{"id":65,"date":"2020-03-08T15:42:01","date_gmt":"2020-03-08T14:42:01","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=65"},"modified":"2020-03-08T18:53:04","modified_gmt":"2020-03-08T17:53:04","slug":"jens-blume-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=65","title":{"rendered":"Jens Blume 1"},"content":{"rendered":"\n<p>Lieber Dietmar Hauser, Liebes Krippenspiel-Team, die Idee ist wirklich gut und ich m\u00f6chte das auch unterst\u00fctzen &#8211; mit zwei &#8222;ostfriesischen&#8220; Krippenspielen aus meiner Feder. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf recht viele Mitspielerinnen und Mitspieler ausgelegt sind. Dabei gibt es Rollen mit viel, Rollen mit wenig und Rollen ohne Text. Bei beiden Krippenspielen gibt es &#8222;Hauptrollen&#8220;, die (wie ein roter Faden) von Szene zu Szene \u00fcberleiten. Im Krippenspiel 2007 sind es H\u00e4ndler\/innen, die eigentlich gern die gro\u00dfe Menschenmenge f\u00fcr einen verkaufsoffenen Tag nutzen w\u00fcrden. Beim Krippenspiel 2008 sind es Pastoren\/-innen, die so gar nicht wissen, wie sie die Weihnachtsgeschichte einmal neu erz\u00e4hlen sollen, und sie dann letztlich in den ganz traditionellen Szenen darstellen (lassen). <br>Ich hoffe, damit Kolleginnen und Kollegen zu helfen und damit vielen Gemeinden Freude weiterzugeben. <br>Mit vielen Gr\u00fc\u00dfen aus dem ostfriesischen Mittegro\u00dfefehn und Timmel!<\/p>\n\n\n\n<p>Jens Blume<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krippenspiel 2007<\/h2>\n\n\n\n<p>Das verkaufsoffene Weihnachtsfest<\/p>\n\n\n\n<p>Der Altarraum ist noch von einem Vorhang verh\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor Blume begr\u00fc\u00dft die Gemeinde und sagt zum Schluss:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eSo, lasst also das Krippenspiel beginnen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 1<\/p>\n\n\n\n<p>Das Licht geht aus. Von hinten kommen die H\u00e4ndler durch den Mittelgang! Sie tragen Kleidung, und Geschenke und andere Waren mit sich.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eBoah! Sind das viele Leute hier! Die haben ja kaum Platz hier in der Kirche!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eHab ich mir\u00b4s doch gedacht! Das ist das Gesch\u00e4ft unsres Lebens! Die wollen doch sicher alle nachher noch eine Bescherung machen! Lass uns doch mal rumgucken, wer noch gar nichts daf\u00fcr eingekauft hat! Verd\u00e4chtige: bitte melden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei blicken sich in der Gemeinde um.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eToll! Das sind viele!! Und die haben alle Zeitdruck! Da k\u00f6nnen wir auch die Sachen verkaufen, die bislang liegengeblieben sind!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eStimmt! Ich habe noch soooo viele Ladenh\u00fcter! Obwohl wir jetzt jeden Sonntag ge\u00f6ffnet haben, kaufen die Leute doch nicht mehr als sonst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eNa \u2013 warte man ab \u2013 bis wir erst nach Nazareth kommen. Mir Juckt ein bisschen die Nase! Das bedeutet: da gibt es etwas zu verdienen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei gehen bis zum Altarraum vor.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eAlso \u2013 jetzt noch einmal von hier vorne! Herzlich willkommen zum gro\u00dfen Weihnachts-Schluss-Verkauf!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eDeswegen sind Sie doch gekommen, oder?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eJetzt sagen Sie nicht, Sie h\u00e4tten sich anderes erwartet!! Das gibt\u00b4s nicht! Konsum bedeutet leben! Das bedeutet: nur durch Kaufen und Verkaufen sp\u00fcrt man, dass man lebt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei warten ein bisschen und halten ihre Sachen hoch. Niemand kauft.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eZum M\u00e4usemelken ist das! Wieder keiner, der uns etwas abkauft!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eAlle sprechen davon, dass es wieder bergauf geht, und dass alle wieder kaufen wollen wie noch nie&#8230; Also \u2013 ich sp\u00fcre nichts davon!