{"id":496,"date":"2021-01-12T15:47:05","date_gmt":"2021-01-12T14:47:05","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=496"},"modified":"2021-01-12T18:29:23","modified_gmt":"2021-01-12T17:29:23","slug":"dietmar-hauser-08","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=496","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 08"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seligenthaler Krippenspiel 2007<\/h2>\n\n\n\n<p><strong>1.<\/strong>&nbsp;<strong>Propheten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Unsere Welt ist ein scheinbar planloses Durcheinander. Chaos, mal sch\u00f6n und manchmal grausam, manchmal hell, aber auch abgrundtief dunkel. Alles hat einen Anfang, aber hat es auch ein Ziel? Vieles ver\u00e4ndert sich, aber wird es wirklich anders in unserer Welt? Lohnt es sich, auf das Gute zu hoffen, wenn das Schwierige sich durchsetzt?<br>Was wir euch heute erz\u00e4hlen, sind Geschichten, die Menschen aufgeschrieben haben, die in dem, was sie erlebten einen verborgenen Sinn entdeckt haben. In dem scheinbar Zuf\u00e4lligen ereignet sich etwas tiefsinniges, offenbart sich ein Licht, das alle Dunkelheit unseres Lebens erleuchten kann.<br>Und so erinnerte man sich an die Worte des Jakob, der schon in grauen Vorzeiten zu seinen S\u00f6hnen gesagt hatte:<\/p>\n\n\n\n<p>Jakob: Es wird das Zepter von Juda nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen F\u00fc\u00dfen, bis dass der Held komme, und ihm werden die V\u00f6lker anhangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Auch eine andere Verhei\u00dfung eines Propheten war noch nicht erf\u00fcllt. Einen K\u00f6nig, wie ihn der Prophet Zephanja vorhersagte, hatte es bisher noch nicht gegeben:<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet Zephanja: Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein K\u00f6nig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem F\u00fcllen der Eselin.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Der ber\u00fchmteste Prophet, Jesaja, hatte angek\u00fcndigt, worauf man sehns\u00fcchtig wartete. Sollte er eines Tages recht behalten?<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet Jesaja: Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben:<br>Siehe, eine junge Frau ist schwanger und wird einen Sohn geb\u00e4ren, den wird sie nennen Immanuel, Gott mit uns. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der St\u00e4rke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren h\u00f6ren, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande.<\/p>\n\n\n\n<p>Prophet Jesaja (II): Da werden die W\u00f6lfe bei den L\u00e4mmern wohnen und die Panther bei den B\u00f6cken lagern. Ein kleiner Knabe wird K\u00e4lber und junge L\u00f6wen und Mastvieh miteinander treiben. Und ein S\u00e4ugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entw\u00f6hntes Kind wird seine Hand stecken in die H\u00f6hle der Natter. Und es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen f\u00fcr die V\u00f6lker.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Als Menschen an die Geburt Jesu dachten, die sich ganz am Rande der Weltgeschichte ereignete und unter Umst\u00e4nden, die scheinbar gar nicht seiner sp\u00e4teren Bedeutung entsprachen, erinnerten sie sich wieder an die alten Verhei\u00dfungen. Es waren geheimnisvolle Zusammenh\u00e4nge, in denen fromme Menschen Gott am Werk sahen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2.<\/strong>&nbsp;<strong>Die Weisen aus dem Morgenland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Zun\u00e4chst gab es damals ein merkw\u00fcrdiges Zeichen am Himmel \u2013 \u00fcber Jahrhunderte besch\u00e4ftigten sich Wissenschaftler damit, es zu erkl\u00e4ren, was in der heiligen Schrift erw\u00e4hnt wird.<br>Vor nicht all zu langer Zeit fand man sogar in einem uralten babylonischen Text einen Hinweis auf dieses Ereignis. Also \u2013 so erz\u00e4hlt es die Bibel- weit \u00fcber tausend Kilometer von Israel entfernt machte man sich seine Gedanken, w\u00e4hrend man in Israel noch gar nichts bemerkte.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir m\u00fcssen dem Herrscher wieder einen Bericht vorlegen, was geschieht. Er will \u00fcber die die n\u00e4chsten politischen Entscheidungen treffen. Was sagen die Sterne?