f6ren. Da kommt dann wahrscheinlich das Jugendamt Bethlehem ins Spiel und wird eingreifen. Das geh\u00f6rt doch eigentlich nicht in den Gottesdienst am Heilig Abend!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Wartet doch mal ab \u2013 vielleicht gibt es ja jemanden in Bethlehem, der ein gutes Herz hat. Jemanden, der die beiden aufnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Das glaubst du doch selber nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Bethlehem \u2013 das kenne ich! Das ist ein ganz kleines St\u00e4dtchen. Ganz anders als unser sch\u00f6nes gro\u00dfes Gro\u00dfefehn!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Warte mal &#8211; jetzt haben sie Bethlehem ja gleich erreicht und werden ihr Gl\u00fcck versuchen. Was steht denn in der Bibel? Lies doch mal weiter vor!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: \u201eUnd als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie geb\u00e4ren sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn du wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 8<\/p>\n\n\n\n<p>Lautes H\u00e4mmern an der T\u00fcr lenkt die Blicke wieder nach vorne zum Altarraum. Josef und Maria klopfen beide an die T\u00fcr eines Hotels.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1 (genervt): Ja, ja, ja, ja! Was ist denn los? Was wollt ihr denn? Ich komme ja schon!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir wollen nur ein Zimmer. Wir kommen wegen der Volksz\u00e4hlung und haben einen weiten Weg hinter uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Oh &#8211; nicht schon wieder! Wisst ihr eigentlich, wie oft ich in den letzten Tagen diesen Spruch geh\u00f6rt habe? Nein \u2013 seht blo\u00df zu, dass ihr weg kommt! Bei mir ist alles belegt. \u00dcber-belegt!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Na h\u00f6ren sie mal! Wie sprechen Sie denn mit uns. Ich bin aus der Familie des K\u00f6nigs David!<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: Ha! Das ich nicht lache! Der hatte viele Frauen und noch viel mehr Kinder! Fast alle, die zur gro\u00dfen Sch\u00e4tzung hierher kommen sind aus der Familie Davids. Tut mir leid, Herr Blaublut \u2013 die Nummer zieht nicht mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wirt geht zur\u00fcck ins Haus.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Sowas aber auch! Was machen wir denn nun?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Na: weiter probieren. Irgendwo wird es schon ein Pl\u00e4tzchen f\u00fcr uns geben!<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden gehen zum n\u00e4chsten Hotel und klopfen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Komme schon! Guten Abend die Herrschaften, kann ich etwas f\u00fcr Sie tun?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ja \u2013 wir brauchen ein Zimmer. Ihr habt doch Zimmer?<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Nat\u00fcrlich habe ich Zimmer. Aber davon ist keines mehr frei!<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Na \u2013 aber vielleicht irgendwo eine Stelle zum Schlafen. Wissen Sie, meine Frau bekommt ein Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: Ihre Frau? Sind Sie denn \u00fcberhaupt verheiratet \u2013 so jung, wie sie sind? Das nimmt Ihnen doch keiner ab. Nein \u2013 so etwas will ich in meinem ehrenwerten Haus nicht haben. Selbst wenn ich einen Schlafplatz h\u00e4tte \u2013 euch w\u00fcrde ich nicht aufnehmen. Das sind ja Zust\u00e4nde&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wirt geht in sein Haus zur\u00fcck<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was ist denn hier los? Sind die Menschen so hartherzig?<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Na ja \u2013 es ahnt ja keiner, wer da zur Welt kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein dritter Wirt kommt in den Altarraum und tr\u00e4gt ein Schild mit der Aufschrift: Zimmer \/ H\u00e4user \/ Ferienwohnungen. Er ruft:<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Ferienwohnungen! g\u00fcnstige Zimmer! Pension \u201eSternenblick\u201c! Immobilien! Zimmer! H\u00e4user!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Halt! Hierher! Sie sind unser Mann! Wir brauchen ein Zimmer!<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Ja gerne! Ich habe sch\u00f6ne gro\u00dfe Unterk\u00fcnfte \u2013 an der K\u00fcste in der W\u00fcste und \u00fcberall in der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Oh \u2013 wir suchen etwas hier in Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: In Bethlehem? Nichts zu machen! Aber ich h\u00e4tte da etwas sch\u00f6nes in Nazareth.