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eLasst uns doch mal da auf den Turm klettern. Vielleicht gibt es ja hier in Nazareth ein paar Kunden. Wie gesagt: meine Nase juckt \u2013 das hat etwas zu bedeuten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie klettern auf die Kanzel.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eSo \u2013 hier haben wir einen guten \u00dcberblick!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eSie da im Publikum k\u00f6nnen ruhig sitzen bleiben. Vielleicht wollen Sie ja sp\u00e4ter etwas kaufen. W\u00e4hrend wir hier oben auf Kunden lauern, k\u00f6nnen Sie ja mal nachsehen, wie viel Geld Sie so bei sich haben \u2013 dann k\u00f6nnen Sie sp\u00e4ter doch etwas bei uns einkaufen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eWir haben ja jetzt rund um die Uhr ge\u00f6ffnet \u2013 sieben Tage die Woche!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eAchtung da kommen zwei! Vielleicht haben wir ja bei den beiden ein bisschen mehr Gl\u00fcck als bei denen da in den B\u00e4nken!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 2<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef kommen hinter dem Vorhang hervor. Sie tragen einen langen Balken, den Sie vor dem Vorhang auf zwei B\u00f6cke stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eSo, Maria! Hier habe ich gen\u00fcgend Licht. Hier kann ich gut arbeiten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eOh \u2013 das wurde aber auch wirklich Zeit, Josef! Den ganzen Weg haben wir jetzt diesen Stamm geschleppt \u2013 vom Wald hierher! Irgendwann m\u00fcssen wi9r uns mal einen Wagen f\u00fcr unseren Esel kaufen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eTja \u2013 liebe heute als morgen. Aber: wovon? Die Auftragsb\u00fccher sind voll! Aber: bezahlen k\u00f6nnen die Leute meistens noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef beginnt mit Hammer und Stecheisen das Holz zu bearbeiten. Maria setzt sich auf den Rand der ersten Bankreihe.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eAu! Jetzt habe ich das Stecheisen abgebrochen. So ein Mist! Und mein Gewand hat auch ein gro\u00dfes Loch. Und alles ist voll Blut!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria kommt zu Josef und sieht sich die Bescherung an.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eNa \u2013 das Loch k\u00f6nnte ich ja stopfen. Aber das Blut bekommen wir nicht wieder raus! Jedenfalls nicht mit den M\u00f6glichkeiten, die wir in unserer Zeit haben. Ei, Blut, Kakao \u2013 da kann man nichts machen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eAch \u2013 so ein \u00c4rger! Mein bestes Gewand!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eDein einziges Gewand!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eWarte \u2013 da ist noch das alte, das wir geerbt haben. Ich ziehe mich eben um. Aber \u2013 es n\u00fctzt nichts \u2013 da muss ein neues Gewand her. Und das bei den Stoffpreisen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef geht links hinter den Vorhang. Maria setzt sich wieder auf die Bankreihe.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1und Engel 2 kommen rechts hinter dem Vorhang hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1: \u201eMaria! Maria!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria erschrickt und dreht sich zu dem Engel hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1: \u201eF\u00fcrchte dich nicht! Ich habe eine gute Botschaft f\u00fcr dich! Du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen! Dem sollst Du den Namen Jesus geben. Und er wird der \u201eSohn des H\u00f6chsten\u201c sein, der Sohn Gottes.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eIch und schwanger? Aber ich bin doch noch viel zu jung! Das kann doch gar nicht sein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 2: \u201eGott hat dich unter allen Frauen dieser Welt auserw\u00e4hlt! F\u00fcrchte dich nicht und zweifele nicht! Glaub an die Vorsehung Gottes!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Engel gehen wieder rechts hinter den Vorhang. Josef kommt links wieder hinter dem Vorhang hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eSo, jetzt sehe ich wieder einigerma\u00dfen ordentlich aus. Man wei\u00df ja nie, wer ganz pl\u00f6tzlich mal zu Besuch kommt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eJosef! Der Besuch war schon hier. Engel waren eben hier!