<br>Kommt Balthasar, Ihr habt bessere Augen als ich. Mein Augenlicht ist schon langsam matt geworden. Ich habe die Sternbilder eher innerlich vor Augen. Was gibt es f\u00fcr Ver\u00e4nderungen?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Es ist nicht so wesentlich. Die G\u00f6tter, ich meine die Sternbilder, bewegen sich entsprechend unseren Berechnungen. Unsere V\u00e4ter haben den Lauf der Sterne schon seit Jahrhunderten ganz genau vorhergesehen.&nbsp; Eine Katastrophe kann ich nicht erkennen. Wahrscheinlich ist zur Zeit alles stabil.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Und was ist mit dem Sternbild der Fische? Irgendetwas sehe ich doch dort.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Nun ja, es ist merkw\u00fcrdig, denn Jupiter und Saturn stehen schon eng beieinander, oder sind sie sogar ein Stern geworden?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Schaut noch einmal genau hin\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Doch, es ist so. Aber es hat nichts mit uns zu tun. Saturn ist doch nicht unser Stern, nur der Jupiter. Er steht f\u00fcr unseren, nein f\u00fcr einen Gottk\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Sagen wir es unserem Herren?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Warum sollte es ihn interessieren, wenn im Land \u2013 Saturn \u2013 der Juden ein neuer K\u00f6nig geboren w\u00fcrde?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: So schreibt unseren Bericht, dass die Sterne g\u00fcnstig stehen f\u00fcr die Unternehmungen unseres verehrten Herrschers.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Habt Ihr es auch gesehen? Weit weg, muss etwas geschehen. Ich habe schon nachforschen lassen. Keiner kann mir sagen, was passiert. Ich will eine kleine Expedition starten. Wollt ihr mit?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Warum nicht. Hier gibt es gen\u00fcgend andere, die unsere Arbeit fortsetzen. Hat unser Herrscher schon einmal auf uns geh\u00f6rt, was wir sagten. Wenn es ihm nicht passte, dann fragte er andere und nur auf die Leute h\u00f6rt er, die ihm nach dem Munde reden. Ich habe das satt, loyal sein zu m\u00fcssen. Kommt, die Pilgerreise geht zur Geburt eines neuen K\u00f6nigs. Er wird gro\u00df sein. Und vielleicht braucht er uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: 1000 km. Das dauert: Lasst uns unsere Sachen packen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3.<\/strong>&nbsp;<strong>Verk\u00fcndigung an Maria<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich Menschen auf einen Weg begeben, bei dem sie noch gar nicht wissen k\u00f6nnen, wo er sie wirklich hinf\u00fchrt und was er f\u00fcr Strapazen beinhaltet. Aber nicht nur die Magier aus dem Morgenland kommen in Bewegung.<br>Martin Luther hat einmal gesagt, dass man so handeln soll, als wollte Gott eine gro\u00dfe Tat durch ihn vollbringen. Und wirklich, es scheint so zu sein, als brauchte Gott Menschen, die bereit sind, ihr Leben Gott zur Verf\u00fcgung zu stellen.<br>Es war keine K\u00f6nigin oder K\u00f6nigstochter, sondern eine unbedeutende junge j\u00fcdische Frau, die ihren Namen nach der Schwester des Mose bekommen hatte. Sp\u00e4ter, als man den Leuten erkl\u00e4ren wollte, wieso gerade diese unbekannte und unbedeutende Frau Christus zur Welt brachte erz\u00e4hlte man sich die Geschichte so:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Aber wir m\u00fcssen hier bleiben. Unsere Br\u00fcder k\u00f6nnen in der Synagoge beten. Sie kommen Gott nahe. Sie erfahren alles aus erster Hand, sogar wenn der Messias uns erl\u00f6st.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Ob wir es mitbekommen, wenn der Messias kommt?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 3: Sicher, das merkt doch jeder, wenn wir endlich Frieden haben und nicht mehr Angst haben m\u00fcssen, dass uns etwas passiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir k\u00f6nnen die Br\u00fcder oder Vater doch fragen was geredet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 1: Ich m\u00f6chte manchmal sein wie unsere Br\u00fcder, die k\u00f6nnen \u00fcberall hingehen.<br>Maria, du darfst nicht mitgehen, aber ich sehe dich oft beten, wenn du meinst, dass du allein bist.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria:&nbsp; Warum denn nicht. Meinst Du, Glaube ist nur Sache von M\u00e4nnern.