{"id":637,"date":"2026-01-11T17:54:07","date_gmt":"2026-01-11T16:54:07","guid":{"rendered":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=637"},"modified":"2026-01-11T17:54:07","modified_gmt":"2026-01-11T16:54:07","slug":"dietmar-hauser-18","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=637","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 18"},"content":{"rendered":"<h1>Krippenspiel Kapellendorf 2025<\/h1>\n<p><em>Redaktionelle Angaben:\u00a0<\/em><\/p>\n<div>\n<ol>\n<li><em>Sprecher\/in<\/em><\/li>\n<li><em>Prophet Micha<\/em><\/li>\n<li><em>Prophet Jesaja<\/em><\/li>\n<li><em>Herodes<\/em><\/li>\n<li><em>Schriftgelehrter<\/em><\/li>\n<li><em>Hohepriester (nur indirekt erw\u00e4hnt)<\/em><\/li>\n<li><em>Maria<\/em><\/li>\n<li><em>Joseph<\/em><\/li>\n<li><em>Elisabeth<\/em><\/li>\n<li><em>Engel<\/em><\/li>\n<li><em>Kind 1<\/em><\/li>\n<li><em>Kind 2<\/em><\/li>\n<li><em>Kind 3<\/em><\/li>\n<li><em>Weiser 1<\/em><\/li>\n<li><em>Weiser 2<\/em><\/li>\n<li><em>Weiser 3<\/em><\/li>\n<li><em>Hirte 1<\/em><\/li>\n<li><em>Hirte 2<\/em><\/li>\n<li><em>Hirte 3<\/em><\/li>\n<li><em>Hirtenjunge<\/em><\/li>\n<li><em>Mann (in Bethlehem)<\/em><\/li>\n<li><em>Frau (in Bethlehem)<\/em><\/li>\n<li><em>Ausrufer<\/em><\/li>\n<li><em>Stimmen aus dem Volk<\/em><\/li>\n<li><em>Soldat<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Macht hoch die T\u00fcr EG 1, 1-2<\/em><\/p>\n<p>Sprecher:<br \/>\nEs gibt Geschichten, die wir gut zu kennen meinen, weil sie uns seit der Kindheit vertraut sind. Vielleicht haben wir sogar schon einmal eine Rolle im Krippenspiel \u00fcbernommen. Die Weihnachtsgeschichte ist eine Erz\u00e4hlung, die geschrieben wurde, damit man sie immer wieder bedenkt. \u00a0Je mehr man eigene Lebenserfahrung hat, umso mehr versteht man, dass da etwas erz\u00e4hlt wird, das einen ganz tiefen Bezug zu unserem Leben hat.<br \/>\nWir sind heute drau\u00dfen und dem Wind und Wetter ausgesetzt. Das passt, denn uns wird von Menschen erz\u00e4hlt, die nicht im Palast ihr zu Hause hatten, sondern der scheinbaren Willk\u00fcr und Unw\u00e4gbarkeit des Lebens ausgesetzt waren. Was Jesus angeht, war es vom Anfang seines Lebens so.<\/p>\n<p><em>Tochter Zion EG 13, 1.3<\/em><\/p>\n<h1>Szene 1<\/h1>\n<p>Sprecher:<br \/>\nBurgen und Ruinen sind eine Erinnerung an Herrscher mit Macht und Einfluss, die durchaus auch auf Kosten vieler anderer Menschen versucht haben, sich ein Denkmal zu setzen.<br \/>\nDie Weihnachtsgeschichte erkl\u00e4rt, es sind andere, die unvergessen sind, weil sie demgegen\u00fcber Liebe und Verst\u00e4ndnis in unsere Welt gebracht haben.<br \/>\nSo waren in der j\u00fcdischen Geschichte nicht nur riesige Pyramiden, Burgen und Tempel gro\u00dfer Herrscher im Mittelpunkt der Erinnerung geblieben, sondern eher die Worte wehrloser Propheten. Sie bewegten die Menschen durch die Generationen und gaben ihnen immer wieder neue Hoffnung. So der Prophet Micha, der vor 2900 Jahren predigte:<\/p>\n<p>Prophet Micha: In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des HERRN Haus ist, fest stehen, h\u00f6her als alle Berge und \u00fcber die H\u00fcgel erhaben. Und die V\u00f6lker werden herzulaufen, viele Heiden werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinauf zum Berge des HERRN gehen. Gott wird unter gro\u00dfen V\u00f6lkern richten. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spie\u00dfe zu Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu f\u00fchren. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken.<\/p>\n<p>Sprecher: Und der Prophet Jesaja vor 2700 Jahren<\/p>\n<p>Prophet Jesaja: Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst gro\u00df die Freude. Denn du hast ihr dr\u00fcckendes Joch, den Stecken ihres Treibers zerbrochen. Jeder Stiefel, der mit Gedr\u00f6hn daher geht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.<br \/>\nUns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst; auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem K\u00f6nigreich, dass er\u2019s st\u00e4rke und st\u00fctze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.