{"id":110,"date":"2020-03-08T16:00:47","date_gmt":"2020-03-08T15:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=110"},"modified":"2021-01-12T15:14:16","modified_gmt":"2021-01-12T14:14:16","slug":"seligenthal-02","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/krippenspiele.d-hauser.com\/?page_id=110","title":{"rendered":"Dietmar Hauser 02"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seligenthaler Krippenspiel 1998<\/h2>\n\n\n\n<p>1. Alter Mann: <br>2. Berater : <br>3. Diener 1 der Weisen: <br>4. Diener 2 der Weisen: <br>5. Engel : <br>6. Erz\u00e4hler : <br>7. Frau 1: <br>8. Frau2: <br>9. H\u00e4ndler 1: <br>10. H\u00e4ndler 2: <br>11. H\u00e4ndler 3: <br>12. Herodes : <br>13. Hirte 1: <br>14. Hirte 2: <br>15. Hirte 4: <br>16. Hirte 5: <br>17. Joseph: <br>18. Mann 1: <br>19. Mann 2: <br>20. Maria: <br>21. Marktfrau 1: <br>22. Marktfrau 2: <br>23. Marktfrau 3: <br>24. Marktfrau 4: <br>25. Weiser 1: <br>26. Weiser 2: <br>27. Weiser 3: <br>28. Zelot: <br>29. Soldat: <br>30. Wache: <br>31. Schriftgelehrter:<\/p>\n\n\n\n<p>Propheten<\/p>\n\n\n\n<p>Tochter Zion 1-2<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Propheten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Prophet: Das Volk, das im Finsteren wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht und \u00fcben denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst die Freude gro\u00df, denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seinen Schultern.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Prophet: Und er hei\u00dft Wunder &#8211; rat, Gott &#8211; Held, Ewig &#8211; Vater, Friedef\u00fcrst; auf da\u00df seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>3. Prophet: Es wird ein Reis aufgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig auf seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Wahrheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der St\u00e4rke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Prophet: Und du Bethlehem Ephrata , die du klein bist unter den St\u00e4dten Judas, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Der Morgenstern ist aufgedrungen (Kleiner Chor)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>1. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Zelot: Leute h\u00f6rt her! Ich sage euch, so kann es nicht weitergehen. Steuern kommen auf uns zu! Ich habe es schon geh\u00f6rt. Sie ziehen uns das Fell \u00fcber die Ohren. Aus allem, was wir haben, machen sie eine Steuer. F\u00fcr wen? Glaubt Ihr etwa, dass es den kleinen Leuten etwas bringt? Denkt Ihr, dass die gro\u00dfen Herren auf euch h\u00f6ren?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Und was r\u00e4tst du uns denn? Sag doch was wir tun sollen!<\/p>\n\n\n\n<p>Zelot: Es gibt nur eins, man muss k\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen mit allen Mitteln. Warum nicht einen Aufstand? Meint ihr nicht, da\u00df Gott da mit macht? Wozu haben wir unsere Jungen, wozu haben wir F\u00e4uste?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Meinst du, dass das etwas bringt. Seit Jahrzehnten haben wir Juden den Aufstand gegen die R\u00f6mer probiert &#8211; und was ist daraus geworden?<\/p>\n\n\n\n<p>Zelot: Sie haben es nur nicht richtig gemacht. Wenn man es richtig macht, dann ist es alles ganz anders! Was unsere Vorfahren taten ist egal, &#8211; jetzt ist die Zeit, in der sich alles ver\u00e4ndert. Ihr wollt euch nur anpassen, nur denen nach dem Munde reden, die jetzt gro\u00df da sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Wer sagt das? Was wei\u00dft du? Und ob wir mutig waren. Ich erziehe meine Kinder nicht so, dass sie einfach alles mitmachen<\/p>\n\n\n\n<p>Zelot: Sieh dir doch die Leute an. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing! Wer erzieht seine Kinder schon so, dass sie sich wehren k\u00f6nnen. Haben sie denn Mut? Duckm\u00e4user sind es! (ironisch) Damit sie es ja mal besser haben als ihr! Mehr macht ihr nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 1: Unsinn!<\/p>\n\n\n\n<p>Alter Mann: H\u00f6rt nicht auf ihn. Immer wieder kommen sie, die Unheil bringen. Gewalt, das k\u00f6nnt ihr predigen! Da kennt ihr euch aus. Wenn es um die religi\u00f6sen Vorschriften geht, dann seid ihr nicht so eifrig. Nichts gelernt und dann das gro\u00dfe Wort gesprochen! Ihr seid von Gott verlassen! Man muss erst einmal den Sabbat halten. Alles andere tut sich dann schon. Man kann dem Schicksal sowieso nicht entfliehen. Ihr m\u00fcsst aus dieser Welt fliehen, weg von der Bosheit der Menschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zelot: Sei ruhig. Sich zur\u00fcckziehen, das willst du. <br>Man muss das Geschick in die H\u00e4nde nehmen, und wenn es noch so bitter ist! Die Welt braucht Menschen, die radikal sind. Wir werden immer mehr!<\/p>\n\n\n\n<p>Frau 2: Ihr wollt nichts achten und lernen. Ihr denkt, wenn ihr Gewalt aus\u00fcbt, dann seid ihr ganz gro\u00df!<\/p>\n\n\n\n<p>Zelot: Seit wann habt ihr Frauen \u00fcberhaupt etwas zu sagen? H\u00f6rt nicht auf die frommen Spinner! Was ich sage, das wird kommen! (<em>Leute gehen weg, weil Soldat kommt<\/em>) Bleibt hier! Warum habt ihr Angst?<\/p>\n\n\n\n<p>Soldat: Halte dich zur\u00fcck!