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 2: Mose, die K\u00f6nige, David, die Propheten. Durch alle hat Gott gesprochen und sie waren M\u00e4nner. Nenne mir eine Frau.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Maria, Mirjam die Schwester des Mose; Deborah, die Richterin, Hanna, die Mutter Samuels\u2026 Ach kommt, spielt weiter. Ich habe noch etwas Zeit, bis die anderen von der Synagoge wiederkommen.<br>(geht ein St\u00fcck weg und kniet nieder)<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Sei gegr\u00fc\u00dft, Maria. Der Her ist mit dir. Er hat dich zu Gro\u00dfem ausersehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was soll das bedeuten?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Habe keine Angst, du hast Gnade bei Gott gefunden. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird gro\u00df sein und wird Sohn des H\u00f6chsten genannt werden. Seine Herrschaft wird nie zu Ende gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wie soll das geschehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Gottes Geist wird \u00fcber dich kommen. Deshalb wird auch das Kind, das du zur Welt bringst heilig und Gottes Sohn genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, bekommt einen Sohn, trotz ihres Alters. Sie ist bereits im 6. Monat schwanger, und es hie\u00df doch von ihr, sie k\u00f6nne keine Kinder bekommen. Bei Gott ist nichts unm\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich geh\u00f6re dem Herrn und ich bin bereit. Es soll an mir geschehen, wie du gesagt hast.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Ganz \u00e4hnlich erz\u00e4hlte man in alten Zeiten die Ank\u00fcndigung der Geburt der Pharaonen in \u00c4gypten, von babylonischen Herrschern, und von Gott Gesandten in Indien und in Mexiko.<br>Nur, dass es in der Weihnachtsgeschichte eine einfache und scheinbar unbedeutende junge Frau war und keine K\u00f6nigstochter. Es geht auch nicht glorreich weiter, sondern mit Problemen, wie in unser aller Leben. Und da ist Maria das Urbild eines glaubenden Menschen, weil sie den Mut hat, an Gottes Verhei\u00dfung zu glauben und nicht aufgibt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>4.<\/strong>&nbsp;<strong>Maria und Joseph<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler:&nbsp; Zu glauben, dass Gott durch uns etwas tun will, bedeutet nicht, gleich auf Wohlwollen aller zu sto\u00dfen. Es will trotz manchem Widerspruch durchgehalten werden. Bei Joseph fand Maria keine Hilfe und als junge schwangere Frau musste sie wohl von zu Hause weg.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Maria, wei\u00dft du, wie schwer du es mir machst? Die Leute fangen an \u00fcber mich zu reden und zu spotten.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Und, ist es so schwer, zu mir zu stehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Unter anderen Umst\u00e4nden w\u00e4re das leicht. Aber wenn du mich so konkret fragst\u2026 ich wei\u00df es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich muss es alleine durchstehen. Geh halt deinen Weg. Wei\u00dft Du wie es mir zu Hause geht? Du k\u00f6nntest einmal auf meiner Seite stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Du willst&nbsp;<strong>mich<\/strong>&nbsp;nicht verstehen. Bei dir geht es nur noch um das Kind. Mein Name und Ruf, meine Arbeit\u2026 (geht weg)<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: \u201eF\u00fcrchte dich nicht, du hast Gnade bei Gott gefunden\u201c sagte der Engel. Bei den Menschen habe ich keine Gnade gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.<\/strong>&nbsp;<strong>Die Weisen sind auf Wanderschaft<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: So ungewiss die Wege bei uns Menschen sind, so klar sind sie doch bei Gott. Die drei Magier werden nicht auf schnellen Pferden gekommen sein. Vielleicht haben sie sich einer Karawane angeschlossen und zogen von Markt zu Markt. Dann brauchten sie schon einige Monate f\u00fcr die tausend Kilometer. Wir sehen mal, wie es ihnen inzwischen geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Noch einmal haben wir den gro\u00dfen Stern gesehen. Wir m\u00fcssen weiter kommen. Manchmal denke ich, wir laufen im Kreis. Ohne Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ob wir \u00fcberhaupt ankommen? In Babylon waren wir sicher. Aber hier. Abends traut man sich nicht auf die Stra\u00dfe. Das Gold und der Weihrauch und die Myrrhe, die wir f\u00fcr das Kind mitgenommen haben. Hast du sie noch?