<\/p>\n<p><em>O Heiland rei\u00df den Himmel auf: \u00a0\u00a0Str.1 Solo +3<\/em><\/p>\n<h1>Szene 2<\/h1>\n<p>Sprecher: Jeder Jude kannte diese prophetischen Worte. Man lie\u00df sie von Generation zu Generation auswendig lernen und wartete auf den, der diese Botschaft verk\u00f6rperte. Nicht nur ein Menschenleben lang hoffte man, sondern viele Jahrhunderte. Besonders in den schweren Zeiten wurden sie lebendig, den Herrschenden passte das nicht. Besonders nicht Herodes, der vor 2000 Jahren K\u00f6nig in Jerusalem war. Entschuldigung. Ich meine \u201eHerodes den Gro\u00dfen\u201c.<\/p>\n<p>Herodes: Hohepriester, was sagt ihr zu meinen neuen H\u00e4usern? Die Juden k\u00f6nnen mich zwar nicht sonderlich leiden. Aber ich werde in die Geschichte eingehen, als der gro\u00dfe Erbauer Jerusalems.\u00a0 Man wird mir ewig dankbar sein. Meine Burg erhebt sich auf dem Tempelberg, sie hat jetzt den Glanz der ewigen Stadt. So wie man den Kaiser in Rom lobt, weil er das ewige Friedensreich schafft, wird man von mir reden als dem Erbauer der heiligen Stadt.<\/p>\n<p>Schriftgelehrter: Gro\u00dfer Herodes, Ihr habt recht. So gut hat Jerusalem wirklich nie ausgesehen. Der Tempel erstrahlt in gro\u00dfem Glanz. Das viele Gold blendet wieder. Wer wei\u00df, ob er zu Salomos Zeiten jemals so aussah. Seitdem wir die olympischen Spiele des Kaisers finanziell gerettet haben, haben die R\u00f6mer uns wieder als Partner erst genommen. Bei uns flie\u00dft das Geld.<\/p>\n<p>Herodes: Nur mein eigenes Volk ist unbelehrbar. Sie zeigen keine Dankbarkeit. Die Pharis\u00e4er sind unbelehrbar. Sie geben keine Ruhe, obwohl ich schon viele habe umbringen lassen.<\/p>\n<p>Schriftgelehrter: Sie reden vom Messias, einem Nachkommen Davids, er soll euren Platz einnehmen.<\/p>\n<p>Herodes: Die Menschen k\u00f6nnen sich doch gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, dass ich die Dinge hier regele unter r\u00f6mischer Herrschaft. Schon seit Jahrzehnten haben wir ein sicheres Land. Die Leute m\u00fcssten endlich mal wissen, dass das ohne ganz hartes Durchgreifen nicht geht: Ich habe alle Widersacher in die Knie gezwungen. Wer sich mir in den Weg stellt, der muss mit dem Schlimmsten rechnen. Wer nicht f\u00fcr uns ist, ist gegen uns. Sogar Hohepriester mussten das erfahren. ich habe sie beim kleinsten Wortbruch verschwinden lassen. anders geht es nun mal nicht in unserer Zeit. Das wei\u00df sogar der Kaiser in Rom: Dieses Volk ist nur mit \u00e4u\u00dferster Gewalt zu beherrschen. Man muss seine Leute \u00fcberall haben, damit man im Bilde ist. Es ist ungerecht: Wo bleibt der Dank f\u00fcr diese einzigartige Leistung? Sie sollten mal sehen, wie es ohne mich ginge. Sie haben ja keine Ahnung.<\/p>\n<p><em>Noch manche Nacht wir fallen<\/em><\/p>\n<h1>Szene 3<\/h1>\n<p>Sprecher: Etwa zu dieser Zeit hatte Herodes seine dritte Frau. Die ersten beiden hatte er umbringen lassen, so wie viele seiner Widersacher und Verwandten. Er kannte keine Gnade. Trotz seiner Macht sah er hinter allem einen Anschlag. Er beseitigte alle Menschen, die ihm gef\u00e4hrlich werden konnten.<br \/>\nIn der Zeit, von der wir erz\u00e4hlen, geschahen trotzdem wesentliche Dinge, die er nicht mitbekam und die wirklich unsere Welt bis heute ver\u00e4ndern sollten. Er hatte es nicht auf dem Radar.<br \/>\nEs begann mit dem Glauben und Mut einer jungen Frau, vielleicht 13 oder 14 Jahre alt, die im Gebet versunken war.<\/p>\n<p>Engel: Sei gegr\u00fc\u00dft, du Begnadete, der Herr ist mit dir.<\/p>\n<p>Sprecher: Maria erschrak und versuchte zu verstehen, was diese Anrede zu bedeuten habe.<\/p>\n<p>Engel: Maria, sei gegr\u00fc\u00dft. Gott, schenkt dir seine Gnade. Siehe du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Du sollst ihn Jesus nennen. Man wird ihn Sohn des H\u00f6chsten nennen und er soll den Thron seines Vorfahren David erben. Er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit und sein Reich wird kein Ende haben.<\/p>\n<p>Maria: Wie kann das sein?<\/p>\n<p>Engel: Du wirst den Heiligen zur Weltbringen, den man Sohn Gottes nennen wird. Und siehe, deine Verwandte Elisabeth ist auch schwanger im 6. Monat, obwohl man sagte, sie sei unfruchtbar.<\/p>\n<p>Maria: Ich bin die Magd des Herrn.<\/p>\n<p><em>\u00dcbers Gebirg Maria geht (Chor)<\/em><\/p>\n<h1>Szene 4<\/h1>\n<p>Sprecher: Man sollte denken, dass da wo etwas in Gottes H\u00e4nden liegt, alles ganz einfach geradeaus und glatt geht. F\u00fcr Maria wurde es zun\u00e4chst sehr schwierig. Ihr Verlobter Joseph war zwar kein schlechter Kerl, aber er wollte sich doch zun\u00e4chst lieber aus dem Staub machen. Ihm wurde auf einmal alles zu schwierig. So hatte er sich das nicht vorgestellt. So musste Maria zun\u00e4chst sehen, wo sie blieb. Aber ihr hatte der Engel gesagt, dass eine ihr bekannte \u00e4ltere Frau ebenfalls ein Kind bekam. Und so eilte sie in das Bergland von Jud\u00e4a zu Elisabeth, der Mutter des gro\u00dfen Propheten Johannes der T\u00e4ufer.