<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn es stimmt, was sie gesagt haben \u2013 dann bist Du nicht der einzige hier, der ein neues Gewand braucht. Ich werde auch eines brauchen. Ein ganz weites!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eMaria! Was meinst Du damit: ein ganz weites Gewand? Hei\u00dft das: Du bekommst ein Kind?!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef gehen hinter den Vorhang.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 3<\/p>\n\n\n\n<p>Das Licht im Altarraum geht aus \u2013 die Kanzel mit den Verk\u00e4ufern wird angeleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eSo ist es recht! Da geht einem das H\u00e4ndler-Herz auf!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eJa \u2013 Josef ben\u00f6tigt neues Werkzeug, und beide brauchen neue Kleidung, und das Baby dann auch \u2013 und dann muss es etwas essen und die Familie braucht noch dies und das. Familien sind ungeheuer wichtig f\u00fcr uns.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eUnd dies ist nicht einfach irgendeine Familie. Die Eltern sind noch so jung! Und: habt Ihr den Engel gesehen und geh\u00f6rt!<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Kind wird \u201eGottes Sohn\u201c genannt. In ihm kommt Gott auf die Erde!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eGottes Sohn? Auf die Erde? Ach, ich wei\u00df nicht! Am Ende ist das blo\u00df so eine Hoffnung. Blo\u00df ein Traum \u2013 getr\u00e4umt von denen, die sonst nicht zurecht kommen! Handel und Wandel \u2013 ich sage Euch: das hat goldenen Boden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lied vom Kindergarten-Chor<\/p>\n\n\n\n<p>Das Licht geht aus.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201ePschscht! H\u00f6rt mal! H\u00f6rt doch mal genau hin!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter dem Vorhang h\u00f6rt man Soldaten marschieren.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eDas h\u00f6rt sich an, als ob da welche marschieren. Au weia! Soldaten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eHoffentlich nicht von der Zollfahndung!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Soldaten marschieren hinter dem Vorhang hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: \u201eDas ganze: Haaaalt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In der Mitte des Altarraumes angekommen, bleiben sie mit viel Get\u00f6se stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: \u201eAch du liebe G\u00fcte, Zenturio! Hier ist ja gar nichts los! Was wollen wir denn hier?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 5: \u201eIch wollte nie in die W\u00fcste! Der ganze Sand \u00fcberall! Und alles ist so \u00f6de und trostlos!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 6: \u201eNa h\u00f6r mal \u2013 Du bist Soldatin Roms. Sei doch froh, dass es hier nicht regnet und nicht schneit!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 4: \u201eAch \u2013 ich w\u00e4re so gerne wieder in Rom! Die vielen Gesch\u00e4fte! Da kann man richtig einkaufen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 5: \u201eJa genau! Und ein freies Wochenende gab es da auch immer!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 3: \u201eBefehl ist Befehl \u2013 wir sollen die Botschaft des Kaisers Augustus \u00fcberall bekannt machen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: \u201eAuch in der W\u00fcste?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 6: \u201eNa ja \u2013 hier ist ja nicht direkt W\u00fcste! Hier leben ja Leute!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 4: \u201eUnd wo bitte sch\u00f6n?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 6 (zeigt in die Gemeinde): \u201eNa da!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 3: \u201eAlso: H\u00f6rt ihr Leute! Wenn denn irgendjemand hier ist und uns h\u00f6rt \u2013 H\u00f6rt genau hin!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: \u201eAlle sollen in ihre Heimatst\u00e4dte gehen und sich dort in Listen Einschreiben! Habt ihr geh\u00f6rt: alle sollen das!