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wo denkt ihr hin. Ich habe sie gut versteckt. Aber lasst keinen h\u00f6ren, was wir dabei haben, sonst schneiden sie uns die Kehle durch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Reg dich ab! Wir haben vorhin einen H\u00e4ndler getroffen. Der kam von Jerusalem. Es sind noch viele Tagreisen. Aber das, was wir sehen, w\u00e4re gro\u00dfartig. Der gro\u00dfe Palast, ein riesiger Tempel. Er soll einzigartig sein. Aus dem alten Jerusalem hat der K\u00f6nig&nbsp; \u2013 Herodes hei\u00dft er \u2013 eine sehenswerte Stadt gemacht. Er ist sogar ein guter Freund vom r\u00f6mischen&nbsp; Kaiser Augustus. Zu ihm kommen wir\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Na gut, wenn das so ist, dann lasst uns mutig sein und weiter gehen. Irgendwie wird es sich f\u00fcgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Mit deinem Reden h\u00e4ttest du Priester werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>6.<\/strong>&nbsp;<strong>Maria bei Elisabeth<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Maria hatte es sehr schwer. Aber da sie von ihrer Verwandten Elisabeth erfahren hatte, dass auch sie ein Kind austrug und das sogar in einem Alter, wo sich viele schon dar\u00fcber lustig machten, suchte sie&nbsp; sie auf. Sie stieg allein \u00fcber das Gebirge und fand bei ihr gute Aufnahme. Drei Monate war sie bei ihr, bis die Geburt bei Elisabeth herankam.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Elisabeth, wenn du nur Kinder bei dir hast.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Ich habe immer Kinder an meinem Tisch gehabt. Etwas wunderbareres gibt es nicht auf der Welt. Aber bald werde ich mein eigenes Kind bei mir haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wei\u00dft du, ich bin etwas besorgt, wenn ich wieder nach Hause komme.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Ich habe es dir doch erz\u00e4hlt, dass mein Kind sich vor Freude im Bauch bewegt hat, als du zu mir kamst. Ich habe es dir immer wieder gesagt, dass es sich erf\u00fcllen wird, was dir verhei\u00dfen ist.&nbsp; Sieh meinem Mann hat es die Sprache verschlagen. Er kann nicht f\u00fcr mich reden und denen die Meinung sagen, die sich \u00fcber mich lustig machen. Mir macht es nichts aus. Lass sie doch reden.<br>Und Du, Du bist gesegnet unter den Frauen mit dem Kind, das du zur Welt bringen wirst. Man wird dich gl\u00fccklich preisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Bei dir habe ich Geborgenheit gefunden. Und ich habe die Freude wieder gefunden. Mein Herz preist Gott, alles in mir jubelt vor Freude \u00fcber Gott, der mich rettet. Ich bin seine geringste Dienerin und doch hat er sich mir zugewandt. Er hat Gro\u00dfes an mir getan, der m\u00e4chtig und heilig ist. Er hebt seinen gewaltigen Arm&nbsp; und fegt die Stolzen weg samt ihren Pl\u00e4nen. Er st\u00fcrzt die M\u00e4chtigen vom Thron und richtet die Unterdr\u00fcckten auf. Den Hungernden gibt er reichlich zu essen und schickt Reiche mit leeren H\u00e4nden fort. Er denkt an seinen Diener Israel.<\/p>\n\n\n\n<p>Elisabeth: Gehe hin in Frieden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7.<\/strong>&nbsp;<strong>Die Volksz\u00e4hlung und Sch\u00e4tzung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: So kehrte Maria zur\u00fcck nach Nazareth und traf Joseph, der sich mittlerweile gro\u00dfe Sorgen machte.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Maria, jeden Abend nach der Arbeit habe ich hier auf dich gewartet und habe mir Sorgen gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass sein. Es geht mir gut. Auch ohne dich.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Maria, es tut mir leid. Ich habe nur mich gesehen. Bis in die Nacht hat es mich verfolgt, bis ein Engel mir sagte: Steh ihr bei! Komm, lass uns gemeinsam weitergehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin guter Hoffnung. Elisabeth hat mir beigestanden, ich habe viel Mut.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es gibt auch schlechte Nachrichten: Schon Tagelang h\u00e4lt sich das Ger\u00fccht, dass der Kaiser in Rom uns neue Steuern auferlegt. Herodes wird seinen Teil bekommen, damit er seinen Palast und Jerusalem weiter aufbauen kann. Es ist eine schlimme Zeit. Heute Abend wollen sie es in Nazareth verk\u00fcnden.