<\/p>\n<p>Maria: Wisst Ihr, wo Elisabeth wohnt?<\/p>\n<p>Kind 1: Hier gibt es mehrere mit diesem Namen!<\/p>\n<p>Maria: Ich meine die Frau des Priesters Zacharias.<\/p>\n<p>Kind 1: Ach so, es ist die Frau, die sich ein Leben lang Kinder gew\u00fcnscht hat und nun eines bekommen wird. Sie lebt seither ganz zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Maria: Genau die meine ich.<\/p>\n<p>Kind 1: Dort vorne. Ich bringe dich hin. Hoffentlich empf\u00e4ngt sie dich.<\/p>\n<p>Maria: Elisabeth, ich bin Maria aus Nazareth und wollte dich besuchen.<\/p>\n<p>Elisabeth: Seit du in der N\u00e4he bist, bewegt sich das Kind in meinem Bauch vor Freude.<br \/>\nDu bist es, Maria. Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen. Gesegnet ist das Kind, das du zur Welt bringen wirst. Auch wenn man alle schon vergessen hat, \u00fcber dich wird man noch reden.<\/p>\n<p>Maria: Ich muss dir meine Geschichte erz\u00e4hlen. Ich war ganz erf\u00fcllt von dem, was ein Engel zu mir gesagt hatte, von dem Kind, das ich erwarte. Ich bin bereit f\u00fcr das Kind da zu sein, es anzunehmen, alles f\u00fcr das Kind zu tun. Aber es kam, wie es zu erwarten war: Joseph, mein Verlobter, hatte nicht den Mut, zu mir zu stehen: Ihm ist es wichtiger, was die Leute sagen und dass sein Ruf nicht gesch\u00e4digt wird.<\/p>\n<p>Elisabeth: Lass sein, meinem Mann hat es auch die Sprache verschlagen, als er h\u00f6rte, dass ich noch ein Kind bekomme. Er hatte sich darauf eingestellt, dass es immer so weiter geht. Er macht seine Arbeit am Tempel. Nichts bringt ihn durcheinander. Er sch\u00e4tzt die Ruhe, seine Einteilung der Zeit, die durch nichts gest\u00f6rt wird. Er lebt nur f\u00fcr seinen Beruf.<br \/>\nIch habe das Leben ganz anders empfunden. F\u00fcr wen sollte ich da sein?\u00a0 Immer alles im gleichen Trott. Was ist das f\u00fcr ein Leben, wo man nicht hofft und bangt, wo man eine Ruhe im Leben hat, die einer Friedhofsruhe gleicht.<br \/>\nWie eine Auss\u00e4tzige haben mich andere Frauen behandelt. Es ist in ihren Augen eine Schande, keine Kinder zu bekommen. Sie waren mit Kindern gesegnet<br \/>\nAber wei\u00dft du, was das Schlimmste ist?<br \/>\nJetzt, wo ich noch ein Kind bekomme, da reden sie erst recht und zeigen mit den Fingern auf mich: Statt sich zu freuen, sagen sie nun: Elisabeth, die Alte, bekommt noch ein Kind. Als w\u00e4re auch das eine Schande!<br \/>\nDass Du kommst ist wunderbar f\u00fcr mich. Du bleibst bei uns?<\/p>\n<p>Maria: Was k\u00f6nnte es f\u00fcr mich Besseres geben, als diese deine Einladung anzunehmen. Alleine w\u00fcrde ich ja nicht \u00fcberleben.<br \/>\nIch erlebe, dass Gott Bewegung in unser Leben bringt. Man muss auf ihn vertrauen, denn bei ihm ist nichts unm\u00f6glich. Ich finde bei dir Geborgenheit wie unsere Vorfahren, die auch von Ort zu Ort zogen und sich beh\u00fctet wussten.<br \/>\nEs ist so wie es uns \u00fcberliefert wurde: Die M\u00e4chtigen sollten um ihre Macht zittern. Sie kann ihnen von einer Minute zur anderen genommen werde. Wir Armen sind von Gott nicht verlassen, er nimmt sich unserer an, so wie du dich meiner annimmst. Das macht mich stark!<\/p>\n<p><em>Befiehl du deine Wege V. 1<\/em><\/p>\n<h1>Szene 5<\/h1>\n<p>Sprecher: Maria blieb einige Monate bei Elisabeth. Inzwischen war sie gefestigt f\u00fcr die Begegnung mit Joseph. Nicht als Bittstellerin begegnete sie ihm. Umso besser war es, dass auch Joseph seine Meinung ge\u00e4ndert hatte.<\/p>\n<p>Joseph: Wie war es bei Elisabeth?<\/p>\n<p>Maria: Ich habe bei ihr ein freundliches zu Hause gefunden, das mir meine Familie verwehrt h\u00e4tte. Und ich bin innerlich stark geworden, meinen Weg zu gehen.<\/p>\n<p>Joseph: Maria, ich habe meine Meinung ge\u00e4ndert. Ich hatte Angst und wollte weglaufen, obwohl ich in meinem Innersten wusste, dass es falsch war. Ich m\u00f6chte f\u00fcr euch da sein, f\u00fcr dich und unser Kind.<br \/>\nEin Engel hat es mir gesagt und mich vor einer gro\u00dfen Dummheit bewahrt.