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 5: [laut:]\u201eGenau! [zum Soldaten 1:] Warum eigentlich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 6: \u201eMensch \u2013 damit Kaiser Augustus Steuern einziehen kann \u2013 damit er mehr Geld hat zum Einkaufen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 1: \u201eLos Leute, weiter! Wir haben noch einen weiten Weg! Der n\u00e4chste Ort hei\u00dft&#8230;\u201c Er holt eine Schriftrolle heraus, rollt sie auf und liest darin: \u201eBethlehem! Der n\u00e4chste Ort, zu dem wir m\u00fcssen hei\u00dft Bethlehem.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat 2: \u201eDas ganze: Marsch!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Soldaten marschieren hinter den Vorhang und hinter die Kulissen. Der Vorhang wird zur Seite gezogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 4<\/p>\n\n\n\n<p>Die H\u00e4ndlerinnen 5,6,7 und 8 kommen rechts hinter den H\u00e4usern hervor und bauen ihre Marktst\u00e4nde auf.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 5: \u201eSie sind weg! Ich kann sie ja nicht leiden diese Soldaten! Irgendwie wird es immer gef\u00e4hrlich, wenn die auftauchen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 6: \u201eJa \u2013 sie ruinieren einem das Gesch\u00e4ft. Kaum h\u00f6rt man Soldaten marschieren, laufen alle Menschen weg und verstecken sich.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1, 2,3 und 4 kommen mit ihren Waren von links dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eAber habt ihr nicht geh\u00f6rt, was die Soldaten gesagt haben: Alle Menschen in Israel sollen in ihre Heimatst\u00e4dte gehen und sich in Steuerlisten eintragen lassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eUnd halb Israel stammt vom Hause Davids ab. Das hei\u00dft: ihre Heimatstadt ist hier \u2013 dieses Bethlehem.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eUnd das bedeutet, das es hier bald vor Kunden nur so wimmelt!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eWir haben unsere Ware dabei. Und nun warten wir nur noch darauf, dass alle hierher nach Bethlehem kommen. In die Stadt, um zu kaufen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 7: \u201eUnd dann macht ihr hier das gro\u00dfe Gesch\u00e4ft, was?!? In unserer Stadt?!? Da wird nix von! Wir sind hier der Gewerbeverein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 5: \u201eIhr habt hier doch sicher gar keine Erlaubnis, hier in Bethlehem zu verkaufen! Ihr k\u00f6nnt doch nicht einfach hier auftauchen, euch hier hinstellen und uns die Kunden wegschnappen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 6: \u201eGenau! Endlich ist hier mal etwas los \u2013 und dann kommen die Gesch\u00e4ftsleute von ausw\u00e4rts und sch\u00f6pfen den Rahm ab. Nein \u2013 so geht es nicht! Au\u00dferdem ist heute Feiertag.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 7: \u201eUnd an Sonn- und Feiertagen d\u00fcrfen nur Einheimische ihre L\u00e4den \u00f6ffnen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 8: \u201eWenn wir schon keinen freien Tag mehr haben in der Woche, dann soll es sich wenigstens lohnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1,2,3 und 4 stellen sich mit dem Gesicht zur Gemeinde<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1,2,3 und 4 (gemeinsam): \u201e1,2,3 \u2013 Tja! Was soll man dagegen machen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: \u201eWie soll ich dich empfangen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 5<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1,2,3 und 4 gehen wieder auf die Kanzel.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef kommen durch den Mittelgang. Maria ist deutlich schwanger. W\u00e4hrend sie noch (vom Scheinwerfer verfolgt) im Mittelgang gehen, sprechen die H\u00e4ndlerinnen im Altarraum.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 5: \u201eDa! Seht doch! Da kommen noch einmal Kunden. Ein Mann und eine Frau \u2013 mit einem Esel!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndlerin 6: \u201eNa \u2013 besonders kaufkr\u00e4ftig sehen die aber nicht gerade aus!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef erreichen Bethlehem. Die H\u00e4ndler rufen durcheinander und preisen ihre Waren an.