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass uns hingehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausrufer: Der als Gott zu verehrende Kaiser Augustus, hat in seiner Weisheit beschlossen eine Volksz\u00e4hlung durchzuf\u00fchren, sowie Steuern zu erheben. Es ist nur zum Wohle des r\u00f6mischen Reiches. Jeder gehe in den Ort seiner Geburt und lasse sich dort in Listen eintragen und seine Steuerschuld festlegen. Wer sich widersetzt muss mit der Sch\u00e4rfe des Gesetzes rechnen.<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcrger 1: Zu uns nach Nazareth kommen sie. Sie sollen in Jerusalem Geld eintreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>B\u00fcrger 2: Aber doch nicht in unserem Land!<\/p>\n\n\n\n<p>Ausrufer: Wo sonst. Augustus hat den L\u00e4ndern den Frieden gegeben. Ihm werde gehuldigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir haben keine Wahl und du musst mit!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass sein. Ich gehe mit dir. Sie fragen nicht danach, ob ich ein Kind bekomme.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Hat es die M\u00e4chtigen dieser Welt schon jemals geschert, wie es uns geht. Hauptsache, sie k\u00f6nnen ihre Pal\u00e4ste bauen. Ob sich das jemals \u00e4ndert?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich dachte, ich bringe unser Kind in Nazareth zur Welt. Aber wer wei\u00df, wozu es gut ist, dass wir doch nicht hier sind. Es kommt vieles anders als wir geplant haben, aber es wird seinen Sinn haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wenn es Gott schenkt, kommt unser Kind im Geburtsort meines Vorfahren, des K\u00f6nigs David zur Welt. Mein Vater hat mir immer erkl\u00e4rt: Von Abraham bis zum K\u00f6nig David waren es 14 Generationen. Weitere 14 Generationen waren es bis zur Babylonischen Gefangenschaft. Und unser Kind wird die 14. Generation seither sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>8.<\/strong>&nbsp;<strong>In Bethlehem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Maria musste sich auf den beschwerlichen Weg nach Bethlehem machen. Die Volksz\u00e4hlung und Steuersch\u00e4tzung fand statt, als Maria schon hochschwanger war. Und so mussten sie sich zu einer Zeit auf den Weg machen, die eigentlich f\u00fcr Maria eine Unzeit war. 120 km, zuletzt an Jerusalem vorbei und dann nur noch bergauf. Durch die terrassenf\u00f6rmig angelegten Felder oben auf den Berg zu laufen verlangte alles von Maria und Joseph, der sie unterst\u00fctzte soweit es ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir haben Bethlehem schon vor langer Zeit gesehen. Ich habe die H\u00e4user gesehen, und die Wiesen an den H\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Als ich es vor Augen hatte, war es auch leichter. Hinter jeder Biegung hoffe ich, tut sich der Blick auf die kleine Stadt. Aber es geht immer nur hin und her.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Glaube mir Maria, wir sind gleich da. Es kann nicht mehr weit sein. Die Olivenb\u00e4ume und Felsen versperren uns die Sicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Lass uns noch einmal kurz rasten. Manchmal w\u00fcnschte ich mir, dass wir es nicht so schwer h\u00e4tten. Warum geht bei anderen alles glatt. Es ist wie eine Pr\u00fcfung des Glaubens, ob man zwischendrin aufgibt, oder durchh\u00e4lt. Aber wie sollte ich aufgeben. Es w\u00e4re der sichere Tod. Ganz hier in der N\u00e4he hat Jakob seine geliebte Rahel begraben, aber sie hatte ihm doch noch vorher Benjamin geboren, den Trost f\u00fcr Jakob im Alter.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Auch du wirst unser Kind zur Welt bringen. Noch ein paar Schritte. Ich h\u00f6re schon Kinder singen. Lass uns gehen, bevor es ganz dunkel wird.<\/p>\n\n\n\n<p>(Kinder 4- 6 spielen Fangen)<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Du bist raus..<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 5: Nein du bist raus. Ich habe dich angefasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 6: Es ist immer das selbe. Ihr k\u00f6nnt nicht verlieren\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Seid ihr aus Bethlehem?