<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Man kann nichts machen. Die jungen Leute ziehen sie in ihren Bann. Mein gro\u00dfer war zum Arbeiten zu faul, aber ganz schnell bei der Sache, wenn es um solche Hirngespinste geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Und was hast du gemacht?<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 1: Was soll man machen. Erst habe ich es im Guten versucht, dann mit Gewalt. Dann habe ich gesehen, dass ich mein Leben und er seines f\u00fchrt. Er ist schon lange weg von zu Hause. Ich habe noch einen Kleinen! der ist so wie ich m\u00f6chte<\/p>\n\n\n\n<p>Mann 2: Noch&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Noch manche Nacht wird fallen (Kleiner Chor)<\/p>\n\n\n\n<p>2. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: So war es damals. Wir k\u00f6nnen das ja gut verstehen. <br>Man war nicht zufrieden. Radikale Leute gab es viele, Leute, die den Himmel verhie\u00dfen, wenn man mitk\u00e4mpfte und viele junge Leute glaubten darin alles zu finden. <br>Viele von den anderen Leuten zogen sich zur\u00fcck. Sie verlie\u00dfen die Menschen, lebten in strengen Gemeinschaften, und dort achteten sie auf die ganz strenge religi\u00f6sen Rituale. <br>Jeder war in seiner Welt. Verbindendes gab es wenig. Es gab aber auch die Herrschenden. Die hatten ganz andere Sorgen. Zum Beispiel der K\u00f6nig Herodes:<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes : Berater! Wie geht es? Hast du dich im Volk umgeh\u00f6rt? Was sagen sie \u00fcber mich?<\/p>\n\n\n\n<p>Berater : Eure Majest\u00e4t! Ihr habt es geschickt gemacht. Alle regen sich \u00fcber den Kaiser in Rom auf. Ihr seid gar nicht so schlecht angesehen. An allem sind die R\u00f6mer schuld!<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes : Sie sind auch alles andere als einf\u00fchlsam in unsere Lage. Sie reizen das Volk bis zum \u00c4u\u00dfersten. Ihre Standarten in unseren Tempel. Sie versuchen es immer wieder. <br>Ich mache mir Sorgen. Wenn nun die Leute einen wieder einen Aufstand machen, dann bin ich schuld und der Kaiser setzt mich ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Berater : Bleibt ruhig. Der Kaiser l\u00e4sst Euch schon leben. Wenn ihr genug Steuern aufbringt, dann gibt es keine Probleme.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes : Ich habe Angst. Die Gunst des Kaisers kann sich schnell wenden, noch eher die Meinung des Volkes \u00fcber mich. Und Leute, die mich um den Thron bringen, die gibt es nun ganz und gar genug. <br>Wei\u00dft du, was gute Politik ist? &#8211; Wenn man trotz allem oben bleibt!<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Sohn geborn zu Bethlehem (Kleiner Chor)<\/p>\n\n\n\n<p>3. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Was scherte den K\u00f6nig des Landes sein Volk? Seine Macht wackelte und so brachte er um, wer ihm gef\u00e4hrlich sein konnte. Schon \u00fcber zehn Verwandte hatte er heimlich umbringen lassen, weil sie an die Macht kommen wollten. Macht ausnutzen und sich anbiedern beim Kaiser in Rom, da war er ganz gro\u00df. Also k\u00fcmmerte es ihn nicht, als er h\u00f6rte, dass Steuern auf alles eingesammelt werden sollten. <br>Die breite Masse des Volkes ging davon aus, dass sie von Gott verlassen waren. <br>Gerade die Fr\u00f6mmsten, sie predigten, dass Gott fr\u00fcher einmal gewirkt hatte, aber jetzt schon nicht mehr. Es gab nur noch eines, dass das Ende der Welt kommt, die Katastrophe, nach der dann mit allen abgerechnet wurde. <s> <br><\/s>Ist Gott nicht mehr bei den Menschen? L\u00e4sst er alles gehen? <br>Zum Gl\u00fcck ist es ganz anders. Gott beginnt ganz in der Stille:<\/p>\n\n\n\n<p>Engel : Maria.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Was ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel : F\u00fcrchte dich nicht. Gott segnet dich. Er hat dich auserw\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wie kann er mich unbedeutenden Menschen auserw\u00e4hlen? Was kann ich tun?<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: Du wirst einen Sohn bekommen. Den sollst du Jesus nennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Jesus, das hei\u00dft &#8222;Gott hilft&#8220;. Ich werde das Kind zur Welt bringen, der die Menschen aus ihrer Not rettet? Gott helfe mir.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel : F\u00fcrchte dich nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Ich bin bereit, den Willen Gottes zu tun.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommt der Heiden Heiland (- Solo)<\/p>\n\n\n\n<p>4. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler : Maria, eine noch ganz junge Frau f\u00fcrchtete sich nicht. Erst dachte sie, es geht alles ganz glatt. Was kann einem schon passieren, wenn man von Gott nicht verlassen ist. Sie hatte noch viel zu lernen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Komm doch! Es kann nicht mehr weit sein. Ich denke, es ist nur noch eine halbe Stunde.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Alles h\u00e4tte ich gedacht. Aber, dass es so schwer wird, damit h\u00e4tte ich nicht gerechnet! Man stellt sich Gottes Wege anders vor: bequem, alles geebnet und nicht , dass einem alles abverlangt wird. Gut, dass ich es nicht von Anfang an wusste.