<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eNein, nein, nein! Wir wollen gar nichts kaufen! Vielleicht zwei Gew\u00e4nder und ein Stecheisen \u2013 aber das kaufen wir erst sp\u00e4ter! Seht uns an: wir haben \u00fcberhaupt kein Geld!<\/p>\n\n\n\n<p>Sie erreichen eines der H\u00e4user und klopfen laut an. Wirt 1: \u201eMoin mitnanner! Was kann ich f\u00fcr Euch tun?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eWir brauchen ein Zimmer! Oder wenigstens eine Ecke in deinem Haus, in der wir uns lagern k\u00f6nnen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: \u201eNein! Vergesst es! Mein haus ist voll! Nichts zu machen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eAber ich bekomme ein Kind. Es kann jeden Moment so weit sein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: \u201eTja \u2013 da kann ich nichts machen! Wenn ihr Geld h\u00e4ttet \u2013 ja, dann vielleicht. Aber so&#8230;!<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 1: verschwindet hinter seinem Haus. Maria und Josef gehen zum n\u00e4chsten Haus und klopfen dort an. Wirt 2 kommt heraus.<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: \u201eNa \u2013 was wollt ihr denn so sp\u00e4t am Abend?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eWir suchen ein Zimmer, so dass ich einen Ort haben, um mein Kind zur Welt zu bringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wirt 2: \u201eAch, herrje! Das geht bei mir aber nicht mehr! Das Haus ist bis zum Dachboden voller G\u00e4ste! Das einzige, was ich euch noch anbieten kann, ist mein Stall \u2013 drau\u00dfen vor den Toren Bethlehems. Dort k\u00f6nnt ihr hin, wenn ihr wollt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Josef: \u201eNat\u00fcrlich wollen wir! Besser als nichts! Komm Maria! Ich sehe es Dir an \u2013 das Kind muss jeden Moment kommen. Lass uns zu diesem Stall gehen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria und Josef gehen hinter die Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: \u201eZu Bethlehem geboren&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 6<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorhang wird noch einmal zugezogen. Engel 5,6,7,8 und 9 treten in die Mitte.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 5: \u201eHa \u2013 ihr anderen Engel. Gut, dass ich Euch hier treffe! Ich habe eine wichtige Nachricht f\u00fcr euch?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 6: \u201eEine wichtige Nachricht? Erz\u00e4hl! Endlich ist hier mal wieder etwas los!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 7: \u201eMach es doch nicht so spannend, d\u00fcrfen wir zur Erde?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 5: \u201eNa ja &#8211; ich habe eine Botschaft bekommen, die besagt: wir sollen den Menschen die Ankunft des Retters f\u00fcr die Menschen ank\u00fcndigen d\u00fcrfen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 8: \u201eDer Retter f\u00fcr die Menschen? Endlich ist es soweit! Darauf haben wir doch immer gewartet! Dieser Retter &#8211; das wird ein ganz besonderer Mensch, ein m\u00e4chtiger Mensch sein!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 9: \u201eDas ist bestimmt ein Arzt, der alle Menschen wieder gesund macht. Oder \u2013 warte mal \u2013 besser noch: ein K\u00f6nig!\u201c\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 5: \u201eNein, nein, es ist ein Baby! Ein Baby wird in Bethlehem geboren werden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 6: \u201eEin Baby? Wie soll denn ein Kind schon der \u201eRetter der Welt\u201c sein?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 7: \u201eWer sind denn \u00fcberhaupt die Eltern von diesem Baby?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 8: \u201eIch kenne niemanden, der aus Bethlehem kommt, und der bald ein Baby bekommt!<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 5: \u201eDas stimmt! Die Eltern kommen eigentlich aus Nazareth. Aber sie sind gerade in Bethlehem angekommen. Sie wohnen dort in einem Stall auf dem Feld!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 6,7,8 und 9 im Chor: \u201eIn einem Stall?!??\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 7<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schafe laufen \u00fcberall in der Kirche herum. Alle machen \u201eM\u00e4\u00e4h! M\u00e4\u00e4h!