<br \/>\nWas bedeutet es, was die Leute sagen. Wenn Gott mir f\u00fcr jemanden die Verantwortung gibt, dann darf und will ich nicht weglaufen. Kannst Du akzeptieren, dass ich mich ge\u00e4ndert habe?<\/p>\n<p>Maria: Zeitweise dachte ich, ich kann keinem Menschen jemals wieder Vertrauen entgegenbringen. Bei Elisabeth habe ich wieder Vertrauen gelernt. So wie Gott es macht, ist es gut. Es wird seinen Sinn haben, dass manche Dinge ganz anders laufen, als wir sie planen. Auch bei dir. Ich vertraue dir.<\/p>\n<h1>Szene 6<\/h1>\n<p>Sprecher: Viele Menschen haben Angst davor, in unserer Welt unvoreingenommen zu sein. Es ist Angst, dass man etwas findet, was man nicht gesucht hat. Oder ist es die Angst, das Vertraute k\u00f6nnte sich als nicht mehr tragf\u00e4hig erweisen?<br \/>\nIn der Weihnachtsgeschichte wird uns nun von weisen M\u00e4nnern aus dem Morgenland, also aus dem Gebiet des heutige Irak, erz\u00e4hlt, die die Wahrheit des Lebens suchen. Gerade ihre Unvoreingenommenheit ist es, die sie das Wesentliche erkennen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiser 1: Das schl\u00e4gt doch dem Fass den Boden aus. Seht ihr das da oben am Himmel?<\/p>\n<p>Weiser 2: Gibt es noch etwas, was wir noch nicht wissen? Alles entwickelt sich doch so, wie wir schon immer vorhergesagt haben.<\/p>\n<p>Weiser 3: Das m\u00f6chte ich sehen. Unser Universum ist die ewige Wiederkehr. Es gibt nichts Neues unter der Sonne. Immer wieder dasselbe. Aufgehen und untergehen. geboren werden, Wachsen und Sterben. Anfang und Ende und dann wieder von vorne. Sch\u00f6n, dass wir dabei waren\u2026<\/p>\n<p>Weiser 1: Nein, sieh doch mal, das hat es in den letzten hundert Jahren nicht ein einziges Mal gegeben.<\/p>\n<p>Weiser 2: Die Abweichung von der Regel. Gro\u00dfartig. Wo ist es? Muss ich mich sehr anstrengen es zu sehen?<\/p>\n<p>Weiser 1: Am besten Du gehst hierher\u2026 nein, du siehst es ganz deutlich.<\/p>\n<p>Weiser 2: Nun ja, du hast recht. Sind das zwei oder ist das nur einer?<\/p>\n<p>Weiser 3: Also, wenn du mich fragst, das sieht aus, als w\u00fcrden Jupiter und Saturn verschmelzen. Und das noch im Sternbild des Widders.<\/p>\n<p>Weiser 2: Unglaublich!<\/p>\n<p>Weiser 3: Ritz das in die Tontafel. Vergiss nicht das Datum dazuzuschreiben, damit wir auch beweisen k\u00f6nnen, dass wir die ersten sind, die das entdeckten.<\/p>\n<p>Weiser 1: Jupiter und Saturn, Hm\u2026 Stern der Juden und ein K\u00f6nigsstern. Hast du nicht ein paar j\u00fcdische Nachbarn, die du fragen kannst?<\/p>\n<p>Weiser 2: Du meinst die, die beim Gebet immer in Richtung Jerusalem stehen und so bald als m\u00f6glich nach Jerusalem ziehen wollen.<\/p>\n<p>Weiser 1: Welche Richtung stehen sie?<\/p>\n<p>Weiser 2: Genau dorthin.<\/p>\n<p>Weiser 1: Los geh hin zu den Leuten und frag sie aus. (Weiser 2 geht los)<\/p>\n<p>Weiser 3: So was. Mir war da doch was. Ich hatte eine alte Tonscherbe in unserer Bibliothek in Erinnerung, auf der das vorhergesagt wurde mit Jupiter und Saturn. Wir sind wieder mal nicht die ersten. H\u00e4tten wir schon fr\u00fcher wissen k\u00f6nnen, aber wer liest schon das, was man fr\u00fcher vorhergesagt hat.<\/p>\n<p>Weiser 1: So ich mache jetzt <u>meine<\/u> Aufzeichnungen. Dort ist der Mond, da die Venus, dort das Sternbild des Widders und dort ungef\u00e4hr ist der neue Stern\u2026 Und was hast du rausgekriegt.<\/p>\n<p>Weiser 2: Es ist unglaublich, wie aufgeregt die waren, als ich es ihnen erz\u00e4hlte. Sie haben mir gleich aus ihrer alten Schrift zitiert: Moment, ich musste es mitschreiben, denn so schnell kann\u00a0 ich es mir auch nicht mehr merken: \u2026Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und eine Herrschaft aus Israel aufkommen\u2026<\/p>\n<p>Weiser 1: Und \u2013 was regt sie dabei so auf?<\/p>\n<p>Weiser 2: Sie sind der Meinung, dass Gott einen einzigartigen Herrscher schicken wird, der sicher in\u00a0Jerusalem geboren wird, in der N\u00e4he des Tempels. Wenn es nicht so weit w\u00e4re, w\u00e4ren sie gleich losgelaufen.<\/p>\n<p>Weiser 1: Nun ja, ich nehme an, dass ihr wie ich als Pflicht anseht, der Sache auf den Grund zu gehen?<\/p>\n<p>Weiser 2: Anders geht es nicht. Wir m\u00fcssen hinreisen, wenn wir etwas mitbekommen wollen.<\/p>\n<p>Weiser 3: Vergesst nicht, Geschenke mitzunehmen. Schlie\u00dflich geht es in ein Herrscherhaus. Die legen Wert auf so etwas.