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Aber da kommen wir doch gerade her! Wir suchen etwas: hier!<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Nein, tut mir leid. Wissen sie \u2013 zur Zeit gibt es eine regelrechte \u201eImmobilienkrise\u201c. Die ganze Welt leidet darunter und vor allem: Bethlehem. Nehmen sie doch etwas h\u00fcbsches am Meer.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Nein vielen Dank. Das k\u00f6nnen wir uns nicht leisten, au\u00dferdem suchen wir ja man blo\u00df eine Unterkunft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 3: Wie alle. Da kann ich ihnen nicht helfen. Er zieht weiter. Bungalows! Eigentumswohnungen! Doppelhaush\u00e4lften! Baupl\u00e4tze \u2013 voll erschlossen!<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Frauen aus Bethlehem kommen zu Maria und Josef.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 9<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 1: Haben wir da eben geh\u00f6rt, dass ihr ein Quartier sucht?<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 2: Das wird euch nicht gelingen. Unser Bethlehem ist die kleinste unter all den St\u00e4dten hier in der Region. Aber wegen der Volksz\u00e4hlung kommen im Moment soooo viele Menschen hierher!<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 1: Wenn ihr nicht so zimperlich seid. Da g\u00e4be es schon noch eine M\u00f6glichkeit. Da h\u00e4ttet ihr wenigstens ein Dach \u00fcber dem Kopf.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Das nehmen wir \u2013 unbesehen! Wo m\u00fcssen wir hin?<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 2: Drau\u00dfen vor der Stadt ist ein kleiner Stall. Da stehen zur Zeit nur ein Ochse und ein Esel unter. Wenn ihr wollt, k\u00f6nnt ihr da bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: Maria \u2013 ich glaube, dort soll das Kind geboren werden. Lass uns den Stall nehmen. Die beiden gehen hinter die Kulissen. Der Stern geht an.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: Zu Bethlehem geboren<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 10<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Ach ist das sch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Ach ist das romantisch!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Ach ist das anr\u00fchrend!<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Ach ist das schrecklich unweihnachtlich! Kinder \u2013 \u00fcberlegt doch mal: da wird der Sohn Gottes geboren. Gott selbst kommt in ihm zur Welt. Und dann: in einem Stall?!?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Das geht ja irgendwie gar nicht! Allein die hygienischen Umst\u00e4nde da in diesem Stall! Das war ja nicht so ein blitzsauberer Laufstall wie bei uns heute. Das war ja wohl nur so ein \u201eVerschlag\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Wenn wir das so erz\u00e4hlen, laufen alle aus der Kirche. Weihnachten \u2013 das ist etwas f\u00fcr\u00b4s Gem\u00fct. Etwas Ordentliches und Gem\u00fctliches!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Aber die ersten die davon geh\u00f6rt haben, lebten auch in so unordentlichen Umst\u00e4nden. Das waren, nach damaligen Vorstellungen, auch keine anst\u00e4ndigen, Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Was? Dann h\u00f6r doch mal hin. Er liest aus der Bibel: Es waren Hirten in der selben Gegend auf dem Felde bei den H\u00fcrden, die h\u00fcteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie und sie f\u00fcrchteten sich sehr.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Da steht nichts von unordentlichen Leuten!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Aber Papa! Hirten waren das damals. Und die Hirten z\u00e4hlten zu den Verachteten. Sie lebten nach dem Motto: &#8222;Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich\u00b4s dann ganz ungeniert&#8220;. Sieh doch selbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 11<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: Langsam wird es dunkel<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Heute m\u00fcssen wir aufpassen, dass wir nicht erwischt werden beim Schmuggeln. Es ist sternenklar!