\u201c Hirte 1 kommt mit einem Hirtenstab von hinten durch die Kirche.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eO nein, o nein! Die Schafe sind ja alle durcheinander gelaufen! Was ist denn blo\u00df los mit denen? Und es sind so viele Schafe! Wo sind denn die anderen Hirten?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2 schnarcht laut ins Mikrophon<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eHe! (er r\u00fcttelt den schlafenden Hirten 2) He, wach auf!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: \u201eWas ist denn?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: \u201eDich h\u00f6rt man ja bis Bethlehem schnarchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: \u201eNa und? St\u00f6rt es euch? Ihr m\u00fcsst doch sowieso wach bleiben und auf die Herde aufpassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eDie Schafe sind davon ganz durcheinander!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: \u201eAu\u00dferdem st\u00f6rt dein Schnarchen diese wunderbare Nacht! Sp\u00fcrt doch \u2013 irgendetwas ist heute anders als sonst!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: \u201eGeht es vielleicht noch lauter? Wer soll denn bei diesem Geschrei schlafen k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: \u201eEntschuldige! Aber es ist so sch\u00f6n heute Nacht!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eJetzt m\u00fcssen wir erst einmal die Schafe zusammenholen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schafe versammeln sich im Mittelgang um die Hirten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 1: \u201eSo sind sie die Menschen! Bis auf zwei schlafen sie. In so einer Nacht! Wo doch heute Gottes Sohn geboren wird!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 2: \u201e\u00dcberhaupt keinen Instinkt haben die!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 3: \u201eGesch\u00e4ftst\u00fcchtig! Ja \u2013 das sind sie. Aber das wichtigste im Leben \u00fcbersehen sie . M\u00e4\u00e4h!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 5: \u201eZu uns sagt man: ihr seid ja blo\u00df Schafe! Ha! Wenn die Menschen w\u00fcssten! Sie m\u00fcssten mal genau hingucken!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 6: \u201eLass man! Die denken immer nur ans Essen und Trinken, an Arbeit und Gewinn, und daran, dass es kalt ist heute Nacht!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: \u201ePuh! Man friert, wenn man geschlafen hat. Haben wir hier keine Decke \u2013 oder eine Jacke?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eZieh Dir doch das Fell da \u00fcber die Ohren!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Schaf 4: \u201eWer hier wohl wem das Fell \u00fcber die Ohren zieht?!? Das ist ja wohl unser Fell!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: \u201eAch ja. Ich bin noch gar nicht richtig wach.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: \u201eKommt! Lasst uns ein bisschen reden, sonst fallen mir die Augen zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Geht es euch nicht auch so, wenn ihr geweckt werdet?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eWart mal! Seht doch da dr\u00fcben!\u201c Er zeigt zur Kanzel.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: \u201eTats\u00e4chlich. Ich glaube ich tr\u00e4ume noch. Sind das nicht Engel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Engel 3 und 4 steigen auf die Kanzel und werden hell beleuchtet. Alle anderen Lichter in der Kirche gehen aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 3: \u201eF\u00fcrchtet euch nicht! Siehe, wir verk\u00fcndigen Euch gro\u00dfe Freude, die<\/p>\n\n\n\n<p>allem Volke wiederfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 4: \u201eUnd das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in<\/p>\n\n\n\n<p>Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Frieden auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Engel steigen wieder von der Kanzel herunter.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: \u201eDas will ich sehen! Mensch, wenn das stimmt&#8230;.!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: \u201eDas war doch kein Traum mehr!!