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich h\u00e4tte es mir auch nicht getr\u00e4umt, dass wir einmal so vieles durchstehen m\u00fcssen. <br>Ich dachte, man erlernt einen Beruf, heiratet und dann geht alles glatt. <br>Aber in unseren Zeiten ist wohl alles anders. <br>Es gibt viele hohe Herren, denen es sehr gut geht. Die nehmen sich einen Wagen und fahren in ihre Geburtsstadt, oder sie bestechen die Steuereintreiber. Dann bezahlen sie wahrscheinlich nichts. <br>Wir kleinen Leute &#8211; wehe, ich w\u00fcrde sagen, meine Frau ist schwanger und kann nicht! Dann kommen sie gleich damit, dass sich jeder dem Willen des Kaisers beugen muss. Wer wei\u00df, was sie mit mir tun w\u00fcrden, wenn wir nicht nach Bethlehem gehen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Unser Kind kommt schon auf die Welt. Ich muss mir nur meine Kr\u00e4fte einteilen. Und du musst mir helfen, statt dich aufzuregen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Maria durch ein Dornwald ging<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>5. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: <s> <br><\/s>So waren viele unterwegs. Wer fragt schon nach den einzelnen Leuten. Jede Sache fordert eben ihre Opfer. <br>Wie in unserer Zeit, so war es damals: Was des einen Leid, ist des anderen Freud! <br>Leute waren unterwegs und da lie\u00df sich viel verdienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Wie l\u00e4uft es bei euch? Ich habe lange nicht so viel verdient!<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Wenn die Leute, die fr\u00fcher einmal hier wohnten wieder zur\u00fcckkommen, lassen sie viel Geld da.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Souvenirs, das bringt etwas.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 4: Hauptsache, es sieht ordentlich aus bei uns. Ich hatte Leute, die konnten nicht einmal richtig handeln. Sie haben gleich alles bezahlt, was ich ihnen angeboten habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Kommen sie her! Beste Ware! K\u00f6rbe aus Weide! Man kann sie sich als Schmuck hinstellen, wenn man sie nicht braucht!<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: Meine Gew\u00fcrze, die sind aus Indien, von Karawanen ganz frisch mitgebracht. Mein Weihrauch ist unerreicht! Und f\u00fcr die Herren ein kleines Rauschmittelchen?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: Zu Trinken gibt es hier! Wein, sauberes Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Wir sind gleich da. Hattest du nicht erz\u00e4hlt, es w\u00e4re ein ruhiger Ort?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Es hat sich so vieles ver\u00e4ndert hier! So kenne ich es von fr\u00fcher her nicht. Die vielen H\u00e4user, der Marktplatz, alles hat sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: Ja es ist kein Wunder, wenn so viele Leute zu uns kommen. Wollen Sie nicht bei mir etwas kaufen? Wie sehen Sie denn \u00fcberhaupt aus? So staubig.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Komm Joseph, wir k\u00f6nnen uns nicht mehr aufhalten. Wir brauchen ein Quartier.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Sie, Sie haben hier keinen Platz. Kommt geht fort. Wenn ihr nicht kaufen wollt, dann schert euch wo anders hin! Wenn man euer Elend sieht, vergeht einem ja die Lust hier zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Wir k\u00f6nnen nichts dazu!. Wegen dem Kaiser m\u00fcssen wir hierher.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 4: Na dann habt ihr doch sicher auch etwas Geld&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Meine Frau braucht ein Quartier, seht sie doch an.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Also wenn ich ehrlich bin, ich frage mich, wie solches Gesindel hierher kommt. Ohne Haus, und Kinder haben. Ich h\u00e4tte mich doch fr\u00fcher darum gek\u00fcmmert!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Versteht ihr denn nicht?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 4: Verstehen? Ihr m\u00fcsst erst einmal verstehen, wie das Leben ist. Wer nicht rechtzeitig alles plant und \u00fcberlegt sein Leben einteilt, der wird eben kein Gl\u00fcck haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Als k\u00f6nnte man alles planen! Und ginge im Leben immer alles glatt!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ich bin m\u00fcde, es ist alles zu viel f\u00fcr mich. Den Menschen ist nicht zu helfen. Sie wollen nicht verstehen. Sie k\u00f6nnen sich nicht in andere hineinversetzen. Hauptsache, sie haben ihr Sch\u00e4fchen im Trockenen. Hei\u00dft es nicht im Gesetz des Mose: Man soll den Fremden nicht bedr\u00fccken! Und: Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst?<\/p>\n\n\n\n<p>Maria: Es muss ihnen jemand beibringen. Gott muss es ihnen beibringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Er wird es nicht leicht haben&#8230; <br>Komm, lass uns weitergehen. Vielleicht finden wir noch ein Quartier. Es muss irgendwo Menschen mit Herz geben.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Ich k\u00f6nnte euch noch etwas anbieten, wenn ihr bezahlen wollt!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Ist es weit?