<\/p>\n<p>Weiser 1: Mit Gold, einer Schale Weihrauch und einer Dose Myrrhe blamieren wir uns wahrscheinlich nicht.<\/p>\n<p><em>Stern \u00fcber Bethlehem Str. 1<\/em><\/p>\n<h1>Szene 7<\/h1>\n<p>Sprecher: W\u00e4hrend die meisten Menschen davon ausgehen, dass die Wahrheit irgendwie zu ihnen kommt, waren die drei Weisen aus der babylonischen Priesterkaste der Meinung, die Wahrheit findet man am besten heraus, wenn man loszieht und sich alles genau ansieht. Sie hatten Recht.<br \/>\nInzwischen nahm die Geschichte mit Maria und Joseph ihren Lauf \u2013 oder sagen wir besser: wieder mal eine Wendung, die keiner erwarten konnte. Wer konnte wissen, dass es dem Kaiser in Rom gerade mal einfiel, einsch\u00e4tzen zu wollen, wie viele Steuern ihm eigentlich zustanden.<\/p>\n<p>Ausrufer: H\u00f6rt her! Es ist die allererste Sch\u00e4tzung, die der R\u00f6mische Kaiser Augustus,\u00a0der als Gott verehrt werden muss\u2026<\/p>\n<p>Stimmen aus dem Volk: Von uns nicht\u2026<\/p>\n<p>Ausrufer: Unterbrecht mich nicht! \u2026 Es ist die allererste Sch\u00e4tzung die unser erhabener Kaiser Augustus durchf\u00fchren l\u00e4sst. Jeder gehe zur Eintragung der Steuer in die Stadt, in der er geboren ist. Das ist ein Befehl! Wer diesem Befehl nicht nachkommt, wird mit strengster Strafe zu rechnen haben.<\/p>\n<p>Maria: wir m\u00fcssen ziehen.<\/p>\n<p>Joseph: Wenn ich ziehen m\u00fcsste, was w\u00e4re dabei. Ein paar Tage Wanderschaft. Aber bei dir ist das eine andere Sache. Aber warten bis nach der Geburt k\u00f6nnen wir auch nicht. Es wird schwer werden und ich mache mir Sorgen.<\/p>\n<p>Maria: Der Kaiser macht sich Sorgen, dass er unsere Steuern nicht bekommt und Herodes, dass er nicht mehr genug abbekommt, um seine Burg und seinen Palast zu bauen.<\/p>\n<p>Joseph: Und du?<\/p>\n<p>Maria: Besser wir gehen los, damit wir nicht unterwegs von der Geburt \u00fcberrascht werden.<br \/>\nWas die Leute zu Hause angeht, ich wei\u00df nicht ob ich sie vermisse, wenn das Kind geboren wird.<\/p>\n<p>Joseph: Du hast recht. Aber ich gehe mit Angst und Bef\u00fcrchtungen. Auch mit Wut, dar\u00fcber, dass nach unserem Leben scheinbar niemand fragt.<\/p>\n<h1>Szene 8<\/h1>\n<p>Sprecher: Wirklich, so sind sie losgezogen. 120 km. Vorbei an der gro\u00dfen und sch\u00f6nen Stadt Jerusalem, vorbei an der gro\u00dfen Burg des Herodes, in die er sich zur\u00fcckzog, um sicher zu sein vor Attent\u00e4tern und in der er feiern konnte, selbst wenn es dem Volk extrem schlecht ging. Es ging vor allem zum Schluss noch richtig bergauf.<\/p>\n<p>Maria:\u00a0\u00a0 Wir m\u00fcssen Pause machen. Es geht nicht anders. Ich kann nicht mehr. ich denke die Zeit wird knapp.<\/p>\n<p>Joseph: Es ist nicht mehr weit. Das letzte St\u00fcck ist immer am schwersten. Es geht schon bergauf und dann muss bald Bethlehem kommen.<\/p>\n<p>Maria: Ich h\u00e4tte es nicht gedacht, dass es so schwer wird. Es ist ein Gedanke, der mich antreibt. Du hast immer gesagt, dass deine Vorfahren hier aus Bethlehem stammen.<\/p>\n<p>Joseph: Na klar, ich z\u00e4hle sie dir mal auf: Salomo, Rehabeam, Abija, Asa, Joschafat , Joram, Usija \u2026<\/p>\n<p>Maria: Das reicht. Wie viele waren es?<\/p>\n<p>Joseph: Mein Vater hat erz\u00e4hlt, es waren 12 bis zur babylonischen Gefangenschaft und danach bin ich einer der 11. Generation. Nat\u00fcrlich alles vom K\u00f6nig David an gerechnet.<\/p>\n<p>Maria: Ich habe es geahnt. Deswegen Bethlehem, damit unser Sohn in Bethlehem geboren wird, in dem Ort, wo David lebte. Unsere Lebenswege sind schon manchmal geheimnisvoll.<\/p>\n<p>Joseph:\u00a0 Komm, lass uns gehen. Ich versuche dich zu st\u00fctzen. Ich habe Angst, dass schon alle Leute schlafen, wenn wir kommen.<\/p>\n<p>Maria: Ich schaffe das letzte St\u00fcck noch. Es ist sogar besser, ich bleibe etwas in Bewegung, als wenn ich erst sitze. Nur langsam muss es gehen.<\/p>\n<p><em>O Bethlehem du kleine Stadt Str. 1\u00a0<\/em><\/p>\n<h1>Szene 9<\/h1>\n<p>Sprecher: als sie nach Bethlehem kamen war es nun doch schon fast dunkel und die Sterne fingen an zu leuchten. Zum Gl\u00fcck waren noch einige Kinder auf den Wegen.<\/p>\n<p>Kind 2: Wo kommst du denn her?<\/p>\n<p>Kind 3: Bist du aus Bethlehem?<\/p>\n<p>Joseph: Nein, sie ist nicht aus Bethlehem. Aber ich, als ich so gro\u00df war wir ihr, habe mal hier gewohnt.<\/p>\n<p>Kind 2: Dann wei\u00dft du ja wo du hingehen musst.