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: \u201eAlso \u2013 dann los! Lasst uns alle schnell nach Bethlehem laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kommt Schafe!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirten und Schafe laufen alle nach vorne in den Altarraum und machen dabei: \u201eM\u00e4\u00e4\u00e4h! M\u00e4\u00e4h!\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: \u201eKommet, ihr Hirten&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 8<\/p>\n\n\n\n<p>Die vier H\u00e4ndler auf der Kanzel werden angestrahlt.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eAlso \u2013 das war bislang nichts mit dem gro\u00dfen Weihnachtsgesch\u00e4ft hier in Bethlehem.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eNur arme Schlucker hier \u00fcberall!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eDas ist doch zum verr\u00fcckt-werden! Nun haben wir diese neuen Gesetze: Handel rund um die Uhr und an allen Sonn- und Feiertagen. Und dann kommt keiner!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eObwohl \u2013 guck mal da hinten die drei. Das sind bestimmt Touristen. Die haben sicher das Geld locker in der Tasche.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 9<\/p>\n\n\n\n<p>Die drei Weisen aus dem Morgenland kommen bis in die Mitte des Mittelgangs. Dort sitzen K\u00f6nig Herodes und K\u00f6nigin Herodia auf ihrem Thron und empfangen die Weisen. Die drei H\u00e4ndler kommen von der Kanzel herunter und treten zu K\u00f6nigin und K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eSeht nur, K\u00f6nig Herodes und K\u00f6nigin Herodia, dort kommen drei M\u00e4nner. Es sind Gelehrte aus dem Morgenland. Und sie w\u00fcnschen Euch zu sprechen. Sie suchen einen neugeborenen K\u00f6nigssohn.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Herodes: \u201eWas suchen die? Das sind doch Gauner, oder?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eMag sein \u2013 aber das sind wir ja auch!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eAuf jeden Fall tragen sie sehr prunkvolle Gew\u00e4nder!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Herodes: \u201eNa \u2013 dann lasst sie herein! Aber bleibt in meiner N\u00e4he! Was hat das zu bedeuten? Ein K\u00f6nigssohn? Will mich da einer vom Thron st\u00fcrzen?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: \u201eSeid gegr\u00fc\u00dft, oh K\u00f6nigshaus von Jud\u00e4a! Wir kommen &#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nigin Herodia: \u201eSchon gut, schon gut. Was f\u00fcr einen K\u00f6nigssohn sucht Ihr?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: \u201eWir sind Sterndeuter. Ein heller Stern lie\u00df uns wissen: im Land der Juden ist ein neuer K\u00f6nig geboren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nigin Herodia: \u201eGar nichts ist hier! Euer Stern ist Hokuspokus!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Kaspar: \u201eVerzeiht, aber wir sind hier die Wissenschaftler!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Herodes: \u201eScharlatane seid ihr! Kommt hierher mit dieser erfundenen Geschichte von einem neugeborenen K\u00f6nigssohn. Was f\u00fchrt ihr im Schilde? L\u00e4sst sich an dieser Geschichte etwas verdienen?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Balthasar: \u201eNein! Nichts! Das ist das Besondere daran: man kann nichts verdienen! Hier geht es um wichtigeres als um Geld und Gesch\u00e4fte!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: \u201eUnd dazu haben wir auch in den Heiligen Schriften eures Volkes eine wichtige Stelle gefunden. Moment \u2013 wo habe ich die doch gleich?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er kramt ganz viele Papierrollen aus einer Tasche. Eine davon rollt er aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Melchior: \u201eAch ja \u2013 hier! Eine Stelle beim Propheten Micha: Du, Bethlehem, zu klein, um unter den Tausenden von Juda zu sein, aus dir wird der hervorkommen, der Herrscher \u00fcber Israel sein soll; und er wird seine Herde weiden in der Kraft Gottes, in der Hoheit des Namens seines Gottes. Und dieser wird Friede sein.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Herodes: \u201eBethlehem? Ausgerechnet dieses kleine Bethlehem? Na \u2013 dann ist es keine Gefahr f\u00fcr uns. Was soll aus Bethlehem schon Gutes kommen? Meinetwegen: geht nach Bethlehem und sucht dieses Kind.