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Nein. &#8211; jetzt sehe ich es erst. Deine Frau erwartet ein Kind. Tut mir leid. Da macht meine Frau nicht mit.<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Habt ihr nicht irgend einen Platz?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: Wei\u00dft du was? Frag die Kinder. Da drau\u00dfen am Rande der Stadt, da gibt es den einen oder anderen Stall. Wenn ihr ihn mit den Tieren teilt, dann habt ihr in Dach \u00fcber dem Kopf. Was anderes geht nicht!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph ( fragt ein Kind) : Wisst ihr, wo in der N\u00e4he ein Stall ist, in dem wir \u00fcbernachten k\u00f6nnen?<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Ich zeige ihn euch. Deine Frau bekommt ihr erstes Kind? Hoffentlich geht alles gut!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Es ist ein Ros entsprungen \/ Stille Nacht (Engel z\u00fcnden Kerzen an)<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>6. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Maria und Joseph waren am Ende ihrer Kr\u00e4fte. Es h\u00e4tte so einfach sein k\u00f6nnen, wenn die Menschen sich in ihre Lage versetzt h\u00e4tten. Sie kamen in ihre eigene Heimat, aber die Ihren nahmen sie nicht auf. So wie es sp\u00e4ter auch Jesus ging, als er Menschen die Wahrheit sagte. <br>Die Hirten z\u00e4hlten zu den Verachteten. Sie lebten nach dem Motto: &#8222;Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich\u00b4s dann ganz ungeniert&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Heute m\u00fcssen wir aufpassen, dass wir nicht erwischt werden. Es ist sternenklar!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Du hast recht! Man sieht aber auch alles. Der Mond scheint und die Sterne leuchten, dass man den Weg wie am tage erkennt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Komm wir gehen hier am Rain entlang, da bemerkt uns keiner. Pass auf, dass deine Flasche nicht so klappert! (schleichen ganz langsam und Leise und gucken sich dabei um &#8211; einige Zeit absolute Ruhe)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: ( so laut wie es geht) Halt! Wer seid ihr?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: (erschrocken) Hast du mich erschreckt. Josua, wir sind es. Jonathan und Micha sind auch dabei.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: Kommt. Ihr habt sicher etwas mitgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Was denkst du! Deswegen sind wir ja so geschlichen. Wer kein schlechtes Gewissen hat, der geht singend und pfeifend seinen Weg. Wir schleichen lieber!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: (kommt als erster zum Platz) Seid leise! Simeon<em> (4. Hirte)<\/em> schl\u00e4ft! Wir wollen ihn mal erschrecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: Das k\u00f6nnt ihr probieren. den kriegt ihr nicht wach. Ihr kennt ihn doch. Heute hat er wieder einmal die ganze Flasche Wein getrunken. Erst ist er sehr nett und freundlich. Dann f\u00fchlt er sich stark und macht den gro\u00dfen Mann. Vorhin wollte ich ihm noch sagen, er soll die Sauferei lassen. Da hat er auf mich eingeschlagen. Ich sehe sein Ende kommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: So ist halt das Leben. Damit muss er fertig werden. Ist ja seine Sache. Ich habe jetzt auch Appetit.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: Es ist so klar heute. ich w\u00fcnschte, mein Leben w\u00e4re auch so durchschaubar und ich w\u00fcrde wissen, wie ich es in die richtige Bahn bekomme.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Jetzt wirst du moralisch! Wenn du erst einmal hier gelandet bist, dann gibt\u00b4s kein zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: Es ist lange her, dass aus Hirten K\u00f6nige wurden, wie bei David. Da waren wir noch etwas. Nun ja, ihr kennt mein Leben nicht. Mein Vater war ganz fromm und beachtete das Gesetz. Er hat es mir eingebl\u00e4ut. Wenn ich es einmal nicht gleich auswendig gelernt hatte, dann schlug er mich. Es gab f\u00fcr ihn sonst nichts schlimmeres. Ich habe seither Angst. Ich bin ihm aus dem Weg gegangen, soweit es ging. Als ich 13 war, da habe ich mich davon gemacht, weil nur mein kleiner Bruder noch der Gute war! Ich war der B\u00f6se. <br>Und jetzt? Was ist aus mir geworden? Ich habe Angst vor Gott, wenn er mir begegnet. Er verzeiht nicht, hat mein Vater gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: So ist nun mal das Leben. Die einen, die gefallen Gott. Die kommen mit ihrem Leben zurecht. Die anderen, die sind dazu geboren, es schlecht zu haben, es verkehrt zu machen. Wenn du dich auch anstrengst. Es lohnt sich nicht. Es wird kein bisschen anders!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: kommt, weckt den da auf. Vielleicht kann er ja etwas zu sich nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Lasst mich in Ruhe&#8230;.(schl\u00e4ft weiter)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Nicht schlecht. Das Leben ist nur zu ertrage, wenn man sich zusch\u00fcttet. Wenn ich so viel Geld h\u00e4tte wie er, w\u00fcrd ich\u00b4s genauso machen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: Du meinst, wenn du so viele krumme Sachen machen w\u00fcrdest, wie er!