<\/p>\n<p>Joseph: Eigentlich nicht, es ist schon lange her<\/p>\n<p>Kind 2: Da wohne ich.<\/p>\n<p>Joseph: Habt Ihr denn noch etwas Platz im Haus? Vor allem meine Frau braucht einen Platz.<\/p>\n<p>Kind 3: Bei uns ist alles voll. Wir wohnen alle in einem gro\u00dfen Raum und drau\u00dfen ist es jetzt zu kalt.<\/p>\n<p>Kind 2: Stimmt!<\/p>\n<p>Maria: Versuche es irgendwo anders!<\/p>\n<p>Joseph: Und wie ist das mit Ihnen?<\/p>\n<p>Mann: Was denken Sie? Wenn ich Sie mir ansehe, ich nehme Sie nicht in mein Haus auf. Wenn man in einem solchen Zustand losgeht, ist man selbst schuld.<\/p>\n<p>Maria: Wir k\u00f6nnen doch nichts daf\u00fcr\u2026<\/p>\n<p>Mann: Das sagen alle\u2026<\/p>\n<p>Maria: Wenn die Leute w\u00fcssten. Sie wollen die Not der anderen nicht sehen.<\/p>\n<p>Joseph: K\u00f6nnt Ihr uns nicht helfen?<\/p>\n<p>Frau: Schon wieder Leute, die hierherkommen, als w\u00e4ren es nicht genug, die schon da sind.<\/p>\n<p>Joseph: Ich bin aus Bethlehem und wir mussten hierherkommen.<\/p>\n<p>Frau: Mit Ihnen habe ich Mitleid, aber die Leiter zu meinem Haus kommt Ihr nicht mehr hoch. Kommt mit, ich bringe Euch wenigstens in den Stall.<\/p>\n<p><em>Lied: Es ist ein Ros entsprungen Str. 1-2<\/em><\/p>\n<h1>Szene 10<\/h1>\n<p>Sprecher: Als sie dort waren, kam f\u00fcr Maria die Zeit der Geburt. Sie brachte einen Sohn zur Welt, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz f\u00fcr sie war.<\/p>\n<p>Lied: Stille Nacht 1-3<\/p>\n<p>Sprecher: Es muss wohl um diese Zeit gewesen sein, dass die Weisen auch in Jerusalem ankamen. Die Sterne gaben ihnen die Richtung vor und nach ihrer langen und entbehrungsreichen Reise auf dem R\u00fccken der Kamele, waren sie gl\u00fccklich in der Stadt Jerusalem angekommen zu sein. Die Kamele hatten sie an der Stadtmauer in Pflege gegeben.<\/p>\n<p>Weiser 1: Was ist das f\u00fcr ein Gl\u00fcck, dass wir heil angekommen sind. Es h\u00e4tte ganz sch\u00f6n schief laufen k\u00f6nnen. Gut, dass man sich vorher nicht \u00fcberlegt, was man tut. Dann w\u00e4re ich nie losgeritten.<\/p>\n<p>Weiser 2: Na ja, jetzt sind wir ja sicher. Ich habe unterwegs immer Angst gehabt, man nitt uns alles weg. Nur noch den kurzen Weg hinauf.<\/p>\n<p>Soldat: Halt! und H\u00e4nde hoch!<\/p>\n<p>Weiser 3: Wieso das denn?<\/p>\n<p>Soldat: Das nehmen wir mit. (nimmt die Geschenke ab)<\/p>\n<p>Weiser 2: Was sollen wir dem K\u00f6nig\u2026<\/p>\n<p>Soldat: Ihr kommt so sp\u00e4t und seid weit hergereist?<\/p>\n<p>Weiser 1: Ja, ganz weit her. Und jetzt wollten wir zum K\u00f6nig, um ihm zu seinem Sohn zu gratulieren.<\/p>\n<p>Soldat: Mitkommen!<\/p>\n<p>Herodes: Hochgelehrte G\u00e4ste, ich habe schon auf Euch geachtet, als ihr kamt. Wo kommt ihr her?<\/p>\n<p>Weiser 2: Erhabener Herodes. Wir kommen aus dem Morgenland und sind dem Stern gefolgt, der uns in diesen Palast gebracht hat. Man sagte uns, er k\u00fcndet die Geburt eines neuen und einzigartigen K\u00f6nigs an.<\/p>\n<p>Herodes: Das meint ihr nicht ernst?<\/p>\n<p>Weiser 3: Ja, und wir haben die Geschenke f\u00fcr einen K\u00f6nigssohn dabei, das hei\u00dft, wir hatten sie dabei\u2026 man hat sie uns vor eurer T\u00fcr abgenommen.<\/p>\n<p>Herodes: Jetzt geht das schon wieder los. Habt Ihr habt das den Leuten erz\u00e4hlt, weswegen ihr hier seid?<\/p>\n<p>Weiser 2: Na klar, man hat uns gefragt!<\/p>\n<p>Herodes: Ich hatte gedacht, ich h\u00e4tte Ruhe und jetzt geht das wieder los. Wie viele Leute muss ich noch beseitigen, damit das endlich einmal aufh\u00f6rt, dieses Ger\u00fccht von dem Messias. Schriftgelehrter: Wo wird er geboren nach der Schrift?<\/p>\n<p>Schriftgelehrter: In Bethlehem Ephrata: \u201eDenn du bist mitnichten die kleinste unter den St\u00e4dten in Juda. Aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.\u201c<\/p>\n<p>Herodes: Nicht weit von hier. Also \u2013 nehmt eure Geschenke (Soldat gibt sie ihnen) und geht zu dem Kind! Fallt vor ihm nieder, und ich werde dann auch vor ihm niederfallen, wenn Ihr mir auf der R\u00fcckkehr gesagt habt, wo er wohnt. Er wird mich kennenlernen.<\/p>\n<p>Weise gehen ab.<\/p>\n<p><em>Kommet ihr Hirten Str. 1-2<\/em><\/p>\n<h1>Szene 11<\/h1>\n<p>Sprecher:\u00a0\u00a0 Die Weisen hatten sich auf den Palast gefreut. Aber nun galt es, weiter zu ziehen. Immerhin haben sie nicht gleich aufgegeben, nachdem sich ihr angepeiltes Ziel als falsch erwiesen hat. Obwohl: An sich gezweifelt haben sie schon und auch ein wenig an ihrer Mission. Wo sollte der Stern sie hinf\u00fchren?