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Woher sonst? Dort ist schon das erste Haus!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Geht und fragt mal die Eltern, ob wir bei euch ein Quartier bekommen!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4 (zu Kind 5): Los, Rebekka, geh du.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: und sagt, dass meine Frau gleich ein Kind bekommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 6 (geht zu Maria): Dir geht es schlecht und bekommst ein Kind, wie meine Mama.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ja es kann nicht mehr lange dauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 5: Mein Vater hat gesagt, Ihr kommt nicht in unserem Haus die Leiter hoch. Aber unser Stall ist leer, weil die Hirten mit den Schafen in den Bergen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es ist besser als nichts. Wir sind wenigstens etwas gesch\u00fctzt und warm. Lass uns gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Als sie dorthin gekommen waren, kam f\u00fcr Maria die Entbindung.<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte ihn in Windeln und legte ihn in die Futterkrippe im Stall, denn sie hatten in der Herberge keinen Platz gefunden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9.<\/strong>&nbsp;<strong>Die Hirten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Die Hirten waren um diese Jahreszeit nicht auf den Feldern bei Bethlehem um das sp\u00e4rliche Gr\u00fcn der Wiesen nicht zu zerst\u00f6ren. Sie waren etwas entfernt in den Bergen. Dort, wo man sonst nichts mitbekommt und das gro\u00dfe Leben an ihnen vorbeizieht. Mancher meinte damals, Hirten sind nur einfaches Pack. Aber es waren zwar arme, aber doch ehrliche und redliche Leute:<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1 (Jona): Wir m\u00fcssen hier bei den Schafen wachen, damit die Raubtiere sie im Dunkeln nicht rei\u00dfen. Ich kann nicht schlafen, wenn nicht alles ganz ruhig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Ob unser K\u00f6nig sich darum k\u00fcmmert, ob es seinen Schafen gut geht. Ob er manchmal nachts schlecht schl\u00e4ft, weil wir in Not sind?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Ich kann es mir nicht vorstellen. Mein Vater hat immer von den Propheten erz\u00e4hlt, die gesagt haben, dass die M\u00e4chtigen h\u00f6chstens sich selbst weiden und ihr Schaf ins Trockene bringen. Das Volk ist wie eine Herde ohne Hirten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Du sagst es. Der Prophet Hesekiel redet vom Messias, der ist wie ein guter Hirte. \u201eIch setze \u00fcber meine Herde einen Hirten ein, der sie auf die Weide f\u00fchren wird und f\u00fcr sie sorgen wird. Einen Nachkommen Davids, er wird ihr Hirt sein.\u201c Bei meinem Gro\u00dfvater musste ich diese Worte lernen, wenn wir hier auf dem Feld waren. Er sagte es mir, ich muss sie auswendig wissen, damit ich meinen Stolz als Hirte nicht verliere.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Stolz, wenn ich das h\u00f6re. Wer sind wir denn noch? H\u00f6rt jemand auf uns? Das Leben spielt sich wo ganz anders ab. Vielleicht beim K\u00f6nig in Jerusalem, wohl eher noch in Rom.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Es liegt doch an uns. Hast Du deinen Kindern den Stolz eines Hirten beigebracht? Hast du sie unterwiesen? Du l\u00e4sst die Jungen laufen, ohne sie wirklich an der Hand zu nehmen. Deinen Gro\u00dfen sehe ich, wie er allem hinterher rennt, was Geld bringt, wie er sich betrinkt und Schulden macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Erziehung hat fr\u00fcher mal geklappt. Mach was dran. Es sind andere Zeiten. Fr\u00fcher, da gab es die neue Welt noch nicht. Da bin ich Tag und Nacht mit meinem Vater unterwegs gewesen. Es klappt heute vielleicht noch bei den Pharis\u00e4ern und Essenern. Die Frommen halten die Kinder so kurz, sie d\u00fcrfen nicht mal einen Spa\u00df mitmachen. Aber dann laufen sie denen hinterher, die ihnen eine neue Welt versprechen und k\u00e4mpfen gegen Rom.<br>Willst du die Kinder so erziehen? Und au\u00dferdem:<br>Sie h\u00f6ren doch gar nicht mehr auf uns. Soll ich mich jeden Tag mit ihnen anlegen. Wann bin ich denn zu Hause?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Das sagt ein Hirte. Du verstehst doch unseren Beruf, wie kein anderer von uns.