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Er merkt aber schon nicht mehr, wie belastend es ist, mit ihm zusammen zu sein. Seine Launen und sein elend kannst du kaum ertragen.<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten essen&#8230;, st\u00fcrzen hin&#8230;.)<\/p>\n\n\n\n<p>Engel: <strong><em>Vom Himmel hoch, da komm ich her <br><\/em><\/strong>F\u00fcrchtet euch nicht: Siehe, ich verk\u00fcndige euch eine gro\u00dfe Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn <strong>euch<\/strong> ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids, die da hei\u00dft Bethlehem. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet das Kind finden in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Ehre sei Gott in der H\u00f6he und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.<\/p>\n\n\n\n<p>Engel haben Himmelslieder<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Was habt ihr gesehen? Ich kann es noch begreifen? <br>Simeon, was ist mit dir? Hast du es verschlafen?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Wie kommst du darauf? Ich bin noch ganz benommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: Das ist unglaublich. Ich war ganz tief davon \u00fcberzeugt, dass alles in unserem Leben planlos, ohne Ziel verl\u00e4uft und nun so etwas! Gott redet mit uns freundlich, er macht uns Hoffnung.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Lasst uns losgehen! Nach dem Kind sehen. Simeon, was hast du erlebt. Du hast im Rausch alles verschlafen?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Ich kann es euch kaum beschreiben. Es war unglaublich. Mein Leben war in einem Licht. Ich habe es gesehen: Ich stehe vor einem Abgrund und bin dabei, mich selbst hinunter zu st\u00fcrzen. Und das, obwohl mir ein Weg offen steht.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Welcher Weg?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Ich wei\u00df es noch nicht. Ich will gehen und ihn suchen. Vielleicht werde ich ihn finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Komm mit uns, vielleicht ist es unser gemeinsamer Weg!<\/p>\n\n\n\n<p>Kommet ihr Hirten<\/p>\n\n\n\n<p>7. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: So gehen sie erst einmal los. Von ihren Feldern nach Bethlehem ist es ja noch ein ganzes St\u00fcck zu laufen. <br>Aber es gibt ja nicht nur die Hirten auf der Welt, die mit ihrem Leben schwer zurechtkommen. <br>Ganz gelehrte Leute, so erz\u00e4hlt uns die Bibel haben auch ein Abenteuer auf sich genommen, um das Kind zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: (geht r\u00fcckw\u00e4rts) Habt ihr das vom griechischen Philosophen Sokrates geh\u00f6rt? Er ist umgebracht worden, weil er g\u00f6ttliche Stimmen geh\u00f6rt hat und nur von einem g\u00f6ttlichen Wesen ausgingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2 (auf der Empore mit Fernglas): Ich habe es schon lange gelesen. Das ist so neu nicht gewesen. Das glauben die Juden doch auch. Die alten \u00c4gypter sollen so einen Glauben auch gehabt haben und einige Nomadenst\u00e4mme. Eigentlich nicht schlecht der Gedanke, dass es alles aus einer Hand kommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diener 1 der Weisen: Achtung!<\/p>\n\n\n\n<p>1. Weiser stolpert<\/p>\n\n\n\n<p>(Diener hebt ihn auf!)<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Er ist der gebildetste Mensch auf dieser Erde, aber einen Schritt r\u00fcckw\u00e4rts zu gehen und er ist \u00fcberfordert.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Man kann sich nicht auf alles konzentrieren! Die Philosophie erfordert unsere ganze Konzentration. Au\u00dferdem, auch wenn es r\u00fcckw\u00e4rts geht, geht\u00b4s trotzdem immer vorw\u00e4rts!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wer hat das schon wieder gesagt??<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich selber!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Es geht nur langsamer, wenn man dabei hinf\u00e4llt ,&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Was hattet ihr gesagt? Es m\u00fcsste mal etwas wirklich bedeutsames geschehen, damit wir es untersuchen k\u00f6nnten. Ich habe es!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Was?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wenn mich nicht alles t\u00e4uscht, dann gibt es etwas ganz gro\u00dfes!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Spann uns jetzt nicht auf die Folter! <br>Diener! hol uns das Fernglas herunter! (Diener 2 der Weisen geht los)<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Warum so umst\u00e4ndlich. Ich werfe es euch herunter! (wirft es herunter) Ihr k\u00f6nnt es auch von unten sehen. <br>Juppi,&#8230; ich meine Jupiter und Saturn stehen ganz nah zusammen. Sie sehen aus, wie ein gro\u00dfer Stern. Da braut sich was zusammen<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1 (schaut durchs Fernrohr) Ich sehe noch nicht ganz klar&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Bitte stolper jetzt nicht wieder<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Gut, dass du es sagst! &#8230; Ja wirklich, Jupiter und Saturn&#8230; Was war das denn nur? Jupiter &#8211; der Stern eines K\u00f6nigs, Saturn &#8211; der Stern der Juden. Das ist etwas. Am liebsten w\u00fcrde ich hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Warum nicht? Es ist die Gelegenheit. Wir gehen in die Geschichte ein als die gr\u00f6\u00dften Forscher unseres Landes.