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Du hast recht! Man sieht aber auch alles. Der Mond scheint und die Sterne leuchten, so dass man den Weg wie am Tage erkennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Kommt wir gehen hier am Hang entlang, da bemerkt uns keiner. Passt auf, dass Ihr nicht so einen L\u00e4rm macht! (sie schleichen ganz langsam durch den Mittelgang und gucken sich dabei um)<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 1: ganz laut M\u00e4\u00e4\u00e4h!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Pschschscht! Wirst Du wohl leise sein! Ihr Schafe seid hier nur die Tarnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Hirten 2 und 3 gehen ein St\u00fcckchen von der Gruppe fort.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 1: So weit kommt\u00b4s. Das ist eine ganz besondere Nacht!<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 2: Von wegen Tarnung! Ihr Hirten seid unsere Tarnung! Wir wollen n\u00e4mlich sehen, was heute in dieser Nacht geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 3: Wir haben das n\u00e4mlich im Gef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 4: In unserem Instinkt also. Das haben wir Tiere Euch Menschen voraus. Wir haben so ein Gesp\u00fcr f\u00fcr die Atmosph\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 1: Heute hat Gott Gro\u00dfes mit seiner Welt vor!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: ( so laut wie es geht) Halt! Wer seid ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: (erschrocken) Hast du mich erschreckt. Wir sind es doch blo\u00df. Wir waren ein St\u00fcck voraus gegangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ach so! Sagt das doch gleich! Habt ihr etwas gefunden und mitgebracht?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Was denkst du denn?! Deswegen sind wir ja so geschlichen. Wer kein schlechtes Gewissen hat, der geht singend und pfeifend seinen Weg. Wir schleichen lieber!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Es ist so klar heute. Ich h\u00e4tte euch eigentlich l\u00e4ngst sehen m\u00fcssen. Ach &#8211; ich w\u00fcnschte, mein Leben w\u00e4re auch so durchschaubar wie diese Nacht und ich w\u00fcrde endlich wissen, wie ich alles in die richtige Bahn bekomme.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Jetzt wirst du moralisch! Wenn du erst einmal hier bei den Herden gelandet bist, dann gibt\u00b4s kein zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Es ist lange her, dass aus Hirten K\u00f6nige wurden, wie bei David. Da galten wir noch etwas! Aber heute..! Einfache Arbeiten \u2013 die machen nur noch solche Halunken, wie wir. Dabei hatte ich mir das ganz anders vorgestellt mit meinem Laben&#8230; Aber jetzt? Was ist aus mir geworden? Ich habe Angst vor Gott, wenn er mir begegnet. Er verzeiht nicht, glaube ich.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: So ist nun mal das Leben. Die einen, die gefallen Gott. Die kommen mit ihrem Leben zurecht. Die anderen, die sind dazu geboren, es schlecht zu haben, es verkehrt zu machen. Da kannst Du Dich anstrengen wie du willst. Es lohnt sich nicht. Es wird kein bisschen anders! Einmal \u201eschiefe Bahn\u201c \u2013 immer \u201eschiefe Bahn\u201c!<\/p>\n\n\n\n<p>Verk\u00fcndigungs-Engel 2: F\u00fcrchtet euch nicht: Siehe, ich verk\u00fcndige euch eine gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet das Kind finden in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 12<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Was habt ihr gesehen? Das gibt\u00b4s doch nicht! War das ein Engel?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Das ist unglaublich. Ich war doch eben noch ganz fest davon<\/p>\n\n\n\n<p>\u00fcberzeugt, dass alles in unserem Leben planlos, ohne Ziel verl\u00e4uft und nun so etwas! Gott redet mit uns freundlich, er macht uns Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Lasst uns losgehen und nach dem Kind sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Vielleicht stimmt das ja, was dieser Engel gesagt hat!<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: Kommet ihr Hirten<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 13<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: So gehen sie erst einmal los.<\/p>\n\n\n\n<p>Von ihren Feldern nach Bethlehem ist es ja noch ein ganzes St\u00fcck zu laufen. Vielleicht gehen sie ja nun einen ehrbaren und guten Weg durchs Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Ja wunderbar! Das kann man doch gut ansehen \u2013 an so einem<\/p>\n\n\n\n<p>Abend wie heute. Diese Hirten sind die ersten, die von<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachten erz\u00e4hlen. Sozusagen: die ersten \u201ePastoren\u201c. \u201ePastor\u201c ist ja das lateinische Wort f\u00fcr: \u201eHirte\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 2: Ach ich wei\u00df nicht, ich wei\u00df nicht! Solche Hirten? Blo\u00df so komisch \u201everbrecherische\u201c Hirten?