<br \/>\nW\u00e4hrend sie noch einige Zeit im Dunkeln tappten und kaum zu hoffen wagten, dass sie noch zum Ziel ihrer Reise kamen, waren ganz in der N\u00e4he von Bethlehem Hirten.<br \/>\nSie hatten die Schafe, als es dunkel wurde, in einen Pferch gesperrt und mussten aufpassen, dass ihnen nichts passiert.<\/p>\n<p>Hirte 1: Sind die Schafe ruhig?<\/p>\n<p>Hirte 2: Ich glaube schon.<\/p>\n<p>Hirte 1: Man muss aufpassen. Wenn man nicht st\u00e4ndig wach bleibt, werden die Schafe vom Wolf gerissen. Hier, meine Hand ist immer noch verletzt, weil ich das wilde Tier abgewehrt habe.<\/p>\n<p>Hirte 3: Ob es dir die Schafe danken, wenn du so f\u00fcr sie da bist?<\/p>\n<p>Hirte 1: Die Schafe, was wissen die schon. Zutraulich sind sie ja, aber auch fahrl\u00e4ssig und\u00a0un\u00fcberlegt laufen sie in jede Sache hinein.<\/p>\n<p>Hirte 2: Sie sind wie wir Menschen. K\u00fcmmerst du dich um sie und sagst, sie sollen das lieber lassen, meckern sie wie die Schafe.\u00a0 Wenn ich da an meine Frau denke\u2026<\/p>\n<p>Hirte 1: Du wei\u00dft, wie ich denke. Es w\u00e4re gut, wenn die Menschen wie wir Hirten w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Hirte 3: Stimmt. Das habe ich von dir gelernt. Als ich jung war, dachte ich immer: Hauptsache ist, <u>ich<\/u> komme nicht zu kurz. Ich habe mich um mich selbst gedreht \u2013 und ehrlich gesagt, ich war nicht gl\u00fccklich. Jetzt ist es anders.<\/p>\n<p>Hirte 2: So kenne ich dich noch. Es hat sich erst ge\u00e4ndert, seit der Kleine bei dir ist.<\/p>\n<p>Hirte 3: Stimmt. Was macht der denn gerade? \u2026. Er schl\u00e4ft\u2026 Du hast recht. Erst wollte ich ihn weiterschicken. Ich dachte, er ist wie ein Klotz am Bein.<\/p>\n<p>Hirte 1: Aber eines lass dir gesagt sein. Seit du dich um ihn k\u00fcmmerst bist du ein anderer Mensch, ruhiger, viel vern\u00fcnftiger\u2026<\/p>\n<p>Hirtenjunge: Was steht ihr hier denn so herum? Was ist los? Ist es schon morgen?<\/p>\n<p>Hirte 2: Nein, nein, schlaf weiter. Du kannst dich morgen mit dem Hund und den Schafen wieder austoben. Wir haben nur nach dir gesehen, ob alles in Ordnung ist.<\/p>\n<p>Hirtenjunge: Warum denn nicht? Setzt euch wieder ans Feuer und erz\u00e4hlt mir die alten Geschichten. Dabei kann ich so gut einschlafen.<\/p>\n<p>Hirte 3: Los, Elia, erz\u00e4hl du, du kannst das am Besten.<\/p>\n<p>Hirte 1: Ja, Junge, das ist nun schon \u00fcber viele Generationen her. Was war das noch f\u00fcr eine Zeit. Der alte Priester Samuel suchte einen jungen K\u00f6nig, der klug und mutig war, der sich nicht nur um sich selber k\u00fcmmerte. Als K\u00f6nig hat man ja Verantwortung f\u00fcr ein ganzes Volk. Zumindest sollte es so sein. Und so suchte Samuel. Er wollte nicht jemanden, der nur k\u00f6rperlich stark und r\u00fcpelhaft war, er suchte jemanden, der klug war. Nicht durch \u00e4u\u00dfere Gr\u00f6\u00dfe sollte er \u00fcberzeugen, sondern durch innere Gr\u00f6\u00dfe: Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Fr\u00f6hlichkeit und Gottesfurcht. Wei\u00dft du, wo er gesucht hat?<\/p>\n<p>Hirtenjunge: Ich nehme an bei den Hirten, weil die das k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Hirte 1: Ganz genau, er suchte einen Hirten.<\/p>\n<p>Hirtenjunge: Und, hat er ihn gefunden?<\/p>\n<p>Hirte 1: Hier in Bethlehem hat er ihn in der Familie des Isai gesucht. Er war auf der Weide bei den Schafen. Zum Gl\u00fcck hat Samuel nicht aufgegeben und nicht lockergelassen, bis man ihn hier fand \u2013 den kleinen Hirten David, der unser gr\u00f6\u00dfter K\u00f6nig wurde.<\/p>\n<p>Hirte 3: Los, komm jetzt wird geschlafen.<\/p>\n<p>Hirtenjunge: Irgendetwas ist heute ganz besonders.<\/p>\n<p>Hirte 1: Los Junge, wirf dich nieder.<\/p>\n<p>Engel: Vom Himmel hoch\u2026 Str. 1-2 solo<\/p>\n<p>Engel: F\u00fcrchtet euch nicht, denn ich verk\u00fcnde euch eine gro\u00dfe Freude, die allem Volk zuteilwerden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt.<\/p>\n<p>Hirtenjunge: Los kommt, steht schnell auf. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der wahre Hirte der Menschen geboren worden, der auf Klugheit setzt und nicht auf Gewalt, der sich um die armen k\u00fcmmert und die Menschen friedlich macht. Kommt endlich.<\/p>\n<p>Hirte1. Ja, ja. Wir nehmen eine Kleinigkeit mit.