<br>Du l\u00e4sst den Schafen am Tag den Auslauf, du lockst sie von einer Weide zur anderen.<br>Du gehst ihnen nach und bewahrst sie davor, dass sie abst\u00fcrzen. Wenn&nbsp; ein Lamm sich verlaufen hat, suchst du es. Wenn es verletzt ist, tr\u00e4gst du es. Warum machst du es mit deinen Kindern nicht auch so?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1:&nbsp; Gute Frage, manchmal denke ich, es geht uns doch auch keiner nach. Ich glaube nicht, dass es was bringt. Wer will heute noch h\u00f6ren, was ich denke? Glaubst du, das interessiert noch einen?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Mich.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ach, jetzt haben wir dich geweckt mit unserem Geschw\u00e4tz.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Unsinn. Ich habe euch die ganze Zeit zugeh\u00f6rt. Jona denkt, es w\u00e4re uninteressant, was er sagt. Ich finde es spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Du bist eine Ausnahme, Junge. Und noch bist du klein. Warte erst ab, wenn du drei, vier Jahre \u00e4lter bist. Dann willst du nichts mehr von uns wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge:&nbsp; Unsinn. Ihr habt mich mitgenommen, habt Geduld mit mir und mir viel beigebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Dein Sohn hat es mir neulich gesagt, dass er fr\u00fcher gar zu gerne mit dir mitgegangen w\u00e4re. Aber du hast angeblich keine Zeit gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Das hat er gesagt? \u2026 Warum hat er mir das nie gesagt.<br>Ich wollte ihm nicht zu nahe treten. Ich habe bei seiner Mutter zu viel falsch gemacht und wollte ihn schonen. Es stimmt, manchmal bin ich zu meiner Herde gefl\u00fcchtet, weil ich mich zu Hause vor mir selbst gesch\u00e4mt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Das kenne ich auch. Wahrscheinlich ist es zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Es ist nie zu sp\u00e4t!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Woher willst du das wissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: In den Schriften ist vorhergesagt, dass zuletzt der gute Hirte das Sagen hat. Hoffentlich ist er mit uns gn\u00e4dig.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Ich wei\u00df nicht. Etwas ist anders als sonst. H\u00f6rt ihr es nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Du hast recht!. Los werft euch nieder: das Ende der Welt kommt. \u2026 Ich habe Angst.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Habt keine Angst! Ich verk\u00fcndige euch gro\u00dfe Freude, die euch und allem Volk widerfahren wird. Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr. Und dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Es ist nicht das Ende, es ist der Anfang.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Du hast Recht. Kommt, lasst uns nach Bethlehem gehen und sehen, was uns verk\u00fcndet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10.<\/strong>&nbsp;<strong>Die Weisen bei Herodes in Jerusalem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sprecher: W\u00e4hrend die Hirten die Herde ausnahmsweise stehen lie\u00dfen und losliefen kamen die Weisen zu Herodes nach Jerusalem. Tief beeindruckt von den Riesigen Stadtmauern, vom K\u00f6nigspalast auf dem Berg Zion, dem Tempel, den sie als Heiden nur von au\u00dfen sehen konnten lie\u00dfen sie sich bei Herodes anmelden. Sie waren erstaunt, dass niemand in Jerusalem von der Geburt eines K\u00f6nigskindes wusste. Nat\u00fcrlich wusste jeder in Jerusalem, dass der K\u00f6nig mehrere Frauen und Kinder hatte. Aber sie waren schon erwachsen und einige hatte er schon umbringen lassen aus Angst um seinen Thron. Erstaunt nahmen sie wahr, dass er sie doch empfing. Sie warteten im Empfangsaal.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes (wird herein getragen): Weitgereiste G\u00e4ste, ich begr\u00fc\u00dfe euch. Dass ihr zu uns kommt, ehrt uns. Wir haben selten so weitgereiste G\u00e4ste.