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: Komisch, dass man unseren Beruf nach solchen Hirten benannt hat. Verantwortung tragen sie ja schon. Aber ausgerechnet diejenigen, die als allererste davon h\u00f6ren, das Jesus geboren ist &#8211; die machen als Zeugen nicht eben viel her.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Aber es gab ja nicht nur die Hirten, die das Wunder der Weihnacht gesehen und davon erz\u00e4hlt haben. Ganz gelehrte Leute, so erz\u00e4hlt uns die Bibel haben auch ein Abenteuer auf sich genommen, um das Kind zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 2: bl\u00e4ttert in ihrer Bibel. Komisch &#8211; davon finde ich hier in der biblischen Weihnachtsgeschichte gar nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Das steht ja auch im Matth\u00e4usevangelium.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Du hast wohl lange nicht mehr in der Bibel gelesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 1: Na ja. \u00c4hemm! Wie soll ich das erkl\u00e4ren&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Seid doch mal still: hier: erz\u00e4hlt es doch so, wie es da im Mittelgang gerade geschieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Mittelgang kommen die drei Weisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 14<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: (geht r\u00fcckw\u00e4rts) Habt ihr das vom griechischen Philosophen Sokrates geh\u00f6rt? Man sagt, dass er eine g\u00f6ttliche Stimme geh\u00f6rt hat. Nicht mehrere, sondern nur eine Gottheit soll es geben!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 4: Eine Gottheit! Wem ist denn so was offenbart worden? Das habe ich ja noch nie geh\u00f6rt! Mit einem Gott \u2013 da kommt man ja nie aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2 (mit einem Fernglas): Doch, doch &#8211; ich habe vor langer Zeit davon gelesen. Das ist sooo neu nicht! Die Juden glauben an einen Gott. Die alten \u00c4gypter sollen auch so einen Glauben gehabt haben und sogar einige Nomadenst\u00e4mme&#8230; Eigentlich nicht schlecht der Gedanke, dass es alles aus einer Hand kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Achtung!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weise 1 stolpert; der Weise 3 hilft ihm auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ha, ha! Seht euch diesen Weisen an! Er ist (nach mir!) einer der<\/p>\n\n\n\n<p>gebildetsten Mensch auf dieser Erde, aber einen Schritt r\u00fcckw\u00e4rts zu gehen \u2013 da ist er \u00fcberfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Man kann sich nicht auf alles konzentrieren! Die Philosophie erfordert unsere ganze Konzentration. Au\u00dferdem, auch wenn es r\u00fcckw\u00e4rts geht, geht\u00b4s trotzdem immer vorw\u00e4rts!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wer hat das schon wieder gesagt??<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich selber!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 4: Seht mal da vorn: den Stern! Habt ihr den schon einmal gesehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Das sieht beinahe so aus, als wenn mehrere Planeten in einer Reihe stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ach \u2013 Sterne! Planeten! Die haben wir doch alle schon tausendmal gesehen. Am Himmel \u2013 da gibt es nichts Neues zu entdecken! Es m\u00fcsste mal etwas wirklich bedeutsames geschehen, damit wir es untersuchen k\u00f6nnten und noch ber\u00fchmter werden..<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Aber was?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 4: Na zum Beispiel, wenn der Himmel und die Erde sich ber\u00fchren!<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt guckt euch doch mal meine Planetenreihe an. Das sieht doch so aus, als wenn da ein Lichtschein auf die Erde f\u00e4llt<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Zeig mal. Du hast recht. Das ist ungew\u00f6hnlich! Vielleicht geschieht ja tats\u00e4chlich es etwas besonderes \u2013 am Himmel!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Und auf Erden! Sonst hat man ja nichts davon!