<\/p>\n<p>Hirte 2: Los wir gehen.<\/p>\n<p><em>Engel haben Himmelslieder Str. 1-2<\/em><\/p>\n<h1>Szene 12<\/h1>\n<p>Sprecher: Die Hirten hatten es ja nicht weit und zum Gl\u00fcck schienen die Sterne, so dass sie den Weg gut erkennen konnten. Sie lie\u00dfen ihre Herde ausnahmsweise einmal stehen und eilten in den Ort. Irgendwie hatten sie das richtige Gesp\u00fcr. Sie fanden Maria und Joseph nicht in einem der gr\u00f6\u00dferen und sch\u00f6nen H\u00e4user, sondern in einem Stall.<\/p>\n<p>Hirte 1: Ich habe es geahnt, dass dieses Kind in gro\u00dfer Armut und eigentlich ganz unbemerkt geboren wurde. Wir m\u00fcssen es der Mutter und dem Vater erz\u00e4hlen, was wir geschaut haben.<\/p>\n<p>Maria: ich bin froh, dass ihr gekommen seid und euer Erscheinen ist uns ganz wichtig. Es gibt uns gro\u00dfe Kraft, dass Ihr Euch zu uns aufgemacht habt, nachdem sich so viele Leute abgewandt haben. Wir sind nicht verlassen, Gott schickt uns gute Freunde.<\/p>\n<p>Weiser 1: (hinten) Steig ab von deinem Kamel. Hier wird es ganz eng. Wir gehen zu Fu\u00df!<\/p>\n<p>Weiser 2: Na gut, wenn du meinst. Es ist so schrecklich dunkel hier. Wen soll man um diese Zeit noch fragen. Ich hoffe mal, wir sind hier im richtigen Ort.<\/p>\n<p>Weiser 3: Sag mal, bist du denn unterwegs blind geworden? Der Stern leuchtet so deutlich wie nie. Es muss richtig sein!<\/p>\n<p>Weiser 1: Na los, lass uns gehen. Um ehrlich zu sein, etwas Weihrauch sollten wir schon mal anmachen, damit es hier etwas besser riecht.<\/p>\n<p>Weiser 2: Ihr seid aber auch lahme Leute. Ich will es jetzt wirklich wissen. Los kommt. Seht mal dort vorne, da ist doch so etwas wie ein Lichtschein. Wer hat um diese Zeit noch eine Kerze an? Wir gehen mal ganz leise hin.<\/p>\n<p>Weiser 1: Ich sehe schon was.<\/p>\n<p>Weiser 3: Waas?<\/p>\n<p>Weiser 1: Einen Stall, ein paar arme Hirten, einen Mann und eine Frau mit einem winzigen Kind. Seht mal wie die Eltern strahlen, w\u00e4hrend sich die Hirten mit ihnen unterhalten.<\/p>\n<p>Weiser 2: Und davor hat Herodes Angst? Keine Soldaten, keine Burg, kein Personenschutz, kein Sicherheitsdienst. Jeder kann kommen und mit ihnen sprechen.<\/p>\n<p>Weiser 1: Das ist kein Gegner des K\u00f6nigs, ich sage Dir: Dieses Kind bringt etwas ganz Neues auf die Welt.<\/p>\n<p>Weiser 3: Ganz wehrlos.<\/p>\n<p>Weiser 2: Das ist genial. Damit rechnet keiner. Nicht mal der schlaue Herodes. Hier haben wir es mit Gott zu tun.<\/p>\n<p>Weiser 1: &#8230; die Geschenke!<\/p>\n<p>Weiser 2: Die Geschenke brauchen sie ganz dringend!<br \/>\nMir kommt es so vor, als k\u00f6nnten wir nicht besser kommen. Gott hat uns Heiden \u00fcber 1000 km laufen lassen, damit sie bewahrt bleiben. Wir m\u00fcssen es ihnen sagen: L\u00e4ngere Zeit k\u00f6nnen sie hier nicht bleiben, sondern sie m\u00fcssen so bald als m\u00f6glich weiterziehen.<br \/>\nDie Wundsalbe, die Myrrhe werden sie brauchen, denn sie m\u00fcssen, weil sie so wehrlos sind, noch viele Schmerzen ertragen.<br \/>\nDas Gold brauchen sie, wenn sie weiterziehen und vor Herodes fliehen m\u00fcssen.<br \/>\nUnd der Weihrauch, das ist f\u00fcr den Augenblick, den sie jetzt genie\u00dfen k\u00f6nnen, weil sie einen Moment Ruhe haben.<\/p>\n<p>Weiser 3: Los, kommt jetzt. Jetzt wird nicht mehr diskutiert, jetzt wird gehandelt\u2026 (knien nieder)<\/p>\n<p><em>Ihr Kinderlein kommet<\/em><\/p>\n<p>Gebet und Segen<\/p>\n<p><em>O du fr\u00f6hliche<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Krippenspiel Kapellendorf 2025 Redaktionelle Angaben:\u00a0 Sprecher\/in Prophet Micha Prophet Jesaja Herodes Schriftgelehrter Hohepriester (nur indirekt erw\u00e4hnt) Maria Joseph Elisabeth Engel Kind 1 Kind 2 Kind 3 Weiser 1 Weiser 2 Weiser 3 Hirte 1 Hirte <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=637\" title=\"Dietmar Hauser 18\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":2,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-637","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/637","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=637"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/637\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":638,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/637\/revisions\/638"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=637"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}