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Erhabene Hoheit\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wartet. Bevor Ihr etwas sagt, muss ich euch etwas fragen. Wir gef\u00e4llt es Euch in meiner Stadt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Erhabene\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ich vernehme es: Es ist au\u00dferordentlich. Ihr h\u00e4ttet es vor zwanzig Jahren sehen sollen: Heruntergekommen. Ein dreckiger Palast \u2013 jetzt ist er auf der H\u00f6he der Zeit. Sogar der erhabene Kaiser Augustus, k\u00f6nnte zu mir kommen und es w\u00fcrde ihm an fast nichts fehlen. Ich habe diesem Volk die neue Zeit gebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Erhab\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Nun ja, dieses mein Volk kann es nicht sch\u00e4tzen. Eine kleine Hungersnot macht sie hinterh\u00e4ltig und immer wieder erinnern sie mich daran, dass ich kein richtiger Jude bin. Dabei bin ich mehr Jude als sie alle zusammen. Ach jetzt gehen die Gedanken mit mir durch. Irgendwelche Leute haben Euch zu mir geschickt, um mir einen Schreck einzujagen. Sagt mir, wer euch geschickt hat. Warum solltet Ihr euch auf eine solche Reise machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Erhabener Herrscher, H\u00f6nig Herodes, wir bringen Euch unsere Ehrerbietung. Wir haben einen Stern am Himmel gesehen und such deswegen bei euch den gerade geborenen neuen K\u00f6nig der Juden.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Ha, das ist ein Witz. Meine S\u00f6hne sind schon gro\u00df, einige waren schon einen Kopf zu gro\u00df. Haha\u2026Vom Kleinsten habe ich einen Enkel.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir haben uns wohl get\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wartet, es kann etwas anderes sein. Es ist der Messias geboren. Auf den wartet das Volk so sehns\u00fcchtig. Sie sind so un\u00fcberbietbar r\u00fcckschrittlich. Aber wartet\u2026<br>(zum Tr\u00e4ger) Wieso wei\u00df ich nichts? Hat die Geheimpolizei schon etwas gemeldet?\u2026 Nein, nun gut. Du bist ein echter Jude, wo soll der Messias geboren werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Tr\u00e4ger 2: \u201eUnd du, Bethlehem im j\u00fcdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den St\u00e4dten in Juda; aus dir wird kommen der F\u00fcrst, der mein Volk Israel weiden soll\u201c&nbsp; sagt der Prophet.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Wendet Euch noch einmal zu mir. Ich glaube, ich will diesem Kinde auch huldigen wie ihr. Geht nach Bethlehem. Ihr k\u00f6nnt es von meinem Palast aus sehen. Wenn ihr das Kind gefunden habt, gebt mir Bescheid.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Es kann nicht mehr weit sein. Ich kann es nicht erwarten. Es ist ein Gl\u00fcck dass Gott niemand aus diesem Haus erw\u00e4hlt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>11.<\/strong>&nbsp;<strong>Hirten und Weise in Bethlehem<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Und so machten auch sie sich auf den Weg. Inzwischen kamen die Hirten nach Bethlehem.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Ich kann es kaum glauben. Ein Nachfahre des Hirten und gro\u00dfen K\u00f6nigs\u2026 Kinder, sagt, ist hier irgendwo ein kleiner Junge geboren?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind 4: Na klar. Die Frau hat es nur noch bis zum Stall geschafft. Ich glaube ich habe es schreien geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirtenjunge: Was wartet ihr noch? (Kniet nieder und gibt Fell ab.) Wir haben euch etwas mitgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Noch einmal ein Anfang. Werde Gottes guter Hirte, der sein Leben l\u00e4sst f\u00fcr die Schafe\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: \u00dcber dem Palast habe ich keinen Stern gesehen. Aber jetzt leuchtet er wieder und gibt unserer Welt einen neuen Schein.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Packt Weihrauch, das Gold&nbsp; und die Myrrhe aus!<br>Jetzt verstehe ich:<br>Gold ist das Geschenk f\u00fcr den wahren K\u00f6nig der Welt,<br>Weihrauch ist das Geschenk f\u00fcr den Hohepriester, der den Menschen Gottes N\u00e4he bringt<br>und Myrrhe ist das Geschenk f\u00fcr den, der die Leiden der Menschen heilen kann.<br>Hier sind wir am rechten Ort. Das ist der wahre K\u00f6nig, den Gott gesandt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seligenthaler Krippenspiel 2007 1.&nbsp;Propheten Erz\u00e4hler: Unsere Welt ist ein scheinbar planloses Durcheinander. Chaos, mal sch\u00f6n und manchmal grausam, manchmal hell, aber auch abgrundtief dunkel. 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