<\/p>\n\n\n\n<p>(Er zeigt l\u00e4ssig in Richtung der Kulissen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Und auf dem R\u00fcckweg kommt ihr wieder her zu uns und berichtet uns davon! Und nun: Gute Reise!<\/p>\n\n\n\n<p>K\u00f6nig Herodes geht rechts hinter die Kulissen \u2013 die drei Weisen gehen durch die Mitte der Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Szene 10<\/p>\n\n\n\n<p>Die vier H\u00e4ndler stehen auf der Kanzel und werden beleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eAlso, wenn ich das recht sehe \u2013 das mit dem tollen Gesch\u00e4ft zu Weihnachten \u2013 das wird nichts f\u00fcr uns!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eDa n\u00fctzen keine l\u00e4ngeren Laden-\u00d6ffnungszeiten und keine verkaufsfreien Sonntage. Die Leute hier wollen gar keine Gesch\u00e4fte abschlie\u00dfen! Der Sterndeuter hat es gesagt: es geht ihnen um viel wichtigeres!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eNoch wichtigeres?!? Aber \u2013 Verkaufen und Kaufen &#8211; das ist doch der Motor des Lebens. Das ist der Stoff aus dem die Tr\u00e4ume gemacht sind!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eTja \u2013 manchmal schon. Aber es gibt offenbar wirklich noch Wichtigeres, um das sich alles dreht im Leben!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eJetzt schaut euch das blo\u00df mal an: in Bethlehem dreht sich alles um diese arme Familie. Da! Da sind sie. Weit weg von zu Hause, mit einem Stall als Quartier\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maria (mit einem Kind im Arm) und Josef kommen vor die Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eUnd um sie herum: alles lauter Habenichtse: H\u00e4ndler, wie wir, die aber nichts verkaufen konnten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die H\u00e4ndlerinnen 5-8 kommen vor die Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: \u201eDie Gastwirte, die an ihnen nichts verdienen konnten \u2013 und auch nichts verdienen wollten!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wirte kommen vor die Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: \u201eGanz zu schweigen von den Hirten und ihren Schafen \u2013 die haben ja nicht einmal das n\u00f6tigste zum \u00dcberleben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Hirten und Schafe kommen vor die Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: \u201eUnd sogar die, die sich vieles leisten k\u00f6nnten, haben ganz anderes im Sinn, als Handel zu treiben. Die Soldaten des Kaisers, die Weisen aus dem Morgenland; und nicht einmal der K\u00f6nig Herodes denkt an die Volkswirtschaft!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Soldaten, K\u00f6nig Herodes und die Weisen aus dem Morgenland kommen vor die Kulissen.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: \u201eDann muss ja etwas dran sein! An Weihnachten geht es nicht ums Gesch\u00e4ft, sondern darum, dass Gott als Mensch geboren wird! Jesus Christus, Gottes Sohn, ist uns seit dieser Nacht in Bethlehem Nahe!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Engel kommen mit auf die Kanzel.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel 1: \u201eJetzt ist es Weihnachten \u2013 auch f\u00fcr Euch H\u00e4ndler!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Applaus<\/p>\n\n\n\n<p>Pastor Blume spricht ein Schlusswort, und bittet die Gemeinde aufzustehen zum \u201eVater unser\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Segen<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeindelied: \u201eO du fr\u00f6hliche&#8230;\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei geht alles Licht in der Kirche aus \u2013 nur die Lichter am Weihnachtsbaum leuchten.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Lichter in der Kirche an,<\/p>\n\n\n\n<p>Orgelmusik zum Ausgang.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Lieber Dietmar Hauser, Liebes Krippenspiel-Team, die Idee ist wirklich gut und ich m\u00f6chte das auch unterst\u00fctzen &#8211; mit zwei &#8222;ostfriesischen&#8220; Krippenspielen aus meiner Feder. 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