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: (blickt durch sein Fernglas) Da! Tats\u00e4chlich! Ich meine, es sind Jupiter und Saturn, die da ganz nah zusammenstehen. Sie sehen aus, wie ein gro\u00dfer Stern. Da braut sich was zusammen<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Zeig mal! (Er schaut durchs Fernrohr) Ich sehe noch nicht ganz klar&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Bitte stolper jetzt nicht wieder!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Gut, dass du es sagst! &#8230; Ja wirklich, Jupiter und Saturn&#8230; Was soll das denn nun wieder bedeuten? Jupiter &#8211; der Stern eines K\u00f6nigs, Saturn &#8211; der Stern der Juden. Das ist etwas! Am liebsten w\u00fcrde ich hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Warum nicht? Das ist die Gelegenheit. Wir gehen in die Geschichte ein als die gr\u00f6\u00dften Forscher unseres Landes.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Was werden wir brauchen? Eine so lange Reise habe ich noch nie gemacht. Wir brauchen Kamele, die uns hintragen, gen\u00fcgend Proviant und vor allem ein paar Geschenke:<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 4: Genau! Holt Gold, Weihrauch und auch Myrrhe. Ein K\u00f6nigskind ist geboren, da k\u00f6nnen wir nicht so knauserig erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ich bin sicher, das gibt eine Feier. Endlich einmal aus dem Vollen sch\u00f6pfen. Tagelang Musik und Wein und Tanz. Sich mit ber\u00fchmten Leuten aus aller Welt unterhalten. &#8211; das nenne ich Arbeit und Forschung, die Spa\u00df macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Solche Reisen liebe ich, wenn man wei\u00df, da\u00df die Freude gr\u00f6\u00dfer ist als alles andere, ein gro\u00dfes Fest am Ende&#8230; Wann gehen wir los?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Morgen! Wir haben einige Zeit zu wandern.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle drei gehen nach vorne hinter die Kulissen<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 14<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 4: \u201eWeise aus dem Morgenland\u201c! Ausgerechnet! Was wissen die schon von moderner Theologie?!?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: So ist es ! Nein \u2013 es bleibt dabei. Die Weihnachtsgeschichte kann man eigentlich gar nicht erz\u00e4hlen! Alle kennen sie. Aber sie passt eigentlich gar nicht zu dem Festtag \u2013 so, wie wir ihn immer begehen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 2: Stimmt! Wir setzen in diesem Jahr mal aus. Wir sagen unseren Gemeinden: \u201elest selber nach \u2013 im Lukasevangelium im zweiten Kapitel.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor 3: Weihnachten ohne Fest \u2013 seid ihr sicher?<\/p>\n\n\n\n<p>Pastorin 1: Ja sicher! Wie willst du das ganze denn sagen \/ wie willst du\u00b4s weitergeben?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Aber: ihr habt doch jetzt die Weihnachtsgeschichte gelesen!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Mir hat sie gut gefallen. Und es geh\u00f6rt wirklich alles sooo dazu. Man darf nichts davon weglassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Und wenn ihr wieder einmal nicht wisst, wie ihr die Weihnachtsgeschichte weiter-erz\u00e4hlen sollt, dann lest sie doch einfach vor!<\/p>\n\n\n\n<p>Der Text ist soooo wundersch\u00f6n!<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Abschlussworte<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Lied von den Kindergarten-Arche-Kindern<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kindergarten-Kinder bleiben stehen. Alle anderen Mitwirkenden kommen im Altarraum zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Vater unser<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Segen<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied \u201eO du fr\u00f6hliche\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Krippenspiel 2008 \u201eWie sag ich\u00b4s nur? Wie erz\u00e4hl ich\u00b4s blo\u00df?\u201c \u2022 Orgelmusik zum Eingang \u2022 Begr\u00fc\u00dfung \u2022 Lied von den Kindergarten-\u201eArche\u201c-Kindern Alles Licht geht aus, die Nebenb\u00fchne wird angestrahlt. Szene 1 Pastorin 1 geht auf <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=67\" title=\"Jens Blume 2\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-67","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=67"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":68,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/67\/revisions\/68"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=67"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}