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Was werden wir brauchen? Eine so lange Reise habe ich noch nicht gemacht. Diener: Lauft und holt Kamele, die uns hintragen, gen\u00fcgend Proviant und vor allem ein paar Geschenke:<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Holt Gold, Weihrauch und vor allem Myrrhe. Ein K\u00f6nigskind ist geboren, da k\u00f6nnen wir nicht so knauserig erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diener 1: Also Gold Weihrauch und Myrrhe!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Ich bin sicher, das gibt eine Feier. Endlich einmal aus dem Vollen sch\u00f6pfen. Tagelang Musik und Wein und h\u00fcbsche Frauen. Sich mit ber\u00fchmten Leuten aus aller Welt unterhalten. &#8211; das nenne ich Arbeit und Forschung, die Spa\u00df macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Solche Reisen liebe ich, wenn man wei\u00df, da\u00df die Freude gr\u00f6\u00dfer ist als alles andere, ein gro\u00dfes Fest am Ende&#8230; Wann gehen wir los?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Morgen. Wir haben einige Zeit zu wandern.<\/p>\n\n\n\n<p>Stern \u00fcber Bethlehem 1-2<\/p>\n\n\n\n<p>8. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: So sind sie losgezogen. Die zwei Knechte mussten laufen, die Weisen ritten nat\u00fcrlich auf dem Kamel. Sie h\u00e4tten nicht gedacht, dass es so weit w\u00fcrde. Sie hatten sich ein wenig verrechnet. Genauer gesagt, sie wu\u00dften schon wie weit es ist. Aber sie wussten nicht, wie beschwerlich eine solche Reise ist. Nach einigen Monaten kamen sie nach Jerusalem. Die Hauptstadt erwartete sie. <br>Aber wie das Leben so ist, bis die gelehrten Herren so langsam dahinter kommen, haben andere es schon lange begriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Kommt jetzt endlich. Ich kann es kaum aushalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 2: ich kann es noch nicht begreifen. Meinst du, da\u00df der Simeon eine Chance hat?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Wenn ich es w\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Nicht ganz so schnell! Ich will einmal mit euch ankommen, und nicht immer zu sp\u00e4t kommen<\/p>\n\n\n\n<p>(kommen zu den H\u00e4ndlern)<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Achtung! Geht an eure Pl\u00e4tze, haltet alles fest. Da kommen wieder Leute, die sehen aus wie Diebe.<\/p>\n\n\n\n<p>(Leute kommen schnell an ihre St\u00e4nde gelaufen.)<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Wenn ihr denkt, ihr kriegt etwas ohne zu bezahlen, habt ihr euch get\u00e4uscht. Macht euch fort, ihr Gesindel!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 3: Ich kenne euch doch schon. Wieder Leute, die nichts als Schererei machen!<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Nicht so aufgeregt! Wir nehmen euch nichts. Nur eine Auskunft h\u00e4tten wir gerne! Sagt uns, wo hier in Bethlehem der Sohn Gottes, der Messias geboren ist.<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Also, ich kann dir Wein verkaufen. Nachdem du einen Liter getrunken hast, dann siehst du ihn vielleicht. <br>Wisst ihr wo der hingeht? Wenn er kommt, geht er zu den Frommen, und nicht zu denen, die so verlottert leben wie ihr und wir. <br>Da oben in den Bergen, dort wird er kommen, wo sie fasten und beten, wo sie sich rein halten. Zu uns kommt er nicht, der Messias.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Woher willst du das wissen?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Na ganz einfach. In dieser Welt? Schau sie dir an die Leute: die Quatschtanten, die Besserwisser, die unm\u00f6glichen Leute. Bei denen ist Hopfen und Malz verloren.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Woher wei\u00dft du, bei wem Hopfen und Malz verloren ist? Hast du dir ein wenig M\u00fche gegeben, ihnen die Wahrheit zu sagen? Du regst dich blo\u00df auf und verachtest ihr Leben und dein Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 1: Wir denken, Gott verachtet unser Leben nicht! Sagt, wo das Kind geboren ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 4: Vielleicht bei den armen Leuten!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Ich bringe euch hin. Ich glaube, was ihr sucht, ist dort im Stall.<\/p>\n\n\n\n<p>(Hirten gehen zum Stall)<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: D\u00fcrfen wir eintreten?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Gerne. Unser Kind ist geboren und es ist wohlauf! Was in aller Welt f\u00fchrt euch zu uns?<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 3: Wir waren auf dem Feld und ein Engel hat es uns gesagt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 4: Wenn ich das Kind sehe, wird in mir etwas wach, was ich bisher noch nicht kannte. <br>Ich m\u00f6chte das Kind besch\u00fctzen und nicht nur mein eigenes Leben. <br>Ich habe das Gef\u00fchl, Gott hat mir noch einmal Zeit gegeben. Eine Zeit, die ich nutzen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>Hirte 5: Es ist nicht zu begreifen. Was war, ist vergeben. Aus Taugenichtsen scheint etwas zu werden. Wenn das dieses Kind kann, dann ist es der Sohn Gottes, der Retter der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Geh, ruf es auf dem Berge<\/p>\n\n\n\n<p>9. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Die Hirten waren wirklich begeistert. Sie erz\u00e4hlten es jedem, was sie erlebt hatten. Es dauerte lange bis die Leute es glaubten. Maria jedenfalls behielt es in ihrem Herzen, was sie von ihnen geh\u00f6rt hatte. <br>Unsere m\u00fcden, total \u00fcbern\u00e4chtigten Weisen kommen jetzt fast ans Ziel &#8211; leider eben nur fast.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Es wird schon bald dunkel. Machen wir, dass wir in die Stadt kommen. Die Tiere lassen wir vor den Stadttoren.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wir h\u00e4tten einen bequemen Wagen gebraucht. 1000 Kilometer auf einem Kamel, das h\u00e4lt man kaum aus. Entweder man ist seekrank oder der R\u00fccken schmerzt. Wir m\u00fcssen ein Gef\u00e4hrt erfinden das weich und ruhig ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: La\u00dft doch sein. Wenn einem in unserem Alter nichts weh tut, dann ist man wahrscheinlich tot! <br>Was haben wir nicht alles gesehen. Das war doch gro\u00dfartig!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Elend haben wir gesehen. Das hat mir gereicht. Aber mal was anderes! <br>Hier scheint ja nicht viel los zu sein. H\u00f6rt ihr Musik, h\u00f6rt ihr Leute singen? Viele Leute scheinen da zu sein, aber zwei drei Leute singen. Nein, es ist hier wie \u00fcberall.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wahrscheinlich ist das Fest schon vorbei. Wir gehen zum K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: (zur Wache) K\u00f6nntet Ihr uns beim K\u00f6nig anmelden? Wir suchen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Wache: Ihr seid schon angemeldet! Er erwartet euch.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wieso?<\/p>\n\n\n\n<p>Wache: Herodes hat seine Leute. Kommt!<\/p>\n\n\n\n<p>Weise verbeugen sich vor dem K\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Seid mir willkommen! Ihr seid weit hergereist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Ja, wir suchen den Sohn des K\u00f6nigs, der uns durch die Sterne angek\u00fcndigt wurde. Es scheint ein gro\u00dfes Ereignis zu sein. Aber hier feiert niemand. Wir hatten uns darauf eingestellt, an einem gro\u00dfen Fest teilzunehmen. Ich bin entt\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Das ist es ja gerade, was mich beunruhigt. Ich h\u00f6rte, dass ihr den kommenden K\u00f6nig besuchen wollt. Aber meine S\u00f6hne sind schon gro\u00df. Hier ist niemand geboren. <br>Einen Moment! <br>(geht zum Schriftgelehrten) Man glaubt es nicht, wovor man alles Angst haben muss. Kommt wieder jemand, der mich in Schwierigkeiten bringt? Schriftgelehrter: Wo k\u00f6nnte das Kind geboren sein, das der zuk\u00fcnftige K\u00f6nig wird, vielleicht sogar der Messias.<\/p>\n\n\n\n<p>Schriftgelehrter: In den Schriften der Propheten steht: Und du Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den St\u00e4dten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel der Herr sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Also Bethlehem, der Geburtsort des K\u00f6nigs David. Ich muss das Kind beseitigen. Schon wieder so ein Messias.<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Lasst die Weisen hingehen. Sie kundschaften alles aus. Sie werden uns zum rechten Ort bringen und dann werden die Neugeborenen des Ortes sterben. Messiasse haben wir schon genug gehabt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Du hast recht. Das beruhigt mich ein wenig, wenn ich wei\u00df, dass sich die Dinge so kl\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Berater: Der Kaiser wird sich freuen. er hat sich schon beschwert, dass es bei uns immer so viel Unruhe gibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: ( geht zu den Weisen) Ja ich glaube , es f\u00fcr euch kl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Ihr m\u00fcsst nach Bethlehem gehen! Ich w\u00fcrde am liebsten gleich mit euch reisen. Aber ich habe noch ein paar Verpflichtungen. Ich bitte euch: Kommt noch einmal her und bringt mir die Kunde von dem Kind. Ich werde ihm dann nach euch huldigen und es anbeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir bedanken uns f\u00fcr Eure M\u00fche, Hoheit. Wir wollen weiter gehen. Wie weit ist Bethlehem von hier?<\/p>\n\n\n\n<p>Herodes: Es ist eine Tagesreise mit dem Kamel.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Dann machen wir uns auf den Weg. Nochmals Dank und Ehrerbietung!<\/p>\n\n\n\n<p>Weise gehen ein St\u00fcck zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Warum seid ihr nicht wenigstens diese Nacht im Palast geblieben. Einmal h\u00e4tten wir ruhig schlafen k\u00f6nnen und er h\u00e4tte uns schon bewirtet.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Du kennst nur deine Wissenschaft, aber Menschen kennst du nicht. Hast du nicht gemerkt, da\u00df keinem Wort zu trauen ist. Er hat Angst. Er ist nur ein kleiner abh\u00e4ngiger K\u00f6nig, der grausam ist und nichts unversucht l\u00e4\u00dft, seine Macht zu behalten!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: In der Weisheit des Israelitischen K\u00f6nigs Salomo hei\u00dft es: Besser ein Gericht Kraut mit Liebe als ein gem\u00e4steter Ochse mit Hass.<s> <br><\/s>Er kannte seine Leute.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Gut, lasst uns gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>O Bethlehem, du kleine Stadt<\/p>\n\n\n\n<p>10. Szene<\/p>\n\n\n\n<p>Erz\u00e4hler: Je weiter die Weisen von Jerusalem weg waren, um so wohler wurde es ihnen ums Herz. Der Stern schien wieder klar und es war kein Zweifel, dass sie auf dem richtigen Wege waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Das muss doch Bethlehem sein! Es ist auch hier ruhig. Kein gro\u00dfes Fest. Es ist wie ausgestorben!<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 1: Passt auf, jetzt kommen Leute, bei denen etwas zu holen ist! <br>Hohe Herren, wir freuen uns, euch bei uns zu haben. Wir haben die beste Ware.<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Kommen sie her! Beste Ware! K\u00f6rbe aus Weide! Man kann sie sich als Schmuck hinstellen, wenn man sie nicht braucht!<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 2: Meine Gew\u00fcrze, die sind aus Indien, von Karawanen ganz frisch mitgebracht. Mein Weihrauch ist unerreicht! Und f\u00fcr die Herren ein kleines Rauschmittelchen?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: Zu Trinken gibt es hier! Wein, sauberes Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir haben zwar Durst von der Reise, aber erst wollen wir den neugeborenen K\u00f6nig sehen, den Messias.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: K\u00f6nnt ihr uns nicht sagen, wo das Kind ist?<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 1: Die ganz frommen Leute gibt es nicht mehr bei uns. Die Leute, die sich als Messias ausgeben sind auf der Flucht vor den R\u00f6mern. Wie wollt ihr hier den Messias finden?<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Warum nicht hier bei euch?<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 4: Jetzt erz\u00e4hlt ihr wieder so etwas wie die Leute vorhin&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00e4ndler 3: Kauft etwas und fragt nicht so viel. Dann tut ihr uns etwas Gutes!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Wir wollen nichts kaufen! Und wir wollen zu dem Kind. Seht ihr nicht den Stern, er leuchtet so hell, hier bei euch!<\/p>\n\n\n\n<p>Marktfrau 2: Was wollen wir nach oben schauen&#8230;. Es ist kein ber\u00fchmtes Kind hier geboren. Es gibt keine noble Herberge, wo man ein Neugeborenes findet. Nur bei den Leuten, die arm sind, scheint es zur Zeit Kinder zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Wo, sagt es schon!<\/p>\n\n\n\n<p>Kind: Ich denke da hinten! etwas au\u00dferhalb, dort im Stall, da habe ich es vorhin schreien geh\u00f6rt und ein paar abgerissene Gestalten sind auch schon dort hingelaufen. Hirtengesindel war das!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: kommt: Die Leute merken es nicht, wie nahe ihnen Gott ist. Sie meinen, verlasen zu sein und sind es gar nicht. Wieso nur!<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Weil sie nicht den wahren Gott suchen, Geld statt Liebe, Neid statt Geduld, weil einer der Teufel des anderen ist und so ihr Blick verstellt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: (zu den Dienern) Meldet uns an!<\/p>\n\n\n\n<p>(Diener gehen zu Joseph)<\/p>\n\n\n\n<p>Diener der Weisen 1: Unsere Herren wollen zu euch kommen, d\u00fcrfen sie eintreten?<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: Bei mir hat sich noch niemand angemeldet. Ihr seid alle willkommen, besonders, wenn ihr fremd und weitgereist seid.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Wir bringen Gold, Weihrauch und Myrrhe! &#8230;. Das Kind l\u00e4chelt uns an. Wenn wir nicht gekommen w\u00e4ren, dann h\u00e4tte niemand diesem Kind liebe entgegengebracht!<\/p>\n\n\n\n<p>Joseph: So ist es nun auch nicht. Es waren schon andere vor euch da. Einfache Leute. Sie haben hier ihren Frieden gefunden. Aber ihr kommt nicht zu sp\u00e4t, sondern genau richtig.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 1: Was schon Leute vor uns? Nun ja&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 2: Lass doch. Ob man der erste ist, oder der letzte. Hier spielt das doch keine Rolle. Hauptsache, man kommt \u00fcberhaupt hierher. <br>Jetzt wei\u00df ich, wohin uns Gott gef\u00fchrt hat: damit wir die Not lindern. Es ist im Grunde so einfach. es liegt vor uns, was das Ziel unseres Lebens ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiser 3: Gott ist die Liebe und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm!<\/p>\n\n\n\n<p>Kinder: Ihr Kinderlein kommet \/<\/p>\n\n\n\n<p>Herbei o ihr Gl\u00e4ubigen 1. Str. zus.<\/p>\n\n\n\n<p>3. &#8211; 4. Str. Kinder<\/p>\n\n\n\n<p>4. Str. zus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Seligenthaler Krippenspiel 1998 1. Alter Mann: 2. Berater : 3. Diener 1 der Weisen: 4. Diener 2 der Weisen: 5. Engel : 6. Erz\u00e4hler : 7. Frau 1: 8. Frau2: 9. H\u00e4ndler 1: 10. 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